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Fright Night - Die rabenschwarze Nacht

Originaltitel: Fright Night

Herstellungsland:USA (1985)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Komödie
Alternativtitel:Rabenschwarze Nacht, Die
Rabenschwarze Nächte
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,47 (19 Stimmen) Details
inhalt:
Charley Brewster ist ein normaler Teenager. Er liebt seine Mutter, seine Freundin Amy, seinen alten Ford Mustang und Horrorfilme. Lediglich Mathematik-Aufgaben und Amys Jungfräulichkeit bereiten Charley manchmal Schwierigkeiten. Doch in einem Punkt scheint er total zu spinnen: Er ist fest davon überzeugt, dass im Nachbarhaus ein Vampir eingezogen ist. Doch niemand will ihm glauben. Sogar der abgetakelte Showmaster Peter Vincent, der allnächtlich im Fernsehen von seinen Vampir-Abenteuern erzählt, hält Charley für verrückt. Nur einer nimmt den Jungen erst, todernst sogar: Nachbar Jerry Dandridge. Er will Charley für immer zum Schweigen bringen...
eine kritik von silenttrigger:
Bei „Fright Night“ haben wir es mit einer dieser typischen 80er Jahre Horrorkomödien zu tun, die in den USA mit „Gremlins“ 1984 einen wahren Boom auslösten, der so geniale Klassiker a la „The Lost Boys“ oder „Meine teuflischen Nachbarn“ hervor brachte. Und auch „Fright Night“ zählt zu den Kultfilmen des humoristisch angehauchten Grusel-Subgenres, was allerdings nur bedingt zu verstehen ist. Die große Popularität dieses Filmes hat sicher damit zu tun, dass sich viele Filmfans mit der Figur des Charley Brewster’s identifizieren können. Er ist Horrorfreak durch und durch, verpasst keine Sendung seines Idols Peter Vincent und vernachlässigt durch sein Hobby auch schon mal seine Freundin. Eingefangen in schön stimmigen Bildern erzählt Tom Holland („Chucky“), der hier übrigens sein Regiedebüt gab, eben diese Geschichte mit dem notwendigen Insider-Wissen, wodurch der Film auch mit diversen Zitaten und Anspielungen auf berühmte Klassiker und ihre Helden versehen ist. Der Name der Figur Peter Vincent leitet sich z.B. aus den beiden Horror-Ikonen Peter Cushing und Vincent Price ab.

Wirkt der Film während der Einleitung noch etwas zäh, da zu wenig passiert, kommt mit dem Erscheinen des charismatischen Nachbars Jerry Dandrige Fahrt in die Sache und Holland bewies auch beim Drehbuch außerordentliches Geschick, da er Comedy gekonnt mit Schockeffekten mixt. Leider gestaltet sich der weitere Verlauf des Kampfes gegen den scheinbar unsterblichen Vampir dabei als wenig originell. Denn auch wenn „Fright Night“ die gängigen Vampir-B-Klischees parodiert, bedient er sich gleichzeitig bei ihnen. So will Charley die Polizei überzeugen, dass sein Nachbar ein Vampir ist, doch alle halten ihn für verrückt. Die Dummheit des betroffenen Polizisten wirkt dabei schon arg übertrieben. Fast so übertrieben, wie die Rolle von Charley’s Kumpel „Evil“ Ed. Der Sidekick könnte nerviger nicht sein und hat zudem noch eine richtig fiese Synchronstimme erhalten, was die Nerven des Zuschauers schon bei Frühzeiten strapaziert. Dafür darf er sich in einer der besten Szenen des Filmes in eine Kreuzung aus Werwolf und Vampir verwandeln, was wirklich grandios inszeniert wurde. Überhaupt sind die Effekte für das Alter des Filmes genial und zu Recht mit dem Saturn Award ausgezeichnet.
Schauspielerisch sieht es dagegen wieder mager aus. Großen Mist hat Holland bei der Wahl des Hauptdarstellers verzapft, da der profillose William Ragsdale („Road House 2“) zu keiner Zeit Akzente setzen kann und mimikarm in der Gegend rum starrt. Sein Kontrahent Dandrige wird von Chris Sarandon („Bordello Of Blood“, „Hundstage“) schön hinterhältig dargestellt und er ist neben Roddy McDowall („Die Klasse von 1984“, „Todesparty 2“) der einzige Darsteller, der in seiner Rolle überzeugen kann. Die damals noch blutjunge Amanda Bearse (Marcy aus „Eine schrecklich nette Familie“) muss nur nett aussehen und Stephen Geoffreys’ („976-Evil“) Erscheinung ist wohl der Grund, warum seine Rolle des „Evil“ Ed so schrecklich nervig ist. Bei den FX haben sich auch einige Härten eingeschlichen, was mich ein wenig überraschte, doch es bleibt stets im jugendfreien Bereich, sodass die 16er Freigabe damals wie heute absolut vertretbar ist.

Holland’s erste Regiearbeit ist bei weitem nicht so clever, wie sie vielleicht anfangs gemeint war, verfügt aber über genug Atmosphäre, Situationskomik und Spannung um den geneigten Horrorfan der alten Schule bestens bei Laune zu halten.
7/10
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