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Kable Tillman
Level 12
XP 2.079
Eintrag: 26.08.2013

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Story of Ricky

(Lik Wong)
Herstellungsland:Hongkong (1991)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Action, Comicverfilmung, Horror, Martial
Arts, Science-Fiction, Splatter, Trash
Alternativtitel:King of Strength
Li Wang
Riki O
Riki-Oh
Riki-Oh: The Story of Ricky
Story of Riki

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,37 (71 Stimmen) Details
inhalt:
Im 21. Jahrhundert sind alle Gefängnisanstalten privatisiert, es herrscht das Gesetz des Stärkeren. Dies ist die Geschichte von Ricky Oh, einem jungen Kung Fu-Meister mit übernatürlichen Kräften, der unschuldig zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Dort versuchen ihn die Wächter genauso unmenschlich zu behandeln wie die übrigen Gefangenen. Ricky beschließt, den unmenschlichen Zuständen nicht tatenlos zuzusehen, er legt sich mit dem Chefaufseher Cobra und seinen 4 Helfern an. Es kommt zu einem entscheidenden Kampf auf Leben und Tod, der direkt in die Hölle führt und wieder zurück...
eine kritik von kable tillman:
Reden ist Silber, Schlagen ist Gold.

Ricky Ho (Siu-Wong Fan) kommt 2001 in den Knast. Jene sind in naher Zukunft privatisiert und es herrschen unangenehme Bedingungen, zumindest für die schwachen Insassen. Die Starken haben sich untereinander den Hochsicherheitstrakt aufgeteilt und machen gemeinsame Sache mit den Gefängnisdirektoren. Ricky Ho kommt dem zusehends auf die Schliche und stellt eine Gefahr für die Achse des Bösen dar, die ihn aus dem Weg räumen wollen. Doch was sie nicht wissen: Ricky kann Qigong und weiß sich zu wehren!

Mit Qigong betreibt man Selbst-Regeneration, Nagelbretter liegen unbekümmert am Boden von Baderäumen und Captain Hook war ein asiatischer Vize-Gefängnisdirektor: Herzlich willkommen in der Welt von „Story of Ricky“, dem Trash-Klassiker aus dem Jahr 1991. Doch nicht nur der stellvertretende Knastchef ist eine Lachnummer, fast alle Charaktere in diesem Splatter-Evergreen sind es. Ob der dicke, nervige Sohn des eigentlichen Gefängnisdirektors, jener Obermotz selbst, die lustig hampelnden und scherzenden Gefängnisinsassen oder die Gangbosse jedes Zellen-Distrikts. Letztere sind besonders auffällig, da sie entweder ihren Darm (!) als Waffe einsetzen wollen, über lustige Frisuren verfügen oder einfach nur im scheinbar falschen Körper geboren sind. Oder wie erklärt man einem sonst, dass eine offensichtlich weibliche Schauspielerin mit männlicher Stimme spricht? Zudem wollen, bis auf die ärmsten Tropfe hinter den schwedischen Gardinen, alle anderen Ricky ans Leder. Die dystopische Welt mag Ricky Ho keine andere Wahl lassen, dennoch ist das chinesische Martial-Arts-Knast-Drama vordergründig eine naive Gewaltfantasie, die ihrem Protagonisten eine unglaubwürdige Freiheitskämpfer-Rolle verpasst.

So klischéehaft die Figuren, so unlogisch der Rest. In einer Szene droht Ricky von der Decke einer Zelle zerquetscht zu werden, aber anstatt ein (kurz vorher entstandenes) Loch in der Wand zur Flucht zu nutzen, quält sich der Handkanten-Akrobat lieber durch die Eisenstangen. Würde er nicht jede Misslichkeit überleben, dann könnte man denken, ihm ginge es um den Darwin Award. Logikfehler sucht man nicht bei „Story of Ricky“, sie springen einem während der 90 Minuten absurden Handlung mit Anlauf ins Gesicht.

Die Martial-Arts-Kämpfe sind ärmlich choreographiert und sehr schnell um. Meistens enden jene mit einem blutigen Finisher von Ricky. Splatter-Fans schnalzen dann mit der Zunge, denn die Effekte sind handgemacht und sehen meistens immerhin solide aus. Ist das ultrabrutale Vorgehen der Charaktere anfangs genauso überraschend wie befremdlich für den gewöhnlichen Action-Fan, so hat man sich recht fix damit arrangiert und fiebert der nächsten Blut-Orgie Rickys entgegen. Das liegt aber auch daran, dass die Szenen zwischen den Kämpfen vor allem in der 2. Hälfte des Films mit nichts Interessantem gefüllt werden. Kurze Rückblicke, die die Vorgeschichte Rickys beleuchten, geben zwar mehr Einblick auf den Helden, als Augen ausschlagen und Bäuche aufprügeln, sind aber genauso spannungsarm inszeniert wie der überwiegende Rest des Films und machen aus dem Brutalo-Robin-Hood auch keinen vielschichtigen Charakter. Im Grunde wird nur sein Vorgehen prätentiös gerechtfertigt. Statt ehrlichem Zynismus herrscht fadenscheinige Doppel-Moral.

Eine fahrige Regie, ein lausiges Drehbuch, ein langweiliger Score und schwache Schauspieler sind in der Regel die Formel für einen Murks-Film. Und tatsächlich wird der Asia-Actioner um den brutalen Retter der Gerechten außerhalb seiner blutrünstigen Kämpfe schnell fad. Als Action-Film ist „Story of Ricky“ daher eine Enttäuschung, aber als Trash-Movie ein wahres Fest. Bei „Story of Ricky“ können sich die Geister scheiden, Spaß bereitet er beim ersten Sehen jedoch fast jedem, nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen "WTF"-Momente.

Kleines Fun-Fact am Rande: Achtet mal auf die Regale im Büro des stellvertretenden Gefängnisdirektors.
6/10
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