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Sidekicks

Herstellungsland:USA (1992)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Action, Martial Arts, Komödie
Alternativtitel:Sidekicks - Das Duell
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,44 (9 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Schüler Barry (Jonathan Brandis) hat's nicht leicht. Ständig wird er gemobbt. Bis er bei einem Asiaten (Mako) Kampfsport-Unterricht bekommt und auch sein Idol, Chuck Norris, kennenlernt. Moralisch gestärkt macht er sich auf, den Schul-Rowdy zu stoppen. (EuroVideo DVD-Cover)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

„Wie viele Liegestütze schafft Chuck Norris? Alle!“

Eben dieser alte Haudegen ist nicht "nur" Tang-Soo-Do- sowie Taekwondo-Meister sondern konnte nach seinem Auftritt als Gegner Bruce Lees in Die Todeskralle schlägt wieder zu (1972) durch die kultige Missing in Action-Trilogie (1984 bis 1988) & der Walker, Texas Ranger-Serie (1993 bis 2001) zum Filmstar avancieren; nicht dieselbe Klasse, wie Sly oder Arnie, aber bekannt und mitunter auch geschätzt.

Im Laufe seiner etwa 50jährigen Karriere spielte er in rund 40 Werken mit. Sein Auftritt im Ensemble-Actioner The Expendables 2 - Back for War (2012) mitsamt Chuck Norris Witz...

„Ich habe noch'n Gerücht gehört. Angeblich wurdest von 'ner Köntigskobra gebissen.“
„Ja, wurde ich. Aber nach 5 grausamen Tagen qualvoller Schmerzen, ist die Kobra gestorben.“

... dürften die meisten Genrefans kennen.

Sidekicks

(USA, 1992) ist ein Actioner mit (ungewollten?!) Trasheinlagen, Witzen & fast schon Fantasieelementen; wer sich fragt, was ich mit "Trash" meine, bitte den deutschen Trailer anklicken und die ersten 10 Sekunden schauen... Trash ist vllt nicht 100$ig korrekt benannt.

Im Film rettet der Teenie Barry (Jonathan Brandis) in Tagträumen seine Lehrerin (Julia Nickson) und ist ein Kumpel des berühmten Chuck Norris. In der Schule wird er allerdings gemobbt. Als er mit Kampfsporttraining beginnt, ändert sich sein Leben. 

Das etwas über anderthalb Stunden lange Werk erschien minimal geschnitten in Deutschland (mir reicht hier ehrlich gesagt die DVD) und UK, wie unsere drei Schnittberichte selbstverständlich festgehalten haben:

„Danke, Barry. Danke, dass du mir geholfen hast“
„Keine Ursache, Chuck. Dafür sind doch Freunde da.“

Die von Karate Kid (1984) inspirierte Handlung hat eine vergleichbare Grundstruktur wie das benannte Vorbild - Schüler, Mobbing, Training & Turnier mit Endkampf. Allerdings geht man auf dem Weg zum Ziel / Grande Finale dann doch auch eigene Wege.

Sein Kampfsportlehrer Mr. Lee (Mako) tritt derweil mitunter als vermeintlich Betrunkener auf - Sie nannten ihn Knochenbrecher / Drunken Master (1978) lässt grüßen. Über die gesamte Laufzeit verteilt finden sich, auch durch Lees Sprüche und Handlungen, immer wieder amsante Einlagen. Nicht brüllend komisch, aber heitert und wertet den Film auf. Übrigens arbeitet er hier als Koch, was mich natürlich an Alarmstufe: Rot (1992).

Besagte Tagträume bringen gelungene Abwechslungen und führen uns abrupt in völlig andere Welten a la Das Doppelleben des Herrn Mitty (1947) bzw. dem mir bekannten Remake Das erstaunliche Leben des Walter Mitty (2013). Diese sind an die Norris-Actionern

  1. McQuade - Der Wolf (1983)
  2. Octagon (1980)
  3. Missing in Action (1984)
  4. Hitman (1991) + Poster im Zimmer

angelehnt. Okay, das Ganze sieht zuweilen, vor allem direkt zu Beginn im ersten Ausflug gegen Ninja mit "Anleihen" an King Kong und die weiße Frau (1933) nach gewollt und nicht gekonnt und dann auch noch verharmlost (im Vergleich zu den Original-Werken) aus, aber die Idee ist nicht schlecht.

Leider ist das Geschehen aber so spannungsarm inszeniert, dass die nicht allzu neue Handlung eher langweilt. Die Darsteller tun ihr Möglichstes / sind stets bemüht... Da wirkt die Lehrerin noch am fähigsten. In Anbetracht, dass man sie aus Rambo: 2. Teil - Der Auftrag (1985) kennt, passt auch ein Joggen a la Rocky (1976) ins Gesamtbild. Der gefühlt einminütige Endkampf reists dann entsprechend nicht raus.

„Aufwachen!“
 

Fazit:
Sidekicks ist ein mittelmäßiger und kindgerechter Actionfilm um einen Jungen mit Tagträumen und Chuck Norris-Faible. Das Werk kann zwar mitunter unterhalten und bringt durch die Ortswechsel während der Träume einige nette Ideen bzw. Anspielungen hervor, wirkt aber oftmals einfach nur, wie ein seichter Abklatsch diverser Vorbilder.

Maximal 05 von 10 Punkten

„Ich finde wir beiden sollten es den anderen mal zeigen.“

5/10
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Kommentare

25.11.2022 12:23 Uhr - Thrax
Och den finde ich eigentlich auch ganz sympathisch.
Vor allem finde ich das Jonathan Brandis und Mako ebenso eine nette Chemie miteinander besaßen wie Ralph Macchio und Pat Morita in "Karate Kid".

Einzig Joe Picopo als Kelly Stone ist mir als Antagonist etwas zu sehr drüber, was aber wohl auch gewollt ist, da er wohl eine bewusste Karikatur von Martin Kove in Karate Kid darstellen soll.

Insgesamt kann man den aber schauen. Richtig gut ist er nicht, aber weh tut er auch keinem. 5/10 springt da durchaus auch bei mir raus.

25.11.2022 14:12 Uhr - TheMovieStar
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Hatte den als Chuck Norris Sympathisant damals bei Videostart ausgeliehen und war einigermaßen enttäuscht. Seit dem nie wieder gesehen. Danke jedenfalls für die die Erinnerung Kaiser.

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