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Zombie

Originaltitel: Dawn of the Dead

Herstellungsland:Italien, USA (1978)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Drama, Splatter
Alternativtitel:Zombie - Das Original
Zombie 1
Zombies im Kaufhaus
Zombie: Dawn of the Dead
George A. Romero's Dawn Of The Dead
Zombies
Zombi - Dawn Of The Dead
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,20 (329 Stimmen) Details
inhalt:
Im ganzen Land herrscht nationaler Notstand: Die Körper soeben Verstorbener kehren als Zombies ins Leben zurück, sie greifen die noch lebenden Menschen an und verschlingen ihre Opfer. Unter der Bevölkerung bricht eine Panik aus. Vier Menschen haben sich in einem gigantischen Einkaufszentrum Amerikas verschanzt. Sie nehmen den Kampf gegen die Invasion der lebenden Toten auf.
eine kritik von fliegenfuß:
Titel: Dawn of the Dead, Zombie, Zombie im Kaufhaus von 1978


Einleitung zu einem anderen Kultfilm der 70-80 ziger Jahren, der es wie andere auch, nicht leicht hatten. Man nehme Evil Dead, Texas Chainsaw Massacre usw.In der damaligen Zeit waren die Sittenwächter schnell bei der Hand, wenn es um krasse Gewaltdarstellung ging. Auch wenn es sich hier um keine direkte Gewalt gegen Menschen, sondern um Zombies handelt. Totes Fleisch im Grunde genommen hat ja nichts mehr Menschliches an sich. Das sah die deutsche Justiz aber anders und er wurde beschlagnahmt, wo er auch noch heute verweilt. Ich persönlich besitze den Ultimate Final Cut (156 min.), welche ich von den Schauwerten her ganz gut finde. An manchen Stelle schwankt jedoch die Bildqualität und der Film verliert etwas an Atmosphäre, desweiteren wirkt er ein wenig Langatmig. Nichts zum Trotze, bin ich ganz froh, sie mir zugelegt zu haben.
Die Idee zum Film:
Wie schon bei Die Nacht der lebenden Toten, mit dem er bereits 1968 den Grundstein für die spätere Zombie-Film-Entwicklung gelegt hatte, ließ sich Romero auch diesmal von Richard Mathesons Roman Ich bin Legende (Originaltitel: I Am Legend) aus dem Jahre 1954 inspirieren.
Die Grundidee für den Film hatte Romero als ihn 1974 Freunde, die über die Firma Oxford Development Anteile an der „Monroeville Mall“, dem Einkaufszentrum in dem der Film dann auch gedreht wurde, in Monroeville) Pennsylvania) besaßen, dort herumführten. Dabei zeigten sie ihm auch einige dort vorhandene Kammern mit Vorräten für den Zivilschutz. Romero hatte direkt den Gedanken, dass es eine hervorragende Idee wäre, sich hier im Falle einer Zombiekatastrophe zu verschanzen, und dass man in einem solchen Szenario diese Basis voller Vorräte wohl eher gegen neidische Menschen als gegen die Zombies verteidigen müsste.Bei dem für den Film genutzten Einkaufszentrum handelt es sich tatsächlich um das von Romero 1974 besichtigte Einkaufszentrum. Oxford Development investierte ebenfalls in den Film und half mit zu erreichen, dass die Mall für nur 40.000 US-Dollar für die Dreharbeiten zur Verfügung gestellt wurde.
Der Film wurde in einem Zeitraum von vier Monaten – November 1977 bis Februar 1978 – mit einem Budget von rund 500.000 US-Dollar gedreht.
Die Deutung des Filmes:
Zeigt in welchen Überfluß und Wohlstandes wir heute doch leben und nur noch von unseren Konsumverhalten gesteuert werden. Man fragt sich, was wird wohl sein, wenn alle Vorräte langsam zu neige gehen und wir dem nahbaren Tod gegenüber stehen. Wer wird unser größter Feind, der Tod der hier im Film, von den herumirrenden Zombies wieder gegeben wird, oder von den einfallenden Plünderern, die sich alles holen, was noch da ist und dabei auch nichts mehr zu verlieren haben.Ein Endzeitszenario was man sich nicht vorstellen möchte.
