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The Batman

Herstellungsland:USA (2022)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Action, Comicverfilmung, Drama, Fantasy,
Krimi, Mystery
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,69 (41 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Seit zwei Jahren schon durchstreift Bruce Wayne als Batman (Robert Pattinson) die dunklen Straßen von Gotham City und versetzt die Kriminellen der Stadt in Angst und Schrecken. Mit Alfred Pennyworth (Andy Serkis) und Lieutenant James Gordon (Jeffrey Wright) als einzigem Vertrauten inmitten eines korrupten Netzwerks von Beamten und hochrangigen Persönlichkeiten hat sich der einsame Rächer unter seinen Mitbürgern als alleinige Instanz der Vergeltung etabliert. (Warner Bros.)

eine kritik von cecil b:

                                                                                 Mein liebster Anarchist 

Tim Burtons BATMAN gehörte in jungen Jahren zu meinen Lieblingsfilmen, unter anderem deswegen, weil dieses Werk sich von allem unterschied, was ich je gesehen hatte. Meine Mutter unterstrich die freudig erregte Begeisterung ihres Sohnes, indem sie Jack Nicholsons Variante vom bösen Joker für ein Wahrzeichen des Horrorfilms hielt, und mir nur widerwillig erlaubte, dieses wunderbare Gothik-Comic-Kunstwerk bis zum Ende zu genießen. Mein Vater stellte mir bald darauf das BATMOBIL unter den Weihnachtsbaum, und zu diesem Zeitpunkt erfreute mich das mehr, als es ein echtes Fahrzeug vermag. Burtons BATMAN RETURNS kenne ich auswendig. Joel Schumachers BATMAN FOREVER sowie BATMAN & ROBIN raubten mir meinen liebsten, zweifelhaften Helden, schmissen ihn in eine quietschbunte Farce, die mich an den ulkigen tausend Jahre alten BATMAN HÄLT DIE WELT IN ATEM erinnerte, in dem es sogenannte Supergangster gab. Christopher Nolan brachte die Fledermaus mit drei Filmen zurück in die dunklen Gefilde, wo sie hingehört, und vereinte das Gedankengut für Erwachsene mit der donnernden Comic-Action überwiegend richtig gut. In diesem Jahr erschien die nächste Variante. Und die ist Thema der folgenden Zeilen. 

                                                                                        THE BATMAN

hat vieles, von dem, was man schon kennt, und das auch originalgetreu ist. Diese klassischen Prinzipien sind so gut durchdacht auf den Punkt gebracht, dass ich einen neuen Lieblings-Batman-Film mein Eigen nennen kann. Leider haben Hollywood-Schemata ein Meisterwerk zerstört, darauf ist Verlass. Vorhersehbare Szenen, bei denen meine Zähne knirschten, weil ich wusste, wann wer auftauchen wird, um was im Endeffekt zu tun. Zum Glück gleichen eine Action, Effekte und Schauspieler, die zum Teil atemberaubend sind, sowie Überraschungen und politische Intelligenz, das Meiste wieder aus.

Gotham. Die Stadt, in der ein im Fledermaus-Stil aus schwarzen Leder gekleideter Mann gegen das Böse kämpft, ist ein dystopischer Moloch. Sonnenstrahlen finden fast nie dort hin, es regnet meistens. Gewaltige Bauten ragen über den Köpfen, Brutalismus hat augenscheinlich eine Übereinkunft mit einer Ästhetik beschlossen, wie sie womöglich H. R. Giger (†, 2014) um Batman herum hätte sehen wollen. Dazwischen sind die Menschen, nicht selten im Nebel, winzig. Die Gebäude, von denen aus auf die Bürger herabgesehen wird, und zu den diese kaum aufsehen wollen, sind gefüllt mit Mechanismen eines Kapitalismus, der bestimmt, was Recht und Unrecht ist, wer viel Geld und Geschicklichkeit besitzt, hat die Macht. Bruce Wayne stammt aus einer der Familien, der das zu verdanken ist. Der wohlhabende Mann nimmt sich das Recht weniger als Kapitalist, ein Kämpfer ist am Werk, dessen verhasstes Gesellschaftsbild und der Willen, gegen die menschenverachtenden Verhaltensweisen anzukämpfen, an ihm seelisch zehren, und im Gegenzug enorme Kräfte entfachen. 

