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Hostel

Herstellungsland:USA (2005)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich
Genre:Horror, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,97 (240 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Sie suchen das Abenteuer und finden das nackte Grauen! Die beiden abenteuerlustigen College-Freunde Paxton und Josh sind mit ihrem neuen Kumpel, dem Isländer Oli, mit dem Rucksack unterwegs auf Europa-Tour. Da bekommen sie einen Geheimtipp: Abseits der üblichen Reiserouten soll im tiefsten Ost-Europa ein Nirwana für Backpacker liegen - ein Hostel in der Slowakei, in dem atemberaubende und obendrein noch willige Frauen auf sie warten. Und tatsächlich: Die Freunde lernen die beiden Schönheiten Natalya und Svetlana kennen und sie haben die Zeit ihres Lebens. Doch die währt nur kurz. Zu spät bemerken sie, dass sie in einer tödlichen Falle sitzen. Flucht ist unmöglich - sie stecken bereits mitten in den finstersten Abgründen der menschlichen Natur. Was sie dort erleben, ist so unvorstellbar, dass es alles in den Schatten stellt, was an Grausamkeit und Perversion bislang bekannt war und nur als Mythos galt. Haben sie eine Chance, diesen Alptraum zu überleben? (Sony)

eine kritik von karottenapfel:

Es ist einer der härtesten Filme aller Zeiten! Eine verstörende Aneinanderreihung von Szenen, in welchen Menschen bestialisch gefoltert und getötet werden! Es geht nur darum, dass kranke Menschen sich an Perversitäten ergötzen können! Diese Dinge wurden dem Film Hostel zumindest damals als er 2005 herauskam, vorgeworfen. Denn der Film durfte früher als er erschien, einen sehr kontroversen Ruf genießen. Er war für viele Menschen das non Plus Ultra in Sachen Gore und ist dies teilweise heute noch für einige. Es heißt ja auch, dass Hostel mit dem ersten Saw (welcher natürlich auch unbeschreiblich hart war) das sogenannte "Torture Porn" Genre erschuf. Ein Begriff, mit dem ich im übrigen überhaupt nichts anfangen kann. "Torture Porn" ist die Bezeichnung für Filme, in welchen es hauptsächlich um das Foltern von Menschen geht. Grotesque ist ein Beispiel für einen solchen Film.

Dabei ist das Konzept des Films ja eigentlich recht interessant. Im Film geht es um die zwei College Studenten und Freunde Paxton (Jay Hernandez) und Josh (Derek Richardson) und deren neuer Freund Oli (Eyþór Guðjónsson) welche auf einem Trip quer durch Europa sind, mit dem Ziel Party zu machen, Geschlechtsverkehr zu haben und noch mehr Party zu machen. Eines Nachts werden sie allerdings aus ihrem Hostel ausgesperrt und müssen Unterkunft bei einem Fremden finden. Dieser erzählt den drei Freunden von einem Hostel in der Slowakei. Ein Ort, an dem es „Muschi Überschuss“ gibt. Das klingt perfekt für die Figuren und sie machen doch glatt einen Abstecher dort. Und anfangs ist es wie ein Traum. Attraktive Frauen, viel Party und vor allem viel Sex. Aber dann verschwindet einer nach dem anderen und es erwartet die Charaktere ein unvorstellbarer Albtraum.

