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The Necro Files 2

Herstellungsland:USA (2003)
Genre:Horror, Komödie, Splatter
Alternativtitel:Necro Files 2: Lust never dies, The
Necrofiles 2: Lust never dies
Necrofiles 2
Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,75 (4 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Viele Jahre sind vergangen, seid dem die Detectives Manners und Sloane die untote Leiche des perversen Nekrophilen Logan wieder in ihr Grab verbannten. In dieser Zeit entdeckte Logans jüngerer Bruder auch für sich die perversen Eigenschaften seines Bruders und trat in seine Fußstapfen. Er dringt immer wieder maskiert in Häuser ein, zerstückelt und vergewaltigt post mortem mit kannibalistischen Zügen seine weiblichen Opfer. Doch er trauert auch zunehmend seinem toten Bruder hinterher und eines Tages, sturzbetrunken über den Friedhof wankend, beschließt er seinen Bruder wieder an die Erdoberfläche zu bringen, indem er auf sein Grab pinkelt. Erstaunlicherweise gelingt das Vorhaben dem Irren und fortan machen sich die beiden vereinten Brüder zu zweit grauenvoll, zum Leidwesen der Detectives Sloane und Manners, der übrigens auch immer mehr am Rad dreht, über ihre Opfer her... ()

eine kritik von dicker hund:

Todd Tjersland ("Faces of Gore") drehte den zweiten Teil der "Necro Files" gemeinsam mit Ron Carlo, Greg Lewis und dem Regisseur des sechs Jahre zuvor erschienenen Originals Matt Jaissle, um in exploitativer Hinsicht noch einen draufzusetzen. Konsequenterweise wirken PornodarstellerInnen wie Lisa Sparxxx, Rod Fontana und Taylor St. Clair neben weiteren, weniger bekannten, nicht allzu professionellen Schauspielern mit. Zu letzteren gehören die reaktivierten Polizeibeamten Sloane und Manners (Gary Browning und Steve Sheppard), die trotz der damaligen Ereignisse wieder als Streifenpartner auftreten, was einen gewissen Bruch zu der bisherigen Geschichte bedeutet. Manche Szenen mit ihnen leiden unter einer grob mangelhaften Ausleuchtung, was nichts daran ändert, dass ihre gleichsam unterbelichteten Dialoge von einem debilen Wortwitz durchzogen bleiben (Humor 5/10).

"Welchen Teil hat er gegessen?"

- "Den Teil, den du sonst nie siehst."

Die Rede ist vom jüngeren Bruder des Riesenschwengelzombies, dessen Interaktionen mit seinem gleichgesinnten Verwandten ebenfalls auf krankes Gelächter der abgebrühten Zuschauerschaft setzen. Doch erst einmal wird klargestellt, dass die Neigung zum Frauenschänden in der Familie liegt. Gleich zu Beginn wäscht eine Dame sauberes Geschirr in einer mit Wasser ohne Schaum gefüllten Spüle ab, was so unecht und steril wirkt wie die nachfolgende Rape-Session, bei welcher der Jungspund sie von jetzt auf gleich bewusstlos kloppt und auf das Niveau des Films einstimmt: Er zieht sie aus, schneidet ihr die Kehle durch, vergeht sich post mortem an ihr, um dann mit Fake-Sperma auf sie zu ejakulieren und Teile von ihren Überresten roh zu verzehren (Gewalt 10/10).

Später geht der untote Megalümmellustmolch aus dem Grab ähnlich vor, ohne dass es in den rund 70 Minuten noch groß Abwechslung gäbe. Die Pornografieschwelle ist durch mehrere Vagina-Close-ups eindeutig überschritten, was im Kontrast zu den gestellten Penetrationen mit Pseudo-Penissen ziemlich billig wirkt (Sex 10/10). Weil auch die Gore-Effekte bestenfalls mäßig gelungen sind, entfaltet all das extreme Getue zu keinem Zeitpunkt die volle Wirkung (Horror 5/10). Allerdings kommen die Aktionen des Vermoderten aus dem Hause Fucking-Cannibal weniger unfreiwillig komisch rüber, weil die Opfer des Schniedelverwesers nun doch halbwegs beeindruckt von seinem Tun agieren, so dass die Fortsetzung eine insgesamt sickere Aura hat. Dazu trägt das Fehlen von Auflockerungen durch ein Zombie-Baby und ähnlichem bislang bekanntem Quatsch bei. Leider musste auch die amateurhafte, aber schön schnodderige Synchro faden deutschen Untertiteln weichen.

Performativ wurde sonst nichts besser. Der Score gerät immer noch zu ernst für die abstruse Geschichte, wobei er nur gelegentlich mal von seinen generischen Schauderklängen in flippigen Elektro wechselt. Lisa Sparxxx kann als Leiche das Blinzeln nicht lassen. In einer Verfolgungssituation geht auf einmal via Überblendung von einem Moment auf den anderen das Tageslicht aus. Nicht einmal eine versiffte Toilette bekommt man im Set-Design einigermaßen glaubwürdig hin. Wer jedoch einfach auf der Suche nach ultrakranken Ideen und einem grenzwertigen Verständnis von Spaß ist, wird hin und wieder ganz passabel bedient, so dass "Necro Files 2" jetzt nicht schlechter ist als sein Vorgänger (4/10 Punkten). Von Seiten der Zensoren heißt es bislang "kein Kommentar" zur schlicht ungeprüften Fassung. 

 

4/10
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9/10

Kommentare

22.09.2022 14:15 Uhr - sonyericssohn
1x
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Kein Kommentar. Nein so leicht mach ich es mir nicht. Doch leider trifft auch der hier nicht meinen sanften Geschmack :-D Abgesehen von Text versteht sich.

22.09.2022 17:33 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 17
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Danke, die Fortsetzung ist noch etwas unsanfter als der Erstling...

22.09.2022 17:53 Uhr - sonyericssohn
1x
Moderator
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Also eher was für Bluthunde :-D

23.09.2022 08:28 Uhr - Belphegor1999
2x
Das Cover sieht ja mal richtig stark aus. Schade das der Film anscheinend nicht das halten was die Hülle
verspricht. Gute Kritik.

23.09.2022 15:33 Uhr - cecil b
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Moderator
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Gib es doch zu, der Knochen hat dich angelockt!

Wie üblich eine schmackhafte Review. :)

24.09.2022 17:36 Uhr - dicker Hund
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Cover und Film sind auch was für harte Knochen.

;-)

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