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Thor: Love and Thunder

Herstellungsland:USA (2022)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Fantasy, Komödie, Liebe/Romantik,
Science-Fiction, Musikfilm
Alternativtitel:Thor 4
Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,25 (12 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Marvel Studios' THOR: LOVE AND THUNDER begleitet den Gott des Donners (Chris Hemsworth) auf eine Reise, die für ihn komplett neu ist: die Suche nach innerem Frieden. Doch die wird empfindlich gestört als ein galaktischer Killer, bekannt als Gorr der Götterschlächter (Christian Bale), ins Spiel kommt, der die Auslöschung aller Götter anstrebt. Um gegen diese Bedrohung anzukommen, holt Thor sich Unterstützung von Königin Valkyrie (Tessa Thompson), Korg (Taika Waititi) und seiner Ex-Freundin Jane Foster (Natalie Portman), die – zu seiner Überraschung – nun unerklärlicherweise als Mighty Thor seinen magischen Hammer Mjölnir schwingt. Gemeinsam begeben sie sich auf ein nervenaufreibendes kosmisches Abenteuer, um die Hintergründe des Götterschlächter-Rachefeldzugs zu ergründen und ihn aufzuhalten, bevor es zu spät ist. (Disney)

eine kritik von ifoundfootage:

"Thor: Love & Thunder"

- eine Kurzbesprechung - 


Thor. Der allmächtige Halbgott. Der Gott des Donners. Oder doch eher Thor, halb garer Eintopf und Gott der Tonne?! 

  • Was einmal war…

2008 war das Jahr, als die Kinos zwei Filme auf ihren Leinwänden flimmern ließen. „Iron Man“ und „der unglaubliche Hulk“. Wow. Tolle Superheldenfilme. Der Aufbau der Handlung, diese gebrochenen Menschen die einen Konflikt mit ihrer Person selbst haben. Tony Stark als millionenschwerer Playboy und Kopf hinter einer Rüstungsindustrie für Waffen, der alles in Frage stellt, nachdem er von Terroristen gefangen genommen wird und nur knapp dem Tod entkommt. Bruce Banner, der auf der Flucht vor der Regierung ist, gesteuert von General Ross, dem Vater seiner großen Liebe Betty Ross. 

Unaufhaltsame Wut, immer die Angst, das Alter Ego Hulk unkontrolliert herauszulassen und in seiner rasenden Wut alles zu zerstören. Nicht einmal Sex kann der arme Mann haben, der nur für etwas Gutes forschte. Nicht umsonst heisst das bekannte Theme aus der TV-Serie „the lonely man“.

  • ASSEMBLE! 

In einer zusätzlichen Szene, kurz vor dem eigentlichen Abspann, sehen wir dann noch einmal General Ross, Zigarre qualmend in einer Bar abhängen, besoffen von dem Alkohol. Ein schnittiger Mann betritt die Bar und spricht mit dem General. 

Oha, wie sich herausstellt, kennen wir den Mann im Anzug. Es ist Tony Stark. Gespielt vom gleichen Mann wie in „Iron Man“ - Robert Downey Jr. 

Um was geht es? Es geht darum, dass Tony ein Team aus verschiedenen Menschen mit besonderen Fähigkeiten zusammenstellen will. 

Und ich glaube jeder Comicfan bzw. Marvelfan wusste schon 2008 nach dieser Szene, dass wir verschiedene Filme bekommen werden und einen Film, wo alle vereint sein werden. Die Vorfreude auf die „Avengers“ war groß. 

Und mit jedem Film erhielten wir mehr Hinweise auf kommende Geschichten, Helden und dem eigentlichen Kopf hinter all dem Schrecklichen. Eine Art „Spectre“ im Marveluniversum. 

  • … das kommt nicht wieder

Womit wir heute, nach 14 Jahren, bei Filmen wie „Thor: Love & Thunder“ wären. Oder wie ich ihn gerne nenne: „Thor: Trash & Garbage“. 

Es ist bekannt, dass seit den letzten Jahren Marvel zu Disney gehört oder Disney zu Marvel. Disney hat seinen eigenen streamingdienst auf den Markt gebracht, Disney+. Marvel hatte damals schon angekündigt, dass deren Output enorm wachsen wird. So wie das Unternehmen zusammen mit Disney in den letzten Jahren gewachsen ist. 

