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A.I. - Künstliche Intelligenz

(Originaltitel: Artificial Intelligence: AI)
Herstellungsland:USA (2001)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Drama, Fantasy,
Science-Fiction
Alternativtitel:A.I.
A.I. Artificial Intelligence
A.I.: Artificial Intelligence
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,70 (10 Stimmen) Details
inhalt:
In einer nicht allzu fernen Zukunft entsteht in einem Forschungslabor der erste intelligente Roboter mit menschlichen Gefühlen in der Gestalt des elfjährigen David. Aber seine "Adoptiveltern" sind mit dem künstlichen Ersatzkind überfordert und setzen ihn aus. Auf sich allein gestellt versucht David, seine Herkunft und das Geheimnis seiner Existenz zu ergründen. Damit beginnt eine unglaubliche Odyssee voller Abenteuer, Gefahren und geheimnisvoller Begegnungen...
eine kritik von deniro:

Märchen sind heutzutage doch eher Mangelware!
Doch hin und wieder hat man die Möglichkeit nocheinmal in eine Welt voller Zauber und skurriler Figuren einzutauchen. Doch A.I. ist mehr als nur ein Märchen! Mit einem fast schon philosophischen Ansatz versucht Spielberg mit diesem Film die Frage nach den typischen Charakteristika und Attributen des menschlichen Lebens zu stellen. Was also unterscheidet künstlich geschaffenes Leben von dem Leben wie wir es kennen? A.I. basiert auf einem angefangenem Projekt des verstorbenen Regisseurs Stanley Kubrik. Wenn man den Gerüchten glauben schenken darf, so war es wohl sein persönlicher Wunsch das Spielberg seine Visonen vollendet!

Mitte des 21. Jahrhunderts gibt es dank Umweltverschmutzung zwar keine Polkappen mehr, dafür aber Roborter, die ein Bewusstsein haben.
Eine dieser "Maschinen" ist der elfjährige David. Er lebt bei einer Familie, die ihren Sohn an eine schwere Krankheit verloren hat, und liebt seine "Eltern". Schließlich ist er darauf programmiert. Gegenliebe bekommt er allerdings kaum, und als der Sohn plötzlich geheilt werden kann und zu seiner Familie zurückkehrt, wird David einfach weggeschickt.
Er soll erst wieder zurückkommen, wenn er ein "richtiger Junge" ist.

Auf seiner Odyssee und auf der Suche nach seinem ICH, lernt David viele Figuren kennen. Dabei spielen menschliche Kontakte eher eine nebensächliche, ja sogar negative Rolle, nein es sind die Roboter und menschenähnlichen Charaktere die David auf seiner Reise beistehen, und dabei oft menschlicher agieren als so mancher Mensch.

Spielberg zeichnet eine kühle Welt. Hervorheben kann man hier duchaus das vortreffliche Design des gesamten Filmes. Wie auch schon bei seinem "Minority Report", legte Spielberg großen Wert auf die realistische Darstellung der Zukunft. Die Autos, das Innenraumdesign der Wohnung, die Kleidung, all das zeugt von ungeheurer Detailverliebtheit.
Kein Wunder, denn Spielberg arbeitete eng mit sog. "Zukunftsforschern" zusammen um eine stimmige Vision der Zukunft zu entwerfen.

Doch all die tollen Kulissen sind nichts gegen die schauspielerischen Leistungen des jungen Haley Joel Osment, der schon bei einem seiner ersten Auftritte in "The Sixth Sense" beweisen konnte welch großes Talent in ihm schlummert.
Er spielt den verletzlichen Roboterjungen mit solch einer Überzeugung das man ihm die innere Zerrissenheit und Zweifel sofort abnimmt.
Auch Jude Law kann in seiner Rolle als "Liebesroboter" voll und ganz überzeugen.

Clever lässt Spielberg den Zuschauer mit David mitleiden, bevor man immer wieder innehält, und bemerkt hier doch "nur" mit einem künslichen Wesen zu leiden. Oder ist David vielleicht doch mehr? Sind seine Gefühle echt? Hat er überhaupt Gefühle, oder sind diese doch nur künstlich herbei geführte Emotionen?
In meinen Augen gelingt es Spielberg, wie in vielen seiner Filme, den Zuschauer mitzunehmen, ihm elementare Fragen zu stellen, und das ohne gleich eine eindeutige Antwort mitzuliefern.

Wo der erste Teil des Filmes noch klare Merkmale des Science-Fiction Filmes zeigt, ist der zweite Teil stark von erwähnten Märchenmotiven geprägt. Und zwischendrin immer wieder Szenen bei denen die Menschen die Roboter jagen, "abschlachten" und wie "Sklaven" halten. Spätestens hier werden dann klar, die zuvor noch schwammig gezeichneten Sympathien in Richtung künstlicher Intelligenz verschoben. Auch eine Brise Sozialkritik die klar in Richtung Verschwendungsgesellschaft, und wie wir mit unseren Ressourcenwahn umgehen, abzielt.

Mit A.I. gelingt es Steven Spielberg der Vision von Kubrick seinen Stempel aufzudrücken. Es ist ein typischer Spielberg der natürlich an die kindlichen Emotionen, manchmal etwas kitischgen und süßlichen Empfindungen des Zuschauers appeliert und diese kräftig stimuliert. Das kann man etwas simpel oder flach finden, mir hat die Mixtur aus Märchen und Science Fiktion sehr gut gefallen. Auch wenn dadurch das Ganze etwas massentauglicher inszeniert wurde, bin ich mir sicher das auch Kubrik seine helle Freude daran gehabt hätte!

9/10
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