SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Ghost of Tsushima · Stahl und Schwertkampfkunst · ab 61,99 € bei gameware Call of Duty Black Ops Cold War · Mit Zombiemodus · ab 67,99 € bei gameware

Star Trek Into Darkness

Herstellungsland:USA (2013)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Science-Fiction
Alternativtitel:Star Trek: Into Darkness
Star Trek 12
Star Trek XII
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,79 (34 Stimmen) Details
inhalt:
Als Captain Kirk und die Besatzung der Enterprise auf die Erde zurückgerufen werden, finden sie ihre Heimat und die Sternenflotte in Trümmern wieder – zerstört von einer feindlichen Macht aus ihren eigenen Reihen.
Für Kirk beginnt nicht nur die Jagd nach einem dunklen, verräterischen Gegenspieler, sondern auch ein persönlicher Rachefeldzug in einer Welt, die sich im Ausnahmezustand befindet.
Dabei werden er und seine Mannschaft zu Schachfiguren in einem perfiden Spiel über Leben und Tod: Liebe wird auf die Probe gestellt, Freundschaften werden auseinandergerissen und Opfer müssen erbracht werden für die einzige Familie, die Kirk noch bleibt: sein Team.
eine kritik von xavier_storma:
Es knallt, es wummt, es explodiert, es ist laut, es ist bunt, es wird geflucht, es wird geknutscht...
STAR TREK INTO DARKNESS ist die Fortsetzung des Films STAR TREK von 2009, der das langjährige Franchise - im gängien Hollywood-Trent, in dem man davon ausgeht, dass Zuschauer zu dumm sind, sich an mehr als 2 Filme einer Serie zu erinnern - auf Reset setzte, und STAR TREK in ein Action-Sci-Fi Movie Spektakel im Stil von TRANSFORMERS oder AVENGERS verwandelte.

Beginnen wir mit einer Zeitreise.
Das Jahr: 1989. Ein Team von Autoren setzt sich zusammen, um eine Geschichte zu schreiben, die schon kurz nach der Ausstrahlung Fernseh und Filmgeschichte schreiben wird.
In wenigen Wochen können die Autoren mit einem spannenden Skript, das Charakteren Tiefe, Drama und Wendungen verleiht, zudem mit toller Action und unvorhergesehenen Wendungen aufwartet.
Der Film" wird für weniger als 6 Millionen Dollar gedreht. Die Drehzeit sind wenige Wochen. Man hat einen straffen Plan und darf nicht in Verzug kommen.
Kurz nach der Ausstrahlung, polarisiert das Ergebnis Fans und Kritiker... der Sommer 1989 wird unerträglich mit dem Warten auf eine Fortsetzung.
Der Name des Films? The Best of Both Worlds Part 1 and 2", zu deutsch: In den Händen der Borg/Angriffsziel Erde", der Cliffhanger der dritten Staffel der TV-Serie THE NEXT GENERATION, und gleichzeitig der Staffel-Eröffner der Vierten. Ein TV-Film, der sich (Restaurierung sei Dank) auch heute noch sehen lassen kann, und nichts von seiner Faszination verloren hat. Oft kopiert (StarGate, X-Philes) jedoch nie erreicht. Ein Meisterwerk der Erzählkunst.

Sprung in die junge Vergangenheit.
Das Jahr: 2009. Paramount rebooted (dem Trend aller anderen Studios folgend - Filmhelden dürfen schließlich nicht älter als 35 Jahre alt sein) das STAR TREK Franchise, steckt Millionen in Marketing, und kann mit seinem, mehr als fragwürdigem Produkt, tatsächlich Profit schlagen. Natürlich soll das gleiche Team die Fortsetzung schreiben.
4 Jahre vergehen, 185 Millionen Dollar werden ausgegeben...
Das Ergebnis? Ein Flickenteppich aus alten Ideen, neu zusammengesetzt, ohne Substanz, ohne das "Neue", das dem Zuschauer im Vorfeld versprochen wurde.

