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Eliminators

Herstellungsland:USA, Großbritannien (2016)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,43 (7 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Thomas (Scott Adkins), ehemaliger DEA-Agent, ist zusammen mit seiner Tochter Carly im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms in London untergetaucht. Als Diebe irrtümlicherweise in seine Wohnung einbrechen, da sie dort Schmuggelware vermuten, eskaliert die Lage und endet für die Eindringlinge unverhofft in einem Blutbad. Durch diesen unglücklichen Zwischenfall fliegt jedoch Thomas Tarnung auf und die gesamte Londoner Unterwelt erfährt von seiner neuen Identität. Darunter befindet sich auch kein Geringerer als Gangsterboss Cooper (James Cosmo), Thomas Ex-Schwiegervater und Erzfeind, der daraufhin die berüchtigtsten Auftragskiller Europas beauftragt, Thomas zu eliminieren, während er sich selbst auf die Suche nach seiner Enkelin Carly macht. Wütend und kompromisslos setzt der kampferprobte Ex-Agent alles daran, seine hartnäckigen Verfolger – darunter den tödlichen Bishop (Wade Barrett) – im Alleingang abzuschütteln und seine Tochter in Sicherheit zu bringen. (Universum Film)

eine kritik von phyliinx:

"Eliminators", ist ein Actionfilm von James Nunn, der im Jahr 2016 veröffentlicht wurde. Die Hauptrolle spielt Scott Adkins, die Antagonisten verkörpern Wade Barret und James Cosmo. Der 94-minütige Film wurde durch die WWE -Studios produziert und von der FSK ab 16 Jahren freigegeben.

Der ehemalige DEA -Agent Thomas lebt mit seiner Tochter im Zeugenschutzprogramm. Als drei Einbrecher sich in der Adresse irren, muss er sein Heim verteidigen. Das bringt ihn in das Visier des Verbrechers Cooper, der den Auftragskiller Bishop entsendet, um eine alte Rechnung zu begleichen.

Schon in der ersten Actionsequenz macht sich Nunns Auge für übersichtliche Konfrontationen zugunsten meiner Liebe für glatte Kameraarbeit positiv bemerkbar. Adkins blockt und kontert die Attacken der Lumpen, weicht ihnen aus und landet selbst Treffer, während die Kamera ihm treu folgt, nur wenige Schnitte einfließen lässt. Dass drei maskierte Halunken ihn schlussendlich doch niederringen, dient nur der Theatralik, wie sein anschließender Gegenschlag beweist.

Dieser, und das verstehe ich nicht, bringt ihn unter die Fittiche der Polizei. Skriptautor Nathan Brookes erklärt, dass die Gesetzeshüter den sympathischen Briten, der gern als nächster Bond diskutiert wird, ihn aufgrund seiner Ohnmacht zwischen offensichtlich kriminellen Schergen als Aggressor der Situation betrachten. Viel Sinn ergibt das nicht. Freude bereitet hingegen ein Twist in der Filmmitte, welcher unter den Beteiligten Dynamik streut und die Spannung etwas ankurbelt.

Adkins tritt in Eliminators gegen vergleichsweise wenige Gegner an, die er im Nahkampf stets zügig aus dem Weg räumt, wenn er sie nicht gleich erschießt. Das Hauptaugenmerk des Streifens liegt auf der Hetzjagd, die ihm Bishop auf birgt. Daraus resultieren regelmäßig interessante Begegnungen, in denen beide Kontrahenten aus dem Fundus ihres kämpferischen Repertoires schöpfen. Obwohl Adkins mit seinen Drehungen und Luftmanövern hierbei natürlich die von ihm bekannte Eleganz zum Tragen bringt, verleihen Barrets träge, schwerfällige und harte Angriffe jedem Aufeiandertreffen der Kontrahenten ordentlich Wucht. Prestigeträchtige Attacken werden zu vollem Glanz binnen kurzer Zeitlupen hervorgehoben. So kann sich jeder selbst von einem Backflip auf engem Raum und diversen Wrestling -Griffen überzeugen, bevor es ohne Verlangsamung nicht minder akrobatisch weitergeht.

Die Action hat allerdings auch ihre eindeutigen Schattenseiten. Wem etwas an Schusswaffen liegt, der wird bei Eliminators vielleicht etwas enttäuscht. Mit Ausnahme eines Sturmgewehrs, klingen sämtliche Ballermänner arg schwach. Etwas mehr Druck im Sounddesign, würde besonders einer Clubszene gegen Anfang zu noch mehr Intensität verhelfen. Das selbst Revolver nur ein plastisches Husten aus dem Abzug entlassen, stimmt für die folgenden Schusswechsel, welche neben sorgsam verteilten Mann -gegen -Mann-Schlagabtauschen hin und wieder auch mal in üppiger Länge vorkommen, etwas nüchtern.

Auch insgesamt fällt neben den professionell ausgeführten Actionpassagen eine kostengünstige Produktion ins Auge. Mit dem grauen Filter, der Farben erdrückt und Umgebungen ihre Strahlkraft nimmt, verhebt sich Nunn, denn streckenweise wirken Szenen so etwas billig. Wieder einmal konnte mich auch die Musik kaum überzeugen. Dennoch macht das gesamte Gerüst schon wegen seiner Stars einen grundsoliden Eindruck. Die Neuauflage der Eliminators -Blu Ray ist tatsächlich so unansehnlich geraten, dass ich mir die Erstauflage mit dem deutlich besseren Cover gebraucht zugelegt habe. An der Film-Bewertung soll das allerdings nichts ändern. Hier bleiben gut gemeinte 6/10 Punkte.

6/10
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Kommentare

23.11.2022 10:23 Uhr - TheMovieStar
User-Level von TheMovieStar 13
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 2.724
Hallo Phyliinx,

gut geschriebene, aufschlussreiche Kritik mit tollen Formulierungen, die einen guten und vor allem VOLLSTÄNDIGEN Eindruck vom Film geben. Die Kritik habe ich sehr gerne gelesen und wertungstechnisch sind wir ja gleich, wobei wir unterschiedliche Punkte kritisieren :-)

Saubere Arbeit!
Gruß MovieStar


23.11.2022 17:38 Uhr - Phyliinx
User-Level von Phyliinx 9
Erfahrungspunkte von Phyliinx 1.143
23.11.2022 10:23 Uhr schrieb TheMovieStar
Hallo Phyliinx,

gut geschriebene, aufschlussreiche Kritik mit tollen Formulierungen, die einen guten und vor allem VOLLSTÄNDIGEN Eindruck vom Film geben. Die Kritik habe ich sehr gerne gelesen und wertungstechnisch sind wir ja gleich, wobei wir unterschiedliche Punkte kritisieren :-)

Saubere Arbeit!
Gruß MovieStar

Danke dir vielmals. Nächste Review zu einem dir bekannten Film kommt bald 😇 der ist nicht einmal so lange her


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