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Leben und sterben lassen

Originaltitel: Live and Let Die

Herstellungsland:Großbritannien (1973)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Abenteuer, Action, Thriller
Alternativtitel:James Bond 007 - Leben und sterben lassen
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,33 (25 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

007 in Action: Schlechte Karten, Mr. Bond. Drei britische Agenten sind auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen. Bei der Aufklärung dieser Morde sieht sich Roger Moore in der Titelrolle des James Bond der schwarzen und gefährlichen Welt des Voodoo-Zaubers und des Okkulten ausgesetzt. Hinter dem verhängnisvollen Vorhang des Mystizismus verbirgt sich eine gewaltige Organisation, die mit harten Drogen Geschäfte macht. Die geheimnisvolle und wunderschöne Hellseherin Solitaire (Jane Seymour) bringt James Bond 007 zwar auf die Fährte der mächtigen Hintermänner, aber auch in höchste Lebensgefahr. (20th Century Fox)

eine kritik von kaiser soze:

„Wo waren sie, als ich sie nicht brauchte?“

Der Schriftsteller Ian Fleming (1908 bis 1964) schuf in den 50er-Jahren einen der berühmtesten Geheimagenten, den es je gegeben hat: Den britischen MI6-Agenten James Bond, 007. Seit Climax! (1954) erschienen 25 Filme (Hauptreihe). 007 ist und war schon immer ein bestens ausgebildeter und charmanter Frauenschwarm / -held, der seinen Martine geschüttelt, nicht gerührt trinkt, M unterstellt ist, mit Ms. Moneypenny flirtet & von Q mit teils futurischem Equipment ausgestattet wird. Nebenbei hat er als 00-Agent die Lizenz zum Töten!

Sean Connery (1930 bis 2020), der erste Bond-Darsteller (1962 bis 1971) und für viele Fans DER James Bond, führte den smarten Agenten in sechs Werken zum Welterfolg. Von einem einmaligen Einsatz George Lazenbys (*1939) Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969) abgesehen, ist aber Roger Moore (1927 bis 2017) der Star, der 007 am häufigsten mimte: 7 Filme in 12 Jahren (1973 bis 1985) und alles begann mit Guy Hamiltons (1922 bis 2016)

Leben und sterben lassen

(Großbritannien, 1973 - OT: Live and Let Die). Nach Goldfinger (1964) & Diamantenfieber (1971) war dies Hamiltons dritter Bond-Film. Es handelt sich um die Verfilmung Flemings zweiten / gleichnamigen Romans (1954). Ich kenne die Vorlage nicht und bewerte den Film daher als eigenständiges Werk. 

Hierin schickt M (Bernard Lee) James Bond (Roger Moore) nach New York, nachdem anfangs drei Agenten liquidiert wurden. 007 soll die Hintergründe klären und stößt auf den brutalen Diplomaten Kananga (Yaphet Kotto), dessen einarmigen Handlanger Baron Samedi (Geoffrey Holder) und die bildschöne "Hellseherin" Solitaire (Jane Seymour). Unterstützung erhält er durch seinen Kumpel Felix Leiter (David Hedison) und dessen Agentin Skandal um Rosie (Gloria Hendry).

„Unheilbar romantisch, diese Mrs. Bond.“

Der 7 Mio. $ teure Agenten-Actionthriller (Einspiel: 161 Mio. $) geht ohne Einleitung direkt mit besagten Morden los und Moore wird als der Bond eingeführt, den man kennt: Im Bett liegend mit einer schönen Frau im Arm. Dank der nächtlichen, unangekündigten Besuche Ms und Moneypennys wird (durch das Versteckspiel der nackten Dame) auch direkt klar, dass 007-Filme keine beinharten Werke sein wollen, sondern mit Witz, Charme und Action unterhalten. 

Nach diesem gelungenen Anfang, der neugierig auf die Hintergründe & kommende Ereignisse macht, schafft es Moore die berühmte Rolle überzeugend auszufüllen. Ob er nun erneut auf schöne Frauen trifft, gegen bewaffnete Gegner kämpfen oder unauffällig im Hintergrund ermitteln soll. Der (damals) neue Bond, James Bond, wirkt smart und cool. Leben und sterben lassen ist mit dem Folgeteil Der Mann mit dem goldenen Colt (1974) der einzige Moore-Bond-Film, der die FSK 16-Freigabe erhielt. Bei den Folgeteilen gabs das grüne 12er-Siegel. Allzu brutal gehts hier aber sowieso nicht einher; FSK 12 wäre ebenfalls ausreichend.