Handlung:
Erde Jahr 2259: In London kostet ein Terroranschlag mehrere Duzent Menschen das Leben. Ziel des Anschlags eine geheime Organisation der interplanetaren Regierung. Als im Sternenflottenhauptquartier in San Francisco ein Krisentreffen einberufen wird, erfolgt ein zweiter Anschlag. Der junge Kapitän des Raumschiffs Enterprise, James Kirk (Chris Pine) muss mit ansehen wie sein Mentor Christopher Pike (Bruce Greenwood) getötet wird. Kirk will Rache und Jagd den Verdächtigen - einen ehemaligen Agenten namens John Harrison (Benedict Cumberbach) - quer durch die Galaxis. Als sich dieser dann ohne Widerstand ergibt, undzudem noch ein geheimes Schiff der Sternenflotte die Enterprise einkesselt, spitzt sich die Lage zu. Aus Feinden werden Verbündete, und aus Verbündeten Feinde. Kirk und seine Crew kommen einer Verschwörung auf die Spur, die bis in die höhsten Ränge ihrer Organisation reicht...

In der ersten Stunde kann man über Fehler in der Handlung, über Absurditäten und dergleichen aufgrund des "Neuen" der Dynamik noch gut hinwegsehen. Als der Film dann aber Khan enthüllt, gleitet er vollkommen in die Belanglosigkeit ab. Das Ende mit der Jagd (zu Fuss) durch San Francisco stellt dann den traurigen Höhepunkt der Selbstdekonstruktion dar.
Die Dämlichkeit der Autoren Orci und Kurtzman führt aber zu zwei essentiellen Problem, die jeder Zuschauer mit einem IQ von höher/gleich 65 erkennen wird:
- Transwarp-Beamen: Warum dann noch Raumschiffe?
- Khans-Blut: Es kann NIEMAND mehr sterben
Na... wie das im Sequel aufgelöst wird??? Ach ja... gar nicht... Orci und Kurtzman eben... zu dumm um ein Drehbuch zu Ende zu denken.

Es ist so schade... Aufnahme, Cinematographie, Kostüme, Musik, Darsteller, Regie, Setdesign, Kamera... all das stimmt! Es sieht hervorragend aus. Aber der Kern: Das Wichtige: Die Geschichte... ist einfach nur lächerlich schlecht. In der ersten Hälfte gelingt es - wider erwarten - tatsächlich einen Spannungsbogen zu erzeugen. Verneigungen vor DEEP SPACE NINE (Sektion 31) und ENTERPRISE (auf Marcus Schreibtisch ist deutlich ein NX-Klasse Modell zu sehen) sind hervorragend. Die anfänglichen Logikfehler mit dem Schiff unter Wasser, der dämliche Admiralität und dem Konferenzraum mit Perspektive ist man angesichts der imposanten Szenen in London, und vor allem der Standpauke Pikes an Kirk bereit zu verzeihen... Selbst die Sequenzen auf Kronos stimmen... Und dann fällt den Autoren nichts besseres ein, als einen hervorragenden TV-Zweiteiler und einen der besten TREK Filme zu vermischen, und gnadenlos zu kopieren.
Als jemand der dem Reboot von 2009 leider nichts abgewinnen konnte, und als jemand der mit KEINEN Erwartungen in den Film gegangen ist, wurde ich in der ersten Stunde überrascht, und war beim Erreichen der Endcredits umso ernüchterter.

Fazit: Die Autoren müssen weg, Logiklöcher soweit das Auge reicht, und selbst gegen die eigenen Regeln wird ständig verschlossen. Die Story stolpert von einem astronomischen Zufall in den nächsten. Kirk und co. absolvieren dabei Stunts, die Spiderman und Konsorten als aussehen lassen, ganz OHNE Superkräfte.
Das Setup ist stimmig, die Sets sind Stimmig, die Musik toll, der Film sieht toll aus... aber die Geschichten, die Orci und Kurtzman parat haben, sind... so ist es nun mal leider Schrott. Für den Dritten Film bleibt es Paramount zu wünschen, Autoren zu engagieren, die 1.) die Materie besser kennen, und 2.) eine originelle Geschichte schreiben können.

So bleibt leider der fade Geschmack, dass INTO DARKNESS, nach STAR TREK (2009) ein belangloser Blockbuster-Popkorn-Film ist, der zwar leider wie STAR TREK (das Echte) aussieht, aber leider den echten Kern vermissen lässt.

Als Blockbusterkino... unterhaltsam. Für einen STAR TREK Film leider mangelhaft.
5/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Logan
Xavier_Storma
10/10
Jurassic
Xavier_Storma
8/10
Contagion
Xavier_Storma
6/10
die neuesten reviews
Outside
Ghostfacelooker
Perfect
Kaiser Soze
8/10
Ohne
TheMovieStar
6/10
Star
sonyericssohn
6/10
Mystics
The Machinist
7/10
kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)