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Obi-Wan Kenobi

Herstellungsland:USA (2022)
Genre:Abenteuer, Action, Science-Fiction
Alternativtitel:Star Wars: Obi-Wan Kenobi
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,43 (7 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

In der Herrschaftszeit des Imperiums begibt sich Obi-Wan Kenobi auf eine entscheidende Mission. (Disney+)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

Reviews zur Star Wars-Saga:
Die dunkle Bedrohung - Angriff der Klonkrieger - Die Rache der Sith - Obi-Wan Kenobi- Rogue One - Krieg der Sterne - Das Imperium schlägt zurück - Die Rückkehr der Jedi-Ritter - Das Erwachen der Macht - Die letzten Jedi


„Ich habe euch erwartet, Obi-Wan. Endlich sehen wir uns wieder. Als ich euch verließ, war ich euer Schüler.
Nun bin ich der Meister..“
... Zitat aus Episode IV, was man bei der folgenden Vorgeschichte besser ignoriert.

Gewöhnlich schaue ich keine (mehr oder weniger aktuellen) Serien - Ausnahmen sind vllt / teils: Cobra Kai (seit 2018) & Staffel 1 von Tote Mädchen lügen nicht (2017 bis 2020). Mir geht das viel zu oft vorliegende, kaugummieartige in die Länge ziehen der Handlung einfach aufn Senkel und ich bin einfach kein Serienfreund.

Zwar mag ich die Star Wars-Filme sehr gerne, kenne aber zB weder Star Wars: The Clone Wars (2008 bis 2014), noch The Mandalorian (seit 2019). In einer... nennen wir es mal fast schon Kurzschlussreaktion und etwas geblendet von der Tatsache, dass es ja auch nur sechs Episoden (1. Staffel) sind, wagte ich nach einer Neusichtung der Prequel-Trilogie (1999 bis 2005) einen Blick in die Fernseh- / Webserie

Obi-Wan Kenobi

(2022) von Disney+. 

Diese ist 10 Jahre nach Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith (2005) bzw 9 Jahre vor Rogue One: A Star Wars Story (2016) & Krieg der Sterne (1977) angesiedelt. Entsprechend existiert das Imperium und die Jedi waren, abgesehen von Meister Yoda (im Exil auf Dagobah) und natürlich dem titelgebenden Jedi-Meister (Ewan McGregor - auf Tatooine), ausgerottet... dachte ich.

In rund 306 Minuten bekommen wir erstmal eine einleitende Kurzzusammenfassung der Prequel-Trilogie, um Obi-Wan & Anakin Skywalker zu sehen, die wohl jeder Fantrailer gelungener und mit mehr Herzblut präsentiert, aber naja. Zudem gibts eine Kurzszene, dass während der Order 66 vier Padawanschüler entkommen. Zeitsprung, besagte Dekade später, es möge beginnen. Mit einer Laufzeit von rund 45 Miniten (mitsamt Vor- & Abspann) sind die Folgen nicht zu lang, aber lang genug, dass genug reingepackt werden kann, wobei sich - weil Serie - natürlich viel Zeit gelassen wird.

„Der Kampf ist vorbei. Wir haben verloren…“

Die ersten beiden Folgen kann man als gelungene Einleitung und Einordnung ansehen. Neben dem altbekannten Titelhelden werden neue Inquisitoren-"Siths" eingeführt, die tatsächlich das Zeug zu gelungenen Gegenspielern haben könnten. Dabei geht man sehr langsam voran. Bis Obi-Wan, der der Macht völlig abgeschworen hat, aus seinem Versteck aufbricht, um die entführte Leia zu retten, kehrt sogar Darth Vader (Hayden Christensen) zurück; guter Fanservice, schlecht umgesetzt.

Die Rückblenden auf das in Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger (2002) angesiedelte Training sehen schlecht animiert aus und die Aufeinandertreffen des Meisters auf seinen alten Schüler sind so unspektakulär, dass man schon von Verschwendung reden kann. Lediglich bei Vaders Ankunft sind die merklich eingebetteten Horrorelemente überzeugend dargeboten und die Furcht der Einwohner vor dem Imperium, dessen Trupper sowie den anwesenden Siths spürbar.

