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Scream - Schrei!

Originaltitel: Scream

Herstellungsland:USA (1996)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Krimi, Thriller, Mystery
Alternativtitel:Scary Movie
Scream - Schrei des Todes
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,06 (198 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Ein Killer terrorisiert die kalifornische Kleinstadt Woodsboro. Mit einem Todeskostüm maskiert, hat er es hauptsächlich auf Schülerinnen der Highschool abgesehen. Die Polizei tappt im Dunkeln. Ein gefundenes Fressen für die sensationslüsterne Reporterin Gale Weathers. Die hübsche Casey wird das erste Opfer des gnadenlosen Monsters und brutal getötet. Für ihre Freundin Sidney wird ein Albtraum wahr. Vor einem Jahr wurde ihre Mutter ermordet. Wird sie die Nächste sein? (Kinowelt)

eine kritik von phyliinx:

Ich habe mich mit einer Kritik für Wes Cravens Horrorfilm Scream aus dem Jahr 1996 sehr schwergetan, zählt dieses Stück Filmgeschichte doch zu den absoluten Klassikern im Genre, die man irgendwann als Fan einmal konsumiert haben sollte. Jedenfalls gilt mein Dank für einen wunderbaren Abend auch Skriptautor Kevin Williamson, der hier wirklich alles herausgeholt hat, um einen Slasher mit überraschender Lebendigkeit zu füllen und diesen Typ von Filmen nicht auf ewig sterben zu lassen. Nach meinen Informationen war Scream einer der finalen Versuche, das Maskenmörder-Prinzip auf Leinwänden am Leben zu erhalten und auch wenn dadurch bis heute immer wieder Gurken produziert werden, bin ich froh, dass er geglückt ist, denn sonst wäre Michael Myers im letzten Jahr wahrscheinlich nicht zurückgekehrt.

Scream beginnt außerdem mit einer ikonischen Szene am Gruselkino-Himmel: Drew Barrymore im Kampf um das Leben ihres festen Freundes. Das ist ein Einstieg, bei dem der Spannungspegel ab Minute 1 äußerst steil nach oben geht. Der Ghostface-Killer bringt mit scharfzüngigen Dialogen das Ungewisse im eigenen Unterbewusstsein hervor, jenes Ungewisse, bei dem wir uns umdrehen, weil wir in der Finsternis hinter uns jemanden vermuten. Auch macht dieser Prolog klar, dass Scream sich tatsächlich um Horrorfilme schert und diese folglich weiter ausgiebig zitieren wird. Bevor unsere eigenen Hauptdarsteller den Platz betreten und die kleine Vorgeschichte ihren Abschluss findet, haben Craven und Williamson uns also bereits gelehrt, nach welchen bösartigen Regeln hier gespielt wird.

Dann geht es weiter zu Neve Campbells Sidney Prescott und Sidney verarbeitet gerade den Tod ihrer Mutter, als auch sie das Killer-Problem bekommt und sich nicht mehr sicher fühlen kann, während Courtney Cox als Reporterin Gale Weathers daran arbeitet, den Mörder von Maureen Prescott wieder freizuboxen. An Sidneys Seite stehen das Geschwisterpaar Tatum (Rose McGowan) und Dwight „Dewey“ Riley (David Arquette), außerdem hat sie mit Lawrence Hecht zumindest noch einen Vater und abschließend gibt Skeet Ulrichs Billy Loomis einen ziemlich mysteriösen, aber eben auch verständnisvollen, festen Freund her. In dieser Beziehung kriselt und funkt es eigentlich gleichermaßen. Die anfängliche Unterhaltung über Altersfreigaben sticht dabei schon herrlich heraus und zeigt, wieviel Liebe in diesem Werk steckt, damit es so herrlich atmosphärisch originell erscheint. Genreuntypisch macht jede Figur eine relativ logische, organische und flüssig dargebotene Entwicklung durch, jeder lernt etwas aus seinem Schicksal und alle kommen irgendwo an, sodass rote Fäden sich bis zum Finale zusammenschließen und dieses dann die Ergebnisse der Geschehnisse in schwarzhumoriger Brutalität auswerten kann.

Die Kameraarbeit ist gelungen. Viele der Verfolgungen verlaufen über klaustrophobische Einstellungen oder zumindest an Orten mit wenig Spielraum für ausschweifende Bewegungen, in klaren Bildern wehren Opfer sich gegen ihr Schicksal und wenn der Kill geschieht, dann hält Craven dank handgemachter, schwer gelungener Effekte gerne mal ordentlich drauf. Der Soundtrack besitzt auch eine emotionale Tragweite, allerdings wird die gegen Ende etwas erstickt, wenn man sich allein an den Künsten John Carpenters bedient, der hier Teile seines Halloween-Soundtracks hergeben muss, da ebendieser durch eine VHS-Kassette auf dem Fernseher läuft.

Scream erlaubt sich im Grunde genommen keine Fehler, kommt als super Slasher daher und sollte Halloweennächte zu echten Abenteuern gestalten. Warum sich die Trilogie-Nachfolger seltenerweise auch noch lohnen, erkläre ich in zwei folgenden Reviews. Daraufhin kommen wir dann zu Scream 4 (2011). Wohin ich diesen Marathon führen möchte, sollte sich jeder denken können.

10/10
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Kommentare

21.01.2022 19:52 Uhr - suicider666
2x
Also ich finde deine Review sehr gelungen und mir hat sie gefallen. Zum Thema Scream, gibt es ja einige Dinge die man abseits des Filmes so mitbekommen hat. Da wäre zum Beispiel das Kevin Williamson fast obdachlos gewesen wäre, als er das Drehbuch zu Scream einreichte. Und zum Glück kam der Erfolg und es rettete ihn.
Zum Film selbst, ich bevorzuge den Directors Cut und war froh das er damals endlich veröffentlicht wurde. Nur war er damals auf dem Index und somit hat es nicht jeder mitbekommen. Scream ist und bleibt ein Slasher der das Genre revolutionierte.

22.01.2022 06:05 Uhr - McGuinness
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Ich bin nie ein Fan dieser Reihe gewesen, auch nicht des Erstlings hier, kann deine Begeisterung dennoch nachvollziehen, wenn auch nicht teilen 😉

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