SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Horizon Forbidden West · Eine postapokalyptische Welt · ab 74,99 € bei gameware Dying Light 2 [uncut] · Stay Human · ab 64,99 € bei gameware

Scream 3

Herstellungsland:USA (2000)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Krimi, Thriller, Mystery
Alternativtitel:Ghostface
Scream 3: Ghostface
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,74 (53 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Seit sie Windsor College vor dreieinhalb Jahren verlassen hat, wohnt Sidney Prescott nun zurückgezogen im Norden Kaliforniens. In ihrem Zufluchtsort will sie nur noch vergessen. Doch während der Dreharbeiten zu dem Film "Stab 3", der auf den grauenhaften Geschehnissen in der Kleinstadt Woodsboro basiert, schlägt der Serienkiller erneut zu. Schnell stellt sich heraus, dass die Darsteller in derselben Reihenfolge ermordet werden, wie es im Drehbuch zu "Stab 3" geschrieben steht. Für Sidney, der einzigen Überlebenden zweier vorangegangener Mordserien, scheint der Albtraum nie zu enden: Der maskierte Killer hinterlässt Fotos ihrer toten Mutter... (Kinowelt)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von evilcat:

Bei meiner Erstsichtung vor über 20 Jahren hat mir der dritte Teil nicht mehr gefallen, was auch daran lag, dass ich die Details der Vorgänger nicht mehr wirklich gut im Gedächtnis hatte. Man muss die Scream-Filme einfach kurz hintereinander sehen, solange die Erinnerungen an die Figurenkonstellationen und diversen Einzelheiten noch frisch sind, denn erst dann entfaltet die Serie ihren vollen Reiz. Sieht man sich "Scream 3" unmittelbar nach den ersten beiden Teilen an, dann ist er gar nicht mal so schlecht.

"Scream 3" geht davon aus, dass die "Film im Film"-Serie, also Stab, bereits ebenfalls in die dritte Runde geht, denn die Dreharbeiten von "Stab 3" sind der Ausgangspunkt von "Scream 3", was aber irgendwie unsinnig ist, denn "Stab 3" kann doch theoretisch erst nach den Erlebnissen von "Scream 3" gedreht werden, wenn er auf realen Ereignissen basieren soll, aber "Stab 3" ist eine rein fiktive Handlung, die im Scream-Universum gar nie passiert ist. Doch das ist den Stab-Produzenten egal. Hauptsache ist, man kann noch eine weitere sinnfreie Fortsetzung drehen, die Geld bringt, also genau wie im richtigen Leben.

Normalerweise mag ich keine Filme, die während der Dreharbeiten zu einem anderen Film stattfinden, aber hier kann sich die Handlung durchaus sehen lassen. Die Nebenfiguren fand ich diesmal wesentlich sympathischer als im zweiten Teil, was in erster Linie auch daran liegt, dass Lance Henriksen mitspielt, denn der ist immer für eine sehenswerte Darstellung gut, auch wenn er in diesem Film dem Endschnitt zum Opfer gefallen ist (Insider-Gag!).

Die Filmregeln sind diesmal ziemlich ausgedünnt, was vielleicht daran liegt, dass Kevin Williamson das Drehbuch nicht mehr selbst geschrieben hat. Es gibt lediglich eine hanebüchene Theorie über Film-Trilogien, aber diese Theorie teile ich nicht, denn es gibt nicht sehr viele Trilogien, aus denen sich allgemeingültige Regeln ableiten lassen. Ich konnte in der Vergangenheit aber die folgenden Regeln über Dreiteiler erkennen:

1. Wenn der dritte Teil erfolgreich ist, dann pfeifen wir auf die Trilogie und drehen unbedingt noch einen vierten Teil, auch wenn es viele Jahre später ist ("Scream" und "Matrix").
2. Wenn der Stoff genug hergibt, dann mach gleich eine langlebige Serie und ein eigenes Universum daraus ("Krieg der Sterne" und "Saw").
3. Wenn der Stoff nach drei Teilen nichts mehr hergibt, dann teile den dritten Teil auf zwei Teile auf ("Die Tribute von Panem").
4. Wenn der Stoff versehentlich nach drei Teilen auserzählt worden ist, weil keiner mitgedacht hat, den Stoff besser zu strecken, dann dreh einfach ein Prequel und danach gleich eine ganze TV-Serie ("Herr der Ringe").
5. Wenn der unverzichtbare Hauptdarsteller gesundheitlich nicht mehr zur Verfügung steht und sich ums Verrecken nicht mehr vor die Kamera zerren lässt, dann belassen wir es halt in Gottes Namen bei drei Teilen, aber glücklich sind wir nicht damit ("Zurück in die Zukunft").
6. Wenn es auch nur irgendwie möglich ist und die Rechte es zulassen, dann muss der vierte Teil auch ohne die Beteiligung der Vorgänger gedreht werden. Hauptsache, die Kasse klingelt nochmal ordentlich, aber dazu darf der dritte Teil kein allzu großer Flop gewesen sein ("Terminator").

Man sieht, es gibt fast immer einen Weg, einen vierten Teil zu drehen, auch wenn dieser noch so überflüssig ist.

Ein großer Vorteil von "Scream 3" ist (aus meiner Sicht), dass es diesmal kein Schüler-Geplänkel gibt, es ist also kein klassischer Teeniefilm geworden. Stattdessen spielen hauptsächlich Erwachsene mit. Je älter man als Zuschauer wird, desto mehr gehen einem nämlich die Horrorfilme für Kids auf die Nerven. Aber das ist nur meine Meinung, die jüngere Generation sieht das natürlich anders.

Der Unterhaltungswert von "Scream 3" ist höher als man denkt, denn man will als Zuschauer einfach wissen, wie es mit den Hauptfiguren weitergeht, also ob Sidney Prescott sich jetzt endlich mal auszieht (leider nicht), ob Dwight Riley endlich seine geliebte Gale Weathers ins Bett kriegt (zum Glück nicht), wer von den bisher Verstorbenen nochmal einen Gastauftritt absolviert (Randy Meeks), und natürlich, wer der Killer ist, und welchen hanebüchenen Grund er diesmal hat, um in die Fußstapfen seiner Vorgänger zu treten.

Die Beweg- und Hintergründe des Killers sind gar nicht mal so schlecht, und ich war einmal mehr überrascht, als der Mörder seine Identität offenbart hat (im ersten Moment hatte ich die böse Filmfigur gar nicht erkannt, weil sie zuvor lediglich als Randerscheinung aufgetreten ist). Das Finale war megaspannend, und der Killer hat endlich mal was dazugelernt und Sidney Prescott erschossen, als ständig nur große Reden zu schwingen. Richtig so, man muss das Final Girl aus dem Weg räumen, bevor es eine Atombombe zünden kann.

Am Schluss macht Dwight Riley seinem Schwarm einen Heiratsantrag. So ein Depp, was will er denn mit dieser alten Schachtel? Die frisst den doch auf dem Kraut. Diese falsche Hexe möchte ich im Leben nicht als Partnerin. Aber ich muss sie ja auch nicht haben. Und zum Glück gab es Jahre später noch einen vierten Teil. Gott sei Dank, denn ich will doch wissen, ob das mit den beiden geklappt hat.

7/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Scream
EvilCat
6/10
Scre4m
EvilCat
8/10
Scream
EvilCat
7/10
die neuesten reviews
Coming
Ghostfacelooker
House
cecil b
7/10
neun
Kaiser Soze
8/10
Stylist,
Ghostfacelooker
Quarry,
Insanity667
9/10
Fast
Phyliinx
8/10
kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)