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Fight Club

Herstellungsland:USA (1999)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Drama, Komödie, Thriller, Mystery
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,08 (156 Stimmen) Details
inhalt:
Hochbezahlter Job, Designerwohnung, goldene Kreditkarte und teure Versicherung: für den Mann der modernen Zivilisation gibt es keine Herausforderungen mehr … bis er auf Tyler Durden trifft. Der charismatische Visionär nimmt die orientierungslosen, abgestumpften Seelen unter seine Fittiche und lehrt sie, wieder zu fühlen – vor allem Schmerz. Im „Fight Club“ prügeln sie sich mit nackten Fäusten die Langeweile aus dem Leben. Immer mehr Männer drängen nachts in den Club, immer brutaler werden die Kämpfe. Doch für Tyler ist gerade mal die erste Stufe erreicht...
eine kritik von deniro:
Eigentlich hatte ich Fight Club" erst relativ spät gesehen. Warum?



Ich dachte tatsächlich das es sich hier wieder mal um einen dieser stumpfen und inhaltslosen "Kloppfilme" dreht. Ja, gekloppt wird hier auch, aber nie ohne Kontext und mit einer gehörigen Portion Zwang zur Selbstzerstörung!



Der leicht depressive Yuppie (Edward Norton) freundet sich mit dem charismatischen Tyler Durden (Brad Pitt) an und findet Unterschlupf bei ihm, nachdem seine Wohnung auf mysteriöse Art und Weise in die Luft gejagt wird. Ein gewollt herbei geführte Schlägerei zwischen den beiden entwickelt sich zu einer handfesten Auseinandersetzung, die mit der Erkenntnis endet, dass man sich nach einer ordentlichen Portion Prügel einfach besser fühlt. Der "Fight Club" ist geboren. Immer mehr Männer versammeln sich, um sich zu schlagen - und gestärkt in den Alltag zu gehen. Wie ein Virus greift das Konzept um sich, doch für Tyler ist der Kampfverein nur die erste Stufe, um die USA in die Knie zu zwingen.



Oh Gott, was hatte dieser Film für Emotionen bei mir losgetreten. Nach dem ersten Sichten war ich wahnsinnig beeindruckt in Anbetracht der Intensität und physischen Darstellung der Handlung.Ich hatte einfach das Gefühl das bei diesem Film einfach alles stimmte, Soundtrack, Kamera, die nötige Portion Gewalt, die Inszenierung, die Auflösung am Ende! Alles passte zusammen.



Darüber hinaus konnte man nicht wirklich sicher sein das Fincher nach dem ebenfalls grandiosen "Sieben" wieder so einen Hit abliefern würde. Doch mit "Fight Club" zeigte er, das er zurecht zu den Top Regisseuren Hollywoods gehört.



Dabei bietet "Fight Club" nicht wirklich leichte Kost. Ganz im Gegenteil. Zu jeder Minute spürt man die gesellschaftskritischen Gedanken des Regisseurs. Ein Film der dich irgendwie erdet, der dir ins Gesicht schlägt, dich zurückholt zu den Dingen die im Leben tatsächlich wichtig sind und unsere grenzenlosen Konsumorgien bloßstellt. Auch das der Hauptprotagonist keinen Namen trägt, sondern nur als anonymer Erzähler kommuniziert wird, trägt dazu bei das jedem von uns der Spiegel vorgehalten, und die eigene Fehlbarkeit auf krasse Art und Weise aufgezeigt wird.



Natürlich sind das Stilmittel die von der breiten Masse, ja nicht einmal von damaligen Kritikern, leicht verstanden und honoriert wurden. So verwundert es nicht das "Fight Club" an den Kinokassen eher floppte, und erst später durch die Heimkinoauswertung zu den Ehren kam die ihm gebührte.



Für die beiden Hauptrollen hätte man keine bessere Wahl treffen können. Sowohl Norton als auch Pitt, spielen hier eine der intensivsten und überzeugendsten Rollen ihrer Karrieren. Doch auch die Nebenrollen sind toll besetzt, allen voran Helena Bonham Carter, Meat Loaf und Jared Leto wissen zu überzeugen.



Der Film steckt voller kreativer und anarchischer Ideen, angefangen von den nur für den Bruchteil einer Sekunde zu sehenden Bildern von Tyler, oder den als nicht weniger als genial zu bezeichneten Soundtrack. Wer während des Filmes davon noch nicht überzeugt war, wird spätestens beim Finale und beim Erklingen des Songs "Where is my Mind" der grandiosen Pixies (kennt die noch jemand), Gänsehaut spüren.



Für mich jedenfalls gehört "Fight Club" zu den beeindruckendsten Werken des neueren Hollywood Kinos. Für mich ist "Fight Club" tatsächlich der perfekte Film. Man kann nur hoffen das wir auch in Zukunft auf die gehörige Portion Anarchie im Kino nicht verzichten müssen.



Steckt nicht in jedem von uns ein kleiner Tyler Durden?





10/10
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Kommentare

04.12.2015 00:30 Uhr - Präsident Clinton
1x
User-Level von Präsident Clinton 2
Erfahrungspunkte von Präsident Clinton 36
Sehr gutes Review zu einem Meilenstein des modernen Kinos.
Ein furioses, einzigartiges Meisterwerk und einer meiner definitiven Lieblingsfilme.

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