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Born Hero

Originaltitel: Lung Zoi Gong Wu

Herstellungsland:Hongkong (1986)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Action, Drama, Krimi
Alternativtitel:Legacy of Rage
Long Zai Jiang Hu
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,33 (12 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Brandon und Micheal waren schon immer die besten Freunde. Doch Micheal Vater macht krumme Geschäfte in der Unterwelt und als es einen Mordanschlag gibt wird Brandon als Täter präsentiert und landet unschuldig im Gefängnis. Nach acht Jahren kommt Brandon wieder frei und sein damaliger bester Freund Micheal hat nicht nur ein Imperium geschaffen sondern hat sich dazu Brandons Mädchen unter den Nagel gerissen. Brandon will blutige Rache und so wird er zum geborenen Helden. ()

eine kritik von themoviestar:

Lange bevor Brandon Lee, der Sohn der 1973 verstorbenen Martial-Arts Legende Bruce Lee, seine Kampfsport Fähigkeiten auch in amerikanischen Actionfilmen wie Showdown in Little Tokyo (1991) oder Rapid Fire (1992) unter Beweis stellte,  gab er 1986 sein Spielfimdebut im Hong Kong Action-Thriller Lung Joi Gong Woo aká Legacy of Rage: Born Hero. Der etwas actionarme, aber trotzdem auf Grund seiner ansprechenden Handlung über weite Strecken akzeptabel unterhaltsame Streifen kam in Asien 1986 in die Kinos und war dort ein voller Erfolg. In den restlichen Teilen der Welt fand Born Hero, so der deutsche Verleihtitel, erst größere Beachtung nach Lee's tragischem Tod während den Dreharbeiten zum düsteren Fantasy-Action Abenteuer The  Crow - Die Krähe (1993). Die US Premiere von Legacy of Rage: Born Hero war erst 1998 direkt auf Video. 

Regie führte Ronny Yu, der in den 80er Jahren lange vor seinen internationalen Kinohits wie Chucky und seine Braut (1998) oder Freddy vs. Jason (2001) auf dem asiatischen Markt tätig war und einige Actionfilme drehte. Ronny Yu hatte ursprünglich eine viel Kampfsport orientiertere Ausrichtung im Sinn, doch Brandon Lee war dagegen, da er mit seinem berühmten Vater nicht verglichen werden wollte. Yu änderte darauf hin die gesamte Ausrichtung des Films, so dass dieser nur eine überschaubare Menge an Martia-Arts beinhaltete und letzten Endes vom Stil her und von der finalen, blutigen Shoot-Out Orgie her an John Woo's A Better Tomorrow aus dem Heroic Bloodshed Genre ähnelt, das zu damaligen Drehzeiten in aller Munde war. Der Film handelt vom jungen Brandon (Brandon Lee), der von seinem besten Freund Michael (Michael Wong) unschuldig hinter Gitter gebracht wird, da dieser ihn aus dem Weg haben will, weil er auf seine große Liebe scharf ist. Der kriminelle, in Drogengeschäfte verwickelte Michael erschießt einen verdeckten Ermittler der Polizei und schiebt Brandon die Tat in die Schuhe, was für Brandon 8 Jahre Knast bedeutet und die Beziehung zu seiner Freundin ruiniert. Nach seiner Haftstrafe will Brandon nur noch Rache!

Der Film definiert sich in zwei Dritteln seiner Laufzeit über die größtenteils unterhaltsam vorgetragene und packende Story, die beliebte Inhalte des Heroic Bloodshed Genres in den Mittelpunkt stellt. Werte wie Ruhm, Ehre, Liebe, Verrat und Freundschaft spielen eine große Rolle. Die Figurenzeichnung ist klar aufgeteilt zwischen Gut und Böse. Im Endeffekt ist Born Hero ein kleines Märchen für Erwachsene. Auffällige, aber im Großen und Ganzen noch verschmerzbare Längen entstehen nach bis dahin flüssigem Handlungsverlauf während Brandon's lang gezogenem Aufenthalt im Knast, der durch Trägheit und überflüssige Nebeninhalte ausgebremst wird. Auch der Sektor zwischen der Haftentlassung und dem hammerharten Finale hätte mehr Geradlinigkeit vertragen können, um die über die ganze Laufzeit betrachtet überschaubare Menge an Action zu kompensieren, die vom Showdown einmal abgesehen, auch nicht unbedingt die Spektakulärste ist.

