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Haitoman
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Eintrag: 20.08.2013

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Zwei glorreiche Halunken

(Il buono, il brutto, il cattivo)
Herstellungsland:Deutschland, Italien, Spanien (1966)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Abenteuer, Western
Alternativtitel:Le Bon, la brute et le truand
The Good, the Bad and the Ugly - Zwei glorreiche Halunken
The Good, the Bad and the Ugly

Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,64 (68 Stimmen) Details
inhalt:
Ein mysteriöser Fremder namens Joe, der mexikanische Revolverschütze Tuco und Setenza, ein sadistischer Krimineller, sind auf der Jagd nach einer Geldkassette. Inhalt: 200.000 Dollar. Die drei Desperados haben untereinander nichts gemeinsam - werden aber zu Komplizen, wenn es die Situation erfordert. Doch jeder verfolgt nur ein Ziel: Die Geldkassette. Und keiner von ihnen ist bereit zu teilen...
eine kritik von haitoman:
The Good
Blondie (Clint Eastwood) ist ein wortkarger Outlaw, der sein eigenes Ding durchzieht. Ein meisterhafter Schütze, der bei aller im Wilden Westen gebotenen Härte sein Herz am rechten Fleck und seinen Revolver selbst im Schlaf im Anschlag hat. Niemand kann Blondie etwas vormachen.

The Bad
Angel Eyes (Lee van Cleef), gefürchteter und berüchtigter Auftragskiller, kennt keine Gnade und keine ethischen Skrupel. Wer ihn bezahlt, kann sich sicher sein, dass der Job erledigt wird. Verfolgt er allerdings ein eigenes Ziel, ist nicht mal mehr ein Auftraggeber vor ihm sicher, und schon gar nicht, wenn es um sehr viel Geld geht. Angel Eyes ist auf der Suche nach Jackson. Jackson nennt sich inzwischen Bill Carson, denn er ist auf der Flucht, und es gibt Gerüchte darüber, dass er irgendwo eine Kiste mit $ 200.000 versteckt hat, hinter der eine Menge Leute her sind.

The Ugly
Tuco (Eli Wallach) darf sich als die Niedertracht in Person bezeichnen. Für ihn zählt nur, was für ihn von Vorteil ist, und nur zu diesem Zweck lässt er sich überhaupt auf krumme Dinger mit anderen ein. Er lügt, betrügt und gaunert sich durch den Westen, und durch seine Gewitztheit kann er sich gut durchschlagen. Für verschiedenste Verbrechen gesucht, verdient er seinen Lebensunterhalt zur Zeit damit, dass er sich von Blondie ausliefern lässt, auf spektakuläre Art von ihm wieder befreit wird und sie das Kopfgeld untereinander aufteilen.

Als Blondie beschließt, die Partnerschaft zu Tuco aufzulösen, da er wohl nie mehr als $ 3.000 pro Ablieferung bringen wird, und ihn daraufhin in der Wüste aussetzt, schwört Tuco Rache. Kaum, dass er Blondie aufgespürt und dingfest gemacht hat, soll auch dieser in der Wüste seinen Tod finden. Tucos Rache wird allerdings durch die Ankunft eines führerlosen Pferdewagens voller Toter und einem sterbenden Mann unterbrochen. Der Mann, der nach eigenen Angaben Bill Carson heißt, erzählt Tuco von einer Menge Geld, die er auf einem Friedhof versteckt hält und die Tuco haben könne, wenn er ihm doch nur etwas Wasser bringe. Das Wasser kommt zu spät: Carson ist verblichen, und ausgerechnet Blondie vernahm dessen letzte Worte, die den Grabstein beschreiben, unter dem das Geld lagern soll. Es hilft nichts; die beiden müssen, jeder seinen Teil der "Schatzkarte" für sich behaltend (denn wer traut schon einem Outlaw?) wohl oder übel zusammenarbeiten. Ihr Weg kreuzt sich mit dem von Angel Eyes, denn Tuco hat sich einfach Carsons Namen zugelegt. Unter Folter verrät Tuco Angel Eyes den Namen des Friedhofs, und Blondie soll ihn zum Grabstein führen. Der unausweichliche Showdown auf dem Friedhof rückt näher...

