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The Proposition - Tödliches Angebot

Originaltitel: The Proposition

Herstellungsland:Australien, Großbritannien (2005)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama, Western
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,33 (9 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Artur Burns verbreitet mit seiner Halunkenbande Angst und Schrecken im Australien des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Captain Morris Stanley wird schließelich damit beauftragt der Bande das Handwerk zu legen. Er schafft es tatsächlich nach einer Schießerei Burns jüngere Brüder Charley und Mike dingfest zu machen. Captain Morris schlägt dem älteren Charley einen Deal vor: Er tötet Arthur und im Gegenzug wird der erst 14jährige Mike verschont und freigelassen. Charley macht sich auf den Weg zu Arthur...
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eine kritik von haitoman:
Australien, Ende des 19. Jahrhunderts, das Ende der Buschranger-Ära. Das Land ist heiß, karg, öde und von ausgemergelten, verkommenen, verrohten Figuren bewohnt und strahlt, wohin man auch blickt, nichts als Trostlosigkeit aus. Inmitten dieser Hölle steht Captain Morris Stanley (Ray Winstone) für Recht und Gesetz der britischen Kolonialisten. Er will einen der berüchtigsten Outlaws zur Strecke bringen: Arthur Burns (Danny Huston). Als es Stanley gelingt, Arthurs Brüder Charlie (Guy Pearce) und Mike (Richard Wilson) zu stellen, macht er einen ungewöhnlichen "Vorschlag" (glatte Erpressung). Die gesuchten Verbrecher können dem Tod durch den Strick entgehen, wenn Charlie loszieht, seinen Bruder Arthur, der als wild, unberechenbar und wahnsinnig gilt, zu töten. Charlie hat neun Tage Zeit, ansonsten wird Mike - an Weihnachten - hingerichtet.

"The Proposition" hat mich überzeugt. Die ruhigen Bilder endloser, karger Weite untermalen die trostlose Stimmung so gekonnt wie die melancholische Musik. Die Darsteller sind allesamt sehr überzeugend; jeder Charakter lässt Nuancen seiner Persönlichkeit durchblicken, jede Figur ist auf ihre einzigartige Weise echt. Da ist vor allem auch Emily Watson als Stanleys Frau Martha zu nennen, die von Ihrem Mann wie ein Schatz gehütet wird und die schützenswerte Menschlichkeit im Moloch der Morallosigkeit verkörpern mag. Wo keine Moral herrscht, gibt es natürlich auch Gewalt. Es geht zur Sache, es wird alles gezeigt, wie es aussieht, und die Actionsequenzen (wenn man sie so nennen mag) werden nicht stilisiert, sondern bodenständig und nur mit wenigen Schnitten montiert präsentiert, was sich so auch stilistisch perfekt einreiht.

Im Zentrum steht ohnehin nicht das Geballere, sondern der brüderliche Konflikt zwischen Charlie und Arthur. Charlie kehrte der Burns-Gang einst den Rücken und nahm seinen kleinen Bruder Mike mit sich, denn Arthur schreckte vor nichts mehr zurück. Arthur lebt mit seinen Kumpanen (u.a. Tom Budge als Samuel Stote) in den Outbacks und wird selbst von den Aborigines als geisterhaftes Tier (genauer gesagt: Hund) betrachtet. Die historische Situation Australiens, in der britisch-althergebrachte Traditionen im Gegensatz zur Lebensweise der Kolonialisten stehen, spiegelt sich in ebendiesem Bruderzwist wider.

Klasse. 8/10
8/10
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