Ab Folge 3 rutscht die Serie ins kaugummiehafte und kommt kaum voran. Leia und Obi-Wan sind natürlich die Sympathieträger und machen ihre Sache, soweit möglich, ordentlich, aber die ganze Handlung wäre in einem 2,5-Stunden-Film besser aufgehoben und dann entsprechend reduziert gewesen. Muss man dann noch erwähnen, dass unlogische Szenen genauso eingebettet sind, wie dass die zuvor ach so mächtig-überlegende Siths plötzlich nichts mehr auf die Kette kriegen, da ein Guter natürlich nicht sterben darf?

 

„Der Jedi-Kodex ist wie ein Juckreiz.“

Gibts noch was (Positives) zu ergänzen? Naja, der Soundtrack ist, wie gewohnt super. Neben all den Anspielungen auf die Prequel-Trilogie, einschließlich der anfänglichen Zusammenfassung, ähnelt Obi-Wans Abendessen im "Wrack" (?!) in der Wüste der Eingangsszene von Star Wars: Das Erwachen der Macht (2015) und die Tatsache, dass ein Jedi der Macht abgeschworen hatte, kennen wir von Luke aus Star Wars: Die letzten Jedi (2017). Zudem werden Zitate eingebettet. So kam etwa ein Satz a la hat mit ihrem Vater in den Klonkriegen gekämpft im Zusammenhang mit Leia bereits in Krieg der Sterne (1977) vor.

Leias Spielzeig sieht für mich wie ein flacher Pokeball aus (-> Reviews). Die Stadt in Folge 2 könnte zB Tokio nachempfunden sein, die Killer in dieser hingegen eine Anleihe an John Wick (2014 - Review) sein. Lustig finde ich, dass der oberste Inquisitor (Rupert Friend), wie ein Zenobit ausschaut. Ein heilendes Wasserheilbad kennen SFi-Fans etwa aus Starship Troopers (1997 - Review).

„Manche Dinge kann man nicht vergessen.“


Fazit:
Ewan McGregor nochmal als Obi-Wan Kenobi zu sehen, sich von Laserschwertkämpfen, der Macht und all den Fantasie-SFi-Elementen berieseln zu lassen & ins Star Wars-Universum gezogen zu werden, war anfangs noch ein Erlebnis, das Hoffnung auf einen unterhaltsamen "Film" bzw. Fünf-Stunden-(Mini-)Serie weckte. 

Doch nach den ersten beiden ganz gelungenen Folgen flaute die Vorfreude ab und die in die Länge gezogene Geschichte mit teils verworrenen und nicht konsequent zu Ende gebrachten Ideen / Szenen langweilten ehern und sorgten dafür, dass diese Serie allenfalls Mittelmaß ist. Diese Vorgeschichte hat für mich 0,0-Mehrwert und somit genau das gegenteilige Erlebnis zu Rogue One

Folge 1: 7 Punkte
Folge 2: 7,5 Punkte
Folge 3: 5,5 Punkte 
Folge 4: 5 Punkte
Folge 5: 4 bis 5 Punkte
​Folge 6: 4 bis 5 Punkte

5,5 von 10 Punkten

5/10
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Kommentare

18.09.2022 14:40 Uhr - cecil b
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Bei der Star Wars-Reihe bin ich ein unwissendes Alien, habe nur die alten Filme mit glänzenden Kinderaugen gesehen. Spätere Versuche mit neuen Filmen dieser Linie waren in einem anderen Universum. ;)

Daher bin ich froh, dass du einen 'komprimierten' deutlichen Eindruck gegeben hast, der genug Aussagekraft hat.

"Muss man dann noch erwähnen, dass unlogische Szenen genauso eingebettet sind, wie dass die zuvor ach so mächtig-überlegende Siths plötzlich nichts mehr auf die Kette kriegen, da ein Guter natürlich nicht sterben darf?




