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The First Avenger: Civil War

Originaltitel: Captain America: Civil War

Herstellungsland:USA, Deutschland (2016)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Science-Fiction, Thriller
Alternativtitel:Captain America 3
Captain America: Serpent Society
Captain America: The Fallen Son
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,67 (45 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

THE FIRST AVENGER: CIVIL WAR beginnt genau dort, wo „Avengers: Age Of Ultron“ aufgehört hat. Unter Führung von Captain Steve Rogers ist das neue Team der Avengers weiterhin für den Erhalt des Friedens im Einsatz, als sie in einen internationalen Vorfall verwickelt werden, der erhebliche Kollateralschäden verursacht. Schnell werden Forderungen nach einem neuen Führungsgremium laut, das entscheidet, wann die Dienste der Avengers wirklich benötigt werden. Der neue politische Druck und das daraus entstehende Kräfteringen treiben das Team langsam auseinander und spalten es in zwei Lager. Das eine wird angeführt von Steve Rogers und seinem Wunsch, die Freiheit der Avengers aufrechtzuerhalten und sie in ihrer Arbeit zum Schutz der Menschheit vor jeglicher Einmischung der Regierung zu schützen. Das andere Lager folgt Tony Stark und seiner überraschenden Entscheidung, die Avengers unter staatliche Kontrolle und Verantwortung zu stellen. Unüberwindbare Gräben tun sich auf – gerade als ein neuer, ruchloser Feind auf der Bildfläche erscheint. (Walt Disney)

eine kritik von phyliinx:

Wenn man die zwei größten Helden des Marveluniversums in einem 150 minütigen Filmbeitrag gegeneinander antreten lässt, dann sollte man ein grundsolides Skript und ordentliche Action vorzuweisen haben. Glücklicherweise können die Russo Brothers in Captain America 3 : Civil War aus dem Jahr 2016 mit beidem punkten.

Mit Figureneinführungen wird glatt kurzer Prozess gemacht. Chadwick Boseman und Tom Holland kommen zügig zur Riege der Superhelfer dazu. William Hurt sieht man seit 2008 aber auch mal wieder als General Ross. Und eben dieser Anzugfutzi möchte die Avengers jetzt unter die Kontrolle der Regierung bringen. Das alles wird gestützt von einem Unglück beim Fangen von Frank Grillos Nebenfigur aus Winter Soldier. Statt also nur alte Themen anzusprechen, zermartet Ross seinen Zuhörern im erklärenden Vortrag auch mit aktuellen Bildern die Schädel. Nun haben Robert Downey Junior und Chris Evans aber ganz unterschiedliche Meinungen zum Kontrollthema und das führt zum Streit. Die beiden Streithähne holen sich Meinungen und Teammitglieder ins Boot, schon stimmt die Prämisse zustande. Das ganze Hickhack mit dem Überzeugen von Freund und Feind bringt dann noch etwas Würze rein. Iron Man und Captain America im Krieg? Spiderman und Black Panther erstmals im MCU? Mein Gott, dieser Film verbindet so viel und das auch noch richtig gut.

Elizabeth Olsen hat als Wanda da natürlich nur eine Nebenrolle, aber man kann jetzt schon sagen, dass sich ihre Figur wahrscheinlich in eine eher heftige Richtung entwickelt, denn das Fiasko zu Beginn des Filmes, welches Unschuldigen ihr Leben kostet, ist definitiv nicht spurenlos an ihr vorbei gegangen, egal, wie viel Paprika Vision ihrem Reis beimischt. Wenn sich jemand hochjagt und du den zum Schutz deines Kollegen in ein Wohnhaus beförderst, hat das eben seine harten Konsequenzen für alle Beteiligten. Darum wird sie auch so ein bisschen das Zentrum der zu überzeugenden Figuren, die zwischen RDJ und Cap bisschen schwanken und eventuell lieber eigene Lösungen probieren würden, hätten sie das Glück, welche zu wissen.

