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Censor

Herstellungsland:Großbritannien (2021)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror
Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,50 (2 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

1985. Als Filmzensorin Enid einen unheimlichen Horrorfilm entdeckt, der sich direkt auf das mysteriöse Verschwinden ihrer Schwester zu beziehen scheint, entschließt sie das Puzzle hinter dem Film und seinem rätselhaften Regisseur zu entschlüsseln – eine Suche, die die Grenzen zwischen Fiktion und Realität auf erschreckende Weise verschwimmen lässt. (Kinostar Filmverleih)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von insanity667:

Die Ära der berüchtigten "Video Nasties" hatte Großbritannien in den 80er Jahren fest im Griff. Hysterie und Wahnsinn an allen Straßenecken, Empörung über kleine, rechteckige, schwarze Plastikhüllen, auf deren eingelegten Bändern unheilvolle Schandtaten feilgeboten wurden, hauptsächlich verbreitet von verbrecherischen Videothekenbesitzern, denen jeder Sinn für Anstand und Moral abhandengekommen ist. Dank des zwielichtigen Treibens der manipulativen Filmindustrie und den Despoten des schlechten Geschmacks wurden Kinder auf den Schulhöfen bereits zu potenziell mordenden Bestien programmiert. Für die Sittenwächter der angelsächsischen Schlechtwetterinsel schlug nun die große Stunde. Ihre Aufgabe war es, dafür zu sorgen, dass die Zivilisation unter der Last der cineastischen Grausamkeiten nicht vollkommen zusammenbricht. Um eine dieser Sittenwächterinnen dreht sich die Geschichte von "Censor", einem britischen Horrorfilm mit Giallo- und Hammer (das Studio) Einschlägen von Spielfilmdebütantin Prano Baily-Bond ("Fright Bites", "The Trip", "Nasty"), angelehnt an jene Dekade, in der es wichtiger war, harmlose Filme zu verbieten, als Waffen und Drogen…

 

Enid ist eine Filmprüferin, die für die BBFC, zusammen mit ihren Kollegen entscheiden muss, welche Szenen in einem Machwerk bleiben dürfen, und welche nicht, oder ob es sinnvoll ist, die Freigabe ganz zu verweigern. Bei einer ihrer Sichtungen meint sie, ihre seit 11 Jahren vermisste Schwester in einem Film des Regisseurs Frederick North wiederzuerkennen. Gegen ihre Moralvorstellungen und die Verpflichtungen ihres Jobs begibt sie sich in den Untergrund der Filmindustrie auf die Suche nach ihrer Schwester und gerät dabei in eine Abwärtsspirale aus Angst und Gewalt…

 

Obwohl Drehbuchautor Anthony Fletcher ("Nasty", "The Boat People") zusammen mit Regisseurin Baily-Bond "Censor" ganz klar als Hommage an die "Video Nasties"-Zeit konstruiert hat, viele humoristisch angelegte Anekdoten darüber erzählt, wie solche Prüfungen vonstattengegangen sein müssen und welche kriminalisierenden Auswirkungen dieser Wahn auf die Filmindustrie, die Kinos und Videothekenbeitzer hatte, steht im Mittelpunkt der Handlung Enid, die in all den Wirren mit sich selbst, ihrem Verlust, ihrer vermeintlichen Schuld und ihrer Außenwelt klarkommen muss. Anfangs gestaltet sich der Zugang zu dieser doch recht persönlichen Thematik noch als recht oberflächlich und schwierig, da der Reiz groß ist, sich in der liebevoll zusammengestellten Bilderflut der 80er Jahre und den kleinen Details - wie z.B. Margaret Thatchers Ansprache zu Gewalt in Filmen – zu verlieren. Die Handlung nimmt dann aber doch noch Fahrt auf und die Ereignisse überschlagen sich für die Protagonistin, deren psychischer Verfall immer weiter voranschreitet und schließlich in einem blutigen Finale und einem herrlich bizarren Ende gipfelt. Dass dies im letzten Drittel erst mit dem Holzhammer herbeigeführt werden muss, könnte dem einen oder anderen sauer aufstoßen. Wer sich aber damit anfreunden kann, dass "Censor" über weite Strecken vordergründig mehr ein Sammelsurium an VHS-, Kino- und Zensurkuriositäten abspult, und oft nur zwischen den Zeilen ein ausgefeiltes Psychogramm einer Person ist, der die Verstrickung in den Sittenwahn zu Kopfe steigt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

