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Texas Chainsaw Massacre

Herstellungsland:USA, Bulgarien (2022)
Genre:Horror, Splatter
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,42 (62 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Melody (Sarah Yarkin), ihre kleine Schwester Lila (Elsie Fisher) und ihre Freunde Dante (Jacob Latimore) und Ruth (Nell Hudson) machen sich auf den Weg in die abgelegene texanische Stadt Harlow, um ein idealistisches neues Geschäft aufzubauen. Doch ihr Traum wird schnell zu einem Albtraum, als sie versehentlich in den Heimatort von Leatherface geraten. Der gestörte Serienmörder und sein blutgetränktes Vermächtnis ließen die hiesigen Anwohner nie los – darunter auch Sally Hardesty (Olwen Fouéré), die einzige Überlebende des berüchtigten Massakers von 1973, die nach Rache dürstet. (Netflix)

eine kritik von unclebens:

Das Slasher-Genre ist bekannt für etwaige aufgewärmte Produktion etlicher älterer Horrorfilme ala "Freitag der 13.", "Halloween" oder auch "Texas Chainsaw Massacre". Von genannten Filmen gibt es nahezu unzählige Fortsetzungen, Neuverfilmungen, Prequels etc., mal unterhaltsam, mal schleppend. Netflix hat sich dieses Jahr das "Texas Chainsaw Massacre"-Universum angenommen, mit der Idee, ein Sequel zum Originalfilm aus den 70ern zu veröffentlichen. Ich selber kann leider wenig zum Original sagen, da ich jenes bis heute leider aus verschiedensten Gründen nicht sehen konnte. Allerdings habe die "Michael Bays Texas Chainsaw Massacre" Adaption einige Jahre zuvor sehen können, welche zwar Potenzial aufwies, dieses jedoch aufgrund fehlender Spannung kaum ausschöpfte.

Die Kritiken zum neuen Werk unter Regie David Blue Garcia's fielen zu meinem Erstaunen mehr als solide aus. Die einen fanden den Gewaltgrad überraschend hoch, andere lobten das Tempo des Streifens und der damit einhergehenden Spannung. Ich war daher gespannt, was mich erwarten würde und wurde überrascht.

Die Geschichte um den 2022er "Texas Chainsaw Massacre" ist so klein gehalten, das es diese fast nicht gibt. Eine Gruppe junger Menschen reist für eine Unternehmensgründung in die texanische Kleinstadt Harlow. Bei einer Hausbesichtigung begegnet den Protagonisten eine ältere Dame, bei welcher es zu einem Zwischenfall kommt. Leatherface, welcher die ganze Situation verfolgte, beginnt daraufhin, Rache zu üben.

Bzgl. der Story ist der Film arg dünn geraten. Allerdings stört es nicht weniger, da ich auch kaum eine Geschichte erwartet habe.

Das Drehbuch, geschrieben von Chris Thomas Devlin, weist dennoch erwähneswerte Stärken auf, welche den Film aufwerten und den Unterhaltungsfaktor hochdrehen. "Texas Chainsaw Massacre 2022" überzeugt weniger aufgrund der Handlung und den geschriebenen Charakteren, als viel mehr durch die Vielfalt der gezeigten Morde. Unsere Protagonisten sterben auf durchaus kreative Art. Hierbei gehts auch teils enorm blutig zur Sache, zum Teil kam mir die Frage, wie dieser Film die FSK Freigabe ohne Zensur erhalten konnte. Für Slasherfans gibt es jedenfalls einige starke Szenen, welche auch noch Tage danach im Kopf hängen bleiben werden.

Bzgl den Figuren lässt sich kaum etwas sagen. Wir haben unsere Stereotypen, eine Rahmenhandlung um die Figuren und das war's. Wir erfahren kaum etwas von jeglichen Personen. Thematisiert wird lediglich eine Unternehmsgründung sowie einzelne Nebengeschichten. Diese fallen allerdings so unter's Radar, das diese Geschichten schnell wieder vergessen sind. Auch die Einführung der Überlendin aus dem Original war eher dürftig, Ihren Auftritt empfand ich als viel zu kurz und völlig lieblos. Auch ist der Film voll mit Logiklöchern, welche des Öfteren Stirnrunzeln verursachen. 