Mit der Infinity Saga, also den ersten drei Phasen, die in sich geschlossen einen roten Faden um sechs Infinity Stones, also Edelsteine mit besonderen unterschiedlichen Kräften, die zusammen jedem einen Wunsch erfüllen. 

Klingt spannend, garnicht mal so übel und vor allem hat es Marvel tatsächlich geschafft, eine kontinuierliche Geschichte zu erzählen und über 22 Filme lang sogar bei Laune zu halten. Hier und da gibt es zwar auch den einen oder anderen übertriebenen Moment oder unlogische Dinge, anders als Beispielsweise „Fast & Furious“ was nach den ersten drei Teilen nicht mehr zusammenpasst, im Großen und Ganzen funktioniert die Infinity Saga aber in Sich sehr gut und mir gefällt Sie sogar mit all ihren Figuren und Facetten. 

Doch nach Abschluss dieser Geschichte, was soll man da noch erzählen? 

  • Wer sind all die Leute?

Sagen wir es einfach klar heraus. Marvel hat sein Pulver verschossen. 

Charaktere wie Captain America, Iron Man, Hulk, Thor, Spider-Man. Selbst wenn man nichts oder nicht viel mit Marvel oder Comics im Allgemeinen anfangen kann, viele wissen trotzdem wer diese Figuren sind. So ähnlich wie viele Menschen wissen, dass Darth Vader Lukes Vater ist, obwohl sie „Star Wars“ nie gesehen haben. 

Und jetzt? Was machen, wenn die größten Kaliber verbrannt sind? Marvel hätte so viele Möglichkeiten gehabt. Alleine dass Sam Wilson der neue Captain America ist, wäre eine dieser Möglichkeiten gewesen. Allerdings kommt der vierte Captain America Teil mit Wilson als neuen Cap aber tatsächlich erst am 03.05.2024 in die Kinos und die Lücken müssen gefüllt werden. 

Es wäre zumindest eine der Möglichkeiten gewesen, an einem bekannten Charakter halt zu haben, auch wenn eine andere Person unter dem Kostüm steckt. 

Stattdessen greift Marvel aber ganz weit in die Comickiste und grabscht die unbekanntesten und teils auch weirdesten Figuren aus ihrem Repertoire! 

She-Hulk, die Anwältin und Cousine von Bruce Banner, Ms. Marvel, die ihre Arme stretchen kann und zu Fäusten ballen kann, Moon Knight, den ich zwar kenne, aber die Meisten dürften die Figur wohl nicht gekannt haben. Oder die Marvel Zombies, die schon in What If… eingeführt wurden… die Liste ist endlos. 

Für die vierte Phase wurden beispielsweise Shang-Chi und die Eternals eingeführt und ich muss echt gestehen, ich kannte beides nicht. Mir waren die Figuren völlig fremd und teilweise sogar fast schon egal. Und von dem bisherigen Output seitens Marvel fand ich bisher auch nur Shang-Chi wirklich gut! Obwohl beeindruckende Szenen wie der Kampf im Bus schon als geklaut und uninspiriert angesehen werden können wenn man u. A. an „Police Story“ denkt. 

Mit „Dr. Strange 2“ wurde dann neben der Serie „WandaVision“ sogar das Multiversum eröffnet und die Phasen 4, 5 und 6 sind nun Teil der „Multiverse Saga“.

Einige Figuren sind auch noch seit Anfang an dabei. Darunter Thor. 

  • TAIKA, WHY TITI?

Regisseur und Drehbuchautor Taika Waititi  ist bekannt für seine teils überdrehte Art. Egal ob es sich dabei um Darstellungen wie in „Free Guy“ handelt oder Autor- und Regiearbeiten wie „Jojo Rabbit“. Letzterer funktioniert als Satire herrlich schwarz-humorig! 

