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Star Trek

Herstellungsland:Kanada (2013)
Standard-Freigabe:USK 12
Alternativtitel:Star Trek - The Game
Star Trek Into Darkness - The Game
Star Trek: Into Darkness - The Game
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,00 (2 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Ein legendäres Team

Schlüpfen Sie in die Rollen von Kirk und Spock und entfesseln Sie im Kampf gegen die skrupellosen Gorn-Invasoren die technologische Macht des 23. Jahrhunderts.

-Koop-Action für 2 Spieler, die das einzigartige Verhältnis von Kirk und Spock sowie ihre individuellen Eigenschaften herausstellt.

-Interagieren Sie mit der Crew der U.S.S. Enterprise: Scotts, Chekov, Sulu, Uhura und Pille.

-Erkunden Sie noch nie zuvor gezeigte Bereiche des Schiffes und der Galaxie. (Bondai PC-Cover)

eine kritik von s.k.:

Eine alte Spieler-Weisheit besagt:“Hole dir kein auf eine Film-/TV-Lizenz basierendes Videospiel, du könntest enttäuscht werden !“.
Nun ja, und wenn die Neugier am Ende doch die Oberhand gewinnen sollte, ist es immer ratsam, für den Lizenz-Titel seines Wunsches einen möglichst kleinen Preis zu zahlen, um den nachträglichen Ärger im verschmerzbaren Rahmen zu halten.
Wenn man versucht, allein alle Franchise-Versoftungen aufzuzählen, die sich am Ende als halbherzig hingeschluderte Gurken zu erkennen gegeben haben (angefangen mit dem Atari-Schrott „E.T.“ bis zum heutigen Zeitpunkt), könnte es ein seeeeeehr langer Tag werden.
Die letzten Lizenzspiele, für die ich mich freiwillig entschieden habe und noch (mehr oder weniger) gut in Erinnerung behalten habe, waren „Ghostbusters – The Game“ und „Prison Break – The Conspiracy“. Ersteres wurde den Original-Geisterjägern (auch zu meiner Überraschung) mehr als gerecht, während die Entwickler für die Untaten an Letztgenanntem eine eigene Haftstrafe verdient hätten.
Jetzt habe ich zu „Star Trek – The Game“ (= ST-TG) gegriffen. Ein Spiel, angelehnt an mein liebstes Sci-Fi-Franchise der Film- und Fernsehwelt überhaupt. Auch ich als bekennender Trekker und PCler bin nicht so blind um zu übersehen, dass die Versoftungsversuche dieser Marke zuletzt nicht sonderlich geglückt sind. Die stärkste Zeit hatten ST-Spiele in den 1990ern bis zu den ersten Jahren des neuen Milleniums, als Interplay noch über die Lizenz wachte und fast ausnahmslos gute Titel auf dem Markt brachte. Was danach kam, würde ich am liebsten verdrängen, wenn ich könnte.
Ungeachtet vieler sehr durchschnittlicher Magazin-Tests ist das jüngste ST-Spiel bei weitem nicht so schlecht wie gern behauptet, einen gewissen Unterhaltungswert kann man ST-TG nicht absprechen. Knapp 10 Euro habe ich für gut 10 Stunden Spielzeit ausgegeben, hat nicht weh getan. Bin aber ehrlich: Mehr hätte ich freiwillig auch nicht investiert. Das Spiel ist kein Totalausfall, aber auch kein echter Lichtblick, ob nun für ST-Fans oder reine Zocker.

Gefahr ist in Anmarsch. Für die Sternenflotte, ihre Verbündeten und überhaupt jede im All existierende Lebensform. Durch einen Riss im All strömen die aggressiven Gorn massenhaft durch den Alpha-Quadranten, mit unaufhaltsamen Zerstörungs- und Eroberungstrieb. Als diese sich dann auch noch eine neue, für Neu-Vulkan überlebenswichtige neue Technik an den Nagel reissen, sind Kirk und seine Enterprise-Crew dazu gefordert, die mannshohen Riesenechsen aufzuhalten…

