SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Evil Dead - The Game · ULTIMATE MULTIPLAYER-ERLEBNIS... UND ES GROOVT! · ab 44,99 € bei gameware Dying Light 2 [uncut] · Stay Human · ab 64,99 € bei gameware

Scream 2

Herstellungsland:USA (1997)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Krimi, Thriller, Mystery
Alternativtitel:Scream - Schrei des Todes 2
Scream: The Sequel
Scream Again
Scream Louder
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,84 (113 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Zwei Jahre nach der grauenhaften Mordserie läuft das Leben in Woodsboro wieder in geregelten Bahnen. Die Fernsehjournalistin Gale Weathers hat die Ereignisse von damals in ihrem Bestseller "The Woodsboro Murders" festgehalten, der inzwischen verfilmt wurde. Doch ausgerechnet zur Kinopremiere schlägt der Mörder im Todeskostüm erneut zu. Wieder sind Teenager seine Opfer und wieder hat er es ganz besonders auf Sidney abgesehen... (Kinowelt)

eine kritik von phyliinx:

Scream 1 war erfolgreich und Kevin Williamson hatte bereits ein fünfseitiges Skript für Scream 2 parat, das er dann fleißig weitertippen durfte, um nochmal einen Erfolg zu landen, der 1997 durch Regisseur Wes Craven den Weg auf die Leinwand fand. Neve Campbell, Courteney Cox und David Arquette kehrten zurück, Jamie Kennedy fand den Weg zu den Hauptrollen und so hatte man dieses Mal ein Quartett auf einem Filmcampus, um dort wieder Zitate und gemeine Morde zu streuen. Die Schreibe enttäuscht auch beim zweiten Mal nicht: Williamson ist weiterhin an nachvollziehbaren Figurenhandlungen interessiert und lässt Dummheiten wie klassische Slasher-Tropen trotz der Filmthematik eigentlich kaum zu, außer, wenn eine Figur wirklich nur dazu da ist, um auf dem Messer des neuen Ghostface-Killers zu landen. Dazu gelingt ihm weiterhin eine feine Entwicklung seiner fiktiven Personen mit erhöhtem Fokus auf die Beziehung zwischen Dewey und Gale. Neu dazu stößt nun außerdem Liev Schreiber als Cotton Reary, einst verdächtigt, Maureen Prescotts Mörder zu sein und was mit ihm gemacht wird, lässt sich auch als gelungen geplante Storylinie betiteln. Es hat mich gefreut, dass er einige starke Momente, egal ob positiv oder negativ behaftet, mit Sidney teilen darf, ohne, dass ich ihre Beziehung zueinander zu sehr intensiviert und unrealistisch wird. Ich kann diese Slasher-Reihe wirklich nur für ihre Konsistenz im Plot loben, das läuft ausnahmslos wie am Schnürchen.

Scream 2 ist übrigens ab 18 Jahren freigegeben und das liegt, denke ich mal, an der aufgebohrten Gewaltdarstellung, die hier neue Züge annimmt und handgemachte Effekte mit einer ordentlichen Portion Gekröse in einigen Naheinstellungen verbindet. Ansonsten verliert die Kameraarbeit meiner Meinung nach ihren klaustrophobischen Touch aus Scream 1, sie setzt mehr auf Weitblick, kann aber immer noch gut einfangen, was zwischen Opfer und Täter passiert. Die Schauplätze sind durch den Settingwechsel nun ebenfalls etwas abwechslungsreicher, beispielsweise geben die Unterkünfte der Studenten schon einmal einen guten Grund für mehrere Häuser, durch welche sich Ghostface schleichen darf. Das Ende von Teil 1 sorgt auch für Paranoia-mit wie vielen Gegnern muss man rechnen? Und die Auflösung des neuen Rätsels hat meinen Mund offenstehen gelassen. DIESE Person ist involviert? Ich konnte es kaum fassen. Nett gemacht, Mr. Williamson, schöne Zeilen, die da spontan nach einem Skript-Leak im Internet noch getippt wurden.

Beim Soundtrack des Vorgängers habe ich noch bemängelt, dass er am Ende zu sehr auf Halloween aufbaut. Jetzt ist das nicht mehr so und alle Werke sind original entstanden. Genreuntypisch ist die emotionale Tragweite der Stücke, welche gut und gerne an Dramen erinnert, womit sie allerdings zu den Bühnenthematiken des Streifens passt, also war diese Auswahl womöglich sogar Absicht. Meiner Meinung nach fehlt es Scream 2 aber stellenweise an Spannung und Intensität, ich hätte mir hinter einigen Passagen mehr Druck gewünscht, doch das heißt nicht, dass alle Situationen sehr glimpflich zu verdauen sind, denn manch ein Punkt auf der Schocker-Liste hat es doch noch in sich, vor allem, wenn er mit bekannten Figuren verbunden wird, denen man gerne noch länger über die Schulter geschaut hätte.

Alles in allem stellt mich Scream 2 zufrieden. Das Sequel entwickelt manche seiner Kompetenzen weiter und lässt andere fallen, doch insgesamt entsteht hier ein schönes Bild von einer ordentlich produzierten Fortsetzung, die mit Bedacht erstellt wurde. Mehr Griffigkeit wäre nicht schlecht gewesen, dafür hat es der Twist faustdick hinter den Ohren und das ist ein Kompromiss, den ich, vor dem Hintergrund eines schicken Drehbuches, gerne eingehe.

8/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Jurassic
Phyliinx
7/10
die neuesten reviews
Teen
TheMovieStar
7/10
Mother!
dicker Hund
8/10
Little
Ghostfacelooker
Daddy's
Argamae
7/10
Sturm,
McGuinness
6/10
Delta
TheMovieStar
6/10
Movie
cecil b
7/10
kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)