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Coming Home in the Dark

Herstellungsland:Neuseeland (2021)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,75 (4 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Inmitten der unberührten Natur Neuseelands posieren Alan und Jill eben noch mit ihren beiden Söhnen für ein Foto, als der psychopathische Mandrake und sein stiller Komplize Tubs in die Idylle platzen, um das Leben der Familie mit einem Schlag für immer zu verändern. Was als erholsamer Ausflug begonnen hat, wird zu einem albtraumhaften Roadtrip... (Capelight Pictures)

eine kritik von ghostfacelooker:

Die morbide Grundstimmung beginnt sehr früh, was diesen teilweise fies wirkenden Thriller in der Hinsicht interessant wirken lässt, als das man die Hintergründe der Entführung mit dem vermeintlichen Opfer selbst erfahren will.

Auch eine Handlungswendung, respektive eine Entscheidung der Gangster, welche scheinbar aus dem nichts auftauchen, basierend auf der Aussage eines Familienmitglieds folgt überraschend, und wird danach kaum noch thematisiert. Zeitgleich bleiben alle Mitglieder ersetzbar und sind einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.

Rückblickend, scheint mir jedoch gerade diese Gleichgültigkeit, mit welcher die Charaktere beschrieben und mit ihnen verfahren wird einen narrativen Vorteil darstellt. Durch die Tatsache , daß man als Zuschauer wie ich, keine Bindung zu den Personen aufbaut, sind sie nicht nur austauschbar, sondern werden auch nicht zum Fixpunkt, sodaß deren Schicksal irrelevant ist und man als reiner Beobachter, seinen eigenen Emotionen beim Zusehen ausgesetzt bleibt.

Diese für mich als Zuschauer trotz dessen unerwartete Aktion, wirft eine bis zum Ende hin bleibend fragwürdige Stimmung auf, welche aufgrund des Drahtziehers Mandrake-, dessen Charakter durch die deutsche Synchronstimme von Nicolas Böll, welcher für mich oft mit Emilio Estevez´ Rollen in Verbindung gebracht wird, perfekt transportiert, und zum emotionalen Fokus erhoben wird.

Daniell Gilles, als Mandrake, trägt wesentlich dazu bei, daß der Plot spannend und unheimlich zugleich wirkt, denn seine teils philosophisch, teils schizoid, gewaltbereite Ausstrahlung passt perfekt in die rätselhafte Stimmung die der Film mit dem Beginn der beiden Gangster zu erzeugen versteht.

Eric Thomson, als Hoogie wirkt ebenso blaß, wie Matthias Luafutu´s Figur wortkarg und emotionslos ist, aber durch die beklemmende Atmosphäre die über weite Strecken des Films in der Autofahrt und den überwiegend knapp gehaltenen Dialogen, respektive Monologen welche durch die Fragen der Geiseln an Mandrake und somit als Reaktion seinerseits folgen, erzeugen sie eine realistisch, spürbareres Gefühl der Handlung, während man sich als Zuschauer innerlich immer wieder dabei ertappt, nach dem Warum zu forschen, aber eben nicht auf irritierende Art, wenngleich der gesamte Ablauf seit der Minute des ersten Schusses dazu auffordert.

Das vermeintlich Fragwürdige, ist mit Gilles´ Figur die Basis des Films, der obligatorisch rote Faden, welcher sich gegen Ende hin, einem Zaubertrick gleich, selbst aufzulösen scheint, dabei jedoch keinen Sinn ergibt, denn die Ereignisse überschlagen sich in einer Minute derart, daß man fast schon glauben möchte, Regisseur James Ashcroft,welcher hiermit sein Debüt abliefert, wäre die Erklärung hinter all dem selbst während der Autofahrt entsprungen.

Aber vielleicht ist es genau das, was er zu schaffen suchte, einen kleinen dreckigen Bastard des Kopfkino-Genre zu schaffen, der sich in keine Kategorie zwängen lässt und der obwohl er nachzuhallen versteht, und während des Sehens irritiert, schlussendlich bewusst selbst widerspricht.

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Kommentare

28.06.2022 15:57 Uhr - Aylmer1
Deine Rezension lässt sich sehr schön lesen. Der Film ist handwerklich solide gemacht und Mandrake ist wirklich das beste am ganzen Film. Aber alles les in allem ist es ein fader Horrorthriller, der sich auf dem Papier spannender anhört als es denn wirklich ist. Für wenig Geld kann man den mal gucken. Ein must see ist es aber nicht.

28.06.2022 18:28 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 20
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28.06.2022 15:57 Uhr schrieb Aylmer1Deine Rezension lässt sich sehr schön lesen. Der Film ist handwerklich solide gemacht und Mandrake ist wirklich das beste am ganzen Film. Aber alles les in allem ist es ein fader Horrorthriller, der sich auf dem Papier spannender anhört als es denn wirklich ist. Für wenig Geld kann man den mal gucken. Ein must see ist es aber nicht.

Danke. Bin deiner Meinung. Gab es kürzlich für 0.99 Cent

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