Aber jetzt stellt sich natürlich nur eine Frage: Ist der Film wirklich so schlimm? - Nein, natürlich nicht. Der Film hat zwar derbe Momente und ist recht hart. Das liegt aber weniger an der Menge und Zeigefreudigkeit der Effekte, sondern eher an dem Konzept und den Gedanken, dass es etwas Derartiges in einer abgewandelten Form wirklich geben könnte bzw. wahrscheinlich gibt. Der Film basiert ja auch in Teilen auf einer wahren Begebenheit. Dabei macht der Blockbuster es eigentlich recht clever. Er zeigt ganz kurz, was an Splatter passiert, dass du weißt, wie es aussieht und danach ist die Gewalt im off. Allgemein passiert viel offscreen und der Film konzentriert sich weniger auf das Foltern, sondern eher auf Spannungsmomente. Zumindest in der zweiten Hälfte. Vor allem die „Augenszene“ war immer sehr umstritten. Ja, aber warum ist er dann so kontrovers? - Ich denke, dass es an der Zeit liegt in der, der Film erschien. Es gab zwar schon in den 80ern deutlich härteres. Aber es war einer der ersten härteren Kinoblockbuster. Und da der Film von Tarantino mit produziert wurde, sahen ihn sich wahrscheinlich viele an und nicht nur Horrorfans. Der Film hatte ja auch einen gewissen Hype.

Aber nur weil ein Film umstritten ist, ist er ja noch lange nicht gut. Also ist Hostel ein guter Film? Diese Frage würden die meisten Menschen wahrscheinlich mit „Nein“ beantworten. Trotz Hype halten viele Menschen Hostel entweder für zu hart oder für zu platt. Oft auch beides. Ich halte Eli Roths Werk allerdings für großartig, wenn auch nicht perfekt.

Was mich zum Beispiel am Film gestört hatte, waren die Charaktere und die erste Hälfte. Die war zwar ganz unterhaltsam, wirkte aber wie aus einem „American Pie präsentiert“ Film. Sehr albern, übertrieben und nicht wirklich ernst zu nehmen. Das nimmt dem ganzen meiner Meinung nach etwas Seriosität. Auch zu kritisieren habe ich Eli Roths Regie. Sie ist jetzt nicht schlecht, aber man hätte viel mehr coole Shots und schöne Bilder aus der Nummer herausholen können, denn davon gibt es nur wenig in diesem Streifen. Ebenfalls anzukreiden, ist der Sinngehalt im Handeln der Figuren. Da treffen halt mal Charaktere die unglaubwürdigsten Entscheidungen, die man sich nur vorstellen kann. Auch allgemein handeln die Figuren hier nicht nachvollziehbar.

Auf der anderen Seite hat mir das Konzept und dessen Umsetzung sehr gut gefallen. Am Anfang ist es noch ein harmloser Party-Film. In der Mitte ein interessantes Rätsel raten und am Ende ein sehr spannender Horrorfilm. Auch wenn die Figuren anfangs noch sehr unsympathisch und uninteressant sind, fiebert man in der zweiten Hälfte wirklich mit. Grundsätzlich ist der Film sehr unterhaltsam. Das Ende fand ich auch recht lobenswert. Zumindest das Unrated Ende. Das aus dem Director’s Cut fand ich furchtbar. Die Effekte sind auch sehr gelungen. Also halt zumindest dann, wenn man sie zu Gesicht bekommt, was nicht allzu oft in dem Streifen passiert. Die Sets sind auch gut eingerichtet und es sieht alles „realistisch“ aus.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass jeder Horrorfan der Hostel noch nicht gesehen hat (wovon es wahrscheinlich nicht viele gibt), dies nachholen sollten. Er ist zwar nicht perfekt, aber er ist ein wirklich spannender, düsterer und unterhaltsamer Film. Und auch wenn er nicht so hart ist wie viele Menschen behaupten, sollte man nicht zu zart besaitet sein.

9/10

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Kommentare

16.05.2022 14:45 Uhr - cecil b
2x
Moderator
User-Level von cecil b 19
Erfahrungspunkte von cecil b 7.091
Herzlich willkommen bei den Reviews, Karottenapfel! :)

Grundsätzlich ist die erste Review, die du hier veröffentlicht hast, gut geschrieben, und man bekommt schon einen Eindruck vom Film, womit du das Wichtigste erreicht hast. :)

Allerdings haben sich da echt viele Fehler eingeschlichen, die beim Lesen stören.

