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The Ultimate Weapon

Herstellungsland:Kanada (1997)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Action
Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,00 (3 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Cutter (Hulk Hogan), ein erfahrener Söldner, wird für eine letzte Mission gegen Waffenschmuggler angeheuert. Zusammen mit Vince Dean (Carl Marotte), dem Sohn von Cutters verstorbenem Freund, führt er die Mission erfolgreich durch. Er findet heraus, dass sie betrogen wurden und seine Auftraggeber Mitglieder einer terroristischen Gruppe sind, die diese Waffen für sich selbst haben wollen. Verärgert zerstört Cutter das Waffendepot. Die Terroristen, unter dem Kommando von McBride (Daniel Pilon), wollen sich rächen und eröffnen die Jagd auf Cutter und seine Familie. Noch einmal muss der erfahrene Kämpfer all sein Können unter Beweis stellen um seine Tochter aus der lebensgefährlichen Situation zu befreien. (Splendid Film)

eine kritik von mcguinness:

" Wenn du mit dem Feuer spielst, verbrennst du dich " 

 

 

Im Ring gelang Hulk Hogan fast alles, außerhalb der Wrestling - Welt später dann eher wenig. Dabei ist sein Name immer noch das Synonym für Wrestling schlechthin. Der " Hulkster " war der größte Star in der Welt der Schaukämpfe, die bekannteste Marke der Branche, dutzendfacher Champion in den 80er - und 90er - Jahren, eine echte Berühmtheit. Im Ring galt Hogan als nahezu unbesiegbar und wurde zur unsterblichen Legende. Das echte Leben verläuft jedoch anders als wie es in Drehbüchern steht und mittlerweile hat das Ansehen des einstigen " King of the Ring " durch verbale Entgleisungen und eine ziemlich schmutzige Scheidungsschlacht sowie weitere private Probleme ganz schön gelitten. 

Nach stilgebenden Actionkrachern wie " Missing in Action " (1984), " Rambo 2 - Der Auftrag " (1985) oder aber " Das Phantom Kommando " (1985), dachte sich wohl auch Regisseur Jon Cassar, der sich später einmal durch die dramatische Actionserie " 24 " (2001 - 2010) mit Kiefer Sutherland, einen Namen machen konnte, dass er es versteht, dem Action - Genre einen würdigen Beitrag zu spendieren und inszenierte 1997 den B - Actionfilm " The Ultimate Weapon ", mit der Wrestling - Ikone Hulk Hogan als Zugpferd. Der Inhalt lässt sich dabei mit wenigen Sätzen zusammenfassen. Ben " Hardball " Cutter ist ein Söldner, der seiner Liebsten zur Liebe seinen Job an den Nagel hängen will, nicht jedoch ohne noch einen letzten Auftrag anzunehmen, bei dem es gilt, ein Waffendepot auszuheben und dieses den vermeintlichen Blauhelmen der UN zu überlassen. Gemeinsam mit " Cobra ", dem Sohn seines früheren besten Freundes, findet er jedoch heraus, dass er scheinbar gelinkt worden ist und die Waffen in die Hände von Terroristen gelangen sollen, woraufhin Cutter auf eigene Faust das Depot zerstört. Dadurch zieht er den Zorn des Senators McBride auf sich, der hinter dem Deal steckt, welcher nun Jagd auf Cutters Familie macht. Doch Ben Cutter trägt seinen Spitznamen " Hardball " nicht umsonst und zeigt, aus welchem Holz er geschnitzt ist.

Betrachtet man sich diverse Cover zu diesem Titel, so sieht man immer den besagten Helden, muskelbepackt und mit dem todbringende Maschinengewehr im Anschlag, umgeben von einem riesigen Feuerball. Der geneigte Actionfreund ist sich sicher, hier auf das richtige Pferd zu setzen, denn wenn schon Hulk Hogan, vorher bekannt durch seinen Auftritt in " Rocky 3 - Das Auge des Tigers " (1982) oder aber der Actionserie " Thunder in Paradise " (1994), imposant und auch noch bewaffnet auf dem Cover prangt, dann suggeriert dies freilich einen soliden Actionfilm, bei dem man(n) voll auf seine Kosten kommt.

