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Blackjack - Der Bodyguard

Originaltitel: Blackjack

Herstellungsland:Kanada, USA (1998)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Thriller
Alternativtitel:John Woo's Black Jack
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,83 (12 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Jack Devlin, wegen seines Kartenticks auch "Black Jack" genannt, ist Sicherheitsexperte für Personenschutz. Der Ex-US-Marshall wird damit beauftragt, die einzige Tochter eines milliardenschweren Casinobesitzers aus den Fängen russischer Entführer zu befreien. Devlin fährt sämtliche Geschütze auf und es gelingt ihm, die zu allem entschlossenen Kidnapper in einem Kampf zu eliminieren. Jahre später, Devlin hat sich bereits aus seinem Job zurückgezogen, steht Jack eine erneute Herausforderung bevor. Es geht um das Leben der hochdotierten Laufstegprinzessin Cinder James, die von einem hartnäckigen Psychopathen bedrängt wird. Dummerweise kennt der Bösewicht auch die einzige Schwäche seines Gegners: Der "Schwarze Jack" kann kein Weiß sehen. Dieses Mal soll es die härteste Herausforderung seines Lebens werden. (WVG Medien)

eine kritik von kaiser soze:

„Du hast mir mal gesagt, ich soll dich anrufen, wenn ich einen Freund brauche. Jetzt rufe ich dich an...“

(B-Movie-)Actionstar Dolph Lundgren war schon in so manchem Actionfilm zu sehen - oftmals als Russe, ähnlich, wie es bei Steven Seagal und Scott Adkins vorkommt / -kam. Er war ein Punisher* (1989), Dark Angel* (1990), Universal Soldier* (1992 bis 2012), Expendables (seit 2010) und der (natürlich russische) Boxer im Kampf des Jahrhunderts (1985).

*Ex-Indexfilme, die heute ungeschnitten ab 16 Jahren freigegeben sind (-> siehe Spezial und Übersicht / Liste). 

Nachdem der chinesische Regisseur und Heroic Bloodshot-(Mit-)Begründer John Woo mit Im Körper des Feindes - Face/Off (1997) einen sehr guten Actionthriller in Übersee inszenierte, erschien 

Blackjack - Der Bodyguard

(Kanada & USA, 1998), in dem der große Schwede den Personenschützer Jack Devlin mimt, welchem schwarz vor Augen wird, wenn er weiß sieht. Und dann sind da auch noch die Tochter (Padraigin Murphy) seines Kumpels, ein Topmodel (Kam Heskin) & ein Ex-Kollege (Fred Williamson), denen er helfen soll / will.

Das 10 Mio. $ teure Werk ist zwar weit schlechter als besagter Vorgänger, aber aus meiner Sicht dennoch Woos zweitbeste US-Produktion; wobei es eigl ein kanadischer TV-Film ist, der als Pilot gedacht war, was im Endeffekt nicht fortgeführt wurde. Sowas kennen wir ja aus Pulp Fiction (1994). 

„Was ist schwarz und weiß und überall rot? ... Eine Nonne im Mixer.“

Der 108 Minuten lange R-Rated-Actionthriller schaffte in es bester DtV-Manier unzensiert mit FSK 18 auf Video sowie DVD nach Deutschland. Seit der FSK-Neuprüfung ist auch dieser ungekürzt ab 16 Jahren freigegeben & ist auf Blu-ray, aber nicht in HD erhältlich. Im deutschen TV waren hingegen geschnittene Fassungen zu sehen (SB: Tele 5 ab 12 & Pro 7 ab 16). In UK & Malaysia gibts ebenfalls Cut-Fassungen.

Dabei kommt Blackjack in B-Movie-Optik daher, sieht zuweilen einfach billig aus und hört sich ebenso an, etwa bei den Kampfszenen. Dolph Lundgren kann als kartenliebender, Ex-Marshal und fast unaufhaltsame Ein-Mann-Armee durchaus unterhalten, aber es ist qualitativ kein Vergleich zu Face/Off.

„Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie nur die Sonnenbrille schützt, wenn sie etwas Weißes sehen.“

Handlungstechnisch sollte man auch keine allzu großen Überraschungen, Wendung oder sonstigen Raffinessen erwarten. Unterhaltsam ist die Actionpartie aber allemale und es wird durchweg immer wieder genug geboten, um den geneigten Fan bei Laune zu halten. Neben den immerhin 25 Gegnern, die hier das Zeitliche segnet, wirkt der anfängliche Hilferuf des Kumpels fast, wie ein Kurzfilm vor dem eigl. Film, so wie es auch beim Freitag, der 13.-Remake (2009 - Review) zu sehen war. Die folgende Haupthandlung, bei der wir auf Auftragsmörder, Kleinkriminelle und lustige Piraten-Butler treffen, bietet kurzzeitig auch Woos berühmte Bullettime.

Blackjack könnte gewissermaßen das Vorbild von 3 Days to Kill (2014) mit Kevin Costner als Bodyguard (1992) gewesen sein. Eben diesen Job nimmt er hier schließlich auch an. Seinerseis erinnert der versuchte Selbstmord an Lethal Weapon (1987), Cinder klingt, wie Cinderella (1950) und ein (Auftrags-)Killer mit Insekten / einem Schmetterling verbinde ich mit Das Schweigen der Lämmer (1991 - Review).
 