Welch Ironie. 31. Oktober, Halloween. Menschen haben sich als Geister und Dämonen verkleidet, manch geisterhafte Erscheinung zeigt ihr wahres Gesicht, ob nun in Villen gemordet oder in dunklen Gassen wehrlose Menschen aus Spaß zusammengeschlagen werden. Und dann taucht dieser Feldermausmann auf, der irritiert, kaum zu schlagen ist, in halbnahen sowie halbtotalen Einstellungen beeindruckend choreographiert wahre Kampfkunst bietet, und manchmal nur schemenhaft durch Mündungsfeuer zu sehen ist. Der schlägt gleich einen ganzen Haufen nieder, und ist so gut gepanzert, dass selbst Schüsse ihm nicht zwingend nach dem Leben trachten. In der Totalen herrscht oft die Angst, eine Rudelbildung, die durch einen gefährlichen Zusammenhang entsteht. Großaufnahmen sowie nahe Einstellung akzentuieren diejenigen, die da herausstechen. Opfer, Anführer der Bösen, mehrmals einen Jungen, den Batman besorgt anschaut, im Anbetracht der Tatsache, dass er weiß, was auf den jungen Menschen zukommen kann. Und, zu guter Letzt, den selbsternannten Retter, Vergeltung sei sein Antrieb. Eine logische Konsequenz der Rache ist letztendlich, dass Rache eine andere bedingt. Das Paradoxon ist Batman bewusst, das hält ihn aber nicht auf. Herr Wayne ist auch nur ein Mensch, die Parabel ist immerwährend.

                                                                                "Was zum Teufel bist du?"

Es ist zuerst verlockend, sich mit dem Batman zu identifizieren. Niederträchtige Menschen, die nach Gewalt gieren, und Angst in jedem auslösen, haben nur wenig Chancen gegen diesen Mann. Geht er durch Reihen von Polizisten, halten die Perspektiven fest, wie Skepsis, Wut, Ehrfurcht, Furcht, Ernsthaftigkeit, Unglauben und Ablehnung den Rächer stigmatisieren, auf Wunsch. Gänsehaut, gefühlt über allen zu stehen. Auf einem Feuerstuhl sitzend geht es zurück in das gigantische Anwesen, oben ein Domizil, darunter eine Höhle, mit komplexen hoch technisierten Strukturen, und architektonischen Hintergründen, die von M. C. Eschers Bildern entnommen sein könnten, die Widerspiegelung des Besitzers. Hängt der Protagonist sein Cape an den Haken, ist darunter dieser junge Mann, das Gesicht noch voll schwarzer Schminke, der durch eine Off-Stimme mitteilte, dass seine Nachtaktivität ein Rausch sei, an den er sich manchmal kaum erinnern könne. Entschieden und kompromisslos sitzt Wayne recherchierend vor dem PC, in der Öffentlichkeit sieht er meist verletzlich, eingeschüchtert und ängstlich aus. Dieser Mensch ist mit dem bürgerlichen Leben überfordert, auch mit sich selbst. Jede Bewegung, egal wann, die komplette Mimik, sind für die Figur bestens geeignet, Robert Pattinson (Der Leuchtturm, bisher 51 Auszeichnungen!) hat seine Arbeit perfekt gemacht. Das kann man auch daran festmachen, dass die Hauptfigur ihren mächtigen Feinden sowie Schicksalsgenossen ansprechend begegnet.

