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Prey

Herstellungsland:USA (2022)
Genre:Action, Horror, Drama, Science-Fiction,
Thriller
Alternativtitel:Predator 5
Skulls
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,14 (49 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

„Prey” spielt vor 300 Jahren im Volk der Comanchen und erzählt die Geschichte einer jungen Frau, Naru, einer wilden und talentierten Kriegerin. Sie wuchs im Schatten einiger der legendärsten Jäger der Great Plains auf. Als ihr Lager bedroht wird, macht sie sich auf den Weg, um ihr Volk zu schützen. Die Bedrohung, mit der Naru konfrontiert wird, entpuppt sich als ein hochentwickeltes außerirdisches Raubtier mit einem technischen Arsenal neuen Ausmaßes, was zu einem dramatischen Showdown zwischen Naru und dem unbekannten Wesen führt. (Disney+)

eine kritik von kaiser soze:

„Vor langer Zeit, wird erzählt, kam ein Monster hierher.“

Vorab, wie üblich: Zwecks Spoilerfreiheit deute ich einiges nur an, sodass vllt nicht alles verständlich ist, wenn man den Film noch nicht gesehen hat. Insgesamt sollte es aber klar werden / sein. Die Besprechung verrät weniger als ein typischer Trailer. Unser Alien- und Predator-Spezial sei Fans der Reihe(n) ans Herz gelegt.

In John McTiernans Kultfilm Predator (1987) legt sich das titelgebende Alien mit Major Dutch (Arnold Schwarzenegger) und dessen Team an. Im 10-kleine-Negerlein-System dezimiert er seine Gegner bis zum Grande Finale. In Predator 2 (1990), Predators (2010) & Predator: Upgrade (2018) sowie Alien vs. Predator (2004) & Aliens vs. Predator 2 (2007) kehrte das titelgebende Wesen zurück - ohne auch nur einmal ansatzweise die Klasse des Erstlings erreichen zu können. Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums kommt ein fünfter Teil, ein Prequel, heraus:

Prey

(USA, 2022), der mal als Skull angekündigt war, wurde von Dan Trachtenberg inszeniert, durch die Firmenübernahme von Disney produziert und erschien dort bzw bei Disney+. Der R-Rated-Film wird im deutschen VOD ab 16 Jahren empfohlen, was der heutigen FSK-Freigabe des Erstlings entspricht (-> Übersicht).

Der 1719 angesiedelte Science-Fiction-Actioner zeigt einen Comanchenstamm in Amerika. Die Hauptdarsteller sind die Geschwister Naru (Amber Midthunder) und ihr Bruder Taabe (Dakota Beavers). Während Frauchen gerne eine Jägerin wäre und trainiert, ist das Brüderlein quasi der Stammeskrieger. Doch mit der Ankunft eines Predators beginnt eine andere Art von Jagt...

„Ich sah ein Zeichen am Himmel... ich bin bereit.“

Wie im Predator-Franchise üblich geht auch diese Vorgeschichte soweit eigene Wege, als dass die Handlung in eine völlig neue Epoche eingebettet wurde. Nach und nach lernen wir nicht nur den Indianerstamm & das Geschwisterpaar sondern auch den neuen außerirdischen kennen. Dies macht anfangs neugierig, was noch kommen und wie es weitergehen wird. Mit Pfeil und Bogen oder Sperren gegen Laserwaffen, Tarn- & Schutzrüstung? Nein, denn auch der Predator (bzw. dessen Ausrüstung) ist noch längst nicht so weit entwickelt, wie es 300 Jahre später sein wird. Der Kampf ist also nicht schon vorab entschieden.

Zur unheimlichen Begegnung der dritten Art kommt es erst für Tiere, dann für Menschen und noch später kriegen wir den Antagonisten (ok, für manche sicherlich auch den Helden^^) auch zu Gesicht - und der sieht anders aus, als gewohnt. Die Kämpfe und Morde finden dann abwechselnd im Off oder auch (selten) mal mit Kamera hält drauf statt. Blut fließt & spritzt, (angedeutete) Gedärme treten aus aufgeschlitzten Bäuche heraus... ja, Splattereinlagen sind recht seicht gegeben, aber alles im Rahmen; hier wurde mindestens ein Gang zurück geschraubt. So oder so wartet Prey mit 23 Toten auf.

