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Pay Day

Originaltitel: The Debt Collector

Herstellungsland:USA (2018)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Martial Arts, Krimi
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,56 (9 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Der klassisch ausgebildete Martial-Arts-Kämpfer "French" (Scott Adkins) ist mit seinem Sidekick "Sue" (Louis Mandylor) als Schuldeneintreiber für die Mafia unterwegs. Es scheint ein einfacher Job zu werden, bis ein "Kunde" ihn in eine Situation bringt, die ihm näher geht als er es jemals erwartet hätte. (Koch Media)

eine kritik von phyliinx:

Also, wer von euch möchte mir jetzt erzählen, was die Schlachtung der Kühe mit dem Plot von Pay Day zu tun hat? So richtig konnte Jesse V. Johnson das meiner Meinung nach nämlich nicht vermitteln. Ich dachte erst, es handele sich um eine Zweitperspektive auf unsere Anti-Helden, Scott Adkins' French und Louis Mandylors Sue, aber so wirklich will das auch nicht zusammenpassen. Falls man die harten, kurzen Schwarz -Weiß -Einspieler also wirklich nur für die kleine Message gegen Ende vorbereitet hat, ist das ganze schön gezwungen und deplatziert. Mich persönlich hat dieses Vorgehen nämlich nur mit einem Fragezeichen zurückgelassen. Schade eigentlich, der sonstige Actioner aus dem Jahr 2018 war nämlich ganz fein.

Er beginnt mit feurigen E-Gitarrenriffs, begleitet von Bildern des hübschen Los Angeles und stellt kurz darauf Kampfsportlehrer French vor, dessen Dojo nix mehr einspielt. Paar Typen versuchen deshalb, ihm das Herzensprojekt zum Spottpreis abzukaufen und so kommt es zum ersten von vielen, nachvollziehbar gefilmten Nahkämpfen mit langen Einstellungen, die sich in späteren Duellen verkürzen, aber immer übersichtlich bleiben. Für schnelle Kohle bringt sich French jetzt in die Mafia ein und treibt mit Sue die Schulden von Vladimir Kulichs Tommy ins Haus. Ab da wird's unangenehm repetitiv. French und Sue fahren zum Verschuldeten, verprügeln ihn und kassieren. Das passiert ein paar Mal hintereinander und wie gesagt, die Action ist nett anzusehen, aber Johnsons Skript wirkt an dieser Stelle ziemlich lahm. Jedenfalls kommt später Tony Todd als Gangsterboss Barbossa dazu, mit einer Mission für Tommys Leute und frischen Plot -Ergänzungen. Außerdem wird die Gelegenheit kurzzeitiger Ruhe für ein bisschen Figurenarbeit genutzt. Vieles erinnert gen Abspann an Pulp Fiction aus dem Jahr 1994, während die ganze Geschichte an sich wahrscheinlich David Ayers Tax Collector inspiriert hat. Sue und French passen nun als Person und Duo besser zusammen und davon profitiert schließlich das große Finale mit diversen, handgemachten Effekten.

Adkins' Prügeleien setzten nicht groß auf Eleganz oder Kicks, hier schlägt er Bösewichten mit stumpfen Fäusten die Rübe ein. Seinem sympathischen Charisma tut das keinen Anbruch, das bringt er auch in kleinen Humormomenten überzeugend zum Ausdruck. Mandylor hat mir ebenso gefallen. Er spielt einen armen Bastard und lässt es uns spüren. Als DTV -Produkt darf auch mal bisschen ruppig vorgegangen werden, Dialoge über permanent zerstörte Frauenbeine könnten also anwesend sein. Nebenbei habe ich vor kurzem eine Fortbildung für meinen Sanitätsdienst besucht und oh boy, manche der Verletzungen in Pay Day, wenn auch nur angedeutet, hätten Potenzial zum ganzen Stück Arbeit. Bei so einer Martial Arte-Sache knacken schon mal paar Knochen für geschlossene und offene Frakturen, wir kommen aber vom Thema ab. Jedenfalls hat Johnson hier auch eine Idee entwickelt. In einer Szene muss ein Typ auf Metall beißen und Fragen beantworten, um nicht seine Visage zu verlieren. Wenn ich mich richtig an den Trailer erinnere, verfolgt der Regisseur dieses Prinzip auch in seinem Film Avengement. Immer ganz interessant, solche Herleitungen zu erkennen.

Adkins ist als ausführender Produzent in den ersten Texteinblendungen spürbar. Sein Einfluss hat bestimmt dafür gesorgt, dass hier so viel und auch relativ knackig gekämpft wird. Wer das also sehen will und mit etwas Wiederholung leben kann, dem sei diese Arbeit ans Herz gelegt. Mein Liebling aus der nun abgeschlossenen Triple -Collection bleibt weiterhin der straffe Close Range. Der Sinn der Kühe hat sich mir übrigens immer noch nicht erschlossen. In diesem Sinne: Muh und ein weiteres Thank you an den lieben MovieStar und seine B-Film-Kritiken!

7/10
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Kommentare

20.03.2022 22:36 Uhr - TheMovieStar
1x
User-Level von TheMovieStar 12
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 2.332
Danke für die Erwähnung und für dein lesenswertes Review. Ja den Film bewerte ich ähnlich wie Du, den kann man auf jeden Fall ansehen!

22.03.2022 18:51 Uhr - Phyliinx
User-Level von Phyliinx 9
Erfahrungspunkte von Phyliinx 1.045
20.03.2022 22:36 Uhr schrieb TheMovieStar
Danke für die Erwähnung und für dein lesenswertes Review. Ja den Film bewerte ich ähnlich wie Du, den kann man auf jeden Fall ansehen!
immer wieder sehr gern :)

23.03.2022 06:42 Uhr - Belphegor1999
Kann man tatsächlich öfters sehen. Geiler auf die Fresse Film. 8 von 10 sehe ich hier.

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