John Turturro (Barton Fink) spielt gekonnt einen der fiesen Führungskräfte, die so viel von dem bestätigen, was wir in der Realität auch mehr oder weniger wissen, und schon das ist ein wichtiger Baustein der Dramaturgie, das Konstrukt des Drehbuchs ist reichhaltig. Zwischen den reichen Gangstern, die sich hinter Rang und Namen verstecken, und den Schlägertypen aus der Gosse, muss es einen Mittelsmann wie den PENGUIN geben. Innerlich und äußerlich von eklatanter Hässlichkeit gezeichnet, so gewitzt, dass er verhandeln kann, primitiv genug ist, um zu wissen, wie der Abschaum tickt, und jedem gefährlich zu werden. Jedem. Colin Farrel (The Lobster) hat dieser abstoßenden Kreatur optimal maskiert die nötige, klägliche Gier und Inbrunst gegeben. Dazu diese übergroßen Anzüge, die wie Lumpen aussehen, herrlich. Das umwerfende Gegenstück ist die schöne, kampfsporterprobte Zoë Kravitz (Mad Max: Fury Road), alias die diebische Selina Kyle oder auch CATWOMAN. Eine fast moralisch gepolte Verbrecherin. Hält sich der Penguin in ihrer Nähe auf, ist das nicht schön anzusehen, der Kontrast sticht gut ins Auge. Steht ihr Batman gegenüber, werden die Triebe elektrisiert. Und die beiden haben zu viel gemeinsam, als dass sie längerfristig wirklich Feinde sein könnten. Die Tochter der Schauspielerin Lisa Bonet (Angel Heart) und des Sängers Lenny Kravits setzt ausgeglichen eine kokette Coolness, "Honey, ich steh halt auf Streuner", Kampfeslust, Wut, Verzweiflung und Manipulationen weiblicher Natur ein. Wenn sie grazil dort entlang klettert, wo sonst nur Katzen und Vögel so schnell sein können, und sich durch Massen schlängelt, in ihrem hautengen Katzenkostüm aus Leder, ist sie eine unbedingt sehenswerte Femme Fatal. Kämpft diese Frau mit dem Protagonisten, weitet sie sehnsuchtsvoll im Gespräch mit ihm ihre Augen, oder antwortet Catwoman wild, ist das sexy. "Wirf dein Leben nicht weg." "Keine Sorge Honey, Ich hab sieben davon." Selina entscheidet immer, was sie macht.

Lebensgefährlich für alles und jeden ist der RIDDLER. Ein moderner Serienmörder, der im Zweikampf aber den meisten unterlegen ist. Seine Morde und Erpressungen gehen viral, er hat tausende Follower, die Medien geben ihm die Bühne. Amokläufe, die du und ich in den Nachrichten gesehen haben, und die dazugehörigen Fakten und Emotionen, werden möglicherweise wieder aufgerufen, aber der Riddler ist großangelegt organisiert. Es handelt sich um einen Lone Wolf, der durch das Netz maskiert einen ungeahnten Machtgewinn erlangt. Auch er sucht sich wie viele Täter dieser Art eine Ideologie aus, um sein Handeln als richtig und positiv darzustellen. Paul Dano verkörpert den rätselhaften Mörder. Dass dieser Schauspieler, den ich einst für sein Spiel in Little Miss Sunshine (Review vorhanden) gefeiert habe, so etwas kann. Ich habe jede Sekunde mit ihm genossen, unabhängig davon, dass Dano eInen klassischen Verrückten darstellt, seine Inspirationsquellen waren echte Serienmörder. Der Riddler verbindet seine Taten immer mit Rätseln, nur Batman kann diese häufig lösen, und damit werden die wichtigsten Figuren auch entschlüsselt. Interessant, fordert der größte Feind auf, die Maske abzulegen. Einzelkämpfer und Einzelkämpferinnen tragen sie, und im Grunde auch jeder, der aufgrund seiner gesellschaftlichen Position seine Macht missbraucht. Machtmissbrauch verbindet die erwähnten Figuren, sämtliche Probleme eskalieren. "Die Stadt verschlingt sich selbst." "See you in Hell." Einer der Höhepunkte schlechthin ist das obligatorische Gespräch zwischen dem Protagonisten und dessen Erzfeind im letzten Teil des Films. Und es kommt wie es kommen muss. Endzeitstimmung. 