Lobend hervorzuheben ist dabei Hauptdarstellerin Niamh Algar ("Raised by Wolves", "The Virtues") in der Rolle als Enid. Eine augenscheinlich graue Maus, bieder, zugeknöpft und kühl in ihrem professionellen Auftreten, aber im Kern zutiefst erschüttert über den Verlust ihrer Schwester und umgetrieben durch die Umstände ihrer Tätigkeit. "Censor" stellt auf beinahe satirische Art und Weise die Frage, wie denn die Prüfer mit den ihnen vorgesetzten Grausamkeiten klarkommen und wie es um deren Geisteszustand bestellt ist, welche Algar hier formidabel beantwortet. An ihrer Seite gibt Comedian Michael Smiley ("Black Mirror", "Star Wars: Rogue One", "Kill List") den exzentrischen Filmproduzenten Doug Smart, Adrian Schiller ("Die Schöne und das Biest", "Tolkien", "Bright Star") den Regisseur Frederick North und die schöne Sophia La Porta ("Ripper Street") die geheimnisvolle Schauspielerin Alice Lee.

Da "Censor" inhaltlich und inszenatorisch in die Kerbe eines "Berberian Sound Studios" oder "The Editor" schlägt, und man ihm auch sonst nicht die Nähe zum "Neo-Giallo" absprechen möchte, bewegt sich Kamerafrau Annika Summerson ("Until the River runs Red", "Breeders") auf relativ soliden Pfaden aber doch eher in Richtung "Hammer-Horror". Setdesign, Beleuchtung und Farben sorgen für eine tolle Atmosphäre, alles spielt sich entweder in engen verqualmten Räumen oder dunklen Wäldern ab, was für ein gewisses Maß an Klaustrophobie sorgt und zur Grundstimmung sowie der Charakterentwicklung passt. Die britisch korrekten 80er Jahre und die fragwürdige Politik im Bezug auf Medien dieser Zeit findet somit eine angemessene Projektionfläche. Gewalt zeigt sich darauf nicht nur in der tollen Einleitung, begleitet von Ausschnitten aus "The Driller Killer", "Mother’s Day", "AXE" oder "Evilspeak", gemischt mit einigen Szenen aus fiktiven Werken, sondern auch in Enids Realität, wo ein gewonnener Filmpreis für Goreeffekte einem arglosen Opfer zum Verhängnis wird oder munter Köpfe mit einer Axt abgetrennt werden. Der charakteristische Synthie-Score von Emilie Levienaise-Farrouch ("The Innocents") begleitet sowohl das blutige, als auch das unblutige Treiben stets rythmisch und melodisch.

Nach diversen Runden über namhafte internationale Filmfestivals im Frühjahr 2021 erschien "Censor" im Juli des selben Jahres mit einer Freigabe ab 16 Jahren, hierzulande sowohl im Kino, als auch auf diversen Streamingplattformen und kurz darauf in Großbritannien auf DVD und Blu-Ray, darunter eine wundervoll aufgemachte und limitierte Blu-Ray Box von Second Sight Films. Eine weitere, edle US-Veröffentlichung von  Vinegar Syndrome mit reichlich Bonusmaterial wurde Anfang 2022 nachgeschoben. Abseits des Streamings steht in Deutschland noch eine physische Heimkino-Veröffentlichung aus.

 

 

Fazit:

Durchaus gelungener und atmosphärischer Zitatemarathon mit vielen liebevoll eingepflegten Details und mitunter zynischen Kommentaren, der aber leider besonders am Anfang über lange Strecken eben nur das bleibt, ohne in die Tiefe der eigentlichen Handlung vorzudringen. Das ist schade, denn diese hat, abseits der Metaebene, einiges zu bieten und auch einiges zu sagen, was man so nicht erwartet hätte. Auf den letzten Metern unheimlich sehenswert, aber eben als Gesamtpaket nicht ganz ausgereift.

