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Scre4m

Herstellungsland:USA (2011)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Krimi, Thriller, Mystery
Alternativtitel:Scream 4
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,93 (105 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

„Was ist Ihr Lieblingshorrorfilm?“ Mit einem Anruf und einer Stimme, die man nie mehr vergisst, begann die grausame Mordserie in Woodsboro. Seitdem hat Sidney (Neve Campbell) ihre Heimatstadt nicht mehr besucht. Doch auf der Lesereise zu ihrem aktuellen Buch stimmt die inzwischen erfolgreiche Autorin zu, in der Kleinstadt Halt zu machen. Sheriff Dewey (David Arquette) und die Journalistin Gale (Courteney Cox) – mit ihr die einzigen Überlebenden von damals – bereiten ihr ein herzliches Wiedersehen. Auch Sidneys Tante (Mary McDonnell), ihre fast erwachsene Cousine Jill (Emma Roberts) sowie deren beste Freunde Kirby (Hayden Panettiere) und Charlie (Rory Culkin) freuen sich über Sidneys Ankunft. Mit ihrem Besuch jähren sich allerdings auch die Woodsboro-Morde und rufen einen alten, totgeglaubten Bekannten auf den Plan: Ghostface ist zurück und mit ihm seine sadistische Jagd auf Sidney und ihre Freunde! Mittlerweile haben sich jedoch die Regeln für Horrorfilme geändert: Das Unerwartete ist längst Klischee und auch Jungfrauen werden nicht mehr verschont. Es wird Zeit, dass jemand Neues stirbt… (Central Film)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von evilcat:

Der Beginn des vierten Teils führt die Erwartungshaltung des Zuschauers völlig ad absurdum, denn "Scream 4" startet auf der Meta-Meta-Meta-Ebene, und das ist genial. Wenn man damit nicht rechnet, dann wird man davon regelrecht überrumpelt. Sehr guter Auftakt!

Was die klassischen Horrorfilmregeln betrifft, so werden in Teil 4 die Regeln des Remakes erklärt, die lediglich besagen, dass es im Remake eigentlich so gut wie gar keine Regeln mehr gibt, denn alles sei möglich. Lediglich eine einzige Remake-Regel hat fast immer ihre Gültigkeit bewiesen: "Miss dich niemals mit dem Original! Denn dann wirst du verlieren!" Und so war es dann auch in "Scream 4".

Der vierte Teil führt wieder viele Kiddies und Teenies ein, die die Horrorfilm-Weisheiten mit den Löffeln gefressen zu haben scheinen. Genutzt hat ihnen das aber einmal mehr nichts. Sehenswert waren wieder mal die drei Hauptdarsteller, die seit dem ersten Teil mit dabei sind. Sidney Prescott sieht immer noch zauberhaft aus, während Gale Weathers ganz schön alt geworden ist. Die hätte ich kaum wiedererkannt. Nichtsdestotrotz ist Courteney Cox eine gute Schauspielerin, die die Ambivalenz ihrer Figur vor allem in den ersten Teilen ziemlich überzeugend rüberbringt. Das war ein Glücksgriff für die Serie!

Neve Campbell bleibt den ganzen Film über leider ziemlich blass. Sie macht zwar eine sehr gute Figur, gibt sich aber bei weitem nicht mehr so kämpferisch wie bei den Vorgängern, vor allem im Finale bringt sie erstmal rein gar nichts mehr zustande. Ich dachte, ich sehe nicht recht! Am Schluss kam sie mir teilweise so vor, als wäre sie etwas high gewesen.