Fazit:
Blackjack ist ein ordentlich bis guter Actioner aus dem B-Movie-Sektor (ausgehend von der Optik), in dem Dolph Lundgren zeigt, was er drauf hat(te). Ich hatte den Film vor... vllt 12 Jahren (?!) erstmals auf VHS geschaut und diesen als unterhaltsames Werk in Erinnerung.

Nun, anno 2022, konnte die Neusichtung soweit überzeigen. In Zahlen heißt das

07 von 10 Punkten

7/10
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Kommentare

07.07.2022 21:58 Uhr - McGuinness
1x
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Schon ewig her, dass ich den gesehen habe, doch aus der Erinnerung heraus als recht unterhaltsam zu betrachten.
Mir schwirrt da noch eine Szene mit literweise Milch im Kopf herum und das unser Held da ganz schön einstecken muss 🤔
Was mir allerdings damals schon missfiel, und vielleicht kannst du diesen Aspekt auch bestätigen oder eben nicht, ist, dass keine oder nur sehr wenig blutige Treffer bei den Feuergefechten zu verzeichnen sind ?
Vielleicht irre ich mich jetzt aber auch, da die letzte Sichtung wie gesagt schon zu lange her ist.

Dennoch schön, dass du dir diesen Titel vorgenommen und mir wieder in Erinnerung gerufen hast 😉

07.07.2022 22:33 Uhr - beebop251
1x
Schöne Review. Find den auch recht unterhaltsam und für TV Verhältnisse hat der sehr ordentliche Action zu bieten. Auch wenn er blutleer daherkommt. Lundgren charismatisch wie immer und recht viel typische Woo Action in gewohnter Zeitlupe. Schade ist der durchgehende TV Look. Insgesamt aber besser als der Pilot zu Die Unfassbaren. Von Woos US Produktionen würde ich Blackjack im Mittelfeld sehen.

08.07.2022 06:50 Uhr - McGuinness
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@beebop251

Blutleer also... Wusste ich es doch ! ☹️

Gerade für so eine Produktion finde ich es ganz besonders schade und bekomme das Gefühle, hier eher " Das A - Team " zu sehen als einen Film von Woo.

08.07.2022 11:23 Uhr - Kaiser Soze
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@McGuinness
Danke dir! Der Film ist praktisch völlig blutleer und abgesehen von ein bisschen Bullettime gibts glaube ich gar keine stilistischen Merkmale Woos zu bewundern (Tauben o.ä.). Ohne einen Blick in Internet wäre ich nicht darauf gekommen, dass Woo hier Regisseur war.
Der Film wirkt, wie ein typischer günstiger B-Movie. Durch Lundgren in einer passenden Rolle und genügend Action ist dieser Film unterhaltsam bis gut, aber nicht(s) mehr. Kannst aber natürlich erneut einen Blick riskieren^^

@beebop
Vielen Dank!
"typische Woo Action" finde ich gar nicht. Hier sind doch praktisch keine stilistischen Merkmale Woos zu sehen - außer etwas Bullettime, oder? Woos Ami-Filme sind doch

Harte Ziele - 4 bis 5/10*
Operation: Broken Arrow - 4 /10*
Im Körper des Feindes - mind. 9 / 10
Blackjack - 7 / 10
Mission: Impossible II - 5 / 10
Windtalkers 5 bis 6 / 10*
Paycheck – Die Abrechnung - keine Erinnerung mehr dran

*lange nicht gesehen, Wertungen aus der Erinnerung heraus.
Deshalb ist Blackjack für mich nach Im Körper des Feindes der Zweitbeste US-Film Woos. Wie wertest du die Filme?

08.07.2022 15:33 Uhr - beebop251
@Kaiser Soze
Ich finde der Film hat etliche typische Woo Momente. Die Zeitlupe nicht nur in der Action, sondern auch wenn Dolph nen Raum betritt etc. Dann die typischen beidhändigen Schießereien und Stunts. Hinzu kommt ein für Woo typisch melodisch leicht melancholischer Score. Für mich ein Woo Film durch und durch und für TV Verhältnisse ist die Action mehr als ordentlich. Kein Vergleich zum lahmen Paycheck z.Bsp. Wobei bei Paycheck Woo schlicht der falsche Regisseur war.

Ich würd die Woo Ami-Filme wie folgt bewerten:

Harte Ziele - 9/10 (R-Version) Die Unrated ist mir zu doll und zu holperig in den Schießereien.
Operation: Broken Arrow - 7- /10
Die Unfassbaren - 5-/10
Im Körper des Feindes - 8/10
Blackjack - 6+/10
Mission: Impossible II - 9/10
Windtalkers - 7-/10
Paycheck – Die Abrechnung 5/10

Man merkt bei Broken Arrow, Face/Off und M:I II, dass er sich in der Action zügeln musste. Die sind ja alle 3 recht blutleer, wenn auch nicht komplett.

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