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Star Trek II: Der Zorn des Khan

Originaltitel: Star Trek II: The Wrath of Khan

Herstellungsland:USA (1982)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Science-Fiction
Alternativtitel:Star Trek 2
Star Trek II: The Undiscovered Country
Star Trek II: The Vengeance of Khan
Star Trek II: The War of the Generations
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,48 (45 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Im 23. Jahrhundert: Das Föderationsraumschiff U.S.S. Enterprise befindet sich auf einem Routine-Manöver. Admiral Kirk scheint bedrückt, da diese Inspektion wahrscheinlich die letzte seiner Laufbahn sein wird. Doch Khan ist zurückgekehrt: Unterstützt von einer Gruppe verbannter Mutanten hat er die Weltraumstation Regula One überfallen, die Top-Secret-Vorrichtung namens Projekt Genesis gestohlen und die Kontrolle eines Föderationsraumschiffs an sich gerissen. Nun plant Khan eine tödliche Falle für seinen alten Feind Kirk ... und droht dem gesamten Universum mit dem Untergang! (Paramount DVD-Cover)

eine kritik von phyliinx:

STAR TREK-momentan verursacht das eigentlich gewinnbringende Franchise dem Rechteinhaber Paramount ja Kopfschmerzen, denn für das nächste Abenteuer der Enterprise-Crew rund um Chris Pine möchte sich einfach kein Regisseur finden. Diese Probleme hatte DER ZORN DES KHAN, kurzzeitig wiederveröffentlicht in deutschen Kinos, nicht: hier übernahm Nicholas Meyer 1982 auf einem Budget von 12 Millionen Dollar das Zepter, um Fans und Neulingen, wie mir, ein tolles Abenteuer auf die Kinoleinwand zu zaubern.

Und ja, zaubern ist das richtige Wort, denn ein wenig magisch war es ja schon, als die Titelkarte erstmalig über den großen Bildschirm flimmerte, um, von sicherlich ikonischer Musik begleitet, in die erste Szene überzugehen, welche sogleich handgemachte Spezialeffekte auf ebenso liebevoll errichteten Kulissen zu präsentieren vermag. Von ebendiesem Zucker dürfen wir später umso mehr naschen, wenn dann erst fremde Planeten samt atmosphärischen Wüstenstürmen erkundet-und meisterhaft gesetzte Setbeleuchtungen zu einem wahrhaftigen Augenschmaus werden. In diesen Stunden sollen unsere Helden dann auch dem Antagonisten der Science-Fiction-Mär begegnen: Ricardo Montalbas Khan lehrt ihnen unter Anwendung eklig designter Hirnwürmer das blanke Fürchten.

William Shatner ist dabei selbstverständlich als Captain Kirk, nein, ADMIRAL Kirk an Bord der Enterprise vertreten und versteht mank merkwürdiger Vorkommnisse um ihn herum erst einmal nur Bahnhof. Er wird bezichtigt, ein wichtiges, experimentelles Programm vorzeitig aus seinem Forschungslabor entnehmen zu wollen und urplötzlich sogar Opfer einer heimtückischen Attacke aus eigentlich freundlichen Linien. Bloß gut steht ihm Leonard Limoy als Commander Spock treu zur Seite, denn die Beratung des loyalen Vulkaniers hilft in Zeiten ungeahnter Krisen verlässlich weiter. So müssen sich auch die Rekruten der Enterprise nicht fürchten, obwohl ihnen ein unerbittlicher Gegner gegenübersteht, der etliche Tode für seine, geht es nach ihm, lange überfällige Rache verlangt. Was auf sie wartet, ist eine Feuerprobe, von der andere entweder nur träumen können oder lieber gar nicht träumen wollen. Das gesamte Potenzial dieser Leute wird in einem eigentlich unschuldigen Probedurchlauf abgerufen.

Es überrascht, wie menschlich Star Trek bleibt: die Figuren werden ordentlich gezeichnet, sowohl Kirk als auch Kahn bekommen viel Raum für Charakter und taktisches Handeln steht in den hitzigen Gefechten mit schrulligen, vierzigjährigen Computereffekten, denen es nicht an einer riesigen Menge Charme mangelt, sehr weit im Vordergrund. Befehle werden nicht unter wackelnden Kameras und dröhnenden Orchestern wild durch die Gegend gebrüllt, nein, sie entstehen aus gemächlichen, klar verständlichen Gesprächen zwischen den beteiligten Personen, was Star Trek II in seiner auch sonst sehr ruhigen Inszenierung enorm trägt. Zwei intelligente Kontrahenten im Duell, das jeden der beiden immer mal wieder die Oberhand gewinnen lässt-so entsteht eine spannende Geschichte mit emotional wertigem Kern. Das Finale ist dann wahrlich ein gerechtfertigter Höhepunkt, schon wegen des begleitenden, aufarbeitenden Epilogs, der einen nach den letzten Bildern nicht im Regen stehen lässt.

Gefallen haben mir ebenso die Verschnaufpausen zwischen den Schlagabtauschen. Immer wieder darf Kirk sich mit den Kompanions in seiner Umgebung über die aktuelle Lage und seine inneren Bedürfnisse austauschen, ohne, dass es kitschig wirkt, was ihn als Mann mit Verantwortung im steigenden Alter angenehm greifbar macht. Er ist kein unbezwingbarer Held, nur jemand mit guten Plänen und auch diese Pläne erlauben Treffer des Gegners, mit denen keiner rechnet. Darauf baut sein Verhältnis zu den meisten Figuren auf, allen voran das starke Band zu Spock und DeForrest Kelleys cleverem Dr. McKoy. Die Dialoge zwischen diesen Leuten sind stets gut gewürzt und sie treten als kompetentes Team auf, das sich mit Hingabe den Rücken stärkt.

STAR TREK: DER ZORN DES KHAN-das ist eine wahre, einzigartige 10/10-Erfahrung, der ich glücklicherweise im Kino ein Zeuge geworden bin. So sehen Abenteuer aus.

10/10
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Kommentare

13.09.2022 12:11 Uhr - Schwachkopf79
1x
Der lief hier am Samstag im Kino und ich hatte leider schon ein Date. Den hätte ich gerne mal auf der großen Leinwand geschaut.

Gute Rezi :)

13.09.2022 16:41 Uhr - TheMovieStar
1x
User-Level von TheMovieStar 13
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 2.710
Ich bin wahrlich kein Trekki, aber dein Review gefällt mir., Es vermittelt mir einen guten Eindruck vom Film.
Schön vorgestellt!

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