Die Groß- und Kleinschreibung ist häufig fehlerhaft, und bei einigen Worten haben sich die Buchstaben verlaufen.

Wenn du die Rechtschreibkontrolle anklickst, werden fast alle direkt angezeigt, die kannst du somit ganz einfach korrigieren.

Wir sind hier nicht in der Schule, aber ein ausreichendes Deutsch ist schon angesagt.

Aber, wie geschrieben, das kannst du echt schnell korrigieren, das ist kein Problem.

Du hast auch sehr oft "Der Film" geschrieben, was jedoch nicht weiter schlimm ist. Hier muss niemand ein Schriftsteller oder eine Schriftstellerin sein.

Falls dir mal bei anderen auffallen sollte, dass da mal was nicht passt, sind wir in der Regel dankbar für eine Korrektur. :)



Was den Inhalt angeht: Das ist natürlich Ansichtssache, und deine Perspektive ist nicht infrage zu stellen. Ich denke aber, dass das Verhalten der Teens durchaus humorvoll gemeint ist, alle Figuren wurden bewusst übertrieben dargestellt. Roth wollte sich ein wenig über die Vorstellung von manchen amerikanischen Teens lustig machen.


16.05.2022 17:51 Uhr - Karottenapfel
1x
User-Level von Karottenapfel 6
Erfahrungspunkte von Karottenapfel 477
16.05.2022 14:45 Uhr schrieb cecil b
Herzlich willkommen bei den Reviews, Karottenapfel! :)

Grundsätzlich ist die erste Review, die du hier veröffentlicht hast, gut geschrieben, und man bekommt schon einen Eindruck vom Film, womit du das Wichtigste erreicht hast. :)

Allerdings haben sich da echt viele Fehler eingeschlichen, die beim Lesen stören.

Die Groß- und Kleinschreibung ist häufig fehlerhaft, und bei einigen Worten haben sich die Buchstaben verlaufen.

Wenn du die Rechtschreibkontrolle anklickst, werden fast alle direkt angezeigt, die kannst du somit ganz einfach korrigieren.

Wir sind hier nicht in der Schule, aber ein ausreichendes Deutsch ist schon angesagt.

Aber, wie geschrieben, das kannst du echt schnell korrigieren, das ist kein Problem.

Du hast auch sehr oft "Der Film" geschrieben, was jedoch nicht weiter schlimm ist. Hier muss niemand ein Schriftsteller oder eine Schriftstellerin sein.

Falls dir mal bei anderen auffallen sollte, dass da mal was nicht passt, sind wir in der Regel dankbar für eine Korrektur. :)



Was den Inhalt angeht: Das ist natürlich Ansichtssache, und deine Perspektive ist nicht infrage zu stellen. Ich denke aber, dass das Verhalten der Teens durchaus humorvoll gemeint ist, alle Figuren wurden bewusst übertrieben dargestellt. Roth wollte sich ein wenig über die Vorstellung von manchen amerikanischen Teens lustig machen.

Danke für den Tipp! Ist schonmal eine Erleichterung, dass diese Review zumindest in Ordnung ist nach dem Braindead Debakel :D Habe die Review jetzt überarbeitet.

Und wegen dem, mit den Charakteren: Das habe ich glaube ich auch schonmal irgendwo gehört, dass es parodiemäßig gemeint war. Wenn man es so betrachtet ist es ihm eigentlich ganz gut gelungen.

16.05.2022 18:51 Uhr - cecil b
1x
Moderator
User-Level von cecil b 19
Erfahrungspunkte von cecil b 7.091
Danke auch! :)

Braindead: In diesem Fall: Aus dem Augen aus dem Sinn.

Immer im Hier und Jetzt.

Parodiemäßig: Hab mal nen Interview mit Roth gelesen, dies bezüglich. Aber, du hast ja geschrieben, wie du den Film siehst, das passt doch. :)

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