THE BATMAN lässt sich mit fast drei Stunden genügend Zeit für die psychologisch verstärkten Figuren, und arbeitet etappenweise auf die Action hin. Regisseur Matt Reeves (Let me in) tat gut daran, Peter Craig (Drehbuch: Top Gun: Maverick) unterstütze ihm beim Drehbuch. Reeves Inszenierung der Dramatik hat Horrorfilm-Potenzial. Das wirklichkeitsnah kreierte Batmobil brüllt gewaltig hinter Nebelschwaden wie Zerberus auf Rädern. Eine Verfolgungsjagd damit besticht dramatisch durch Skrupellosigkeit, scheinbare Unaufhaltsamkeit, Explosionen und der absoluten Enthemmung, im Breitbildformat. Wow. Logischerweise auch dank des zuträglichen Zusammenspiels von Kameramann Greig Fraser (Oscar für Dune: Part One), Reeves sowie den Schnittmeistern William Hoy (War for the Planet of the Apes) und Tyler Nelson (Verblendung). Ich verzeihe die unrealistische Effekthascherei, an die man sich gebunden fühlte, visuelle Reize können betörend sein. Natürlich hat Batman keine Flügel, aber fliegen kann er, ich habs genau gesehen. Das sollten sich Interessenten auch mal gönnen. Catwomans lasziver Gang, in Clubs, die aussehen wie umfunktionierte Fabriken, wo Industriel, Jungle oder was auch immer stampft, und schicke Matrix -ähnliche Kämpfe ihren Platz haben, spannend. Meine Augen wurden im Finale groß, als mit hervorragenden Effekten eine ganze Stadt dem Untergang geweiht scheint. Und vom Anfang bis zum Ende hat Michael Giacchino (Oscar für: Up) Chöre, Pauken, Glocken, Streich- und Tasteninstrumente, passend düster, dramatisch sowie im richtigen Tempo gehalten. Bewegend, als Something In The Way von Nirvana läuft. Reeves gab an, dass die Tragik rund um den Sänger dieser Band, Kurt Cobain († 1994), seine Version von Batman inspiriert hat. Eine Abwandlung von Franz Schuberts Ave Maria passt ebenfalls wie die Faust aufs Auge. 

Eine großartig inszenierte Batman-Verfilmung mit einer tollen schauspielerischen Leistung und verzeihlichen Schwächen. Die wohlbekannten Grundgedanken harmonisieren.  

 

9/10
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Kommentare

10.08.2022 21:45 Uhr - sonyericssohn
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Den hab ich noch nicht ganz gesehen (fast 3 Stunden is schon ein Pfund !) aber was ich sah möchte ich beeindruckend nennen. Der ist so ganz anders wie die Batmänner zuvor... Fast wie Batman Begins den ich für seine Düsterniss loben will.

10.08.2022 21:49 Uhr - cecil b
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Den solltest du bis zum Ende sehen. Es lohnt sich. Die Länge ergibt auch ihren Sinn. Ist gut, dass der anstregend ist, finde ich. Nolans Filme waren düster. The Batman ist die absolute Dunkelheit. Es ist wichtig, sich darauf einzulassen, dass keine der Figuren glänzt.

Beeindruckt war ich auch, Ich hoffe, das habe ich gut rüberbringen können.

10.08.2022 21:54 Uhr - sonyericssohn
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"Ich BIN die Nacht !" Schon allein dieser Satz ist Kälte pur ! Ich muss dann wohl in Bälde ran.
Danke für die nett verpackte Aufforderung ;-)

10.08.2022 22:18 Uhr - cecil b
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"Furcht ist ein Werkzeug." Gern geschehen. :)

11.08.2022 13:33 Uhr - Cinema(rkus)
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Für mich der "Philip Marlowe" - Film unter den Comic-Verfilmungen.
Ultrastark.
Der Dunkle Ritter - endlich !!!! - angemessen als Ermittler in einer Stadt ohne Gnade und Moral unterwegs, eine für mich wunderbar funktionierende Detektiv-Geschichte.
Die gesamte Finsternis episch dunkelregnerischverruchtverkommen auf die Leinwand gepinselt, das DUNKLE verschlingt Dich fast.
Gänsehaut.
Von allen Comic-Verfilmungen der letzten Jahre für mich ein Ausnahmewerk. 3 Stunden lang und für mich keine Sekunde zu viel. Die sich langsam entfaltende Geschichte, die - Bitte, so sei es öfters !! - nur spärlich eingesetzten Action-Bombast-Szenen, die Dich als Zuschauer aber eben gerade deshalb zum staunen bringen. Endlich kein Action-Krawall-Krach-Overkill, sondern eine ästhetisch dargebrachte Detektiv-Geschichte, die mit vereinzelt eingestreuten Wow-Verdammt-was-war-denn-das-jetzt-Szenen Dich in den Bann zieht.
Catwoman ?
Ich liebe es, wenn 2 hübsche Menschen zusammenkommen, sich lieben, aus dieser Liebe so ein wundervolles, liebes Mädel entsteht. Ja, ein Satz mit viel "Liebe", was mir aber zurzeit ein Bedürfnis ist. Man liest zurzeit zu viel über Krieg und Hass.
Pattinson ?
Für mich ein exzellenter Schauspieler, mutig in seiner Rollenauswahl.
The Batman ist für mich ein Film, der wie aus einem Guss wirkt, bei dem wahrscheinlich auch der 100. Mitarbeiter des Catering-Services seines dazu beigetragen hat, dass es ein MONUMENTAL-FILM wird, nur dieses mal mit dem dunklen Ritter in der Hauptrolle.

