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Nightmare on Elm Street 6 - Freddy's Finale

Originaltitel: Freddy's Dead: The Final Nightmare

Herstellungsland:USA (1991)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Komödie, Thriller
Alternativtitel:A Nightmare on Elm Street Part 666: Freddy's Dead
A Nightmare on Elm Street 6: The Dream Lover
Nightmare VI
Freddy 6
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,14 (116 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Die Kinderpsychologin Lisa Zane wird von ständig wiederkehrenden Albträumen geplagt. Doch erst als sie einen neuen Patienten kennen lernt, findet sie eine Spur, die sie zu einem bestimmten Haus in der Elm Street führt. Dort bereitet sich der Böse, der in keinem Grab Frieden findet, auf einen neuen Großangriff vor. (Warner DVD-Cover)

eine kritik von dicker hund:

"Tank Girl" - Regisseurin Rachel Talalay brachte die "Nightmares" in die sechste und vielleicht abgedrehteste Runde. Gleich die Intro schöpft das Potential verwirrend-bizarrer Traumbilder mit wuchtiger Kreativität aus, was einen wohligen Vorgeschmack auf die vielseitigen Illusionen des schlafstörenden Slashermeisters mit sich bringt. Leider wird dann etwas lang auf die Bremse getreten.

"Ich habe pro Woche nur 23 Minuten für diese Kids."

So beklagt sich der herzlich auftretende Yaphet Kotto ("Alien") in der Rolle des Psychologen eines Jugendheims gegenüber der verantwortlichen Sozialarbeiterin Maggie (solide: Lisa Zane), die ihre Aufmerksamkeit nun auch noch dem vom Alp geplagten Neuzugang John (stark: Shon Greenblatt) widmen muss. Doch die Wartezeit bis zum Beginn des ohnehin nicht allzu hohen Bodycounts überbietet die von ihm angebotene Zahl mühelos, was teilweise leider auch für die Jahre auf dem Buckel des nicht als jugendlich durchgehenden Casts gilt. Lezlie Deane war beim Dreh zum Beispiel schon 26 Jahre alt, spielt ihre Tracy mit den grausigen Missbrauchserinnerungen an ihren schmierig-inszestuösen Vater im gammeligen Trägerunterhemd jedoch überzeugend: Kein Wunder, dass ihre Figur keinen Bock mehr auf Sex (1/10) hat.

"Du gehörst mal gebumst."

Das ist allerdings nicht der Grund, warum das gute alte Springwood zu einer Art Geisterstadt geworden ist. Hierfür ist vielmehr Freddy Krueger verantwortlich, den Robert Englund hier mit einer Spielfreude jenseits von Gut und Böse verkörpert. Seine hohe Screentime auch bei Auftritten ohne Make-up erweist sich um so mehr als Herzstück der gebotenen Qualitäten. An den Lausern mit ihren individualisierten Handicaps und Ängsten arbeitet er sich genüsslich ab. Dabei findet reichlich überdrehter Witz aus Onelinern und Zeitgeistportraitierungen wie dem Seitenhieb auf das NES seinen Einzug (Humor 6/10), der die Schreckensmomente leicht überwiegt, ohne ihr prägendes Gewicht zu beseitigen (Horror 5/10). 

"Es mag dein Traum sein, aber es sind meine Regeln."

Wird es ruppig, kommen an wenigen, dafür aber höchst überzeugenden Stellen Splatterschübe zum Einsatz (Gewalt 6/10), die sich zu dem schrillen Design aus gelegentlichen Batikfarben und verfallenen Immobilien gesellen. In einer der letzteren hat Johnny Depp einen Gastauftritt als Moderator eines TV-Programms. Ein deftiges Finale rundet das Seherlebnis ab, bis im Abspann eine feine Montage von Kills der bisherigen Reihe geboten wird.

Gerade der Feinschliff zu Beginn und Ende von "Freddy's Finale" macht diese letzte fußnotenfreie Fortsetzung - Teil 7 ist ein Meta-Sequel, "Freddy vs. Jason" ein Spin-Of und Teil 8 ein Reboot - zu einer kleinen Filmperle (7/10 Punkten). Gewisse Ermüdungserscheinungen werden durch das schlafwandelnde Wirrwarr ganz gut kaschiert, während spektakuläre Einzelszenen würdig im Gedächtnis bleiben. Was an neuen Storyelementen hinzugekommen ist, kann man allerdings getrost in der Pfeife rauchen. Gleiches gilt für die glücklicherweise nicht mehr aktuelle Indizierung. 

7/10
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Kommentare

21.01.2023 11:51 Uhr - Kassiopeia
1x
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Hallo dicker Hund. Wieder ein sehr schöner Text von dir. Auch dieser Teil gefällt mir gut, zumal etwas tiefer in Freddy's Vergangenheit geschnüffelt wird, denn auch abseits der Maske macht Robert Englund eine gute Figur. Ich finde, jeder Film der Nightmare - Reihe hat etwas für sich und ist auf seine eigene Art sympathisch. Deine Reviews ergänzen den filmischen Genuss umso mehr. Danke dafür und ein schönes Wochenende.

22.01.2023 13:46 Uhr - NoCutsPlease
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Für viele Fans ist dieser Teil eine Enttäuschung, da der Humor zum Teil schlichtweg ins Alberne übergeht. Ich finde diesen jedoch auch ganz unterhaltsam und bin ebenfalls bei 7/10 Punkten.
Gut gebellt wieder!

22.01.2023 19:06 Uhr - dicker Hund
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@Kassiopeia
Danke und gerne. Robert Englund ist bis zum Remake ein beständiges Argument für das Franchise gewesen.

@NCP
Och, ich mag den Humor hier. Danke für Deinen Beitrag.

23.01.2023 17:21 Uhr - cecil b
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Ich sollte dem wohl eine zweite Chance geben, wenn ich diese obigen Zeilen so lese. Die mir mal wieder richtig gut gefallen haben.

Die guten und die schlechten Erinnerungen halten sich bei mir die Waage.

23.01.2023 21:37 Uhr - Insanity667
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Hätte tatsächlich gedacht, dass der bei Dir schlechter wegkommt, umso schöner dass Du ihn fast ebenso hoch bewertest wie ich! :) Mag den tatsächlich auch sehr, der Humor ist super und auch die umgekrämpelte Story samt Twist ist gelungen. Einzig die "Traumdämonen" hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht, hätte auch so funktioniert. 8/10 Review wieder fabelhaft! :)

24.01.2023 07:12 Uhr - dicker Hund
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Danke nochmal, bzw. zwei mal!

@Cecil
Diese schräge Fortsetzung verdient ihre zweite Chance, finde ich.

@Insanity
Ja, diese Traumdämonen zählen zu dem von mir im letzten Absatz gemeinten Pfeifentabak.
;-)


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