Auffällig ist eine bestimmte politische Thematisierung, gerade am Anfang des Films. Mir persönlich fiel es nicht negativ auf, da diese von kurzer Dauer ist und Leatherface' Taten in keiner Weise beeinflussen. Positiv fiel mir hingegen die Einbindung aktueller Thematiken auf. Gerade in der Mitte des Films wird Social Media für einen kurzen Moment relevant, auch wird die E-Mobilität kurzzeitig thematisiert. Was für manche abschreckend wirken könnte, war für mich erfrischend. Der Film setzte sich so aus meiner Sicht vom klassischen Slasher leicht ab und brachte Abwechslung mit ein. 

Schauspielerisch ist alles sehr seicht gehalten. Unsere Protagonisten, welche versuchen, Leatherface entgegen zu treten und letztendlich doch gekillt werden, hatten sichtlich Spaß beim Dreh, allerdings kommt Schauspierlerisch nicht viel mehr bei rum, als zu schreien, wegzurennen, einige Male entsetzt in die Kamera zu blicken oder Schmerz zu zeigen. Mehr war nicht drin, mehr war aber auch nicht erwartbar.

Inszenatorisch ist Spaß an der Kreativität sichtbar. Sämtliche Kills sind sehr solide inszeniert, extrem blutige Szenen wurden überraschend offen dargestellt. Die CGI-Effekte in teilen des Films waren nicht die besten, aber anschaubar. Wunden sahen generell gut aus, Kamermann Ricardo Diaz arbeitete zudem mit einem Mix aus offenen und Offscreen-Tötungssequenzen. Die Psyche des Menschen arbeitet in der Regel so, das verdeckte Mordszenen gedanklich härter aussehen, da sich der Zuschauer den Härtegrad denken kann. Das kam dem Film zumindest bei mir zugute. Allgemein wurden Kamera und Schnitt so gesetzt, das jegliche Szenen gut verfolgbar sind. Hier gibts wenig zu kritisieren.

Der Score hingegen hielt sich eher im Hintergrund auf und untermalte besonders die Kill-Szenen mit obligatorischer Spannungsmusik. Teils wurde die Musik auch ausgelassen, um den Spannungsbogen hochzufahren. Alles in allem okayer Soundtrack.

Fazit: "Texas Chainsaw Massacre" ist ein an sich solider Horrorslasher, bei welchem sich besonders beim Härtegrad Mühe gegeben wurde sowie Abwechslung vorhanden ist. Wer wirklich nur einen brutalen Horrofilm erwartet, ohne großer Geschichte und 80 Minuten unterhalten werden möchte, wird mit diesem Film seinen Spaß haben. "Texas Chainsaw Massacre" bietet genau das und will auch nicht mehr sein.

6/10
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Kommentare

19.02.2022 18:50 Uhr - UncleBens
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Mal eine Review, die etwas weniger "analytisch" ist, hoffe euch gefällts trotzdem :)

19.02.2022 23:54 Uhr - Kaiser Soze
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19.02.2022 18:50 Uhr schrieb UncleBens
Mal eine Review, die etwas weniger "analytisch" ist, hoffe euch gefällts trotzdem :)


Schön mal wieder von Dir zu lesen!
Gute verfasste Besprechung, die recht fair bewertet und durchaus nachvollziehbar ist. Ich selbst werde mir bald mal ein eigenes Bild schaffen ^^

Zur Info: Der Film hat (noch) keine FSK-Freigabe und diese benötigt dieser im VOD auch nicht. Wirf hier mal nen Blick rein ;-)

21.02.2022 20:07 Uhr - JasonXtreme
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Also ich finde das sprachlich nicht so wirklich rund, u d etliche Fehler könnte man ausbessern. Manche Wortverwendungen gibt es in der Realität nicht...

21.02.2022 21:40 Uhr - UncleBens
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21.02.2022 20:07 Uhr schrieb JasonXtreme
Also ich finde das sprachlich nicht so wirklich rund, u d etliche Fehler könnte man ausbessern. Manche Wortverwendungen gibt es in der Realität nicht...


Vielen Dank für deine Kritik. Das es nicht meine beste Rezension ist, ist mir bewusst, war aber auch nicht meine Absicht. Welche Wortverwendung gibt es denn hier in der Realität nicht und wo sind Fehler vorhanden? Würde mich sehr interessieren und natürlich auch ausbessern :)

22.02.2022 08:52 Uhr - JasonXtreme
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Du ich kann das gerne machen, und Dir die Fehler ausbessern - aufzählen klapt hier in den Kommentaren nicht, das wäre zuviel und dafür ist hier ja auch nicht der Platz ;) es fehlen einfach viele Buchstaben "ProduktioneN" "fehlende Spannungen" gibt es nicht, sondern "aufgrund fehlender Sannung" müsste es heißen...

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