Dabei kommt der Film anfangs noch recht zügig zur Sache und nimmt uns nach nur wenigen Minuten Einführung und Training mit Feuerwaffen mit auf Cutters scheinbar letzte brisante Mission. Die Gegner werden zunächst noch lautlos ausgeschaltet mittels bloßer Hände, etwa durch Strangulation oder Genickbruch sowie dem auf solchen Einsätzen bewährten Schalldämpfer. Kurz darauf wird aber auch mit großkalibrigen Waffen geschossen, doch bereits hier ärgerte es mich, dass nahezu kein Blut zu sehen war und das ganze Scharmützel eher wie eine Folge der populären Fernsehserie " Das A - Team " (1983 - 1987) anmutet. Wenn dann jedoch Cutter vom Hubschrauber aus mittels eines Granatwerfers das Depot in Schutt und Asche legt, fing mein Herz augenblicklich wieder an zu schlagen, denn die übergroßen Feuerbälle zauberten mit ein funkeln in die Augen und ein grinsen ins Gesicht. Die Aktionen seines Partners Vince " Cobra " Dean, dargestellt von Carl Marotte, den man beispielsweise in Werken wie " Blutiger Valentinstag " (1981) oder " Der Herrscher des Central Parks " (1986) gesehen hat, bleiben indes weniger spektakulär und erregen Cutters Aufmerksamkeit erst dann wieder, als dieser ein Auge auf seine Tochter Mary Kate geworfen hat.

Verkörpert wird diese junge und nicht gerade unattraktive Dame von Cynthia Preston, welche sich später noch in der Fernsehserie " General Hospital " (2002 - 2004) fest etablieren sollte, hier jedoch mit ihrem Vater Ben seit fast 20 Jahren keinen Kontakt mehr hatte und ihren Unterhalt als Stripperin verdient, jedoch bekommen wir als Zuschauer außer einem leicht bekleideten Tanz von ihr nicht sonderlich viel zu sehen.

Die Arbeit des Kameramanns Bert Tougas (Escape Clause - 1996 und Twists of Terror - 1997) sowie die des Komponisten Marty Simon (Scanners 2 - 1991 und Scanners 3 - 1991), wissen das bemüht actionhaltige Geschehen zwar vorteilhaft in Szene zu setzen bzw. ansprechend zu untermalen, können jedoch nichts an der teils stümperhaften Inszenierung ändern, welches das Dargebotene mitunter auf ein Niveau hebt, dass man in etlichen TV - Formaten schon weitaus besser gesehen hat. 

Das der Titel dieses Films sowie der Name seines Hauptdarstellers nicht gerade auf ausgefeilte Dialoge und tiefgründige Gespräche schließen lässt, sollte von vornherein klar sein und eigentlich erwartet man von solch einem B - Actionfilm auch nicht mehr, doch nach dem eigentlich recht gelungenen Auftakt macht sich zunehmend Langeweile breit, denn die Handlung will nicht so recht an Fahrt aufnehmen. Die Suche nach Mary Kate gestaltet sich wenig ereignisreich und bis auf eine kleine Schlägerei im Strip - Lokal, bei der Cutter und Dean mehr oder weniger professionell austeilen dürfen und den ein oder anderen markigen Spruch über ihre Lippen bringen, bekommen wir an essentiellen Schauwerten leider gar nichts geboten, wobei ich die prallen und nicht gerade unansehnlichen (wenn auch kosmetisch nachgebesserten) Hupen leicht bekleideter Damen jetzt nicht dazurechne.