Scarlett Johansson bringt wieder viel mit, was Black Widow ausmacht, hat mir in Winter Soldier aber besser gefallen, was vielleicht auch daran liegt, dass ein paar Figuren in diesem Konflikt zu nervigen Randerscheinungen werden,deren Meinungen jetzt eigentlich niemanden wirklich kratzen, weil sie praktisch nur dem Skript vom Teamführer folgen und auf Befehl zuschlagen. Das fängt schon bei der Beziehung zwischen Tony und Ross an. Tony geht fix in die Schoßhund -Position und labert fein nach, was der alte Hulk-Fiesling von sich gibt, ohne dabei wie Tony Stark zu wirken. Sobald er später im Film nochmal eine eigene Motivation bekommt und den Killer seiner Eltern stellt, wird es viel interessanter, aber auch entspannter. Sebastian Stans Bucky ist derweil auch ein Störfaktor zwischen den MCU -Giganten. Cap schützt ihn, Ross will ihn vernichten und so zieht man den Winter Soldier immer mit, bis er für eine halbe Stunde oder so mal eine Eigeninitiative entwickelt. Versteht mich nicht falsch, das Skript an sich ist vielversprechend ausgearbeitet und gut verschachtelt, aber bei so vielen bekannten Leuten auf dem Bildschirm und zwei Neulingen steckt eben auch irgendjemand zurück und wenn es nun einmal darum geht, dass sich Cap und Iron Man gegenseitig attackieren, ist das im Prinzip der ganze Rest, mal mehr, mal weniger. Ich hoffe übrigens auch, dass Spiderman von seinem hyperaktiven Trip ein wenig runterkommt. Der Junge hat Potenzial zum Fanliebling, allerdings verschenkt er das in all den Sprüchen zwischen den Fights. Bei seinen Netzen fand ich auch das CGI bisschen problematisch. Generell hat Civil War in der Abteilung ein paar leichte Probleme.

Richtig gut sehen die Effekte aber auf dem Flughafen in Leipzig aus, wo ein phänomenaler, langer Showdown seinen Platz einnimmt und unsere Helden sich die Köpfe einschlagen, dass es an jeder Ecke mit einer gewaltigen Welle aus Computerbildern einfach nur ordentlich scheppert. Hier geht's ordentlich zur Sache und die Russos bringen alles mit Schmackes auf das Tablett der finanziellen Möglichkeiten, was ihnen zur Verfügung steht. Dass Cap 3 nach dem Feuerwerk, welches man hier abbrennt, überhaupt noch wertig aussieht und nicht wie ein B-Movie wirkt, weil ihm das Geld ausgegangen ist, grenzt an ein Wunder. Man merkt aber schon, dass die Action nach diesem bahnbrechenden Höhepunkt etwas kleiner skaliert wird. Perfekt optimiert für eine finale Auseinandersetzung zwischen unseren Protagonisten und das überhetzte Ende eines eher ziemlich trivialen Antagonisten.

"Trivial?" wird sich der ein oder andere jetzt Kopf kratzend denken. Ja,das würde ich trivial nennen. Und das ist gut so. Denn wer trivial ist und nicht mal eben ordentlich Zaster mit Laserstrahlen verplustern kann, sondern gerade mal eine Knarre zu seinen richtigen Waffen zählt, der kann sich eben unter dem Radar der Avengers bewegen und Unruhe stiften. Das ist ein ziemlich netter Kontrast, der hier ausgespielt wird und funktioniert. Ein großes Lob geht deshalb an Daniel Brühl als Zemo. Was er macht, macht er gut und der Ausdruck des schmerzverzerrten Wahnsinn auf seinem Gesicht wirkt authentisch. Ich bin auch froh hier nochmal bisschen vor der Kritik über den Film gelesen zu haben, was diese Meinung stärkte. Diesen Teil des Plots zu verstehen ist wichtig für die Filmerfahrung. Der Film ist allgemein bisschen düster. Durch die lustigen Figuren wie Spidey nicht so düster wie Winter Soldier, aber im Grundthema doch arg mit Trauer verbunden. Es ist immer wieder ganz interessant, in Marvelfilmen auch Emotionen zu entdecken, ich denke das trägt letztendlich auch als Interaktion mit Fans zur Erfahrung der Reihe bei, die sich eben nicht nur auf ihre Höhepunkte stützt, sondern auch kleine Zeilen mal zur Geltung kommen und das Medium Film wieder mehr hervortreten lässt. Musiktechnisch ist auch alles passend, wobei man bei den vielen Events auf dem Bildschirm gar nicht mal so die Ohren spitzt. Das hier ist also wieder ein gelungener Marvelstreifen mit diversen Macken und leichter Überlänge, der sich richtig ernst nimmt und dem Zuschauer auch raue Action serviert. Zuletzt sei nur angemerkt, dass das Schnittmassaker der ersten Kampfszene fast schon den Augen wehtut. Black Widow gegen ein paar Finsterlinge hätte interessant werden können, wurde aber in zu rapiden Einzelbildfolgen verheizt.

8/10
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Kommentare

30.04.2022 18:58 Uhr - Schwachkopf79
Der Film erreicht leider nicht die Klasse des zweiten Teils, aber ist für mich trotzdem Top 5 aller MCU-Filme bisher.

30.04.2022 21:57 Uhr - cecil b
Moderator
User-Level von cecil b 19
Erfahrungspunkte von cecil b 7.098
Mal wieder gut formuliert, die Review.

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