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Scream

Herstellungsland:USA (2022)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Thriller, Mystery
Alternativtitel:Scream 5
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,34 (39 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Ein neuer Ghostface, eine neue Mordserie. Sidney Prescott (Neve Campbell), Gale Weathers (Courteney Cox) und Dewey Riley (David Arquette) müssen sich erneut zusammen schließen, um einer Gruppe junger Erwachsener gegen einen brutalen Mörder zu helfen. ()

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

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„Du kannst nicht davor weglaufen, wer du bist.“

Wes Craven schuf im Laufe seines Lebens (1939 bis 2015) Kultfilme, wie Das letzte Haus links (1972) sowie Hügel der blutigen Augen (1977), bzw. legte mit A Nightmare on Elm Street (1984) und Scream - Schrei! (1996) die Grundsteine ganzer Franchises und "belebte" mal eben das Slashergenre neu. Bei letzterem Werk nahm er auch bei den Forsetzungen Scream 2 (1997), Scream 3 (2000) & Scre4m (2011) auf dem Regiestuhl Platz. 

Nach seinem Tod folgte anno 2022 nach gut 25 Jahren die Listenstreichung mit 

Scream

oder auch Scream 5 betitelt, erstmals ein Beitrag der Reihe ohne Cravens Mitarbeit. Das Zepter ging nun an Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett, deren Schaffen man bereits beim bissigen Ready or Not - Auf die Plätze, fertig, tot (2019) oder zuvor bei deren Beitrag zur Horrorsammlung V/H/S - Eine mörderische Sammlung (2012) zu Gesicht bekommen hat.

Ausgehend von den Kerndaten siehts altbekannt aus - zumindest aus heutiger Sicht: 115 Minuten Laufzeit, R-Rating in den USA & FSK 16 in Deutschland. Unzensiert sogar

Im Film selbst greift Ghostface (wer will schon spoilern ;-D) die junge Tara (Jenna Ortega) an. Ihre Schwester Sam (Melissa Barrera) kehrt mit ihrem Freund Richie (Jack Quaid) ins Örtchen Woodsboro zurück und stellt sich dem maskierten Killer entgegen. Neben Sheriff Hicks (Marley Shelton) sowie Dewey (David Arquette) kommen auch Gale Weathers (Courteney Cox) & Sidney Prescott (Neve Campbell) zu Hilfe. Doch es gibt neue Regeln und die Schatten der Vergangenheit existieren weiterhin.

„Hier ist nicht Amber (...) Ich will ein Spiel spielen.“

Dem Slasher gelingt dabei die Gradwanderung zwischen eigenständigem Film, Fortsetzung mit Bezügen zur Reihe mitsamt Fanservice und eigenen Ideen, Merkmalen & Charakteristika. Man kann dies bereits sehr gut an der Anfangsszene ausmachen. In dieser wird ausnahmsweise nur eine Person angegriffen, nachdem das Festnetztelefon (sowas gibts heute noch bei U30jährigen!?) klingelte und nach einem gewissen hin und her der Killer im Haus ist. Hierbei werden zum Altbekannten sowohl moderne(re) Technik (Smarthaus / Appsteuerung des Hauses / Smartphones / Klonen eben dieser) hinzugefügt, wie auch ein Killer präsentiert, der zur Abwechslung mal eben nicht übermenschlich stark ist; das Opfer kann sich also sehr wohl wehren, was dem Ganzen einen interessanten Aspekt hinzufügt. An Brutalität und Zeigefreude fehlt es dem Gezeigten ebenfalls nicht. 

Eben dies zieht sich durch den kompletten Film absolut gelungen durch. Sozial Media und Streaming, wie Insta, Netflix usw, sind (ohne zu nerven) integriert und doch wird alles fortgeführt, was die Scream-Teile ausgemacht hat. Langeweile kommt nicht auf und auch, wenn "nur" acht oder neun Menschen sterben (eine Person ist dann doch nur schwer verletzt statt tot), bekommen Genrefans viel rote Suppe spendiert. Die Szenen sehen zudem wirklich gut aus, ein CGI-Gewitter bleibt aus. Apropos "bleibt aus", von einer kurzen Szene recht zu Beginn abgesehen, ist der Soundtrack wirklich gelungen.

Gerade Sidney (Neve Campbell) hat hier keine große Rolle und weit weniger Spielzeit als in den vorigen Teilen. Ihre Nachfolgerin Sam (Melissa Barrera) kann diese Lücke gut ausfüllen. Ihre dunkle Vergangenheit, die erst nach und nach ans Licht kommt, und die Tatsache, dass ihr Freund Richie (Jack Quaid) und der alte Haudegen Dewey (David Arquette) ihr zur Seite stehen, lassen Sam interessant & sympathisch wirken... und dann ist da ja noch ihr imaginärer Begleiter in einigen Szenen, der zu ihr spricht. Vor allem ihre Person und all die Geschehnisse drum herum machen den Film spannend(er) und man sollte sich nie allzu sicher sein, wer stirbt, überlebt oder "mehr als einmal" getötet werden muss. Mit - nun Sherriff - Judy Hicks (Marley Shelton) kehrt sogar eine Figur aus dem letzten Sequel zurück und auch Gale Weathers (Courteney Cox) lässt nicht allzu lange auf sich warten - auch bloß in einer Nebenrolle.

