SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Saints Row · Willkommen in Santo Ileso · ab 57,99 € bei gameware The Last of Us Part I · Erlebe das geliebte Spiel, mit dem alles begann · ab 73,99 € bei gameware

The Last Horror Movie

Herstellungsland:Großbritannien (2003)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich
Genre:Drama, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,03 (41 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Er dreht Hochzeitsvideos, kümmert sich rührend um die Kinder seiner Schwester, ist ein zuvorkommender Gastgeber - und perfektioniert als Serienkiller die Kunst des Mordens. Max Parry ist ein Maniac, der hautnah miterleben will, was in seinen Opfern vorgeht und seine blutigen Taten in einem Video-Tagebuch festhält. Indem er einen handelsüblichen Teenie-Slasher-Film aus der Videothek mit seinem eigens kreierten Homevideo austauscht, macht er die Zuschauer auf und vor der Leinwand zu Mitwissern seines blutigen Treibens. (Universum Film)

eine kritik von haitoman:
Der Film beginnt wie der typische 08/15-Slasher: Eine Angestellte im Restaurant, kurz vor Feierabend, wischt den Boden, als merkwürdige und irritierende Dinge geschehen, die zu ihrem baldigen Tod führen. Dann, im Moment ihrer Ermordung, friert das Bild ein, und etwas offenbar über den eigentlichen Film aufgenommenes kommt zum Vorschein: Der selbstgedrehte Film eines gewissen Max, der uns darüber aufklärt, dass er das "Last Horror Movie"-Tape mit seinem eigenen Projekt überspielt hat, und dass er uns etwas ganz bestimmtes vermitteln will: Warum finden wir es faszinierend, uns anzusehen, wie andere Menschen umgebracht werden? Was treibt uns dazu, uns jede noch so geschmacklose Grausamkeit reinzuziehen, und wissen wir selbst überhaupt, warum wir es tun? Wie verhält es sich im Gegensatz dazu mit realen Morden? Warum finden wir diese ungleich faszinierender, und wie verhält es sich mit unserem moralischen Standpunkt? Sind wir besser als ein Mörder, der solche schlimmen Taten begeht, nur weil wir nicht unmittelbar an ihnen beteiligt sind? Diese Fragestellungen versucht der charismatische Max zusammen mit uns zu erörtern, und so serviert er uns in seinem einstündigen Filmchen einen selbstgemachten Mord nach dem anderen und fragt uns, wie wir dazu stehen. Er fragt uns, was wir glauben, warum er in der Lage ist, Menschen zu töten. Ist er etwa wahnsinnig? Sind wir es nicht vielleicht auch? Was ist der Unterschied zwischen einem "Killer" wie ihm und einem "normalen Menschen" wie uns?

Seht euch "The Last Horror Movie" an und gewinnt erschreckende Erkenntnisse über euch selbst, über unsere Gesellschaft und über all das, was uns zu dem macht, was wir sind oder glauben zu sein. Ich möchte nicht zuviel verraten, und obwohl ich vermutlich gerade das soeben getan habe, kann ich nur eine sehr dringende Empfehlung zum Genuss dieses Films aussprechen. Da die Pointe mir nicht so gefallen hat und den ansonsten durchweg hervorragenden Gesamteindruck etwas schmälert, sind's "nur" 9/10. Ein Film, der zum Nachdenken zwingt. Setzt euch mit euch selbst auseinander, ihr unanständigen Voyeure.
9/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Hardcore
Haitoman
9/10
Boy,
Haitoman
7/10
die neuesten reviews
Misery
Kassiopeia
10/10
Sidekicks
Kaiser Soze
5/10
Night
dicker Hund
6/10
Girl
Dr. Kinski
6/10
Twin,
lamb
7/10
Eye
tp_industries
10/10
kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)