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Das goldene Schwert des Königstigers

Originaltitel: Du Bei Dao

Herstellungsland:Hongkong (1967)
Genre:Action, Drama, Martial Arts
Alternativtitel:One-Armed Swordsman, The
Duk Bei Diy
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,25 (4 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Dies ist eine Geschichte von Liebe und Haß, Freude und Leid, mitleidigem Erbarmen und tödlicher Rache Obwohl der Vater von Schwertkämpfer Feng nur ein einfacher Mann war, darf er trotz seiner niederen Herkunft in eine Schwertkämpferschule eintreten. Und bald schon ist er der beste Schüler seines geliebten Meisters Chi . Doch in einem hinterhältigen Zweikampf wird ihm der rechte Arm abgeschlagen. Aber das Schicksal meint es gut mit dem Kämpfer, der mit seinem Arm auch seine stärkste Waffe verlor! Das Bauernmädchen Hsiao findet den Verwundeten, pflegt ihn gesund, gibt ihm wieder Mut. Und das fast Unglaubliche geschieht' Nach Monaten harten Trainings ist Fang als einarmiger Schwertkämpfer schneller, gefährlicher und tödlicher als alle Schwertkämpfer im Lande Cheng Tien Show, von Freund und Feind nur der Grinsende Cheng genannt, hat mit seiner Bande Meister Chi und seinen Schülern Kampf auf Leben und Tod geschworen. Und er glaubt, daß nach dem Kampf nur er und seine Männer die Sieger sein können. Denn sein Freund - der langarmige Teufel - hat eine sogenannte Schwertfalle konstruiert, gegen die selbst der erfahrenste Schwertkämpfer machtlos ist. (TVP - The Vengeance Pack)

eine kritik von haitoman:
Der berühmte Schwertkampfmeister Qi Yu-Feng gerät eines Tages in einen Hinterhalt und wird vergiftet. Einer seiner Schüler kommt im letzten Moment zur Hilfe und kann seinen Meister retten, wird dabei aber tödlich verwundet. Meister Qi schwört seinem Schüler, dass er sich fortan um dessen Sohn Fang Gang kümmern und ihm die hohe Kunst des Schwertkampfes beibringen wird. Fang Gang ist ein brillanter Schüler, und als er erwachsen ist, soll er die Schule von Meister Qi übernehmen, was dessen andere Schüler und vor allem Qis Tochter allerdings wenig begeistert. Eifersüchtig schmieden sie einen Plan, um Fang Gang loszuwerden, wissen aber nicht, dass dieser sich längst dazu entschlossen hat, der Schule den Rücken zu kehren, um nicht weiterhin der Auslöser für Neid und Missgunst sein zu müssen. Als sie Gang schließlich stellen, kann er sie zwar mühelos besiegen, wird aber nach dem Kampf hinterrücks von Qis Tochter verstümmelt. Mit abgehacktem Arm und gebrochenem Schwert schleppt er sich von dannen und landet bewusstlos in den Händen einer Farmerin, die ihn zwar gesund pflegen, aber seine Fassungslosigkeit darüber, dass er seinen Arm verloren hat, nicht mindern kann. Fang Gang will dem Leben als Martial Artist abschwören und fortan einfacher Bauer sein, da er mit nur einem Arm keine Chance sieht, ein erfolgreicher Schwertkämpfer zu sein. Sich zunehmend nutzloser vorkommend versinkt er in Selbstmitleid, doch die Farmerin, der er immer näher kommt und bei der er lebt, überzeugt ihn davon, dass er auch einarmig zu neuen Ehren kommen kann, und so trainiert er wieder und entwickelt einen neuen Kampfstil. Als er erfährt, dass seinem alten Meister Qi Gefahren drohen, fühlt Fang Gang sich verpflichtet, ihm trotz aller damaligen Vorkommnisse zu helfen und zieht in den Kampf...

"The One-Armed Swordsman" ist wohl einer der bekanntesten Shaw Brothers-Filme, und das verwundert überhaupt nicht. Jimmy Wang Yu gibt eine starke Leistung als gebrochener Held, der wortkarg und von Ehrenhaftigkeit durchdrungen lieber ein Leben als Bauer fristet, als ein halbherziger, einarmiger Kämpfer zu sein, denn er ist nicht nur geschwächt, sondern weiß auch um das Leid, das ein Leben als Kampfeskünstler mit sich bringen kann. Als er jedoch erkennt, dass wahre Kraft aus dem Geist entsteht und er neuen Mut fasst, trainiert er wieder, jedoch nur um seiner Selbst willen, um ein geordnetes Leben ohne Qualen führen zu können, da er sich nutzlos und überflüssig fühlt. Dennoch ist ihm klar, dass er kämpfen muss, als sein alter Meister und dessen Schule bedroht werden, denn nach seinem Ehr- und Moralverständnis kann er nicht anders handeln. Ein wahrer Held eben; ein klassischer chinesischer Martial Artist. So jemandem gebühren natürlich entsprechend aufwändig choreographierte und kreativ entworfene Kämpfe, und die gibt es in nicht gerade zimperlicher Darstellung zuhauf. Was hier kamera- und schnitttechnisch geboten wird, ist, die Entstehungszeit berücksichtigend, visionär. Allein die Szene, in der Fang Gang in einem Gasthaus von Feinden angegriffen wird, zeugt vom hohen Niveau der Inszenierung, und zwar nicht nur auf dem Gebiet der Kampfsequenzen. Die Kulissen und die Musik (die IMO etwas dick aufgetragen ist, was man in Filmen aus dieser Zeit häufiger feststellen kann) tragen zur stimmigen Atmosphäre ebenso bei wie die nicht nur in den Kampfszenen schön eingefangenen Bilder, und so ergibt sich ein nahezu ideales Gesamtbild. Neben der etwas übertrieben dramatischen Musik schmälert die analog dazu etwas übertrieben dramatische Darstellung der Schauspieler den Gesamteindruck, was aber bei einem Martial Arts-Film nicht schwer gewichtet werden kann, zumal die Handlung tendenziell ins melodramatische geht. Und obwohl ich bei weitem nicht alle Genre-Streifen der späten 60er und der 70er Jahre kenne, wage ich zu behaupten, dass "Das goldene Schwert des Königstigers" ein Meister- und Vorzeigewerk des Martial Arts-Films ist.

9/10
9/10
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