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Killer 7

Herstellungsland:Japan (2005)
Standard-Freigabe:USK 18
Bewertung unserer Besucher:
Note: 10,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Harman Smith hat ein Geheimnis. Sieben verschiedene Persönlichkeiten leben in seinem Kopf, jeder mit speziellen Fertigkeiten in der Kunst des Tötens. Er ist der ultimative Attentäter... der Killer 7. Der Unterweltboss Kun Lan ist ein gefährlicher Psychopath und befehligt eine Armee von abstoßenden Monstern, den "Heaven Smile". Sie sind überall in der Stadt und jeder der ihnen zu nahe kommt muss mit seinem Leben bezahlen. Harman sucht sich seine Opfer unter denen, die es verdient haben zu sterben. Und Kun Lan und seine abnormalen Getruen haben es verdient...
eine kritik von laughing vampire:
Zur Veröffentlichung von Suda51s neuem Titel "Killer Is Dead", welches ich bislang noch nicht spielen konnte (es wartet in der Abstellkammer meiner Eltern in Europa darauf, abgeholt zu werden), möchte ich gerne auch ein paar Worte zu Sudas erstem internationalem Erfolg verlieren: Killer7 von 2005, welches ich zu meinen absoluten Lieblingsspielen zähle.

Als das Spiel in besagtem Jahr in Europa auf den biederen europäischen Markt geworfen wurde, war man schockiert: Was ist das denn für ein unspielbares, groteskes, gewalttätiges Machwerk? Niemand wusste so recht, was damit anzufangen war, wobei man doch irgendwo erkannte, dass etwas Geniales dahintersteckte, und so gingen die Reviews auseinander. Es wurde endlich lebhaft über Videospiele als Kunst diskutiert, und mit der zunehmenden Akzeptanz dessen, was in Japan schon längst Norm war, öffnete sich auch die Tür für weitere Werke, die man zuvor niemals zu veröffentlichen gewagt hätte. Schön an dieser Geschichte ist auch, dass das Spiel selbst in Deutschland unangetastet mit einer USK18-Freigabe erschien und somit problemlos und vollständig übersetzt zu beziehen ist. Dies wurde auch bei nachfolgenden Werken desselben Machers so fortgeführt, die es allesamt durch die Behörden geschafft haben.

Das Spiel selbst ist eine Art Third-Person-Shooter, wo man sich lediglich auf vorgegebenen Wegen vor- und zurückbewegen kann. Es geht darum, die sogenannten "Heaven Smiles" zu bekämpfen, die zuerst unsichtbar sind und sich durch ein Lachen ankündigen, woraufhin die Gegend mit einer Taste erst "gescannt" werden muss, ehe man in die First-Person-Perspektive wechseln und ballern kann -- was teilweise einiges an Geschicklichkeit erfordert. Die Spielwelt ist allerdings genauestens auf dieses auf den ersten Blick unnötig komplizierte System angepasst und nach einer langen Eingewöhnungszeit lässt es sich flüssig spielen und macht ordentlich Spaß.

Ich will aber nicht allzu lange über das Gameplay reden, denn das wirklich Herausragende an Killer7 ist seine Ästhetik und seine abgefahrene, wahnsinnig detaillierte und bizarre Geschichte, in der es irgendwie um alles geht: Multiple Persönlichkeiten, weltpolitische Verschwörungen, Terrorismus, Kapitalismus, Massenmord, Religion, Einzelschicksale, Sexualität und Wahnsinn. Das alles derartig zusammengewürfelt, dass man aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommt: Plötzlich erscheinen irgendwelche abgefahrenen Superhelden, dann kämpft man gegen eine Figur mit Manga-Kopf, dann geht es um einen verrückten Unternehmer in der Wüste und am Ende landet man sogar auf einer bizarren Version der berüchtigten Insel Gunkanjima. Das Spiel ist im sogenannten Cell-Shading-Look gehalten, der damals noch ungewohnt war, während er sich heute durchaus etabliert hat: Große Farbflächen und abstrakte Formen anstelle von Fotorealismus. Unterbrochen wird das Ganze von Zwischensequenzen im Stil japanischer Zeichentrickfilme. Das muss man einfach gesehen haben.

Killer7 war und ist revolutionär und ein absolutes Muss. Jedoch empfielt es sich, bei Möglichkeit die Gamecube-Version zu spielen, da die Playstation-2-Version unter langen Ladezeiten, einem unsauberen Bild und einer ungenauen Steuerung leidet. So oder so gibt es hier nur 10/10.
10/10
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