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Guardians of the Galaxy

Herstellungsland:USA (2014)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Science-Fiction
Alternativtitel:Full Tilt
G.o.t.G.
Wächter der Galaxis
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,35 (76 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Der Pilot und intergalaktische Vagabund Peter Quill (Chris Pratt), als „Star-Lord“ bekannt und immer auf der Suche nach kostbaren Relikten, gerät durch einen dummen Zufall zwischen die Fronten eines (welt-)allumfassenden Konfliktes. Bei seinem letzten Beutezug stiehlt er ohne es zu ahnen eine mysteriöse Super-Waffe, auf die offensichtlich das ganze Universum scharf ist, und macht sich damit nicht nur zum neuen Lieblingsfeind des gewieften Schurken Ronan. Denn wer immer diese Waffe besitzt, ist in der Lage, den gesamten Kosmos zu unterwerfen. Auf seiner wilden Flucht verbündet sich Quill notgedrungen mit einem bunt zusammengewürfelten Haufen Außenseiter: dem waffenschwingenden Waschbären Rocket Racoon, dem intelligenten Baummenschen Groot, der ebenso rätselhaften wie tödlichen Gamora (Zoe Saldana) und dem raffinierten Drax the Destroyer (Dave Bautista). Unter dem Namen GUARDIANS OF THE GALAXY zieht diese ziemlich spezielle Heldentruppe gemeinsam in den Kampf um das Schicksal des gesamten Universums. Irgendjemand muss den Job ja erledigen! (Walt Disney)

eine kritik von phyliinx:

Hach ja, die Guardians of the Galaxy, ein Fundstück des Marvel Cinematic Universe, welchem James Gunn seinen ultimativen Glanz verlieh, um zwei Stunden mit gekonnter Superhelden-Antihelden-Finesse zu füllen, an Dramatik nicht zu sparen, humoristische Momente korrekt zu setzen und Emotionen elegant mit Action zu paaren. 2014 kam das Produkt auf die große Leinwand, mit Chris Pratt in der führenden Rolle des Peter Quill, der als kleines Kind von der Erde entführt wird, um anschließend für Michael Rookers Yondu zu werkeln. Als ihm jedoch eine ganz besondere Beute in die Hände fällt, will er den Zaster dafür alleine einsacken, doch seine Person und seine Beute rufen andere Schatzjäger und große Gefahren auf den Plan.

Einmal ist Lee Pace als Ronan, der Zerstörer, ein Abkömmling von Josh Brolins Thanos, zu nennen. Ronan hat einen sadistischen, lebensfeindlichen Charakter und das Gespür zum Finden unbegrenzter Macht. Dass ihm sein Boss dabei im Weg steht, dürfte klar sein, weswegen er glatt seine eigenen Pläne schmiedet, die sich ganz um Peter Quills Orb drehen und Zerstörung vorhersehen. Neben Ronan ist auch Zoe Saldana als Gamora unterwegs. Gamora und Peter führen im Laufe des Filmes eine ganz spezielle, prickelnde Beziehung, die es sich zu beobachten lohnt. Gleichzeitig ergibt sich ein Beziehungsdreieck zu Karen Gillans Nebula, die eine Rivalität mit Gamora pflegt, welche Gunn kompetent auszuspielen weiß. Gunns Bruder übernimmt indes Waschbär-Mutant Rocket und Vin Diesel, bekannt aus diesen seltsamen Auto-Filmen, hält hier die Stimme einer rechten Hand Groot inne. Rockets Geschichte und seine Gefühle beziehungsweise wie er mit seinen Gefühlen auch umgeht sind ein sehr schön getexteter Teil von „Guardians Of The Galaxy“ und bemerkenswert einfühlsam für das Marvel Cinematic Universe, in dem oft große Helden mit ihren Gefühlen für die Gerechtigkeit ringen, ohne Gefühle als Person überzeugend auszustrahlen. Auch Groot wird trotz nur einer einzigen, durch ihn beherrschten Zeile sehr viel Persönlichkeit verliehen, sodass er sich zum Favorit für Fans entwickelt. Dave Bautista brilliert unterdessen als Drax, der Zerstörer, dem Ironie und Zweideutigkeit weniger liegen als eindeutige Fausthiebe. In einem Cameo taucht auch Benicio Del Torro als Sammler wertvoller Gegenstände auf, seine Anwesenheit ist jedoch nicht der Rede wert.

Kommen wir zur Action. Bezeichnend für das MCU, ist die Action in Abschnitten recht stückhaft und gehetzt geraten. Es gibt auch keine Sequenz, der ich wirklich Einzigartigkeit zurechnen würde. Dennoch haben die CGI-lastigen, poppig bunten Bilder schon eine gewisse Wirkung, wenn zum Beispiel ein Raumduell mit so manch kraftvollen Explosionen oder spannenden Zeitlupen stattfindet. Auch finde ich es lobenswert, wie die Geschichte des Filmes und die Geschichten seiner Figuren gegen Ende einen Kreis schließen, wo alles irgendwie zusammenkommt, was zusammengehört, aber eben noch Weichen für den Nachfolger gestellt werden. Das sind die Abstriche, die man in jedem Marvel-Streifen machen muss, Showdowns missen deshalb allerdings gerne mal an Eindeutigkeit oder Effektivität, was diesem hier jedoch nur für wenige Sekunden widerfährt.  Gunn baut zwischen den Zeilen auch kleine Nebenrollen mit Kurzgeschichten ein, die man ins Herz schließt und in späteren Teilen des Streifens immer wieder erkennt. Erzählerisch gibt er sich auch recht zügig, ohne kurze Pausen für die Entwicklung seiner Figuren zu vergessen.

Schauspielerisch gewinnen Pratt und Rooker. Rooker kommt etwas wenig vor, doch man kennt die Würze von ihm, welche er auch hier präsentiert, immer etwas schmutzig, aber eben mit dem Herz am rechten Fleck unterwegs. Pratt kann als Peter Quill richtig viele Emotionen und Figurenmomente abspulen, sodass man ihm den Spaß am ganzen Projekt quasi ansieht. Musikalisch ertränkt Gunn seinen Film gänzlich im Charme der 80er. Nicht nur spielt er mit dem Sound, nein, er nutzt ihn permanent zur Untermalung seiner Schauplätze und Geschehnisse, um alles frisch und peppig zu halten, was exzellent gelingt. Damit ist „Guardians of the Galaxy“ schlussendlich ein empfehlenswerter Blockbuster, auf dessen zweiten Teil ich mich bereits freue.

9/10
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