18.09.2022 16:19 Uhr - TheUn4givenII
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Du sprichst mir mit dieser Review aus der Seele. Mehr als eine durchschnittliche Wertung hätte ich der Serie auch nicht gegeben. Ich sehe auch überhaupt keinen Mehrwert in dieser Vorgeschichte. Manches macht aus meiner Sicht im Gesamtkontext auch wenig Sinn. In Episode IV hatte ich immer den Eindruck, dass sich Leia und Obi Wan noch nicht kannten. Kann aber auch an mir liegen. Ich kann aber auch mit The Mandalorian nicht wirklich viel anfangen. Nett anzusehen... ja, aber man hat die Serie auch genauso schnell wieder vergessen. Ich bin bei Star Wars mittlerweile raus, die Sequel-Trilogie war der Sargnagel (auch hier gibt es aus meiner Sicht keinerlei Mehrwert, der die Geschichte irgendwie weitergebracht hätte).
Danke für den gelungenen Lesestoff. Alles sehr gut nachvollziehbar was du hier schreibst.
Ich wünsch dir noch einen schönen Sonntag!

21.09.2022 12:14 Uhr - Der Dicke
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18.09.2022 16:19 Uhr schrieb TheUn4givenII
In Episode IV hatte ich immer den Eindruck, dass sich Leia und Obi Wan noch nicht kannten.


Als Luke Leia befreit und ihr sagt, er wäre mit Ben Kenobi da, antwortet sie aufgeregt "Kenobi? Wo ist er?"

Die beiden kennen sich also.

21.09.2022 13:44 Uhr - Kaiser Soze
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Vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren :)

@cecil b
Ich bin dafür ein Riesenfan der Filme ;-)

@TheUn4givenII
Ja, leider konnte die Serie trotz Besetzung nicht überzeugen.
Wobei man fairerweise zugeben muss, dass die vorigen Filme fast alles ignorieren / anders darstellen, als gerade in Episode 4 erwähnt. Die Prequeltrilogie tat dies aber mMn noch sehr gelungen und vor allem, was man bei Episode 3 alles beachtet hat, damits passt, war super (etwa: wie es dazu kam, dass die Druidenarmeen abgeschaltet worden, die Herkunft der Klonarmee, wieso Darth Vader die Rüstung trägt, wieso C3PO sich nicht an seinen Erbauer erinnert usw.).

@Der Dicke
Nein, sie kennt ihn nicht - denke ich. Dein Zitat passt zu dem, was ihr Vater ihr erzählt hat. Sonst würde doch ihre Nachricht (mit den Bauplänen), die sie in R2D2 speichert, nicht passen. Ein "vor Jahren habt ihr mit meinem Vater in den Klonkriegen gekämpft", um sich vorzustellen, ist was anderes als "wir kennen uns ja", oder?!

22.09.2022 18:47 Uhr - TheUn4givenII
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@Der Dicke: Asche auf mein Haupt. Danke für die Richtigstellung. Das zeigt mir, dass ich die Original-Trilogie doch noch mal sichten sollte :-) Die permanente Einfallslosigkeit (der niemals endende Krieg zwischen Rebellen & Imperium, Jedi & Sith) hat mir die Neusichtung bisher verdorben.

23.09.2022 11:52 Uhr - Der Dicke
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22.09.2022 18:47 Uhr schrieb TheUn4givenII
@Der Dicke: Asche auf mein Haupt. Danke für die Richtigstellung.


Nun gut, Kaiser Soze hat das ja bereits ein wenig kontextualisiert. Gut möglich, dass Leia von Obi-Wan gehört hat, aber meint, ihm nie begegnet zu sein. Vielleicht ist 15 Jahre nach "Obi-Wan" ihr Gedächtnis etwas löchrig geworden :))

Ich fand die Serie erfrischend düster, den Humor wohldosiert. Besser als so mancher Kinofilm, auf dem "Star Wars" draufstand.

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