Eben auch dieser Taika Waititi hat die Regie bei „Thor 3: Ragnarok“ übernommen. Und man hat da schon deutlich gemerkt, dass die Inszenierung eine andere Handschrift trägt als der für die Verhältnisse geerdete Erstling oder düstere zweite Teil. Funktioniert hat das dann letztendlich nur bedingt. Zumindest bei mir. Denn die klatschigen bunten farben und der Humor, der hier endgültig zum peinlichen Slapstick mutiert ist, war überhaupt nicht meins und passte auch nicht zum Rest des bisherigen MCU. Gerade wenn man sich die Anfänge mit „Iron Man“ und „Hulk“ von 2008 anschaut.

Mit den letzten Filmen vor „Thor 3“ ist Marvel sowieso immer wieder eine Stufe höher gegangen was den Humoranteil und die Farben betrifft. Das kann zurückzuführen sein auf erfolgreiche Filme wie „Deadpool“ oder eben durch eigene Produktionen wie „Guardians of the Galaxy“ oder Spideys humorvoller Auftritt in „Civil War“. 

Die Humoreinlagen und Slapstick-Momente wie sowas: „Hey, ich dachte… du wärst… tot?!“ „Oh ja, ich äh… naja hab den Stein berührt“. „Oh achso“. kam jetzt bestimmt in keinen der Filme vor, aber so etwa müsst ihr euch das vorstellen. Es ist ganz mies. Überdreht und weird wurde es im Serienbereich ja mit „Loki“ und „WandaVision“. Und spätestens mit „Thor 3: Ragnarok“ im Filmbereich wurde es ganz ganz hunzendumm und miserabel! 

Was aber endgültig den Vogel abschießt und für mich der nun endgültige Schlussstrich ist, wirklich spätestens jetzt, ist der vierte Eintrag von Thor in seinem Soloauftritt… 

  • Selbstironie zu fast 100%

Wenn man sich mal den imdb score anschaut, dann kommt der dritte Thorfilm zwar stärker weg als beispielsweise der zweite Teil. 

Allerdings wird der neueste Beitrag „Love & Thunder“ ebenfalls nur mit 6,8 bewertet. Und das obwohl der Film laut Studios alles bietet, was das heutige Publikum will. Expositionen bis zum erbrechen. Wirklich ALLES wird hier erklärt. Warum dies, warum das. Als würde man einem kleinen Kind die Welt erklären müssen und alles was das Kind mit seinen Augen sehen kann. Dann ist der Film Knallebunt, bunter war ein Marvelfilm vorher nicht. Nicht einmal der zweite „Guardians of the Galaxy“ Film. Überdrehter Humor, den man nicht benötigt und der nur mit der aktuellen Sehgewohnheitswelle der Influencer und Instgram-Medienwelt mitschwimmt. Und die angesprochenen Slapstick-Momente die hier wirklich zur Farce verkommen und den Film total affig machen, dass es mir schon weh tut A-Lister wie Christian Bale oder Russell Crowe zu sehen. Wobei man sagen muss, dass die Rolle von Bale auch von einem Noname gespielt hätte werden können, da Bale der Figur keinerlei Leben einhaucht oder Gorr, dem Götterschlechter wie er heißt, ein Gesicht gibt, außer der Tatsache, dass wir jetzt Christian Bale da auf der Leinwand sehen. 

Auch Russell Crowe als Obergott Zeus ist die Lachnummer schlechthin. 

Ich habe mich nach Sichtung nochmal informiert und in den Comics ist Zeus kein so karrikaturhafter Witz wie er in „Thor: Love & Thunder“ gezeigt wird. 

Da hat es DC wieder mal besser gemacht und uns, wenn es auch nur kurz war, einen Zeus gezeigt, wie man sich Zeus, den Gott aller Götter auch wirklich vorstellt. Das Netz zerreißt sich auch bei dem Vergleich der beiden Zeus‘. 

Natalie Portmans Figur Jane ist jetzt auch wieder mit dabei. Ok. So schwach, ohne Kraft und slapstickhaft, wie das Wiedersehen zwischen ihr und Thor hier gezeigt wird, so vergesslich ist ihre Performance genau so wie bei Bale. Nachdem man sich seitens Marvel entschieden hat, ihre Rolle seit „Infinity War“ raus zu nehmen, hätte man auch bei der Entscheidung bleiben sollen. 