„Ein Extra-Zwanziger, dafür fahre ich Sie sogar zum Ku-Klux-Klan. Lynchen und Hängen inbegriffen.“

Aber was wäre ein (Bond-)Film ohne einen anständigen Feind? Der ominöse Kananga mit seinen Schergen kann hier ebenfalls überzeugen und zusätzlich muss der unbekannte Mr. Big gefunden werden. Mit dem New Yorker Gangstersyndikat, das Bond die ein oder andere Falle stellt (Sitzplatz lieber an der Wand oder am Tresen?), als Gegenspieler ist man gespannt, wie der Geheimagent seinen Auftrag erfolgreich erledigen soll - wobei klar ist, dass 007 das Ding schaukeln wird.

Der Film kommt allerdings leider nicht ohne Längen aus und zieht sich über die gesamte Laufzeit immer wieder (unnötig). So ist zB. Solitaire als Tarot-Karten legende Hellseherin ja ganz nett, aber das ganze übrige Magie-drum-herum mit Ritualszenen, angeblichen Buschvölkern usw. war für mich völlig unnütz. Okay, da dies der einzige Bond-Streifen mit übernatürlichem Element ist, passt es ins Geschehen / zur Idee, aber diese Einwürfe langweilte bzw. nervte ehern als eine Bereicherung zu sein; ähnlich ist es mit Rosies Rolle oder auch ihren plötzlichen Sinneswand der nächtlichen Zweisamkeit. Da Leben und sterben lassen ohnehin rund zwei Stunden lang ist, wäre hier weniger mehr gewesen. Genauso, wie man beim Schneiden des Werks den ein oder anderen abrupten Schnitt durchaus professioneller hätte setzen können.

„Die Karten wissen alles über Sie.“
 

Fazit:
Wie die meisten James Bond-Filme ist auch Roger Moores Einstieg Leben und sterben lassen aus meiner Sicht nur bedingt gut gealtert und es sind zu viele Längen, die man hätte straffen können / sollen.

Dafür bietet das Werk alles, was Fans sehen wollen: Frauenschwarm 007 in Aktion, schöne Frauen und ein Wiedersehen mit den geliebten Nebencharakteren (M, Moneypenny, Q (Erwähnung + Ausstattung) & Felix Leiter). Insgesamt gibt es:

07 von 10 Punkten

7/10
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From
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Lizenz
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7/10

Kommentare

06.09.2022 20:14 Uhr - cecil b
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Ein schöner Einblick in einen dieser vielen Filme. :)

Rosie (aus dem Sperrbezirk) und angebliche Buschvölker lockern diesen Blick schmackhaft auf.

Ein Wort mehr zur Inszenierung und eines zum Soundtrack hätten aber nicht geschadet. ;)

06.09.2022 20:24 Uhr - Draven273
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Eine angenehme Review zu einem meiner Lieblingsbondfilme mit dem guten Roger Moore. Auch insgesamt einer der Bondfilme die ich immer sehr gern mochte und mich gut unterhalten fühlte. Inzwischen tue ich mich hier mit den älteren Teilen etwas schwer, doch hin und wieder landet dieser hier in meinem Player. Auch der Gewaltgrad ist hier nicht zu verachten, von dem nett anzuschauenden Ende ganz zu schweigen. Den Einsatz von Haipatronen mal anders :)

07.09.2022 16:26 Uhr - Kaiser Soze
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Vielen Dank fürs Lesen und Euer Lob!

@cecil
Hihi - ja, was wäre das Leben ohne etwas Humor ;-)
Du hast natürlich völlig Recht. Das Augenmerk bei der Besprechung liegt - nach den allg. Infos zur Reihe und Romanen (da erstes Review zu einem Bond-Film) - auf Roger Moore, der erstmals in der Hauptrolle zu sehen war, dem (beibehaltene) Stil und Merkmalen, die 007-Filme ausmachen sowie den negativen Aspekten zum Ende. Da kommen dann einige andere Aspekte, etwa der Soundtrack, kurz oder fehlen komplett. Ich wollte hier klar herausstellen, dass die der Auftakt der Moore-"Ära" als Bond ist und habe daher den Fokus so gelegt. Die übrigen Merkmale hätten den Eindruck vllt trüber / verwässern können und bekommen in den Folgereviews noch genug Aufmerksamkeit. Wenn man diese Reviews dann als Einheit sieht (sind noch nicht vö), passt es wieder :)

@Draven
Ohja, mit den älteren Teilen habe ich auch meine Schwierigkeiten, daher habe ich auch erst bei Moore begonnen ;-) Finde den Film aber harmlos in Anbetracht der visuellen Gewalt, aber das kan man natürlich anders bewerten.

08.09.2022 21:09 Uhr - cecil b
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Interessante Ergänzung, Danke.

Mir hatten die angesprochenen Aspekte auch nicht sonderlich 'gefehlt'. Ich denke aber, dass ich mir nur nicht selbst widersprechen sollte, wenn ich solche Aspekte bei einem anspreche, und bei einem anderen nicht. ;)

Das wars schon. :)


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