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Die Zeit der Wölfe

Originaltitel: The Company of Wolves

Herstellungsland:Großbritannien (1984)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Fantasy
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,36 (11 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

In unseren Träumen liegen Furcht und Sehnsucht, Grausamkeit und Zärtlichkeit, Erlebtes und Fantasie bekanntlich nicht weit voneinander entfernt. Auch bei der 14-jährigen Rosaleen vermischen sich, angeregt durch die Märchenerzählungen ihrer Großmutter, Hoffnungen, Wünsche und Ängste zu einer ebenso faszinierenden wie bedrohlichen Traum-Realität.
Unvermittelt findet sich Rosaleen in der mittelalterlichen Märchenwelt ihrer Großmutter wieder, wo abseits des Ortes tief im Wald die Bedrohung durch den Wolf, genauer durch den Werwolf, lauert - nicht umsonst wurde das Mädchen stets vor Männern mit zusammengewachsenen Augenbrauen gewarnt. (concorde-home.de)

eine kritik von cecil b:

Ich danke allen Usern dieser Seite, die mich dazu anregt haben DIE ZEIT DER WÖLFE zu besprechen! 

Außerdem geht mein Dank an concorde-home.de, für die geniale Inhaltsangabe!  

 

                                                                                          TRAUMHAFT 

 

Ein Wolf rennt seitlich betrachtet durch den Wald, aus ihm wird ein Hund, er nähert sich zeitgleich mit dem Auto von Rosaleens Eltern, einem riesigen, englischen Landsitz. Das hastige Tier, und Alice, die Schwester der Protagonistin, spüren das überschminkte Mädchen auf, welches sich im Bett wälzt. Es blitzt und donnert, rasant werden die Hast sowie der Fiebertraum gegenübergestellt, verbunden und übersetzt. Kaum überschaubar, springen verschiedenste Blickwinkel und Geschwindigkeiten betörend ins Auge. Pure Missgunst faucht aus Alice heraus, die Puppen ihrer Schwester sind aus der Nähe betrachtet nun gruselig, der Wind stößt das Fenster auf, ein Einblick in zwei unterschiedliche Umstände, und eröffnet damit einladend einen Eintritt. Alice im Wunderland stellt sich der Welt des Erwachsenenwerdens abstrakt, auch eine Auflehnung gegen die Konventionen ihrer Umgebung, Rosaleens gleichnamige Schwester erstickt vor Neid. Die Protagonistin verliert und findet sich ähnlich wie Alice im Wunderland, verbindet ihr bisheriges Dasein mit dem verheißungsvollen Albtraum. Ihre Puppen erwachen im finsteren Wald zum Leben, und verfolgen das Mädchen. Dort sind Bäume in Spinnweben gefangen, und es ist weder klar verständlich noch relevant, ob Rosaleen manchmal winzig ist, oder die Pilze um sie herum gigantische Ausmaße erreicht haben. Ein Wolfsrudel mit leuchtenden Augen findet sich auf Steinen, die vom Wurzelwerk verziert sind, ein, es heult, und jagt denen hinterher, die gelernt haben, vor Wölfen Angst zu haben. Rosaleen schreit, und wacht auf der nächsten Ebene ihrer Reise ins Unterbewusstsein und damit Bewusstsein auf, mit der Fantasie, die Erwachsene mitgeformt haben. 

Die Aussicht von einer Burgmauer herunter ermöglicht einen subjektiven Überblick. Umgeben von Mauern soll es sicher sein, aber an diesem Ort wird Alice begraben. Hier ist das so. Sie war ja auch schrecklich. Es wird der Wolf gewesen sein, der ihren Tod zu verantworten hat. Eine Selbstfindung findet auch durch Fragen statt. "Warum konnte sie sich nicht selbst beschützen?" Die Großmutter antwortet, dass die Hauptfigur das nicht verstehen kann, begründet dadurch, dass diese ja noch ein Kind ist. Eine unbefriedigende Antwort.

Es wird Zeit, das Erwachsenwerden selbst in die Hand zu nehmen. 

