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The Lords of Salem

Herstellungsland:USA, Großbritannien, Kanada (2012)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,91 (38 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Das blonde Rockergirl Heidi arbeitet als DJ bei einem lokalen Radiosender. Eines Tages wird ihr eine hölzerne Kiste zugestellt, in der eine Schallplatte liegt. Als sie die Platte auflegt, läuft diese jedoch rückwärts und Heidi erlebt in einer Rückblende ein bereits vergangenes Trauma. Es folgt eine weitere Box, in der sich die Aufforderung befindet, eine Musikveranstaltung auszurichten. Als Heidi dort ankommt, ist das, was sie sich vorgestellt hatte, weit von dem entfernt, was sie dort erwartet ... (Universal)

eine kritik von martyrs666:
So, da ich grade die meiste Zeit des Tages im Kino verbringe (Fantasy Filmfest 2013), habe ich mir vorgenommen, zu den besten (oder auch schlechtesten) Filmen hier ein Review zu verfassen, oder zumindest, es zu versuchen.
Beginnen will ich mit dem neuesten Werk von Rob Zombie, das von vielen (auch von mir) lange erwartet wurde. Da ich ein grosser Fan des bisherigen filmischen Oeuvres des Herrn Zombie bin und eigentlich allen Filmen sehr viel abgewinnen konnte (auch dem Halloween-Remake und dessen Fortsetzung, die ja schon nicht unumstritten waren), war ich dementsprechned ziemlich gespannt, und was soll ich sagen: Ich bin begeistert.

Kurz zum Inhalt:
Der Film dreht sich um die Radiomoderatorin Heidi Laroc (Sheri Moon Zombie), die zusammen mit zwei männlichen Kollegen (einer davon: Mr. Dawn-of-the-Dead Ken Foree!) ein erfolgreiche Radioshow moderiert. Eines Tages findet sie nach der Show eine Holzkiste am Empfang des Radiostudios, die neben merkwürdigen Symbolen eine Schallplatte enthält, sowie eine Nachricht an sie, die nur mit "The Lords" unterzeichnet ist. Narürlich muss Heidi die Platte anhören, um sie auf die Tauglichkeit in ihrer Sendung zu testen, und wird hineingezogen in einen Strudel böser Mächte, der bis weit in die Vergangenheit zurückreicht....

Mehr soll hier nicht verraten werden, aber die Story ist hier sowieso eher nebensächlich. Rob Zombie schafft in seinem neuesten Film eine derart morbide Atmosphäre, die fast zum Schneiden dicht ist, und mich 100 Minuten gebannt im Kino sitzen liess. Auch atmet der Film in jeder Einstellung die Luft der 70er, die sich vor allem in den Effekten zeigt. Manch einer wird diese womöglich als billig empfinden, und strange sind sie allemal, aber ich würde hier wirklich dazu tendieren, dass es sich um ein Stilmittel handelt, da es so konsequent durchgezogen wird. In meinen Augen wirkt der Film dadurch so richtig abgefuckt, im absolut positiven Sinne. Durchbrochen wird die 70er-Jahre-Optik nur gelegentlich durch moderne Videoclip-Ästhetik, die aber nur sehr dezent eingesetzt wird und somit nicht auf die Nerven geht. Insgesamt ist dies mit Abstand Zombies aussergewöhnlichster Film, der noch viel weiter vom Mainstream entfernt ist als seine bisherigen Filme. Und genau hier liegt auch sein in meinen Augen einziges Problem: wenn man sich nicht auf Lords of Salem und seine Atmosphäre einlassen kann oder will, kann man den Film leicht langweilig finden, da teilweise wenig passiert und auch die Story wenig überraschendes bietet, wenn der Regisseur in elegisch-düsteren Bildern schwelgt.
Gewalttechnisch ist dies Zombies mit Abstand harmlosester Film, auch wenn er ein paar durchaus eklige Szenen bietet, die aber niemals explizit sind. Daher ist die FSK-16-Freigabe, die er bekommen hat, wenig verwunderlich und auch gerechtfertigt.

Fazit:
Düster-verstörender Mindfuck, in meinen Augen brilliant und einer der aussergewöhnlichsten Horrorfilme der letzten Jahre, der allerdings wie kein anderer Film Rob Zombies absolute Geschmacksache ist, weswegen ich auch schlechte Bewertungen nachvollziehen kann.
9/10
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