cecil b, selbstredend , dass Deine Review diesen Film genau in dieser Art und Weise würdigt. Die Bandbreite der Werke, die Du hier regelmäßig bespricht, finde ich sowieso phänomenal. Schubladen denken ? In Deiner Welt keine Chance dafür, Du bist künstlerisch offen, stehst mit weit ausgebreiteten Armen im nie versiegenden Kunst-Strom und nimmst alles in Dich auf. Klasse weltoffen !!
Deine Reviews nehmen immer die Stimmung des Films auf, Du bist auf keinen lyrischen Stil festgelegt, Deine Worte ziehen den Leser in das Geschehen hinein, entwickeln Sog. Super.
Gruß C.M.

11.08.2022 14:11 Uhr - Intofilms
1x
Ja, cecil, sehe ich ganz ähnlich. Eine angenehm und angemessen düstere Neuverfilmung. Gotham City war in meinen Augen noch nie so faszinierend. Und auch die Darsteller machen eine sehr gute Figur, allen voran natürlich Paul Dano als Riddler, aber eben auch Robert Pattinson in der Titelrolle. Ich habe übrigens den Eindruck, dass von Bruce Wayne noch nie so wenig zu sehen war wie in diesem neuen „Batman“. Eigentlich tritt er fast immer nur maskiert in Erscheinung. Insofern ist der Filmtitel „The Batman“ äußerst treffend. Über eine baldige Fortsetzung im selben Stil würde ich mich sehr freuen. 😁

11.08.2022 15:09 Uhr - The Machinist
1x
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Sehe ich auch so. Hier merkte man mMn auch ganz deutlich, dass ''Joker'' vor ein paar Jahren so erfolgreich war und DC mit einigen Filmen (ebenso der neue ''Suicide Squad'') sein ganz eigenes Ding macht, anstatt einfach nur Marvel zu kopieren. Hiervon will ich in Zukunft noch mehr sehen.
Hervorragende Kritik zu einem hervorragenden Film, der für mich einiges der (leider) wenigen Highlights dieses Kinojahres darstellt.

11.08.2022 18:13 Uhr - Dr.Ro Stoned
2x
Ich finde deine Punktewertung absolut angemessen, nachdem ich jetzt endlich mal dieses Brett geguckt hab.
Mir hat deine Rezension ebenfalls gefallen.

11.08.2022 19:47 Uhr - cecil b
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Moderator
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Ich freue mich sehr über jedes Wort von jedem Kommentar an dieser Stelle.

Danke an alle! :)

Tatsächlich ist das eine Herzensangelegenheit. Als Kind waren mir die Masters of the Universe und Batman heilig. He-Man aber eigentlich immer egal, Skeletor war interessanter. Und Batman ist vielleicht die einzige meiner Lieblingsfiguren aus der Kindheit, die unglaublich gut altern kann, und mich noch bis ins hohe Alter begleiten könnte.

Ich habe die ärgerlichen Szenen angesprochen, aber diese kleinen Macken können dieses Kunstwerk aus meiner Sicht nicht zerstören.

Das ist mit Abstand die düsterste, geradelinigste Batman-Variante.

Es gibt einige Szenen, die ich zuerst für unlogisch hielt, dann dachte ich drüber nach, und verstand dass ich das zu Unrecht vermutet hatte.

Dramaturgisch gesehen ist das ein Meisterwerk, das so konstruiert sein muss, um der Materie mit ihren intelligenten Facetten Gerecht zu werden.

Dieser Batman ist innerlich zerrissen, er zeigt so vieles, was die Menschheit im Kreis bewegt. Das System zerstört sich und baut sich immer wieder selbst auf, ob im Kleinen oder im Großen.

Pattinson wird vielleicht mal in dieser Rolle falsch verstanden, wenn er nur wenige Gesichtsausdrücke zeigt. Das ist die Figur, die in ihrer 'Freiheit' gefangen ist. Catwoman musste sein, weil sie Batmans verzweifeltes Dasein auf jeder Ebene vervollständigt.

Der Penguin ist genial.

Riddler, ein übliches DC-Prinzip, das perfekt in unsere Zeit verlegt wurde.

Und ich stimme euren Aussagen zu!