DIE ZEIT DER WÖLFE abstrahiert humorvoll die berühmte grimmsche Märchenfigur Rotkäppchen, zitiert das Original, und bereichert dieses vorrangig um Kurzgeschichten von Angela Carter (†, 1992). Mehrere Geschichten der britischen Autorin wurden verfilmt, und sie beteiligte sich glücklicherweise oft an den Drehbüchern, wie bei THE MAGIC TOYSHOP und DIE ZEIT DER WÖLFE. Mit ihrer Kurzgeschichtensammlung BLAUBARTS ZIMMER, filterte sie die psychosexuellen Motive alter Märchen heraus, und interpretierte die Vorlagen für Erwachsene neu. Rotkäppchen diente schon ein paar guten Horrorfilmen und Psychothrillern als Vorlage, beispielsweise WILDLING, WHEN ANIMALS DREAM, HARD CANDY und FREEWAY besprach ich bereits. Kombinieren diese Filme wie die beiden erstgenannten das Prinzip des Werwolfs und des Rotkäppchens eindeutig, stellen sie eine Emanzipation dar. Junge Frauen leiden unter den Umständen ihrer Umgebung, und ihr gefahrvoller Aufbruch zum Ende der Adoleszenz ist ein selbstbestimmter Ausbruch aus dieser Gesellschaft. In WHEN ANIMALS DREAM und WILDING vertauscht Rotkäppchen die Rollen, aus dem Opfer wird eine Täterin, erstrangig aus Notwehr. DIE ZEIT DER WÖLFE variiert anders. Carter konzentrierte sich gerne auf feministische Faktoren, und zeigte Interesse an den sexuellen Komponenten der Kunst, sie scheute auch nicht vor Marquis de Sade zurück. Die Autorin war in der Lage, komplex alte, neue, mannigfaltige Perspektiven zu kombinieren, was sich zum Beispiel durch ihre Kurzgeschichten Die Gesellschaft der Wölfe (Rotkäppchen) und Wolfs-Alice (Rotkäppchen trifft auf  Alice im Wunderland) beweisen lässt, die direkten Vorlagen des Drehbuchs, eine weitere Synthese. Wie gemacht für den irischen Regisseur, Produzenten und Autor Neil Jordan (The Crying Game). Doppelbödig, politisch, gesellschaftlich, kafkaesk, Hauptsache tief, das ist sein Ding. Jordan und Carter erschufen ein surrealistisches Werk, das doch ein Spiegel für die elementare Wahrheit ist. Ihr Rotkäppchen hält eine eigene Metamorphose nicht für notwendig. Es sieht einen Werwolf mehrdeutig. 

                                         "ICH KOMME NICHT AUS DER HÖLLE, ICH KOMME AUS DEM WALD!"

                                              "WENN ICH MICH FÜRCHTE, HABE ICH AUCH NICHTS DAVON!"