Der absolute Höhepunkt sind wohl die zwei Ziegen, die die ganze Zeit am Schreien sind. Soll es auch so in den Comics geben, aber so oft wie die hier eingesetzt werden, das hält man echt nicht aus. Nach dem dritten Schrei einer dieser Ziegen hat man es endlich satt als Zuschauer, und will diese Viecher einfach nicht mehr wieder sehen. 

Auch Thor selbst ist nicht mehr dieser gebrochene Kerl, den wir einst in „Infinity War“ oder zu Beginn von „Endgame“ sehen. Er ist eine Karikatur und Parodie seiner selbst. Jemand, der R. I. P. Loki auf seinem Rücken tattoowiert hat und die Namen seiner verstorbenen Geliebten auf einer Liste, aber so wirkt, als ob alles Friede Freude Eierkuchen ist, kann man auch absolut nicht ernst nehmen. Denken sich wahrscheinlich auch die Guardians, denn die sind nämlich tatsächlich bodenständiger in ihrer Screentime zu Beginn des Films, als alle anderen Charaktere im gesamten Film. Und das heißt schon was! 

Wahrscheinlich war es selbst dem Haufen rund um Rocket und Quill zu blöd, worin sie sich da gerade befinden. Und das muss man sich im Hinblick auf James Gunn, dem Regisseur von „Guardians 1 und 2“ und seiner neuesten Arbeit „The Suicide Squad“ mal auf der Zunge zergehen lassen. 

  • R. I. P. MCU

Der ganze Kitsch und Kindergarten hat seinen Zenit erreicht. Schon der Trailer zu „Thor: Love & Thunder“ hat erahnen lassen, was auf uns zu kommt. Wer einen charmanten Knix vor Filmen wie „Flash Gordon“ erwartet, schlägt fehl. 

„Thor 4“ ist stranger, als Dr. Strange und eine einzige Parodie seiner selbst und des gesamten Marveluniverums. Die bunte, Regenbogenkotzende Tour de Torture erinnert eher an Verbrechen wie „Batman & Robin“. Aber was die Generation Fortnite erwartet und haben will, bekommt diese Generation auch. 

Ob Marvel weiß, was Marvel tut, oder ob sie nicht sehen, in welchen Abgrund sie drauf zu fahren… das muss Marvel selbst entscheiden. Genau wie jeder Konsument selbst entscheiden muss, ob er dem Kaspertheater noch weiter folgen will und die Zeit aufwendet um B-Movie-artige Charaktere wie She-Hulk oder Ms. Marvel in 6 (Phase 5) oder 7 (Phase 4) Serien !!! auf Disney+ zu bestaunen. 

Mit Filmen wie „The Winter Soldier“, der das Genre Polit- und Agententhriller in das MCU transportierte, hat Marvel/Disney gezeigt, dass sie es ernst meinen. Mit allem, was wir jetzt erleben und was auf uns zu kommt, zeigen sie aber, dass sie uns Zuschauer und Konsumenten wirklich für jeden Schmarrn und Durchfall kriegen können. 

Was einem zum Nachdenken anregen sollte und mir persönlich Angst macht. 

 

 

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Kommentare

26.07.2022 22:38 Uhr - Insanity667
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Ohweh, ohweh... Dass das MCU ja dann doch eher keinen Hehl daraus macht, eine Zielgruppe aus Pokemonjägern, Tik Tok Stars und Fortnitespielern bedienen zu wollen, sollte seit "Avengers - Age of Ultron" ja nun jeder kapiert haben. Deswegen denke ich, hier was ernsthaftes, emotionales, philosophisches oder düsteres wie etwa "The Batman" oder "Joker" zu erwarten, oder diesem Popcorn Vehikel daraus einen Strick zu drehen und wütend eine 1/10 zu zücken, ist ein bisschen übertrieben hart... aber gut...

Fundiert und nachvollziehbar geschrieben, da gibt's nix zu meckern! :)

26.07.2022 23:06 Uhr - Phyliinx
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Also eine 1/10 ist das ganz bestimmt nicht.