6 - 6,5/10 Punkte

6/10
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Kommentare

02.07.2022 11:30 Uhr - leichenwurm
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Okay... !? Na jetzt muss ich grad aber kräftig schlucken... ich hatte tatsächlich gehofft bzw. die Erwartung, dass "Censor" ein glasklares Highlight wird...! Aufgrund mangelnder Veröffentlichungen hierzulande (steht da bald was an, weißt du da was ?) konnte ich mir noch kein eigenes Bild machen. Aber deine vortrefflichen Beschreibungen vermitteln einen wirklich guten Eindruck, was man hier erwarten sollte und was nicht. Und das auch noch komplett Spoilerfrei... Klasse Insanity ;-) ! Eine Chance geb ich dem Film aber auf jedem Fall, denn die Prämisse hat mich einfach zu sehr am Haken (genau wie zb. "Evil Ed" damals, oder die von dir genannten Filme auch 😀 ), als dass ich denn auslassen könnte ! Sehr schöner Text von dir... 😉



02.07.2022 13:04 Uhr - Intofilms
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Ich sehe den Film etwas positiver und würde hier durchaus von einem kleinen Highlight sprechen. Nach zwei Sichtungen schwanke ich zwischen 7 und 8 Punkten. An „Images“, „3 Women“ oder „Spuren auf dem Mond“ reicht „Censor“ natürlich nicht heran. Aber das wäre wohl zu viel verlangt. An diese drei musste ich hier jedenfalls immer wieder denken. Ich habe übrigens die Limited Edition von Second Sight Films aus UK. Das ist zweifellos die opulenteste, liebevollste VÖ eines aktuellen Debütfilms, die ich bis jetzt gesehen habe. Review ist natürlich nicht zu beanstanden. Und wir müssen ja nicht immer ganz einer Meinung sein. ;)

02.07.2022 14:22 Uhr - Lukas
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Schöne Kritik zu einem Film, auf den ich auch schon sehr neugierig bin, da ich ihn leider im Kino verpasst habe. Apropos, wie kommst du denn drauf, dass der nur im Streaming lief? Soweit ich weiß, hatte der tatsächlich einen (kurzen) Kinorelease.

02.07.2022 14:26 Uhr - Insanity667
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Hallöchen und vielen lieben Dank Ihr drei! :)

@leichenwurm
Also von den Veröffentlichungen her ist es hierzulande eher mau, denke aber mal, dass im Herbst was kommen könnte. Ich habe die US-Blu-Ray von Vinegar Syndrome, Intofilms Empfehlung kann ich aber auch nur unterstützen, Second Sights Film ist ein tolles Label. Leider war ich aber für die Box zu langsam, glaube ich... :(

Ansonsten halt alle VOD Anbieter... Amazon, Apple TV, Sky... aber ich würde tatsächlich von der deutschen Synchronisation abraten.

Zur Frage: "Highlight oder nicht?", siehe unten! :)

@Intofilms
Zum Inhalt und Thema des Films kann ich nur sagen, dass ich mit mir gehadert habe, auch 7 - 8 Punkte zu vergeben, da der Film ansich klasse, die Metaphorik interessant, die Satire auf die Zensurpolitik nachvollziehbar, insgesamt aber meiner Meinung nach etwas unglücklich aufgeteilt ist.

Die ersten 60 Minuten sind, wie beschrieben, eine Aneinanderreihung von Zitaten, Querverweisen, Anekdoten und Geschichten rund um die "Video Nasties" wobei Enids Story darin einfach untergeht. Für uns, die Filme aus einem Coverkatalog unter dem Videothekentisch bestellt haben, Tapes auf dem Schulhof tauschten und heimlich Evil Dead bei Freunden schauten, bietet "Censor" eine wohlige Auffrischung dieser Erinnerungen, was toll ist, natürlich.

Für jemanden der wenig Plan von der Materie hat, ist die erste Stunde wahrscheinlich aber langweilig und schnarchig, als würde man eine Doku schauen, bevor der Film dann in die Vollen geht, was er zwar tut wie kaum ein anderer... Aber die Enttäuschung ob des behäbigen Einstiegs ist vorprogrammiert. Also habe ich versucht, meine Wertung der Fairness halber irgendwo dazwischen zu platzieren... Hoffe das macht Sinn! :))))

@Lukas
Schön, dass Du auch reinschaust! :)))
Tatsächlich, du hast recht, da hab ich nicht richtig hingeschaut! :) Wird geändert, vielen Dank für den Hinweis! :) War wohl dann auch einer der Kandidaten, die zum Kinorelease parallel auf Amazon & Co. gestartet sind, für 20,00€ LEIHGEBÜR! (!)