Ich liebe diesen Film und freue mich auf die Fortsetzung. :)


11.08.2022 21:13 Uhr - Draven273
1x
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Mensch der Meister haut uns nun den neuen The Batman um die Ohren :) Ja ich kann Deinen Worten nur zustimmen. Der hat mir besonders gut gefallen. Ich mochte auch sehr die Nolan Filme, doch einen Vergleich zu denen habe ich nie angestellt. Die stehen für sich. Robert Pattinson macht seinen Job hier verdammt gut und ich finde es traurig das man in ihm immer noch den ollen Vampir sieht. Auch in Tenet wusste er mir sehr zu gefallen. Die Atmo, der Sound, die Charaktere...hier stimmt einfach alles. Trotz der Laufzeit wurde mir auch nie langweilig, ich wartete schon immer darauf wie es weitergehen würde. Es war eine Wohltat deinen schönen Zeilen hier zu folgen. Vielen Dank Cecil

11.08.2022 21:23 Uhr - cecil b
Moderator
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Einer der vielen Review-'Meister' schreibt so etwas erfreuliches, ich danke dir dafür! :)

Köstliches Künstlerbrot!

Pattinson: Es ist doch immer wieder erstaunlich, dass auf den Filmfestivals viele tätig sind, die keine Ahnung haben. 51 Auszeichnungen, ich bitte dich. ;) Ein großartiger Batman. Clooney war der schlimmste, das sagt er selbst.

Ich freue mich enorm auf die Fortsetzung, und weitere Reviews von dir!

13.08.2022 18:44 Uhr - Insanity667
1x
DB-Helfer
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Ich würde mich wirklich freuen, wenn man diesen Ansatz, diesen Stil und diese Figurenentwicklung fortsetzen würde und das Batman-Franchise nicht noch 100 mal rebooten oder die Titelfigur neu besetzen würde. Pattinson passt nahezu perfekt und auch sein(e) Gegenspieler(innen) sind klasse besetzt. Gotham sieht einfach nur wahnsinnig geil aus und, und... ja... ich schwärme! :)

10/10 Punkte von mir, erstklassige Vorstellung cecil! :)

13.08.2022 19:36 Uhr - cecil b
Moderator
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Wie geil is das denn?

Einer, der auf wirklich alternative Filme und Horror steht, sieht darin auch mehr, als das, was der Mainstream oft sonst so zu bieten hat.


Supergeil!

9 bei mir, wegen vorhersehbaren Szenen.

Und ja, ich bin ganz heiß auf weitere Filme dieser Reihe. Das Ende verspricht ja viel. Man hat den nächsten Gangster in einer Szene schon genau gesehen. Genau im richtigen Moment, total schlüssig. Und ich meine nicht am Ende!

Gotham ist der Oberhammer. Ja. Die pure Dunkelheit, kunstvoll. Wirklich, Giger, Escher, an solche Meister fühlte ich mich erinnert.

Und die Story ist praktisch eine Verfilmung von Vergeltung nach Aristoteles.

Pattinson: Verletzlich und sehr brutal.

Diese Wechselseitigkeit findet sich im kompletten Film wieder.

Mein Lieblings-Batman-Film, ich bleib dabei. Auch, wenn es schon wirklich gute gab.

Hole aktuelle Reviews bestimmt als Leser nach, aber dieses WE finde ich wenig Zeit.






15.08.2022 15:48 Uhr - Insanity667
1x
DB-Helfer
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Aber natürlich doch cecil! :)

Ich mache um Comicverfilmungen eigentlich meist einen Bogen, als (Gothic)-Horror Fan, der tragische Figuren und düstere Settings liebt, wäre es ja aber fast schon Frevel, das Franchise um den dunklen Ritter/Rächer zu verschmähen!

Deine Bezüge zu Aristoteles und Giger/Escher finde ich übrigens genial! Das ist genau das, was mir an Worten fehlen würde, um "The Batman" angemessen zu beschreiben. Super! :)

Ich mochte sowohl die Burton-Fledermausmänner als auch die Nolan Trilogie! Dieser hier übertrifft diese jedoch meiner Meinung nach um Längen, so wie auch z.B. "The Joker" alle bisher dagewesenen übertrifft, sorry Jack Nicholson & Heath Ledger! :(.

Ich bin gespannt, was da noch so kommt! :))))

15.08.2022 17:45 Uhr - cecil b
Moderator
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Sehe ich genauso!!!!!!

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