„1. Regel: Vertraue nie dem Liebsten.
2. Regel: Das Motiv des Killers hat immer irgendeinen Bezug zur Vergangenheit.
3. Regel: Das erste Opfer hat immer einen engen Freundeskreis, zu dem der Killer gehört.“

Natürlich gibts auch zig Anspielungen auf andere Filme - ua der Reihen. Es werden nicht bloß Kultfilme, wie Vom Winde verweht (1939) oder Freitag, der 13. (1980 - Review), erwähnt bzw. Die Dämonischen (1956), Psycho (1960 - inkl. einer abgewandelten "Duschszene") uvm eingebunden, sondern auch moderne(re) Genrevertreter + weitere Filme integriert - etwa Der Babadook & It Follows (beide 2014), Fast & Furious: Hobbs & Shaw oder auch Knives Out - Mord ist Familiensache (beide 2019 - Review).

Die Frage nach einem "Spiel" verbinden Horrorfilmfans heute ggf. auch mit der Saw-Reihe (-> Review). Hingegen ist uns Sidneys aktuelle Adresse auf der Elm Street viel länger ein Begriff, ähnlich, wie das erwähnte Halloween (-> Review), Michael Myers, Babysitting usw. Das passt dann auch zum Krankenhausaufenthalt, wobei mich die verletzte, quasi hilflos ans Bett gefesselte Dame tatsächlich eher an Insidious: Chapter 3 (2015) erinnerte. Mit die beste "Neuerung" ist der imaginäre "Freund" a la Mr. Brooks - Der Mörder in dir (2007 - Review).

Auf die Neuverfilmungs- & Sequelwellen (der heutigen Zeit) wird mitunter eingegangen. Hierzu zieht man die fiktive Stab-Reihe heran. Die vorigen Scream-Teile sind hingegen Realität und leben neben dem Urcast - Campbell, Cox & Arquette - etwa auch Sheriff Hicks (Marley Shelton) weiter; Junior heiß auch genauso wenig von Ungefähr Wes, wie Sams Nachname (s.u.). Da der 24 Mio. $ teure Slasher trotz Corona alleine an den Kinokassen über 140 Mio. $ einfahren konnte, ist Scream 6 (2023) bereits angekündigt!

„Ich bin Samanta Carpenter.“

 

Fazit:
Mit Scream 5 schaffte es der filmische Killer Ghostface nach dem Tod seines Schöpfers Wes Craven erneut auf die große Leinwand und brachte die Fanlieblinge bzw. einfach nicht totzukriegenden Mimen Sidney Prescott (Neve Campbell), Dewey Riley (David Arquette) & Gale Weathers (Courteney Cox) direkt wieder mit.

Das Ganze ist Dank der Darsteller, der spannender Inszenierung, der brutalen Morden und einiger ulkiger Einlagen absolut gelungen. Ein Splatterfilm, der so früher nie und nimmer eine 16er-Freigabe erhalten hätte. Voller Begeisterung nach der Erstsichtung:

09 von 10 Punkten

9/10
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Kommentare

06.05.2022 21:06 Uhr - Phyliinx
User-Level von Phyliinx 9
Erfahrungspunkte von Phyliinx 1.045
Ich weiß noch
..ich war in einem kleinen Kino, alle Scream Kenner und alle im Kollektiv bei DER szene abgegangen wie Schmidts Katze

07.05.2022 21:04 Uhr - Fulgento
Der Beste Scream nach dem Original.
Fängt echt gut den Geist des Originalen ein und bietet nicht so nen Hochglanzmist wie 2-4. Und ....

S P O I L E R!

dass endlich mal wer von den 3 originalen Charakteren (leider nur einer und leider NOCH nicht Gale) abdankt, war längst überfällig! Sorry, aber ich mag die von Teil zu Teil immer weniger

Es geht wieder bergauf!
Hoffe 6 kann das Niveau halten!

07.05.2022 23:12 Uhr - RetterDesUniversums
Oh man ich fand den echt flach! Sorry aber die paar Teenie Kills machen noch lange keinen guten Film aus.
Einfach Typisch gestrickt und immer das gleiche!
Mich erschreckt da nix mehr! Ghostface war Mal, aber heute?Das der Film ab 16 Jahren Freigeben ist, ist völlig ok und Zeitgemäß aus heutiger Sicht.
Spannend fand ich den überhaupt nicht!!!Eher ermüdend weil alles schon mal besser gesehen in anderen Filmen.



10.05.2022 12:17 Uhr - Belphegor1999
1x
Schließe mich RetterDesUniversums an: den Film hätte es nicht gebraucht. Es ist immer das selbe und es wird einfach verpasst mal was neues zu zeigen. Die Kills sind ok, mehr aber auch nicht.
6 von 10 wenn überhaupt mehr geht da nicht

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