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Elysium

Herstellungsland:USA (2013)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Drama, Science-Fiction
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,01 (36 Stimmen) Details
inhalt:
Im Jahr 2159 gibt es zwei Sorten von Menschen: die Superreichen, die auf einer makellosen, von Menschen gebauten Raumstation namens Elysium leben, und den Rest, der auf der überbevölkerten, heruntergewirtschafteten Erde haust. Die Menschen auf der Erde setzen alles daran, der hohen Kriminalitätsrate und der großen Armut, die auf dem Planeten herrscht, zu entkommen. Und sie benötigen dringend den hohen Standard medizinischer Versorgung, den es nur auf Elysium gibt. Doch einige Leute auf Elysium schrecken vor nichts zurück, um rigide Anti-Einwanderungsgesetze durchzusetzen und den luxuriösen Lebensstil ihrer Elite zu bewahren. Der einzige Mensch, der die Chance hat, so etwas wie Gleichberechtigung in diese beiden Welten zu bringen, ist Max (MATT DAMON), ein ganz normaler Mann, der verzweifelt versucht, nach Elysium zu gelangen. Während sein Leben an einem seidenen Faden hängt, übernimmt er widerwillig eine gefährliche Mission. Eine Mission, bei der er gegen Elysiums Ministerin Delacourt (JODIE FOSTER) und ihre Hardliner-Truppen antreten muss. Doch falls er gewinnt, kann er nicht nur sein eigenes Leben retten, sondern auch das von Millionen Menschen auf der Erde.
eine kritik von deniro:
Ich muss gestehen das ich sehr gespannt war "Elysium" im Kino zu sehen.

Blomkamp´s "District 9" fand ich, in Anbetracht des doch geringen" Budgets, durchaus gelungen und sehenswert. Gut, die sozial kritischen Aspekte dienten in meinen Augen eigentlich mehr als Alibi um eine reißerische aber zugegebenermaßen interessante Sci-Fi Story zu erzählen. Eine Rechnung die durchaus aufging.

Leider funktioniert dies bei Elysium nicht mehr.

Wieder beschäftigt sich Blomkamp mit der Zweiklassengesellschaft in einer übervölkerten und desillusionierten Zukunftsvision. Was in "District 9" noch als etwas naive und spielerische Herangehensweise positiv angerechnet werden konnte, fühlt sich jetzt einfach nur uninspiriert und wenig innovativ an. Zu angestrengt und aufgesetzt möchte Elysium uns eine ernsthafte und glaubhafte Geschichte erzählen. Nutzt dabei zu viele abgenutzte Klischees (kranke Kinder, verflossene Liebe, der Traum vom Paradies usw.)

Verkrampft versucht Blomkamp uns dabei seine ach so böse Zukunft unterzujubeln.
Ständig hat man das Gefühl nur lokale Geschehnisse zu betrachten, nie wird ein globaler Zusammenhang hergestellt. In einem Sci-Fi Film möchte ich eigentlich auch das Gefühl von epischen Dimensionen spüren und nicht nur eine Momentaufnahme in einem Favela erhaschen. Ein Problem das in meinen Augen viele Sci-Fi Filme neueren Datums aufweisen.

Positives Beispiel gefällig?

"Das fünfte Element" macht dies um einiges besser!

Auf der Habenseite stehen aber die vortrefflichen Special- Effects die sich gut ins Gesamtbild des Filmes einfügen. Darüberhinaus sei auch das restliche Design hervorzuheben. Das "gebrauchte Universum der Dinge", das ein gewisser George Lucas populär werden lies, hinterlässt auch in diesem Film seine Spuren. Alle Geräte und Fluggeräte weisen beispielsweise eine gewisse Abnutzung auf und tragen so zur Glaubwürdigkeit der gezeigten Visionen bei.
In einem Atemzug mit den Trickeffekten muss man aber auch die in meinen Augen unpassenden und unnötigen Splatter- Effekte erwähnen. Versteht mich nicht falsch, an der richtigen Stelle, zur richtigen Zeit finde ich diese durchaus angebracht (Siehe Starship Troopers) Hier wirken Sie einfach aufgesetzt und zu losgelöst vom Restlichen und sollen eher von den offensichtlichen Schwächen des Filmes ablenken und Logiklücken kaschieren. Sie wirken dadurch eher wie Fremdkörper! Fast könnte man meinen sie wären nachträglich in den Film transferiert worden.

Natürlich liefern Matt Damon und Jodie Foster eine gewohnt solide Leistung ab, ohne besondere Ausreiser nach oben oder unten, doch bleiben auch sie ohne jegliche nennenswert Akzente.
Apropos Matt Damon, ständig fragte ich mich wie man in so einer verkommenen und schmutzigen Welt mit so einem tadellosen Gebiss rumlaufen kann?
Hm, ich schweife wieder mal ab!

Für mich hat sich der Kino Besuch nicht gelohnt. Mit der Erkenntnis das Hr. Blomkamp durchaus Talent besitz, und hier nur ansatzweise zeigt was in ihm steckt, verlies ich das Kino. Ich hätte mir tatsächlich einen etwas innovativeren und kontroverseren Ansatz für seinen ersten "Hollywood- Blockbuster" gewünscht. Eine Richtung die durchaus mit District 9 bereits eingeschlagen wurde und die mit Elysium leider in eine zahn- bzw. harmlose "Möchtegern Gesellschaftskritik" umgewandelt wurde.

Schade, hatte eigentlich schon den legitimen Nachfolger eines Paul Verhoeven schemenhaft am Horizont erblickt!
4/10
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