26.07.2022 23:46 Uhr - Watchman013
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Ganz nett geschrieben, aber 1 Punkt ist wirklich ziemlich derb. Ich lese seit den 80er Jahren Marvel Comics, und die Filme des MCU spiegeln alles wieder, was Marvel so erfolgreich gemacht hat. Das man aus bunten Heftchen, die Geschichten für Teenager erzählen, keine Oscar prämierten Kunstwerke machen kann sollte da bei eigentlich jedem klar sein. Die Filme sollen unterhalten, nicht mehr und nicht weniger, und das hat bisher jeder Output des MCU geschaft.

26.07.2022 23:49 Uhr - Lukas
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Hm, das liest sich um ehrlich zu sein jetzt weniger wie eine objektive Kritik, sondern als ob du einfach das starke Bedürfnis hattest, dich mal richtig über das MCU auszukotzen. ;-) Aber gut, das muss vielleicht auch mal sein, und solange sich der Leser dessen bewusst ist, passt es ja.

27.07.2022 08:12 Uhr - Cyberdyne
4x
26.07.2022 23:46 Uhr schrieb Watchman013
Ich lese seit den 80er Jahren Marvel Comics, und die Filme des MCU spiegeln alles wieder, was Marvel so erfolgreich gemacht hat.


Zu diesen Zeiten war Thor aber immer noch ein Halbgott, kein Volldepp.

Das man aus bunten Heftchen, die Geschichten für Teenager erzählen, keine Oscar prämierten Kunstwerke machen kann sollte da bei eigentlich jedem klar sein.


Darum geht es doch gar nicht! Warum kommt immer wieder dieses hanebüchene Argument?
Es geht um Figurentreue! Vergleich doch mal Thor 1 mit Thor 3 und 4. Das hat nichts mit Charakterentwicklung zu tun, sondern mit schlampigem Umgang mit den eigenen Figuren – zugunsten einer Zuschauerschaft, die die Originale nicht kennen oder der es schlichtweg egal ist, ob man sie verhunzt.

27.07.2022 08:23 Uhr - Cyberdyne
4x
26.07.2022 22:38 Uhr schrieb Insanity667
Ohweh, ohweh... Dass das MCU ja dann doch eher keinen Hehl daraus macht, eine Zielgruppe aus Pokemonjägern, Tik Tok Stars und Fortnitespielern bedienen zu wollen, sollte seit "Avengers - Age of Ultron" ja nun jeder kapiert haben. Deswegen denke ich, hier was ernsthaftes, emotionales, philosophisches oder düsteres wie etwa "The Batman" oder "Joker" zu erwarten, oder diesem Popcorn Vehikel daraus einen Strick zu drehen und wütend eine 1/10 zu zücken, ist ein bisschen übertrieben hart... aber gut...

Fundiert und nachvollziehbar geschrieben, da gibt's nix zu meckern! :)


"Age of Ultron" empfand ich noch als einen durchaus guten Film, da er ja noch entstanden ist, als Disney lediglich den Vertrieb des MCU übernommen hat. Erst ab August 2015 (also knapp nach Fertigstellung von Avengers 2) hat sich das drastisch geändert. Da musste Kevin Feige sich mit Disney-Chairman Alan Horn absprechen, anstatt dies mit dem CEO von Marvel Entertainment zu machen.

27.07.2022 09:19 Uhr - Insanity667
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27.07.2022 08:23 Uhr schrieb Cyberdyne
"Age of Ultron" empfand ich noch als einen durchaus guten Film, da er ja noch entstanden ist, als Disney lediglich den Vertrieb des MCU übernommen hat. Erst ab August 2015 (also knapp nach Fertigstellung von Avengers 2) hat sich das drastisch geändert. Da musste Kevin Feige sich mit Disney-Chairman Alan Horn absprechen, anstatt dies mit dem CEO von Marvel Entertainment zu machen.


So ähnlich meinte ich das tatsächlich auch! :)

27.07.2022 09:50 Uhr - ifoundfootage
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26.07.2022 23:06 Uhr schrieb Phyliinx
Also eine 1/10 ist das ganz bestimmt nicht.