„Ein Jäger wartet nicht. Er jagt.“

OK, mit Realismus sollte man in (SFi-)Actionern zumeist nicht anfangen und auch hier werden wir in graue Vorzeit geführt, in der aber die Menschen, wie ihre Haustiere völlig sauber sind - um mal ein offensichtliches Beispiel zu nennen. Die Protagonistin kann genauso wie die anderen Stammesmitglieder natürlich alles - Beispiel: Ein fliegender Adler wird mit einem Pfeil aus 100 (?) Metern Entfernung zielsicher abgeschossen und natürlich kann man erfolgreich vor einem ausgewachsenen Bären weglaufen.

Die Effekte, etwa beim unsichtbar-getarnten Raubtier aus dem All sehen, sehen, wie es sich für eine solche Produktion gehört, natürlich sehr gut aus. Ein gehäutetes Opfer (hier Schlange) kennen wir bereits aus Teil 1, genauso wie Wärmekamera, Wirbelsäule mit Kopf -Trophäe, drei rote Laserpunkte auf der Beute, Sprüche, wie wenn es blutet, können wir es töten usw. An die Fans wurde soweit also auch gedacht. Besonders in der zweiten Hälfte kommt viel Action vor, bloß ist irgendwann die Luft raus. Actiongeladen, aber eintönig-langweilig, plätschert das Geschehen ohne Spannung vor sich hin. Die Protagonistin soll klar das Final Girl werden - alles Schema F und das nicht einmal gut.

„Wir haben ihn.“
„Nein, er hat uns.“

Die Geschichte um die Familie und die aufstrebsame Tochter erinnert schon etwas Mulan (1998 - Review), dem Disney ebenfalls eine (sehr gute!) Realverfilmung spendiert hat - Mulan (2020 - Review). Dies gepaart mit dem pocahontasartigen Schauplatz einschließlich bösen weißer Siedler bzw. des Kontakts zu eben diesen sowie den Prüfungsanekdoten a la Mogli: Legende des Dschungels (2018 - Review) fügt sich doch ganz gut ins Disney-Universum ein. Taabes Eingeständnis erinnert hingegen an Tucker & Dale vs. Evil (2010 - Review).
 

Fazit:
Prey versucht ein spannendes-actiongeladenes Katz-und-Maus-Spiel mit Menschen gegen Alien zu sein und kann in Punkto Optik, Effekten und der ein oder anderen splattrigen Einlage punkten. Spannungstechnisch versagt man hier allerdings, sodass das spätere Action-"Fest" leider eher langweilt, als das es überzeugen könnte.

Referenzen und Anspielungen vor allem auf den kultigen Teil 1 sind gegeben und die Darsteller machen ihre Sache okay, soweit es die Handlung und Inszenierung begrenzt zulassen. Unterm Strich ist der Film nur Mittelmaß, genau das Richtige fürs Streaming: Einmal schauen und maximal

06 von 10 Punkten

6/10
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Kommentare

13.09.2022 16:55 Uhr - TheMovieStar
1x
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Da sieht man mal, wie unterschiedlich Filme auf einen wirken können. Ich habe den auch vor kurzem reviewt und sehe die stärken eher beim Unterhaltungswert, bei der Atmosphäre und bei der Spannung. Auch der Blutzoll geht in Ordnung. Die Effekte sind aber meiner Meinung nach formulieren wir es mal freundlich "ausbaufähig" und die Kameraführung war mir auch etwas zu hektisch. Trotzdem aber ne solide 7 ist schon drin, weil die Unterhaltung gepasst hat, auch wenn technisch Luft nach oben ist.