Die Handlung dümpelt demnach weiter vor sich hin und auch Oberschurke McBride, gespielt von Daniel Pilon, gesehen beispielsweise in " Massarati and the Brain " (1982) oder " Scanners 3 " (1991), kann hier nur bedingt überzeugen und lässt die gewünschte diabolische Ausstrahlung weitestgehend vermissen. Zudem fragt sich der Zuschauer, weshalb dieser einen Stick mit allen relevanten Daten für seine illegalen Waffengeschäfte in Form einer Kette um seinen Hals trägt ?! Reichlich merkwürdig das ganze. Zwischendurch gibt es zwar auch mal eine Leiche zu sehen, die McBrides Schergen auf der Suche nach Mary Kate hinterlassen haben und auch ein Feuergefecht auf offener Straße in einer kleinen Wohnsiedlung, bei dem sogar mal Blut zum Einsatz kommt, weiß zumindest die Mundwinkel wieder etwas weiter nach oben zu bewegen.

Das langersehnte Finale ist dann jedoch alles andere als imposant und würde wohl gerne den selben Charme wie hochwertige Produktionen versprühen, da auch hier häufig mit der Zeitlupe gearbeitet wird, kann jedoch die angestrebte Klasse zu keinem Zeitpunkt erreichen.

" The Ultimate Weapon " entpuppte sich für mich als echte Mogelpackung, denn außer einem gelungenen Einstieg wird hier absolut nichts besonderes mehr geboten und der Film enttäuscht durch oftmals strunzdumme Dialoge, hölzernes Schauspiel und wenig effektvoll inszenierte Action, welche mitunter sogar noch das Niveau von Fernsehserien unterbietet, wobei insbesondere das Finale enttäuschend ist. Selbst für einen B - Actionfilm beschämend, dabei wäre hier eigentlich mehr drin gewesen oder besser gesagt, hätte mehr drin sein müssen. 

3/10
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Kommentare

13.04.2022 18:55 Uhr - sonyericssohn
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Shadow Warriors und Der Hammer sind die einzigen Filme die ich jemals mit dem Hulkster sah. Der erste was mäh, der zweite...auch. Aus diesem Grund werde ich den hier ganz locker ignorieren. Pah ! 😆

13.04.2022 19:34 Uhr - McGuinness
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@sonyericssohn

" Shadow Warriors " (1997) habe ich vor einer Ewigkeit nur ein einziges Mal gesehen und viel positives ist offenbar nicht davon hängengeblieben, zumal bei diesem Titel ebenfalls Jon Cassar Regie führte 🙈

Damals als Kind war ich vom Hulkster als Wrestler regelrecht fasziniert, als Schauspieler taugt dieser dafür umso weniger 👎🏻

Schön, wenn ich dich durch meine Review vor vergeudeter Lebenszeit bewahren konnte 😉

13.04.2022 19:37 Uhr - sonyericssohn
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Bevor ich was unverzeiliches anstelle 😁

13.04.2022 21:34 Uhr - TheMovieStar
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Den habe ich auch noch nicht gesehen. Aber ich kenne wie Sony auch der Hammer und der war mal so richtig Sch....

Der Ritter aus dem All war noch ganz ok mit Hogan wenn ich mich richtig erinnere...

Jedenfalls gut vorgestellt und danke für die Warnung. Unser Hulk hat seine Stärken glaube ich eher im Ring!

14.04.2022 07:40 Uhr - McGuinness
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@sonyericssohn

Das könnte ich dir auch nie verzeihen 😉

14.04.2022 07:46 Uhr - McGuinness
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@TheMovieStar

Da du ebenfalls ein Freund gepflegter 80er - und 90er - Jahre Action bist, kannst du diesen lahmen Schnarcher hier ausklammern... Der taugt nichts 👎🏻
Für die große Leinwand ist der Hulkster einfach nicht geschaffen, sondern sollte das tun, was er am besten kann... Leute durch den Ring wirbeln 😉

Danke für dein Lob, MovieStar ☺️

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