Und für mich sind „phantastische Tierwesen“ und „Phantom Protokoll“ gewiss keine 9/10. Und „Phantom Kommando“ schon keine 10/10.
Du siehst, Ansichten sind verschieden.

Und da du den meisten Filmen eh eine 8/10 oder sogar ne 9/10 gibst, kann ich mir bestimmt auch mal ne 1/10 für den 29. MCU-Film erlauben, wenn es ok ist. 😁😉

27.07.2022 09:59 Uhr - ifoundfootage
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@Insanity, Watchman013 und Lukas

Bin nicht wütend oder sauer, was den Film betrifft. Aber schön zu lesen, dass die Review gefruchtet hat. ☺️
Nein, ich bin eher enttäuscht, dass Marvel sich mittlerweile selbst parodiert.
Die 1/10 ist auch nicht aus Wut, sondern bewusst gewählt worden.

Ich sehe es schlichtweg nicht mehr ein, Studios, die tonnenweise Geld erhalten und dies in die Produktion von solchem Murks stecken, weiterhin zu unterstützen.
Und nur weil die Musik vielleicht passt oder die Effekte „ganz nett“ sind, erhält der Film keine - wohl gemeinten - 3/10 oder sowas. Da bin ich mittlerweile konsequent. Objektiv bewerten kann man etwas eh nicht, die subjektive Meinung spielt immer mit hinein. Zudem verbiete ich ja Niemandem, sich weiterhin die Filme anzusehen. 👍



27.07.2022 10:20 Uhr - leichenwurm
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Ich mochte "Thor: Love and Thunder" sehr gerne... ! Eine ausufernde Gaga-Rampensau von Film auf der einen-, ein wirklich herzerwärmendes, mit trotzigem Humor durchzogenes Drama, mit dem Herzen am rechten Fleck auf der anderen Seite. Denn auch wenn der Film den Anschein macht so ziemlich garnichts Ernst zu nehmen, so steckt doch ziemlich dramatischer Stoff hinter der protzig albernen "Over The Top"- Fassade. Man könnte fast sagen, der Film spiegelt auf diese Weise die Figur "Thor" selbst wieder, der in einer Sinnkrise steckt, dies vielleicht aber selbst nicht wahrhaben will, und schon gar nicht möchte das irgendjemand anderes das mitkrieg, weshalb er sich hinter einer protzig-prolligen-Hair-Metal-Version seiner selbst versteckt und dementsprechend seltsam agiert. Und das macht der Film ja genauso... eigentlich ne tief traurige hochdramatische Geschichte (ich meine der Film deginnt mit dem Tod eines Kindes, und hat ja dann noch Themen wie unheilbarer Krebs, Auswirkungen und Umgang mit Verlust, Traumatisierung und sogar die Theodizee-Frage im Gepäck)
als comedysause tarnen...
Für mich passt diese Charakterisierung von Thor im Gesamtkonzept des MCUs perfekt, grade wenn man bedenkt, was diese Figur alles verloren hat... Und das dieser Verlust nun Auswirkungen auf die Identität der Figur hat ist nur konsequent und zeigt ja gerade dass Taika Waititi die bisherigen Ereignisse und die dadurch geformte Figur sehr ernst nimmt... ! Nur weil die Darreichungsform dieser dramatischen Inhalte mit den Stilmittel einer Komödie erzählt werden, heisst es ja noch lange nicht, daß sie nicht da sind.... ;-) !
Kann natürlich auch verstehen, wenn jemand diese ganzen Inhalte eher außerhalb einer Komödie, in einem etwas ernsteren Gewand lieber gesehen hätte...
Edit: Aber die Verbindung von tief traurigen, schockierenden oder dramatischen Stoffen mit absurdem Humor ist ja nun spätestens seid "JoJo Rabbit" auch Markenzeichen von Taika Waititi. Und da ja auch schon des öfteren Stimmen laut wurden, dass im MCU wenig bis garkeine künstlerische Freiheit für die Regisseure herrsche ist es mMn ein positives Zeichen wenn man hier nun sehen kann, daß dem guten Waititi anscheinend "Carte Blanche" gegeben wurde... 😉

27.07.2022 10:39 Uhr - TheMovieStar
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TJa die lieben Bewertungen sind so ne Sache und nicht immer einfach. Ich hab mich auch schon mal zu ner völlig überzogenen und emotionalen 3 von 10 Bewertung hinreißen lassen (glaube Predator Upgrade wars) weil mir der Film einfach überhaupt nicht gefallen hat und ich total enttäuscht nach der Sichtung war. Eine 3 von 10 hat der Film alleine schon wegen seiner handwerklich professionellen Umsetzung nicht verdient, das musste auch ich mir nach dem ich die Bewertung mit dem Review rausgehauen hatte, eingestehen.