Es gab sicherlich schon bessere Stories für ST-Spiele, doch wenn Spiele eben besagter Marke ihren Fokus lieber auf einfachste Action setzen, haben sich die Entwickler nie mit sehr durchdachten Hintergrundgeschichten aufgehalten. „ST - Voyager: Elite Force“, „Klingon Honor Guard“, “Shattered Universe” und wie sie alle heissen, deren Stärken lagen nicht im erzählerischem Inhalt, und hier ist es nicht viel anders. Vielmehr wird versucht, das bekannte ST-Ambiente ins Spiel zu übertragen, und zumindest das funktioniert ohne Weiteres.
Inszenatorisch ist das Dargebotene gar nicht mal so übel. Das Art-Design der Enterprise, die Schnelligkeit in den Zwischensequenzen, die allgemeine Leichtigkeit und die witzigen Käbbeleien zwischen Kirk, Spock und Co., die Soundeffekte, der famose Giacchino-Score und die Sprachausgabe – all das entspricht exakt dem, was Fans der Filme bereits kennen und lieben.
Auf der technischen Seite kann ST-TG nur bedingt überzeugen. Der Wiedererkennungswert ist durch detailgetreue Wiedergabe der Enterprise (insbesondere der Brücke), die Charaktere und einige chice Effekte zweifellos vorhanden, und bis auf ganz seltene Clipping-Fehler läuft es auch fix und ohne spaßbremsende Bugs, das optische Resultat hätte mit einer zeitgemäßeren Engine aber deutlich besser umsetzt werden können. Die Texturschärfe und die Darstellung von Feuer / Explosionen lassen jedenfalls zu wünschen übrig, ebenso die etwas steif geratenen Gesichtsanimationen der Enterprise-Crew. Wäre ST-TG vor 5 Jahren erschienen, hätte es nach damaligen Maßstäben ganz gut ausgesehen, heute macht es einen nur ausreichenden, recht überholten Eindruck.

Zu Spielbeginn hat man die Wahl, in die digitale Haut von Kirk oder Spock zu schlüpfen, Unterschiede im Spielverlauf oder in der Spielweise sind jedoch nicht zu erwarten, ergo spielt die Entscheidung für eine der beiden Figuren keine echte Rolle.
Was das Gameplay betrifft, so wird dem Spieler ein in streng linearen Leveln festgehaltenes Potpourri aus Deckungsshooter-Gefechten, Klettereinlagen, einigen Flugmanövern und dezenten Schleichabschnitten serviert, wobei das Ballern und Deckung-Suchen den eigentlichen Kern des Spiels ausmacht. Dieser spielt sich ähnlich wie „Mass Effect“ oder „Splinter Cell - Conviction“ und fällt kaum schlechter aus. Lustigerweise agiert die Gegner-KI (und auch die des NPC-Begleiters) ähnlich doof wie die aus den „Commander Shepard“-Abenteuern (im Zuge des Schleichens scheinen die fiesen Gorn gar meinen begrenzt steuerbaren Kollegen nicht sehen wollen, obwohl er gemütlich vor ihren Augen daherspaziert), widerum geht die Deckungsfunktion derart leicht von der Hand, mich dünkt ich würde Elitespion Sam Fisher durchs ST-Dekor lotsen. Zwischendurch packt man immer wieder den Tricorder aus, um via anspruchsfreien Minispielen Türen zu öffen, Computer zu hacken oder feindliche Gerätschaften auszuschalten. Fremdartige Lebensformen, Waffen und Technik zu scannen belohnt das Spiel mit Erfahrungspunkten, mit denen man sich und seinen NPC-Begleiter upgraden kann. Dies bringt keine gefechtsentscheidenden Vorteile und ist nicht mehr als ein nett gemeintes Gimmick anzusehen.

Fazit:
Kurzum: Die neue Trek-Episode ist kurzweilig genug, um es einigermaßen frustfrei durchzuspielen. Es bedient sich den Gameplay-Standards bekannter Genre-Vertreter, ohne etwas davon besser zu machen, und ist selbst im höchsten Schwierigkeitsgrad problemlos schaffbar. Am Ende bleibt der Eindruck, ein nicht wirklich schlechtes Lizenzpiel vor sich zu haben, in welchem mehr Potential drin war, hätten die Entwickler mehr Liebe in ihre Arbeit gesteckt.
Nur für ein kleines Taschengeld lohnenswert.

6/10
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