SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
A Plague Tale: Requiem · Erlebe ein tolles neues Abenteuer für Hoffnung · ab 57,99 € bei gameware Dying Light 2 [uncut] · Stay Human · ab 54,99 € bei gameware

Battlefield Earth - Kampf um die Erde

Originaltitel: Battlefield Earth

Herstellungsland:USA (2000)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Science-Fiction
Alternativtitel:Battlefield Earth: A Saga of the Year 3000
Bewertung unserer Besucher:
Note: 3,40 (30 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Wir schreiben das Jahr 3000. Außerirdische Invasoren, die Psychlos, haben die Menschheit unterjocht, um die Ressourcen der Erde in Ruhe ausbeuten zu können. Angeführt werden sie von dem grausamen Terl (John Travolta), der die Menschheit einfach verrotten lassen will. Zu dieser Zeit gibt es scheinbar keine Hoffnung mehr für die Weltbevölkerung und deshalb auch keinen nennenswerten Widerstand gegen die Aliens. Bis ein junger Mann namens Tyler (Barry Pepper) seine Heimat in den Rocky Mountains verlässt, um einen letzten Aufstand gegen Terl und seine Kämpfer zu versuchen… (KSM)

eine kritik von kable tillman:
Der Mensch ist eine primitive Rasse

Die Erde im Jahr 3000. Unser Planet ist von der außerirdischen Rasse der Psychlos angegriffen und erobert worden. Die Menschen haben alle ihre Errungenschaften verloren und leben wieder wie Höhlenmenschen, würden nicht ab und an welche gekidnappt und als Arbeitssklaven von den felligen Aliens missbraucht werden. Bis der kühne Jonnie Goodboy Tyler (Barry Pepper) sich den Invasoren entgegen stellt und... von deren Sicherheitschef Terl (John Travolta) ausgebildet wird? Das klingt jetzt zwar unlogisch, aber Terl hat dabei, Bösewicht typisch, einige Hintergedanken.

Das beste an "Battlefield Earth - Kampf um die Erde" ist sein Titel. Das Wort "Battlefield" erinnert mich nicht nur an eine meiner Lieblings-Videospiel-Reihen, sondern klingt nach spektakulärem, martialischem Nervenkitzel. Eben nach Action und Spannung. Blöd nur, dass man den Film über Action und Spannung sucht und zumindest bei Letzterem nie fündig wird.

Dutch Angle, Farbfilter, lächerliche Figuren: Schnell werden einem die Hauptmerkmale des Films deutlich. Kann man am Anfang noch sein Gähnen unterdrücken, da vielleicht die Auflösung, wieso die Menschen wie Neanderthaler rumlaufen, irgendwie interessant sein könnte, wird man alsbald enttäuscht. Die Aliens machen auch keine bessere Figur, eher sogar eine schlechtere. Die Mischung aus Menschenaffen, Predator und Rastafari sieht zwar nie bedrohlich aus, dafür durchweg peinlich und lächerlich. Egal ob Held oder Antagonist: Beide sind weder charismatisch noch interessant und man kann lediglich aufgrund von Travoltas bizarrem aber irgendwie auch unterhaltsamen Schauspiels ab und an Schmunzeln. Mehr ist nicht drin. Forest Whitaker, der hier auch einen unentwegt grinsenden Psychlo mimt, und Barry Pepper, der nur einen nichtssagenden Gesichtsausdruck auflegt, versagen in dem Film sogar auf ganzer Linie. Da man inszenatorisch auch kaum Können beweist, immer wieder die gleichen Stilmittel und Kniffe anwendet und ansonsten in Beliebigkeit versinkt, muss wohl die dramatische Handlung den Zuschauer fesseln.

Ich sage es gleich: Sie kann es nicht. Die Handlung ist so langweilig, unglaubwürdig, spannungsarm und einschläfernd wie eine Geschichte von Abe Simpson an seine Enkel. Etwas "Planet der Affen", etwas "Krieg der Sterne" und Scientology-Blödsinn ergeben diesen kruden Sci-Fi-Stuss. Da der Film seinen lächerlichen Plot, durchzogen von Zufällen und unlogischen Wendungen und Entwicklungen, zudem unentschlossen zwischen Ironie und Ernsthaftigkeit rüber bringt, sinkt der Unterhaltungswert gegen Null. Was schockieren soll, schockt nicht. Wo man mitfühlen soll, fühlt man nichts. Im Grunde sitzt man den Film über gelangweilt im Sessel und spielt mit dem Gedanken, ihn einfach auszumachen und zu vergessen. Im Gegensatz zu den Zuschauern und den "Tiermenschen" im Film haben immerhin die Psychlos oft was zu Lachen, denn nervig kichern gehört zu ihren Hauptbeschäftigungen neben albern aussehen.

Gegen Ende dreht der Film dann etwas auf und bietet durchwachsen inszenierte Sci-Fi-Action, die aber durch brauchbare Effekte und reichlich Krawall zumindest das Highlight des Filmes darstellen. Aber auch hier sind die Wendungen weder überraschend noch glaubwürdig und eine Spannungskurve nicht ausmachbar. Der Film besitzt einfach keine Identifikationsfigur. Niemanden, mit dem man mitfiebern will. Und das Ende des Films ist zu "schlechter" Letzt auch nochmal vollkommen bescheuert.

Der deutsche Titel des Films sollte "Kampf gegen den Schlaf" heißen, denn den bestreitet man den Großteil von diesem Sci-Fi-Unfug über. Viele der in das Projekt involvierten Personen, darunter Forest Whitaker, haben sich später für dem Film entschuldigt. Zurecht. "Battlefield Earth - Kampf um die Erde" ist ein primitiver Film und um ihn gut zu finden, kann man gar nicht primitiv genug sein.
1/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Black
Kable Tillman
6/10
Invasion
Kable Tillman
7/10
Mile
Kable Tillman
3/10
die neuesten reviews
Prey
Ghostfacelooker
Bad
McGuinness
8/10
Prey
Film_Nerd.190
5/10
Rosanna's
Punisher77
8/10
V/H/S/94
Insanity667
8/10
Flesh
Jichi
7/10
kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)