Über dem tiefen, finsteren Wald, scheint bei Nacht immer ein Vollmond, Waldkäuze rufen, Wölfe heulen. Die Großmutter schürt Angst vor dem Unwegsamen, dem Unbekannten, mit dem erhobenen Zeigefinger erzählt sie Geschichten von Werwölfen, die sich manchmal in Männern verstecken. Großmutter induziert im gemütlichen Häuschen, vor dem Kamin, mit Strickzeug in der Hand, und Teekesseln auf dem Schondeckchen, Geborgenheit, wohlbehütete Bestimmung. Alter schützt vor Torheit nicht, Angst ist ein schlechter Ratgeber. Hin und wieder. Laut der Oma tritt der Werwolf hervor, wenn aus Liebe Gewohnheit geworden ist, und die Bestie somit nicht mehr zurückgehalten werden kann. Durch ihre Augen und infolgedessen die ihrer Enkelin wird sichtbar, wie sich ein Mann schreiend die Haut vom Leib reißt, das Monster kommt zum Vorschein. Rosaleen ist aufmerksam, und ihre Version gewinnt mit der Zeit an Substanz. Ein erwachsener Mann, der alles an sich hat, wovor gewarnt wird. Der freundliche Jüngling, der der Protagonistin zuvor schöne Augen macht, ist eine Projektionsfläche, mit der man noch lustvoll Fang mich doch spielen kann, der, dessen Augen zusammengewachsen sind, der Erwachsene, reicht die Hand zu einem aufregenden Spiel mit Angst und Annäherung. Er schält sich folgerichtig aus der Schale heraus, und nimmt eine andere Form an. Was nicht greifbar und kontrollierbar ist, verkommt mit den Worten der Großmama und des bekannten Geistlichen zu einem Unwesen, einem Sündenbock. Ihre Ansichten sind unmissverständlich wider die Natur, die ungezähmten Wölfe müssen für Ängste herhalten, Fackeln und Gewehre sollen herbei. Das Töten höre nie auf, solange es die Bestie gibt. Tief im Innern weiß die Protagonistin, dass "ein natürliches Bedürfnis" kein Ungeheuer ist, sie aber frohlockend mit dem Feuer spielt. Ihre Geschichten berichten nicht nur von der Frau, die sich naiv vom Mann lenken und retten lässt, Rosaleens weibliche Figur wertet keineswegs einseitig über das mögliche Übel, und zeigt sogar mit dem Finger auf die, die gelegentlich unberechtigt glauben, etwas Besseres zu sein. Dunkle Horrorszenarien weichen hellen Farben, eine gehobene Gesellschaft trägt Perücken und Kleider der Barockzeit, die Feinheit verdeckt ihr Fressgelage nicht komplett. Rosaleens Heroine lacht diese Gesellschaft aus, sprengt den Spiegel, auf dem nur das Äußere gesehen werden kann, und dadurch wird erkenntlich, welch haarige Kreaturen da suhlend ihre Selbstherrlichkeit zelebrieren. Letztendlich kann eine versöhnliche, zärtliche Entwicklung auf mehreren Ebenen zum Abschluss kommen, ein dramaturgischer Geniestreich. 

DIE ZEIT DER WÖLFE ist so voll von Symbolen, die in Märchen, der Traumdeutung und der psychologischen Interpretation ihren Ursprung haben, dass einige Zuschauer nahezu übersättigt sein können. Jordan hat die Masse an Informationen jedoch überaus harmonisch in Szene gesetzt, gut verpackt.  

Also nein! Durch eine ovale Form aus Getrüpp richtet sich der Blick auf Rosaleen, die neugierig einen riesigen Baum hinaufklettern will, obwohl auf Ästen doch für jeden ersichtlich Schlangen schlängeln, die höchstwahrscheinlich Menschen auf den Geschmack des Verbotenen bringen wollen. Wilde Tiere stehen der Primitivität der Menschheit gegenüber. Eulen, die in DIE ZEIT DER WÖLFE häufig auftreten, werden literarisch zwar meistens mit Hexen in Verbindung gebracht, symbolisieren aber auch einen Aufruf dazu, umsichtig einen Blick hinter die Fassaden zu werfen, sich selbst mehr zu trauen als anderen. Was machen denn die Kröten an so vielen Stellen? Dieses Tier zählt zu den metaphorischen Wegweisern. Oh Schreck, Ratten kommen! Sie verkörpern oft Streitigkeiten, Abscheu, Angst, Krankheit und Verrat. Dabei versinnbildlichen die Nagetiere in der Traumdeutung für Menschen, die in der Realität vor potenziell riskanten Vorhaben stehen, eine Warnung, achtsam und nicht voreilig vorzugehen. Puppen, sind die ersten 'Kinder', psychologisch gesehen erscheinen sie im Traum als Hinweise auf unterdrückte Teile der Persönlichkeit. In diesem Fall fordert dieses Spielzeug den Träumenden dazu auf, sein Ich zu akzeptieren. Besonders, wenn es den Menschen verfolgt. Logischerweise ist so ein Ding eine Verbindung zur Kindheit, und Jordans Protagonistin ist augenfällig erpicht darauf, diese hinter sich zu lassen. Das menschenähnliche Erscheinungsbild zeigt ein gewolltes Trugbild auf, dieses Objekt lebt nicht, traumdeuterisch das unbefriedigte Liebesleben. Wie ein Fremdkörper im Alpdruck kommt ein weißer Storch angeflattert, der deutet häufig auf einen Kinderwunsch hin, oder den Weg in diese Richtung, das haben Jordan und Carter nicht vergessen. Ebenso der Igel (Wunsch nach Schutz sowie Geborgenheit), Würmer (Achtung: negative Menschen! Gestalte dein Leben fruchtbarer!) und Marder (Lern dich zu kontrollieren! Nimm dich in Acht vor Streitsüchtigen!) passen gut zu diesem riesigen Puzzle. Allerorts haben Spinnen ihre Netze gesponnen, das Mädchen wartet auf einen guten Fang. Hunde stammen vom Wolf ab, etwas Natur steckt unumkehrbar in ihnen, kein Wunder, dass sie und Menschen, die das Biest wohl nie besiegen, parallelisiert werden. Domestikationen haben ihre naturgegebenen Einschränkungen. Wölfe leben in einem gemeintschaflichen System, dringen Menschen in ihr Territorium ein, kann es zu Konflikten kommen, das Urbild vom Werwolf. Daraus resultierte eine Hysterie, die in mehreren Ländern zur Ausrottung des Raubtieres führte.  