Das Finale war superspannend (für mich der beste Showdown der Serie) und wieder eine völlige Überraschung. Nach der Hälfte des Films habe ich gewusst, wer der Killer ist, d.h. ich habe geglaubt zu wissen, wer der Killer ist, aber ich habe mich komplett getäuscht, denn der Killer war jemand ganz anderes, mit dem ich im Leben nicht gerechnet hätte. Der Bösewicht hat im Finale zwar auch geredet wie ein Buch und ist aus dem Quasseln schier nicht mehr rausgekommen, aber dafür hat der Killer auch sagenhaft gut aufgeräumt und alle Anwesenden ausgeschaltet, sogar Sidney Prescott hat der Bösewicht abgestochen. Zuerst dachte ich, das war bestimmt bloß ein Bluff, aber das war keiner! Der Killer hat Sidney tatsächlich erstochen, weil sie sich gar nicht mehr gewehrt hatte. Das fand ich etwas enttäuschend, denn sonst kämpft Frau Prescott doch auch wie ein Eisbär gegen die Ghostface-Killer, nur hier hat sie so gut wie keine richtige Gegenwehr geleistet. Der Killer war dagegen knallhart, das hätte ich dem niemals zugetraut. Absolut sehenswertes Slasher-Finale, bei dem die Fetzen nur so fliegen. Erstaunlicherweise hat der Bösewicht endlich mal aus den Fehlern der Original-Killer aus dem ersten Teil gelernt, denn die neue Person geht geschickter und klüger vor. Respekt! Aber schlampig gearbeitet hat der Bösewicht trotzdem, sonst gäbe es ja keine weitere Fortsetzung.

Wes Craven ist bis zum vierten Teil im Regiestuhl geblieben, und das ist bei einer Horrorfilmserie sehr selten, dass der Originalregisseur der Serie so lange treu bleibt. Würde Craven noch leben, hätte er ganz sicher auch Teil 5 und 6 inszeniert, aber das mussten jetzt andere übernehmen.

Einziger Wehrmutstropfen an der Scream-Serie ist, dass keinerlei nackte Haut gezeigt wird. Das ist für die ultimative Slasherfilmserie aber ein schlechtes Zeichen, denn nackte Haut ist einfach ein wichtiger Bestandteil des Slashermovies, das kann man drehen und wenden, wie man will. Jetzt habe ich Neve Campbell noch immer nicht nackt gesehen. Verdammt und zugenäht, das ist einfach ungerecht! Vielleicht hat sie, genau wie Sandra Bullock auch, in ihren Verträgen schriftlich festhalten lassen, dass sie keine Nacktszenen drehen wird. Sandra hat das meines Wissens nämlich so gemacht, darum habe ich sie bis heute nicht oben ohne gesehen. Wie kann man nur so niederträchtig sein? Das ist einfach hundsgemein! Für solche Frauen sollte man(n) eigentlich gar nicht schwärmen. Aber die beiden sehen halt nun mal total klasse aus, seufz, was soll man da machen?

Für Suspense, coole Zitate, epische Endkämpfe und Spielereien auf der Meta-Ebene ist Scream die wohl beste Serie überhaupt und damit absolut sehenswert, doch der Erotikfaktor läuft halt gegen Null, das muss dem Zuschauer bewusst sein.

Eine ausgefallene Filmfrage für Experten gab es auch noch: "Welcher Film löste den Slasher-Hype aus?"

Die Antwort war "Peeping Tom - Augen der Angst". Hm, das wäre mir neu, dass dieser Film den Slasher-Hype ausgelöst hat. Das war zwar vermutlich einer der allerersten Slasherfilme überhaupt, aber einen Hype hat der nicht ausgelöst. Die Kritiker haben "Peeping Tom" damals komplett verrissen, der Regisseur und der Hauptdarsteller haben danach erstmal keine Angebote mehr bekommen. Ein Hype sieht für mich anders aus. Es war zwar einer der wichtigsten Meilensteine des Horrorfilms, der aber keinen unmittelbaren Hype ausgelöst hat. Der Film, der den Slasher-Hype wirklich ausgelöst hat, das war "Halloween", denn danach wurden Slashermovies im Sekundentakt produziert. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber der erste wegweisende Film eines neuen Subgenres muss nicht auch zwangsläufig die Welle ins Rollen bringen. "Henry" hat auch keinen Serienmörder-Hype ausgelöst, der wurde erst ein paar Jahre später durch "Das Schweigen der Lämmer" und "Sieben" so richtig losgetreten, denn erst ab diesem Zeitpunkt waren Serienmörder für den breiten Mainstreammarkt massentauglich geworden. "Henry" und "Peeping Tom" waren zwar wichtige Wegbereiter ihres jeweiligen Subgenres, aber beide fristeten nach der Veröffentlichung noch ein Nischendasein. Der Hype für den Mainstream-Markt kam erst einige Jahre später durch andere Filme. Von daher würde ich widersprechen, dass "Peeping Tom" den Slasher-Hype ausgelöst hat, und damit wäre ich leider tot und begraben, wenn mich der Ghostface-Killer anruft und mir dumme Fragen stellt.

 

8/10
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