Habe den letzten Absatz ein bisschen entwirrt! ;)

02.07.2022 15:24 Uhr - Intofilms
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Bei mir war es so, vor allem bei meiner Zweitsichtung, dass der Video Nasties-Kontext immer mehr in den Hintergrund trat. Das mag sonderbar klingen und ist es wohl auch. Denn natürlich spielt dieser Hintergrund hier eine Rolle.
SPOILER
Für mich war dann aber etwas anderes viel wichtiger. Ich glaube, dass die Regisseurin uns einen Einblick in eine gestörte Psyche zeigen will. Die Heldin driftet Schritt für Schritt und unaufhaltsam in ihre eigene Realität ab. Der reale Kontext - Ära der Video Nasties - verliert zunehmend an Bedeutung, indem der Film zunehmend surreale oder irreale Züge annimmt. Und deswegen auch meine Assoziationen an die drei von mir erwähnten Filme. An "Evil Ed" oder "The Editor" musste ich hier jedenfalls überhaupt nicht denken. Selbstverständlich ließe sich argumentieren, dass der Film insofern letztlich eben doch auf die Debatten der damaligen Zeit abzielt, da es ja immer hieß, solche Filme seien potenziell gefährlich und könnten manche Konsumenten in Psychopathen verwandeln. Ich glaube das aber nicht. Die Hysterie und Absurdität all dieser Verdächtigungen wird ja anhand eines Falles deutlich genug aufgezeigt.

02.07.2022 15:49 Uhr - Insanity667
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Ja, da stimme ich Dir gerne zu. Ich sehe das mit der Psychologie auch nicht wirklich anders, nur nimmt mir der Kontext und das Zeitgeschehen einfach zuviel Raum ein, so schön und nostalgisch das auch sein mag. "Last Night in Soho" hat das mit dem Schwärmen über die Vergangenheit z.B. besser gelöst und noch genug Raum für die Figuren gelassen. Hier wirkt das alles tatsächlich sehr gequetscht...

Der Zusammenhang zwischen "The Editor" oder "Berberian Sound Studio" ist eher oberflächlicher Natur. Ein in der Filmindustrie tätiger Protagonist driftet aufgrund seiner Tätigkeit in den Wahnsinn ab. Aber deine Beispiele treffen es eigentlich besser, besonders "Spuren auf dem Mond" :) Da bin ich zum Beispiel gar nicht drauf gekommen.

Ich danke Dir auf jeden Fall, dass du meine Perspektive dahingehend erweitert hast. :)

02.07.2022 16:48 Uhr - Intofilms
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PS:
SPOILER
Ach ja, und ihre Krankheit resultiert natürlich aus ihrem Kindheitstrauma. Die bösen Filme haben damit nichts zu tun. Das ist ja ziemlich offensichtlich. Vielleicht habe ich es deshalb vorhin vergessen. ;)

02.07.2022 20:04 Uhr - Insanity667
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02.07.2022 16:48 Uhr schrieb Intofilms
PS:
SPOILER
Ach ja, und ihre Krankheit resultiert natürlich aus ihrem Kindheitstrauma. Die bösen Filme haben damit nichts zu tun. Das ist ja ziemlich offensichtlich. Vielleicht habe ich es deshalb vorhin vergessen. ;)


Ich denke, das ist sogar der Kern der Aussage. Man erfährt ja auch, dass Enid wohl schon öfter solche Episoden hatte, ohne unter dem Einfluss der Filme gestanden zu haben. :) Der Teil des Films ist, wie in meinem Fazit erwähnt, erste Klasse! :)

03.07.2022 00:15 Uhr - Intofilms
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SPOILER
Korrekt. Wobei der entscheidende Auslöser für ihren Amoklauf ja doch dieser eine Video Nasty sein könnte. Insofern würde eben doch ein gewisser schädlicher Einfluss von solchen Filmen ausgehen. Ob sie ihrem Wahn auch so verfallen wäre, darüber könnte man wohl endlos mutmaßen (ich glaube, ja). Mein Kern war eigentlich nur, dass ich hier, wie eingangs erwähnt, tatsächlich keinerlei Assoziationen an „Evil Ed“ und „The Editor“ hatte. Ich war ja selbst ziemlich erstaunt darüber. Und deswegen war mir der Handlungsrahmen gar nicht so wichtig. Besonders beim zweiten Mal habe ich mich eigentlich nur noch auf Enid konzentriert, um ihren psychischen Niedergang ganz genau zu verfolgen. Und das war dann wirklich von der ersten Minute an fesselnd. Die Schlusssequenz mit dem entrückt seligen, völlig irren Gesichtsausdruck unserer Heldin, da hat mich das nackte Grauen gepackt. Ja, Niamh Algar (schwieriger Name) hat das wirklich sehr gut gemacht.
So, lieber Insi, Streuner, jetzt habe ich mich aber genug aufgedrängt. Das hätte ich mich auch bei keinem anderen getraut! ;D
PS: Die schrille Szene mit der Trophäe, der erste heftige Gore-Effekt, würde ich tatsächlich zutiefst ironisch nennen. Ein brillanter Einfall. Aber hat das dieser unsympathische Widerling nicht auch verdient? #MeToo lässt grüßen. Aber das soll nicht mein Hauptanliegen sein.