Jetzt habe ich wieder so ein Kandidaten vor mir, die Klapperschlange, den ich neulich gesehen hatte, der überall als Kult gelobt wird, der aber heut zu Tage sowas von lahmarschig ist und so stink langweilig war, dass ich während dem Film zweimal weggeknackt bin und dem aus der Emotion heraus doch glatt ne 1 verpassen würde. Aber auch hier gibt es qualitativ objektive Kriterien, die der Film erfüllt von daher werde ich versuchen den Spagat zwischen persönlicher Enttäuschung und objektiver Bewertung einigermaßen hinzubekommen. Das Review wird in den nächsten Wochen folgen.

Jetzt zu deinem Superhelden Marvel Film: ich bin einer der Sorte, der diese Filme auf den Tot nicht ausstehen kann und sie deshalb meidet. Sollte ich mal so einen Film gucken müssen, würde wahrscheinlich aus der Emotion heraus auch so ein 1 - 2 Punkte Verriss entstehen. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass der Film technisch auf einem ordentlichen Niveau realisiert ist und für seine Zielgruppe bestimmt auch unterhaltend wirkend könnte.

Dein Text ist jedenfalls sehr unterhaltsam und plausibel geschrieben und zeigt dem Leser treffend, was Du alles so scheiße fandest. Und Dampf ablassen muss ja auch mal erlaubt sein 😉😁

LG MovieStar

27.07.2022 15:05 Uhr - McReedy
1x
26.07.2022 23:06 Uhr schrieb Phyliinx
Also eine 1/10 ist das ganz bestimmt nicht.


Zwar habe ich den Film noch nicht gesehen, aber 1/10 halte auch ich für ziemlich abwegig.

28.07.2022 07:16 Uhr - Phyliinx
1x
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27.07.2022 10:39 Uhr schrieb TheMovieStar
TJa die lieben Bewertungen sind so ne Sache und nicht immer einfach. Ich hab mich auch schon mal zu ner völlig überzogenen und emotionalen 3 von 10 Bewertung hinreißen lassen (glaube Predator Upgrade wars) weil mir der Film einfach überhaupt nicht gefallen hat und ich total enttäuscht nach der Sichtung war. Eine 3 von 10 hat der Film alleine schon wegen seiner handwerklich professionellen Umsetzung nicht verdient, das musste auch ich mir nach dem ich die Bewertung mit dem Review rausgehauen hatte, eingestehen.

Jetzt habe ich wieder so ein Kandidaten vor mir, die Klapperschlange, den ich neulich gesehen hatte, der überall als Kult gelobt wird, der aber heut zu Tage sowas von lahmarschig ist und so stink langweilig war, dass ich während dem Film zweimal weggeknackt bin und dem aus der Emotion heraus doch glatt ne 1 verpassen würde. Aber auch hier gibt es qualitativ objektive Kriterien, die der Film erfüllt von daher werde ich versuchen den Spagat zwischen persönlicher Enttäuschung und objektiver Bewertung einigermaßen hinzubekommen. Das Review wird in den nächsten Wochen folgen.

Jetzt zu deinem Superhelden Marvel Film: ich bin einer der Sorte, der diese Filme auf den Tot nicht ausstehen kann und sie deshalb meidet. Sollte ich mal so einen Film gucken müssen, würde wahrscheinlich aus der Emotion heraus auch so ein 1 - 2 Punkte Verriss entstehen. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass der Film technisch auf einem ordentlichen Niveau realisiert ist und für seine Zielgruppe bestimmt auch unterhaltend wirkend könnte.