"The Good, the Bad and the Ugly" lässt sich in nur einem Wort zusammenfassen: bombastisch. Allein schon die Titelsequenz, in der Ennio Morricone seine musikalische Variante von Coyotengeheul auf den Zuschauer loslässt (eines der wohl bekanntesten Western-Themen) und die Credits mit Revolver und Kanone auf die Leinwand ge- und wieder zerschossen werden, ist der helle Wahnsinn. Morricones Thema zieht sich in verschiedenen Abwandlungen durch den gesamten Film, und auch die anderen Stücke untermalen ihn perfekt - oder besser: der Film untermalt die Musik, denn Morricone hat viele Stücke seiner Filmmusik bereits vor Beginn der Dreharbeiten geschrieben und eingespielt. (Nicht nur) Auf diese Weise harmonieren Film und Musik auf geradezu ideale Weise.

Die Bildgewaltigkeit ist ebenso enorm: Leone lässt seine Protagonisten aus der letzten Ecke des Horizontes ins Bild reiten, die karge Landschaft Atmosphäre und Stimmung versinnbildlichen und uns in jedem Frame wissen, dass er eine Vision hat. Jedes Bild schreit förmlich danach, in ein visuelles Epos zu gehören. Gleichzeitig wird der Bildausschnitt abwechslungsreich gewählt und die Bilder kreativ und dem Setting sowie dem Inhalt der Szenen angemessen und sie unterstreichend geschnitten. Hektische, schnelle Bilderfolgen in Duellsituation, unendlich weite und ausgedehnte Landschaftsansichten auf dem Weg der Helden, Close Ups, die die Nähe zum Geschehen und die Unmittelbarkeit desselben gekonnt zum Ausdruck bringen, Kamerawinkel zum Dahinschmelzen (z.B. Revolver, die lose im Halfter am Bein steckend von der Seite ins Bild kommen und deren baldiges Opfer in weiter Ferne über den Kolben hinweg schon zu sehen ist).

Sergio Leones Bilder sprechen meist für sich. So ist der Umstand, dass ziemlich wenig Konversation vonstatten geht, sehr passend und trifft etwa auch Blondies Charakter perfekt. In einem Interview hieß es gar, dass Eastwood oft mit Leone darüber gesprochen hat, weniger Dialoge zu verwenden, da dies quasi nicht nötig sei. Und wenn Blondie etwas sagt, dann ist es entweder etwas Bedeutsames oder hintergründig witzig. Überhaupt herrscht ein ironischer bis sarkastischer Ton in "The Good, the Bad and the Ugly" vor, der wiederum das dreckige Setting und die abgründigen Figuren bestärkt. Auch Angel Eyes ist, analog zu Blondie und gleichermaßen seine Nemesis, ein rauher, mundfauler Typ, der lieber seinen Revolver als seine Zunge sprechen lässt. Ihnen gegenüber steht Tuco, der sich permanent um Kopf und Kragen labert. Alle drei Outlaws gewinnen im Verlauf der Handlung Facetten hinzu. Dass Blondie immerhin noch ein Gespür für Gerechtigkeit hat, weiß man zwar recht früh, doch als er einem sterbenden Soldaten ein paar letzte Züge von seiner Zigarre nehmen lässt, weiß man, dass er im Grunde kein Böser ist. Auch Tuco fühlt sich, wie sich herausstellt, einsam und versucht dies ständig mit seiner überdrehten Art zu kaschieren, als er etwa von seinem Bruder Paco abgewiesen wird und dies komplett anders herum weitererzählt. Selbst Angel Eyes ist dazu in der Lage, zumindest Respekt für diejenigen aufzubringen, die es wie er drauf haben, sich durchzuschlagen, und sieht davon ab, Blondie wegen der Lage des Grabsteins wie Tuco zu foltern.

Über die gut 171 Minuten Laufzeit kommt nicht auch nur der Hauch von Langeweile auf, es ist kein Ansatz einer unnötigen Länge vorhanden, und die Bilder sowie die großartige Musik tragen den Zuschauer mühelos zur brillanten Friedhofssequenz und zum Ende der Geschichte. Ein Wahnsinnsfilm. 10/10
10/10
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