03.07.2022 12:54 Uhr - Insanity667
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Immer spannend, interessant und vor allem schön, von Dir zu lesen, weißt Du doch! :)))
Du drängst dich gar nicht auf, im Gegenteil! Freue mich immer, wenn unterm Review was los ist! ;)

03.07.2022 13:11 Uhr - TheMovieStar
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Danke für die informative und lesenswerte Vorstellung. Den Film selber habe ich noch nicht gesehen dein Text hat mich aber durchaus neugierig gemacht so dass ich mir vorstellen könnte den Film auch bald anzusehen. Was ich mir vorstellen könnte ist, dass mir die ersten 60 Minuten gefallen könnten, weil ich Filme mag, die gute Zitate einbauen. Und wenn es danach dann ein richtig geiles Finale gibt, kann der Film tatsächlich was für mich sein. Gut beschrieben auf jeden Fall das ganze. 😊👍

03.07.2022 21:02 Uhr - McGuinness
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Deine Einleitung hat es mir hier besonders angetan und die lebhafte Umschreibung der Insel des Soccers, fügt sich wunderbar in den Kontext ein 😉

Durch deine Ausführungen fühlte ich mich jetzt spontan an " Evil Ed " (1995) erinnert, obwohl sich diese beiden Werke wohl eher nicht miteinander vergleichen lassen, dennoch drängte sich mir eben dieser Vergleich irgendwie auf 😅
Schade nur, dass hier erstmal Anlauf genommen werden muss, bis auch ich bereit wäre auf den Zug aufzuspringen, denn am Ende wäre hier wohl weitaus mehr möglich gewesen, wie du es ja bilanzierend auch ausführst.

Dennoch eine tolle Vorstellung, die ich gerne gelesen habe 👍🏻

04.07.2022 07:49 Uhr - Insanity667
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Vielen Dank auch an Euch beide!

@MovieStar
Ich zitiere mich mal selbst! :)

"Wer sich aber damit anfreunden kann, dass "Censor" über weite Strecken vordergründig mehr ein Sammelsurium an VHS-, Kino- und Zensurkuriositäten abspult, und oft nur zwischen den Zeilen ein ausgefeiltes Psychogramm einer Person ist, der die Verstrickung in den Sittenwahn zu Kopfe steigt, wird hier voll auf seine Kosten kommen."

"...denn diese [Handlung] hat, abseits der Metaebene, einiges zu bieten und auch einiges zu sagen, was man so nicht erwartet hätte. Auf den letzten Metern unheimlich sehenswert..."

Also ja, der könnte bei Dir ins Schwarze treffen! ;)

@McGuinness
Ich denke eine 6,5/10 ist kein vernichtendes Urteil, für einen 2021er Horrorfilm über die Video Nasties und wie gesagt, der Nerd in mir hätte auch noch Punkte obendrauf gepackt. "Censor" ist trotzdem sehens- und empfehlenswert und belohnt am Ende mit einer tiefgreifenden Psycho-Horror-Mär die wirklich beeindruckt, nur auf dem Weg dahin sind eben Punkte verloren gegangen. Wer damit leben kann und sich zur Zielgruppe solcher kleinen Verbeugungen vor unserer aller Lieblingsfilmen zählt, der wird hier gut unterhalten! :)

04.07.2022 08:32 Uhr - TheMovieStar
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Insanity667: Danke für deine Antwort. Bei Amazon Prime gibts den momentan nur zum Kaufen für 11,99. Ich warte bis er auch zum Leihen ist oder günstiger wird, dann werde ich ihn mir ansehen:-)

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