So anstrengend überwältigend Metaphern die Szenenbilder auch füllen, Jordan hat mit Humor, eindrucksvollen Effekten, und geheimnisvolle Gothik-Ästhetik einen Zugang bewahrt. 

Jordans Regieanweisung umfasste das Spiel der Akteure, mit dem Anspruch, wie meist im Theater, überdeutlich die Bedeutung der Figuren darzustellen. Sarah Pattersons süßen Reh-Augen, in denen es zeitweise diebisch blitzt, hätten für Rotkäppchen nicht besser sein können. Patterson konnte drei Jahre später in SCHNEEWITTCHEN ähnliches wiederholen. Angela Lansbury (drei Oscar-Nominierungen) ist dank der Maskerade und ihres schauspielerischen Könnens so präsent, als sei ihre Figur aus dem Märchen in unsere Welt gekommen. Mit Schrecken musste ich feststellen, dass David Warner (Titanic) in diesem Jahr verstorben ist. Durch sein tolles Spiel hat er sich verewigt, darunter diese Ausstrahlung, als 'Rotkäppchens' Vater. Graham Crowden (1922–2010, Der Erfolgreiche) hat den schrulligen Priester so gegeben, dass Humor und eine Kirchenkritik unangestrengt zusammenpassen. Kathryn Pogson (Brazil) zeigt im Fantasiegebilde der Hauptfigur sehenswert den Mittelfinger. Stephen Rea (Oscar-Nominierung für Jordans The Crying Game) und Micha Bergese (Jordans Interview mit einem Vampir) ist zu verdanken, dass alle Aspekte der Werwölfe auch schauspielerisch berücksichtigt worden sind. 

Was die 9 Effektspezialisten in diesem Film zu Tage gefördert haben, ist ein faszinierendes Kunstwerk, die Verwandlungen sind Highlights, für Filmfans, die die alte Schule mögen. Die starren Augen während dieses Vorgangs stören nur unwesentlich, finde ich. Um beißende, mordende Monstren, geht es nicht, blutig wird es, reinrassiger Splatter und Gore sind aber an anderer Stelle besser aufgehoben, DIE ZEIT DER WÖLFE ist ein eigenes Genre. Jordans Werwolf-Film spricht zwischen den Zeilen, auch mit altbewährten Methoden, redet die Dramatik nicht klein, obwohl die Einfalt der veralteten Verarbeitung mit Humor entlarvt wird. Die Ironisierung ist entwaffnend und regt zugleich intelligent zum kritischen Denken an. Märchenhafte Schlösser sowie Wälder, wie sie in uralten Märchen-Verfilmungen vorkommen könnten, und sogar Plastik-Spinnen zulassen, sind eine Überzeichnung, perfekt zu der Zeitlosigkeit des Kerns, die zusätzlich narrativ markiert ist. George Fentons (5 Oscar-Nominierungen) orchestraler Beitrag revolutioniert dann noch alte klassische Musik, verdreht sie in manchen Szenen Free Jazz-artig, einfach umwerfend. Wer für Stanley Kubrick die Kamera geführt hat, genauer gesagt, 2001: Odysee im Weltraum, kann einem einzigartigen Film wie DIE ZEIT DER WÖLFE meistern, Hut ab, Bryan Loftus. Cutter Rodney Holland (1942–2009, Wenn die Gondeln Trauer tragen) und den unzähligen Künstler, die diese unglaublich aufwendigen Kulissen erbaut haben, sowie für die Kostüme zuständig waren, kann man nur danken.

