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Jurassic Park III

Herstellungsland:USA (2001)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Horror, Fantasy,
Science-Fiction
Alternativtitel:JP3
Jurassic Park 3: The Extinction
Jurassic Park: Breakout
Return To The Island: Jurassic Park III
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,12 (75 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Das Abenteuer geht weiter! Der bekannte Paläontologe Dr. Alan Grant erklärt sich bereit, einen reichen Abenteurer und seine Frau auf einem Flug über die Isla Sorna, der ehemaligen Zuchtstation für prähistorische Tiere der Firma InGen, zu begleiten. Nach einer spektakulären Notlandung muss Dr. Grant entdecken, dass er von seinen Gastgebern enttäuscht wurde und dass die "Bewohner" der Insel intelligenter, schneller und furcherregender sind, als er es sich je hätte träumen lassen... (Universal Pictures)

eine kritik von phyliinx:

Solche Filme wie Joe Johnstons Jurassic Park 3 macht doch eigentlich heute fast keiner mehr, oder? Vor Kurzem haben nur noch Jungle Cruise, Kong: Skull Island und die Channing Tatum Nummer Lost City an alte Inselabenteuer erinnert, dabei wäre es ganz nett, mal wieder mehr in der Richtung auf dem großen Bildschirm zu sehen. Vielleicht ist ja ein Multiversum in der nächsten, unausweichlichen Doctor Strange 2 oder Everything Everywhere All At Once Kopie bereit dazu, Dwayne Johnson nach den Jumanjis wieder zwischen Löwen und Riesenspinnen zu schicken. Aber darauf wollte ich mit meiner Sichtung dieses Streifens gar nicht hinaus. Ich wollte eher herausfinden, ob der Streifen wirklich so unterdurchschnittlich geraten ist, wie viele es beschreiben. Aus meiner Kindheit konnte ich mich noch an ein Ehepaar erinnern, das eine große Rolle dabei einnahm. Signifikant war danach jedoch eher, wie viele Momente mir wirklich im Gedächtnis geblieben sind. Da gibt's natürlich den Klassiker mit dem Alptraum im Flugzeug oder die Spinosaurus -Szene am Zaun, welche ob ihrer netten Inszenierung keinen Sinn ergeben, aber auch der Pteranodon -Käfig oder die Plotlinie um die Raptor -Eier waren in ihren Grundzügen noch eingespeichert. Spannenderweise hatte ich aber das Ende nicht mehr im Kopf, so blieb die Sichtung zumindest noch etwas interessant, obwohl der Film in der zweiten Hälfte etwas an Biss einbüßt, weil die Nebenfiguren relativ schnell in Snacks verwandelt werden und nur potenziell sichere Leutchen auf dem Silbertablett übrig bleiben.

Als Kind ist mir natürlich nicht aufgefallen, wie sehr Sam Neill als Alan Grant mit seiner Ausstrahlung als Dino-Indiana Jones brilliert. Grant ist einfach eine tolle Rolle mit Kopf, Fitness und Finesse im Feinschliff, die man gern über neunzig Minuten lang begleitet. Sidekick Billy, gespielt von Alessandro Nivola, gibt da einen echt netten Anspielpartner ab, der einem ans Herz wächst. Für viele ein Dorn im Auge sind William Macy und Téa Leoni als Paul und Amanda Kirby, die Alan auf der Suche nach ihrem verschollenen Sohn überhaupt erst auf die Isla Sorna locken und 2001 wie heute mit ihrer vorerst stümperhaften Präsenz das Nervenkostüm strapazieren, bevor ihre Charaktere sich inmitten einer seicht untergemischten Romanze halbwegs entwickeln, weswegen meine persönliche Abneigung gegen sie mit steigender Laufzeit beinahe gänzlich verschwand. Ob Trevor Morgans Erik Kirby sich jetzt binnen von acht Wochen wirklich in einen absoluten Inselkenner verwandeln kann, das sei mal der Skriptmagie überlassen. Apropos Skript. Wer sich fragt, warum der Spinosaurus unsere Helden in diesem Film so eifrig verfolgt, weiß nix von dem gestrichenen Punkt im Drehbuch, der den Tod von dessen Baby durch einen der mitfliegenden Söldner beinhaltet. Das zu schneiden, weil, laut Begründung eines Produzenten, sonst das Werk zu lang wäre, hat ein paar Folgen für die Logik, aber wenn Jurassic Park 3 eines kann, dann ist es, in den richtigen Momenten auf die Logik zu pfeifen.

So kommt man auf ein paar gute Actionszenen mit den Dinos. Ein Raptor, der sich als Statue tarnt, ein Spinosaurus, der im dunklen Regen den reißenden Fluss erobert oder ein Pteranodon, der als gruselige Erscheinung aus dem dichten Nebel bricht, sind echte Highlights, die man über eineinhalb Stunden zügig serviert. Unvergessen bleibt auch der coole Tyrannosaurus -Cameo. Generell sind die Lichtspiele und Umgebungen in JP3 visuell hübsch gestaltet. Auch die musikalische Untermalung weiß zu überzeugen und diversen Momenten Kraft zu schenken. Einzig das Finale wirkt etwas kraftlos und selbst bei der straffen Erzählgeschwindigkeit des Titels dezent überhastet. Ich attestiere Jurassic Park 3 keinen Status als Meisterwerk oder gar großartigen Film, aber Charme und Unterhaltungswert sind allemal vorhanden. Deswegen gibt's eine 7/10.

7/10
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Kommentare

15.05.2022 23:16 Uhr - Schwachkopf79
Für mich kommt dieser Film auch immer zu schlecht weg. Denn er ist ein durchweg unterhaltsamer Abenteuerspaß. Und im Vergleich zum zweiten Teil sind für mich die Plotholes hier ja noch akzeptabel.
Danke für die Rezi! Die liest sich toll weg.

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