Aus Actionsicht ist der Cameo Auftritt von Bloodsport Kultbösewicht Bolo Yeung interessant, der sich in jungen Jahren bereits mit Brandon Lee's berühmten Vater Bruce  in Enter the Dragon (1973) angelegt hatte. Ohne in den Credits erwähnt zu werden, spielt Yeung einen aufmüpfigen Kneipengast der den erklärten Helden zu einem mittelmäßig spektakulären Straßenkampf herausfordert, in dem Brandon Lee seine ausgezeichneten Kampfsport Fähigkeiten andeuten darf. Da Lee bekannterweise auf eine Reduzierung der Kampfsport Inhalte bestand, gibt es ansonsten in dieser Hinsicht bis auf ein bis zwei weitere kleine Keilereien relativ wenig zu bestaunen. Unbestrittenes Highlight von Legacy of Rage: Born Hero ist das Blei- und Blut- durchtränkte Finale, in welchem ein wahres Feuerwerk an blutigen Shoot-Outs und Explosionen geboten wird und Lee auch nochmals mit seinen flinken Handkanten hinlangen darf, wobei auch bei diesem gelungenen Showdown mehr Spielzeit wünschenswert gewesen wäre. 

So ist die Action bei Legacy of Rage: Born Hero sachlich und nüchtern ausgedrückt mehr oder weniger nur eine Randerscheinung. Die Hauptlast wird von der insgesamt stimmigen Geschichte und den überzeugenden Darstellern getragen. Ein damals noch recht junger Brandon Lee gleicht seine Unerfahrenheit mit seinem motivierten und frischen Schauspiel aus. Emotionen kann er klar vermitteln, auch wenn er in manchen Einstellungen noch etwas hölzern und unbeholfen aussieht. Sein Hauptkonkurrent Michael, der von Michael Wong gespielt wird, weiß ebenfalls zu gefallen. Wong verleiht seiner hinterhältig agierenden Figur mit seinem Charisma Esprit und Feuer, damit die Handlungen dementsprechend nachhaltig und bösartig wirken. Bei Regina Kent's erotischer Ausstrahlung und ihrer unbestrittenen Attraktivität ist es kein Wunder, dass ihr Filmcharakter May das Streitthema Nummer 1 bei den männlichen Hahnenkämpfen ist. Sie, sowie die meisten der zahlreichen Nebendarsteller, können zumindest ordentliche Leistungen anbieten, so dass es schauspielerisch wenig zu beanstanden gibt.

Legacy of Rage: Born Hero ist also alles in allem ein ordentliches Erstlingswerk, dass Brandon Lee's Potenzial als Schauspieler und Kampfsportler gut andeutet und mit einer insgesamt überzeugenden Geschichte punkten kann. Im Vergleich mit Lee's späteren Krachern wie Showdown in Little Tokyo, Rapid Fire - Unbewaffnet und extrem gefährlich und The Crow - Die Krähe muss sich Legacy of Rage: Born Hero aber vor allem was die Action angeht hinten anstellen, da ist noch gehörig Luft nach oben.  MovieStar Wertung: 6 von 10 Punkte.

6/10
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Kommentare

28.11.2022 14:34 Uhr - Kaiser Soze
1x
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Super geschriebenes Review mit vielen Infos, Verbindungen und Verweisen. Ich habe den Film gestern auf ner Börde gekauft, erstmals geschaut und schreibe ebenfalls eine Besprechung - aber keine Sorge, die wird anders als deine ;-D Mir hat Born Hero wesentlich besser gefallen als dir, aber du erläuterst deine Ansicht aufschlussreich, das soll also keine (!) Kritik darstellen.

28.11.2022 19:07 Uhr - voorheeskrüger
1x
Wieder eine Freude dein super Review zu lesen.Wie immer mit Infos ,das liebe ich bei deine Reviews.Dieser Film hier bewerte ich wie du mit 6 von 10. Leider ist Brandon Lee viel zu früh verstorben , genauso wie sein Vater.

28.11.2022 21:21 Uhr - TheMovieStar
2x
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@ Kaiser: vielen Dank fürs lesen und für deinen Kommentar. Bei mir war born Hero der Preis für ein Gewinnspiel was ich hier gewonnen hatte. Freut mich wenn dir der Film vielleicht noch ein bisschen besser gefallen hat als sie mir wobei ich ihn auch nicht schlecht finde.

@ vorheeskrüger: vielen lieben Dank auch dir fürs Lesen und für deinen netten Kommentar. Schön, wenn Du meine Reviews gerne liest und wenn wir den Film gleich bewerten das freut mich sehr😊👍

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