Du findest die Effekte gut? Kein Thema, ist ja auch Geschmacksache. Aber für mich sind die nicht spürbar besser
als die vom Original aus dem Jahr 1986, und das hat schon einige Järchen auf dem Buckel....

Trotzdem gute und vor allem gut begründete Kritik, auch wenn ich manches etwas anders bewerte :-) Von der Endwertung sind wir ja dann
auch nicht mehr so weit entfernt, Du 6 Punkte ich 7 :-)

13.09.2022 18:31 Uhr - Stoi
1x
Vorgestern gesichtet und meine Wertung ist etwas besser als deine. Die Umsetzung ist schön basic und auf den Punkt und weitaus besser als die beiden Vorgänger. UPGRADE war grauenhaft, PREDATORS (2010) war ok und noch ganz sehenswert. Schön fand ich auch, dass im Titel PREY gar nicht der Begriff "Predator" vorkam. Marketingtechnisch durchaus mutig.

Eins habe ich aber gar nicht kapiert, SPOILER:

Wie hat sie es zum Schluss hinbekommen, dass der Predator von der Kanone/Laser seines Helms erschossen wurde? Sie hat das Ding erbeutet und an den Baum genagelt, ok, aber wie wurde die Waffe aktiviert, dass sie den Predator töten konnte?

SPOILER ENDE.

Klar, manche Akrobatik war nicht ganz realistisch aber das darf man bei so einem Genrefilm verzeihen. War für mich eine echte Auffrischung des Franchise und liegt eben bei 7,5/10.

14.09.2022 16:10 Uhr - Kaiser Soze
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Vielen Dank fürs freundliche Feedback.

@TheMovieStar
Ohja, wertungstechnisch fast ähnlich, aber an sich aus unterschiedlichen Gründen und bei mir steht auch nicht umsonst "maximal 06"; aber egal. Klar fand ich die Effekte gut, etwa beim unsichtbaren Predator, der durch Nässe / Wasser teils sichtbar wird, die Waffen usw. Da gabs für mich nichts zu meckern. Die Spannungslosigkeit und Co. sind da nen anderes Thema aus meiner Sicht ;-) Man muss aber auch nicht einer Meinung sein. Teil 1 ist spitze, da sind wir uns einig!

@Stoi
Dass ausgerechnet dich mal ein Actionfilm gut unterhält :D Ich schaue bei Gelegenheit nochmal ins Ende rein und meld mich hier oder per PN^^

14.09.2022 23:14 Uhr - Stoi
14.09.2022 16:10 Uhr schrieb Kaiser Soze
@Stoi
Dass ausgerechnet dich mal ein Actionfilm gut unterhält :D I

Wie kommst du darauf, dass ich kein Action mag? Ich steh nur nicht auf Actionkomödien mit dünnem Drehbuch die sich nur von einer Actionszene zu nächsten hangeln und das noch mit dummen Sprüchen garniert.

14.09.2022 16:10 Uhr schrieb Kaiser Soze
Ich schaue bei Gelegenheit nochmal ins Ende rein und meld mich hier oder per PN^^

Mach das, ich habe momenan leider keine Gelegenheit, die Szene nochmal zu sichten.

20.09.2022 01:50 Uhr - spobob13
ich fand die Idee Pocahonas vs. Predator eigentlich sehr cool. Mag der Film auch einige Schwächen haben, in der Summe fand ich den doch ganz gut. Super Score, übrigens.

27.09.2022 15:41 Uhr - Kaiser Soze
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@Stoi
So, habe gestern Abend nochmal reingeschaut. Der Predator aktiviert die Waffe selbst und Naru hatte diese ausgerichtet, glaube ich; daher hat sie diesen auch an genau diese Stelle gelockt ("kein Schritt weiter").
Ich dachte, du würdest keine Actionfilme mögen, da du dich recht negativ zu zB. Rambo 2+3 & generell zu DtV-Actionern geäußert hattest - etwa hier https://www.schnittberichte.com/news.php?ID=17729#778455

@spobob13
Schön, wenn er dir (besser) gefallen hat :)

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