Dein Text ist jedenfalls sehr unterhaltsam und plausibel geschrieben und zeigt dem Leser treffend, was Du alles so scheiße fandest. Und Dampf ablassen muss ja auch mal erlaubt sein 😉😁

LG MovieStar
ich verstehe immer noch nicht wie man bei Filmen, manchmal sogar im Kino, einschlafen kann. Setzt ihr euch alle müde vor die Glotze?

28.07.2022 09:21 Uhr - TheMovieStar
2x
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28.07.2022 07:16 Uhr schrieb Phyliinx


LG MovieStar
ich verstehe immer noch nicht wie man bei Filmen, manchmal sogar im Kino, einschlafen kann. Setzt ihr euch alle müde vor die Glotze?


Also im Kino bin ich noch nie eingepennt. Aber wenn Du wenig Zeit hast und erst abends ab 21 oder 22 Uhr zum Film schauen kommst, kann das nach einem anstrengenden Tag schon mal vorkommen. Ich stehe jeden Morgen um 05:30 auf. Dann wecke ich mein Kind und bringe es in den Kindergarten. Dann arbeite ich Vollzeit bis ca. 16 Uhr. Dann Kind Bespassen Familienleben etc. Erst wenn die kleine im Bett ist (so um 8) und meine bessere Hälfte dann irgendwann schläft, habe ich etwas Zeit für mich und kann einen Film gucken. Bei langweiligen Filmen kommt es dann vor, das ich mal wegknacke ja.

28.07.2022 09:23 Uhr - Insanity667
1x
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28.07.2022 07:16 Uhr schrieb Phyliinx
ich verstehe immer noch nicht wie man bei Filmen, manchmal sogar im Kino, einschlafen kann. Setzt ihr euch alle müde vor die Glotze?


Die Dunkelheit des Kinosaals/Wohnzimmers und der Blaulichtanteil der Leinwand/des Fernsehers bringen die Funktion der Zirbeldrüse im Gehirn durcheinander und der Cortisol-/Melatoninspiegel ist unausgeglichen. Das führt dazu, dass man entweder zu wach und aufgedreht ist und hinterher nicht mehr einschlafen kann, oder eben zu müde ist und direkt wegknackt. Krankheitsbilder wie Narkolepsie sind da nicht miteinbezogen. :)

Oder man ist einfach geschafft vom Tag und der Film ist einfach stinkelangweilig... :))))

29.07.2022 16:37 Uhr - .Stem
3x
Ganz klare 01/10.
Diese MCU Kacke regt mich nur noch auf und dieser Schund ist einfach überall.

ps Heute wurde bekannt das Batfleck noch ein weiteresmal im DCEU auftaucht, das gehört ausgebaut und nicht Disneys Marvel.

Danke für diesen Kurzbericht hätte es nicht besser sagen können.

30.07.2022 15:17 Uhr - McReedy
1x
29.07.2022 16:37 Uhr schrieb .Stem
Ganz klare 01/10.
Diese MCU Kacke regt mich nur noch auf und dieser Schund ist einfach überall.

ps Heute wurde bekannt das Batfleck noch ein weiteresmal im DCEU auftaucht, das gehört ausgebaut und nicht Disneys Marvel.

Danke für diesen Kurzbericht hätte es nicht besser sagen können.

Wenn du nichts mit Filmen anfangen kannst, die einfach nur der oberflächlichen Unterhaltung dienen sollen – was die Marvel-Filme tun –, dann ist das natürlich okay. Nur 1 von 10 bedeutet jedoch ein in ausnahmslos jeder Hinsicht misslungener Film. Das ist bei Marvel-Filmen schlichtweg nicht der Fall. Diese Filme wollen nicht sinnstiftend oder cineastische Meisterwerke sein, sondern nur unterhalten. Und genau das tun sie auf mal durchschnittlichem und mal leicht überdurchschnittlichem Niveau. Nicht mehr und nicht weniger. Es gibt keinen Totalausfall im MCU, der eine solche Bewertung rechtfertigt, insbesondere unter Hinzunahme objektiver Kriterien.

Im Übrigen würde ich im DCU gerne das Snyder-Universe fortgesetzt sehen.

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