Versprechen:
Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde Zurück !
Inhalt:
Im ganzen Land herrscht absolutes Chaos: Die Körper soeben Verstorbener kehren als Zombies ins Leben zurück, sie greifen die noch lebenden Menschen an und verschlingen ihre Opfer. Unter der Bevölkerung bricht eine Panik aus. Vier Menschen haben sich in einem gigantischen Einkaufszentrum Amerikas verschanzt. Schnell erkennen sie die günstige Lage des Gebäudes mit seinen zahlreichen Vorräten und viel versprechenden Geschäften (Waffen, Lebensmittel usw). Sie verbarrikadieren sich im Innern des Einkaufszentrums und töten die darin umherirrenden Untoten. Sie nehmen den Kampf gegen die Invasion der lebenden Toten auf. Doch die Toten können sich, wie auch immer sie das machen, an alten Gewohnheiten erinnern und so pilgern immer mehr Tote zu dem Zentrum. Desweitern hat eine Motorradgang das Zentum im Auge und sie fallen wie die Fliegen ein. Die Rocker standen eigentlich nicht im Drehbuch und sind nur durch einen glücklichen Zufall mit integriert worden. Es wird an mehren Fronten gekämpft und es bleibt nur der Rückzug, wobei einige auf der Strecke bleiben. Am Ende bleiben 2 übrig (Francine und Peter). Sie fliehen in der völlig ausweglos gewordenen Lage. Mit dem Hubschrauber fliegen sie ohne Ziel und mit fast leerem Tank in die Morgendämmerung, während das Einkaufszentrum, von den Untoten bevölkert, hinter ihnen zurückbleibt. Ein hoffnungsloser Kampf der ein voll in seine Bann zieht und gut zu unterhalten weiß. Die Effekte wirken zwar recht billig gemacht, aber was kein bißchen stört. So zeigt der Film sich auch von seiner witzigen Seite und will sagen: Ich will nicht nur hart sein, sondern ich kann auch mit Humor unterhalten. Der Film ist eine abgefahrende Irrfahrt eines hochbegabten Regisseur, der sich selbst nicht ernst nimmt. Ein Film der die Gemüter spaltet.
Auszug der Kirche:
Die Katholische Filmkommission für Deutschland bewertete den Film 1979 in seinem abschließenden Urteil entsprechend:
„Ekelerregender naturalistischer Horrorfilm, der über seine vordergründige Geschichte hinaus als Parabel über die gesellschaftliche Situation interpretiert werden kann. Durch seinen Aufruf zur Gewalt und die Herrenmenschenideologie äußerst fragwürdig. – Wir raten ab.“
Andere sagen wiederrum:
Zombie ist einer der besten Horrorfilme die je gedreht wurden, und dadurch zwangsläufig einer der erschreckendsten. Er ist grauenhaft, verstörend, widerlich, gewalttätig, brutal und abstoßend. Er ist aber auch brillant gedreht, lustig, skurril und in wilder Weise gnadenlos in seiner satirischen Sicht auf die amerikanische Konsumgesellschaft. Es hat nie jemand behauptet, dass Kunst dem guten Geschmack entsprechen müsse.``
Resümee:
Ich bin der Meinung, dieser Film ist ein Wegweiser vieler darauf folgender Streifen. Ein Meilenstein des Zombiefilms und auch noch heute einer der besten überhaupt. Dieser Film ist genau da wo er hin gehört, zwar immer noch verboten, aber auch ein Kultobjekt. Was wären wir bloß heute, wenn es ihn nicht gegeben hätte. Jeder sollte sich sein eigens Bild machen und Filmkunst sollte jedem zugänglich sein, Verbote hin oder her. Ich hoffe, daß ich einiges beisteuern konnte.

Bewertung 9/10

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