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Frontier(s)

Herstellungsland:Frankreich (2007)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung
Genre:Horror, Splatter, Thriller
Alternativtitel:Frontier(s): Kennst du deine Schmerzgrenze?
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,94 (196 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Während der Unruhen in den Pariser Banlieues verüben ein paar Kleinkriminelle einen Banküberfall, bei dem jedoch einer von ihnen getötet wird. Die Gang, zu der auch die schwangere Yasmina gehört, muss fliehen und verabredet sich in einem schäbigen Gasthaus im Niemandsland an der belgischen Grenze. Doch was sie dort erwartet, ist die Hölle auf Erden: Sie sind in die Fänge einer degenerierten Nazi-Familie geraten, die nur auf frisches Blut für das Ausleben ihrer wahnwitzigen Machtfantasien wartet. Als Yasminas Freunde auf unbeschreiblich brutale Weise gefoltert und getötet werden, erwacht jedoch ihr Mutterinstinkt, um sich und ihr ungeborenes Kind zu retten. Ein blutiger, gnadenloser Kampf ums Überleben beginnt! (Sunfilm)

eine kritik von moviefreakz1:
Mit "Frontier(s)" beschreitet Regisseur Xavier Gens ("Hitman") sicherlich kein Neuland, dafür sind die Parallelen zu anderen Horrormeilensteinen, wie beispielsweise "Texas Chainsaw Massacre", zu deutlich zu sehen. Stattdessen perfektioniert Gens bisher zu sehendes und präsentiert atmosphärisch dichten und düsteren Film.

Der Film beginnt schon sehr temporeich. Von den Krawallen in Paris bis hin zu den Hauptfiguren, die sich mitten in diesem Chaos und auf der Flucht befinden, erfolgt fließend. Die Figuren werden nur kurz vorgestellt, bleiben aber größtenteils flach oder gar klischeehaft. Dies ist bei diesem Genre bereits Standard, genauso wie eine meist unausgegorene Handlung, und man könnte meinen dies als Minuspunkt werten zu müssen. Dem ist aber nicht so. Die Schauspieler überspielen aber gekonnt die Oberflächlichkeiten und verleihen ihren Figuren einen individuellen Ausdruck. Eine wendungsreiche und überaschende Geschichte hätte sicherlich für erstaunen gesorgt, gleichzeitig aber das hohe Tempo ausgebremst.

Was "Frontier(s)" besonders ausmacht ist das geniale Zusammenspiel von bedrückender Atmosphäre, rauen Örtlichkeiten und erschreckenden Verstümmelungen inklusive der sich darin befindenden Charakteren.
Die Schauplätze beschränken sich nach dem temporeichen Anfang auf das Motel und die direkte Umgebung. Die altmodische Einrichtung, schmutzbesudelte Ställe und verwinkelte Gänge spielt viel zu der Atmosphäre hinzu.
Die Optik ist eine stets düstere Aufmachung, die besonders gegen Ende auf wenige Dialoge setzt und ausschließlich durch die Bilder und den intensiven Score für sich sprechen lässt. Dabei bleibt die Kamerarbeit erfreulich edel und fällt nur für wenige, schnell geschnittene Verfolgungen auf das verwackelte, unübersichtliche Niveau seiner Toture-Porn Kollegen ab.

Das moderne Terrorkino zeichnet sich mittlerweile durch explizite Gewaltakten aus, auch für "Frontier(s)". Hier explodieren Köpfe, fliegen Menschen auf Kreissägen, werden ganze Fleischstücke abgebissen und Finger abgeschossen. Aufgrund der vielen Gewaltakten gibt es aber auch die emotionale Ebene zu den Leidenden, da durch die genannten Gewaltakten auch der Überlebensinstikt der Protagonisten hoch gehalten wird.
Dies und das heikle Thema um eine Neonazi-Gemeinschaft und der am Rande angesprochenen Selbstjustiz spricht sicher nicht die Masse eines Publikums an, den Genre-Fan dafür umso mehr.

Ebenfalls überragend ist die Auswahl der Darsteller. Alle wurden entsprechend ihren Rollen angepasst und spielen ihre jeweilige Figur mehr als ansprechend, daher sieht man ihnen auch die Angst und Panik ihrer Figur äußerst glaubwürdig an.

Die deutsche Fassung ist im gegensatz zur UNCUT/UNRATED richtig übel geschnitten, so dass die deutsche FSK wenigstens noch eine 18er Fassung machen konnte.
Die österreichische DVD ist daher am besten zu empfehlen, da die aufwendigen, handgefertigten Effekte mit leichter CGI Behelfung wirklich tadellos aussehen.

"Frontier(s)" will weder den Horror- noch den Terrorfilm neu erfinden sondern setzt gewollt auf bewährte Zutaten.

Besonders die letzte halbe Stunde enthält eine gnadenlos hohe Dichte an Spannung, Emotionen und Brutalität die die "SAW"- und "Hostel"-Reihe weit hinter sich lässt.
Daher ist Frontier(s) auf jeden Fall ein klarer Favorit, wenn man einen schönen Terrorfilm (im Stile von TCM) sehen will.
10/10
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Kommentare

19.11.2014 13:05 Uhr - JasonXtreme
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Sind die Charakere nun flach und austauschbar, oder super gewählt und füllen ihre Rollen toll aus!? Sorry, aber Du schreibst großteils ziemlichen Stuss zusammen - les das Zeugs mal Korrektur, bevor Du es hier hochlädst!

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