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Nina Forever

Herstellungsland:Großbritannien (2015)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Komödie
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,00 (2 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Das Liebesglück zwischen Rob und Nina wird plötzlich unterbrochen, als Nina bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Als Rob dann kurze Zeit später die Arbeitskollegin Holly datet, versucht er einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Beim Sex aber, erscheint Nina den beiden wieder. Erst hält Rob dies für Einbildung und Holly ist verschreckt, dann wird den beiden aber bewusst dass sie wirklich eine Untote zu sein scheint. Eine ungewöhnlich Dreiecksbeziehung beginnt, denn Nina erkennt ihren Tod nicht als Trennungsgrund an. ()

eine kritik von ghostfacelooker:

Stellen wir uns die Inbrunst, der damaligen Julia in Hellraiser vor, die aufgrund ihrer, sagen wir unerfüllten Liebe zu ihrem Schwager Frank, jenem mit „Opfergaben“ hilft, sprichwörtlich wieder auf die Beine und Tinte in den Füller zu bekommen. Zuletzt stellen wir uns den gutgelaunt aber toten Bernie vor und machen daraus eine Romanze.

Das wäre eine bessere Variante, als das, wäre wesentlich lustiger, als das, was die Brüder Chris und Ben Blaine einem hier servieren. Stimmen aus dem Netz vergleichen dieses Machwerk mit Dona Flor und ihre beiden Ehemänner, respektive dem amerikanischen Remake Kiss Me Goodbye, vergessen dabei aber, das beide humorvoller sind.

Natürlich lässt sich über Geschmack, bekanntlich nicht streiten, da es bestimmt auch hier absolute Verfechter des Indiependent-whatever-Genre geben wird, die dieses Werk als Geheimtipp anpreisen, und auch noch in der lächerlichsten Szene ein morbides Kunstwerk sehen, dessen Glanz nur eingeweihten Augen vorbehalten sein dürfte, aber mir ist die Absurdität einer Leiche (Fiona O'Shaughnessy) , die jedes Mal, wenn der Ex (Cian Barry), mit seiner neuen Flamme Holly (Abigail Hardingham) intim wird, schwammähnlich aus der Matratze herausgesogen wird, um dann lethargische Weisheiten aus dem Jenseits, wie ich kann nichts wollen, oder spüren, abzusondern, einfach als halbwegs logischer Handlungsstrang zu groß.

Vor allem, warum zum Geier die trotz ihrer Verletzungen a la der Toten aus American Werwolf und Friedhof der Kuscheltiere, vergleichend auf morbide Weise noch ziemlich attraktiv wirkende Alte, überhaupt auftaucht, wenn sie nichts kann außer grapschend und blutend Trübsal blasend rumzuliegen.

Diese Intention, schaffen die Regisseure und Drehbuchschreiber in der gesamten Zeit nicht mir halbwegs plausibel erklären zu können, sondern haben nichts besseres zu tun, als mir die blutigen Konsequenzen quasi als indirekte Tatortreinigung zu präsentieren, was wiederum wie ein Großreinemachen von zwei ausnüchternden Asozialen wirkt. Gleiches gilt auch für deren Ausstrahlung, denn Holly und Rob erzeugen gemeinsam soviel Sympathie wie Motten, die von elektrischen Insektenfallen gegrillt werden.

Es fehlt neben nicht aufkommen wollender Spannung, nicht nur Tempo, sondern eben besagte Ambition der Figuren. Gut Holly, ist einfach eine verkappte Gothicbraut, die von Leichen oder allgemeinem Kontext des Todes angezogen zu sein scheint und deshalb Sanitäterin werden will, während Rob durch den Tod von Nina und der damit verbunden Fixierung auf selbige, einfach ein stiller Eigenbrötler mit behaftet, lähmenden Ausstrahlung eines verbranntem Würstchen abgibt.

Wenn man wenigstens noch Horror-, Schockelemente oder komplex tiefgründige Dialog in diese verkorkst und ungelenk wirkende Verfilmung eingebaut, oder dies gänzlich als Komödie verstehen könnte dann wäre es der eventuell blutig, frech Spaß, welchen die Trailer suggerieren, aber nichts, keine einzige Filmminute ist auch nur annähernd fesselnd, sondern ein quälendes Zeugnis der darin parallel ablaufenden Darbietungen, die als Kurzfilm, gelungener gewesen wäre.

Auch hierin zeigt sich mal wieder, das nicht jeder, mit irgendeinem Award ausgezeichnete Film, diese Auszeichnung einerseits rechtfertigt und andererseits Auszeichnungen nicht immer gleichbedeutend mit qualitativ hochwertigem Filmgenuß zu verstehen sind. Klar gibt es Filmdebüts die ausgezeichnete Geschichten von Regisseuren erzählen,die keine große Filmerfahrung vorweisen können, aber dieses Werk gehört zu jenen die die Regel bestätigen und keine Ausnahme sind.

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