 

WERWÖLFE können so viel mehr sein, als blutgierige Ungeheuer. Neil Jordans Film ist sehr ungewöhnlich, und entschlüsselt seine Rätsel nur für die, die Spaß daran haben, umzudenken. Ein beachtenswertes Unikum aus der ersten Liga. 

8/10
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Kommentare

19.09.2022 17:49 Uhr - sonyericssohn
2x
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Erfahrungspunkte von sonyericssohn 9.739
Ich such gerade weit hinten in meinem Hirn nach Fetzen von Erinnerungen... Den kenn ich doch !!? Aber es ist schon ewig her ! Danke dir ! ....ich kenn den. ...ich kenn den.

19.09.2022 18:53 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 17
Erfahrungspunkte von dicker Hund 5.197
Der steht bei mir recht weit oben auf der Rewatch-Liste. Diese Rezi dient als üppiges Entree. Und üppig ist genau mein Ding. Mit der Erinnerung geht es mir aber fast so wie Sony. Der Erstkontakt dürfte ein Vierteljahrhundert her sein...

19.09.2022 19:39 Uhr - cecil b
2x
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Danke euch Beiden! :)

Bei mir war der Erstkontakt auch ewig her. Damals: Interessant. Aber ich wollte einen Werwolf-Film sehen, und bekam nicht das, was ich erwartete.

Als ich mal ne Werwolf-Reihe schrieb, auch angeregt durch Sonys Review zu WILDING, wurde mir nahegelegt, diesen Film neu zu entdecken. Richtig so! ;) :)

Entree: Hatte das Wort nicht mehr auf dem Schirm: Lesen bildet. :)

Ich finde den so gewöhnungsbedürftig wie Valerie – Eine Woche voller Wunder und EDEN UND DANACH. (Reviews vorhanden. ;) )

90 Minuten um die Ecke denken. Oder einfach die schönen Bilder genießen.



19.09.2022 21:01 Uhr - Intofilms
1x
Ja, ein sehr faszinierender Film von Neil Jordan, den ich generell sehr schätze. Neulich erst habe ich an „Zeit der Wölfe“ denken müssen, als ich eine aufregende Neuentdeckung gemacht habe: „Celia“ von Ann Turner. Das ist ein australischer Horrorfilm (oder eine Art Horrorfilm) aus dem Jahr 1988 über die heranwachsende Titelfigur, die ebenfalls mit außergewöhnlich viel Fantasie und Einbildungskraft begabt ist. Imagination ist ja ein ganz großes, wichtiges Thema für die Romantiker, die das gern als „Ahnung“ bezeichnet haben. Und Grimms Märchen sind ja kernromantische Texte. Deswegen passt das hier alles so gut zusammen, finde ich. Natürlich gibt es auch deutliche Unterschiede zwischen „Celia“ und „Zeit der Wölfe“. Doch für mich haben die Gemeinsamkeiten wohl überwogen (sonst hätte ich diese Verbindung wohl nicht hergestellt). Jedenfalls ist „Celia“ so gut und sehenswert, dass ich beinahe wütend war, den Film erst jetzt gesehen zu haben. Dürfte dir auch gefallen. ;)

19.09.2022 21:25 Uhr - cecil b
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Vielen Dank für den Tipp!

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