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I Spit on Your Grave 2

Herstellungsland:USA (2013)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,15 (70 Stimmen) Details
inhalt:
Die hübsche Kellnerin Katie versucht sich in New York nebenher als Fotomodel. Als sie an einen dubiosen Fotografen und sein Team gerät, befällt sie ein ungutes Gefühl und sie bricht die Foto-Session ab. Doch ihre Ängste bewahrheiten sich, als einer der Männer eines Nachts in ihr Haus eindringt und sie brutal vergewaltigt. Um die Tat zu vertuschen, verschleppen er und die anderen Männer Katie nach Bulgarien. Eingesperrt in einem dunklen Keller wird sie als Sexsklave missbraucht. Doch Katie kann eines Tages flüchten und schwört grausame Rache an ihren Peinigern, die keiner von ihnen überleben wird...
eine kritik von boondocksaint123:
Review enthält Spoiler!!!!

Die junge Katie ist eine glückliche junge Frau, die sich ihr Geld als Kellnerin verdient. Doch das reicht ihr nicht und sie versucht sich als Fotomodell. Bei einem Shooting lernt sie den etwas schüchternen Georgy kennen, der sofort ein Auge auf die hübsche Katie geworfen hat. Immer wieder versucht er sich an Katie heran zu machen, doch sie lässt ihn jedes Mal abblitzen. Als er eines Abends plötzlich in seiner Wohnung erscheint wendet sich das Blatt schnell. Katie ist ihrem Gegenüber unterlegen, welcher es sich nicht nehmen lässt die junge Frau mal ordentlich ran zu nehmen. Als er aber einen hellhörigen Nachbar tötet bekommt Georgy Panik und ruft seine Freunde / Brüder an und bittet diese um Hilfe. Kaum ist der Anruf getätigt stehen auch schon die Brüder in der Türe und verschleppen Katie. Es scheint so als gäbe es kein entrinnen für die junge Frau...

Regisseur Steven R. Monroe erschuf vor 3 Jahren schon das Remake zu dem Film "I spit on your Grave", welcher für großes Aufsehen sorgte. Da war es schon von Anfang an klar, dass auch eine Fortsetzung her halten müsste. Zum Glück für den Zuschauer konnte man sich auch wieder Monroe für den Part des Regisseuren sichern und was dieser hier abgeliefert hat ist...ach, lest doch einfach selbst :-D

Zwar bietet die Story nicht viel Abwechslung, doch zählt das Gesamtpaket und nicht nur ein kleiner Bruchteil dafür, dass ein Film unterhält. Nachdem ich gehört habe, dass eine Fortsetzung zu "I spit..." erscheinen sollte, war ich sehr skeptisch. Auch nachdem der erste Trailer zu sehen war, verflog die Skepsis nicht und trotzdem lies ich mich nicht davon abbringen mir diesen Film anzuschauen.
Wie ich schon mal erwähnt habe bietet das Genre "Rape & Revange" nicht immer Abwechslung und auch einige Vertreter sollten sich schämen, dass sie diesen Namen tragen! Doch nicht wenn ein Film den Titel "I spit on your Grave" trägt.

Der Film selbst ist in vier Akte unterteilt:

Akt 1: Der Epilog (Dauer: gut 20 Minuten)

In diesen 20 Minuten erfährt man ein paar Einzelheiten über die Person der Katie, welche eine lebensfrohe und offenherzige junge Frau ist, welche zwar etwas naiv erscheint aber trotzdem eigenständig auf den Zuschauer wirkt und trotzdem für ihren Traum kämpft. Auch werden hier die Antagonisten mit in die Handlung eingeführt, welche schon von Anfang an sehr suspekt erscheinen und eine recht düstere Art an sich haben. Auch wenn sie anfänglich etwas unbeholfen wirken, so werden ihre Charaktere recht intensiv mit in die Story integriert und man ahnt schon, dass etwas krankes in den Köpfen der Männer vor sich geht.

Akt 2: Der Rape (Dauer: an die 40 Minuten)

Wie auch schon bei dem Remake hat Monroe hier eine klare Gliederung in die Handlung mit eingebracht, die trotzdem recht eigen inszeniert wurde. Wenn man die Vergewaltigung bei dem Remake schon heftig fand, dann sollte man von der Fortsetzung auf jeden Fall die Finger weg lassen! Diese hat noch mehr härten zu bieten und stellt auch eine recht große Qual für den Zuschauer dar. Man sieht in Katies Augen, dass sie qualvolle Schmerzen hat, dass sie nicht mehr kann und will und trotzdem (vergebens!) gegen die Qualen ihrer Peiniger angeht. Hier ist man auch etwas zeigefreudiger umgegangen Zwecks der Schauwerte. Man hielt mit der Kamera genau da drauf, wo andere schon längst umgeschwenkt hätten.

Akt 3: Die Regeneration (Dauer: knapp 20 Minuten)

Wie auch schon im Remake konnte auch hier Katie von ihren Peinigern entkommen und flüchtet sich in eine Welt aus Wut, Hass und Verzweiflung. Man erkennt den Charakter der jungen Katie so gut wie nicht mehr. Sie ist offen gebrannt markt und dies wird auch dem Zuschauer sofort klar. Von der Lebensfreude und der offenherzigen Katie ist nichts mehr übrig geblieben. Sie ist nur noch eine leere Hülle, die immer tiefer in sich verschwindet und nur noch einen einzigen Gedanken hegt. Rache!

Akt 4: Die Revange (Dauer: knapp 30 Minuten)

Nun kommen wir auch zu dem Teil, den die meisten sehnlichst erwartet haben. Katie ist vorbereitet und macht Jagd auf ihre Peiniger und hat auch einige sehr harte Foltermethoden entwickelt um den Männern zu zeigen, wozu sie fähig ist. Dieser Teil ist auch der krasseste des ganzen Filmes. Auch hier geizt man nicht mit expliziten Darstellungen und hat so einige recht interessanten Methoden zu bieten um dem Zuschauer selbst zu quälen. Auch dieser Teil fällt um einiges brutaler aus als der im Remake.

Dieses Mal nutze man andere Eigenschaften um an diesen Film heran zu gehen. Zum einen ist Jemma Dallender in der Hauptrolle zu sehen und nicht wie Anfänglich behauptet Sarah Butler. Doch soll dies nicht heißen, dass Dallender ihre Sache nicht gut macht. Sie gibt sich wirklich alle Mühe um dem Charakter genau die Tiefe zu verpassen, die dieser auch braucht. Dieses bekommt sie auch super hin. Man leidet wirklich mit ihr mit. Auch die männlichen Parts wurden gut besetzt. Auch wenn mir keiner der Darsteller etwas sagt, konnten sie trotzdem überzeugen und bringen eine diabolische Ader mit in den Film, welche den Film auf weite Strecken sogar tragen.

Anders als beim Remake sparte man hier nochmal eine Schippe mehr am Budget und verlegte dem Schauplatz von Amerika nach Ost-Europa. Dies hat der Stimmung des Filmes sogar sehr gut getan, denn diese Kulissen machen den Film noch düsterer und herber in der Wirkung. Obwohl ich kein Fan von Ost-Europäischen Kulissen bin, hat mir diese hier wirklich sehr gut gefallen!

Was mir ein wenig sauer aufgestoßen ist, liegt gerade im letzten Akt. Zwar sind die Foltermethoden von Katie recht herb gestalten worden, doch erscheinen sie einfach zu kurz. Aber gerade die brutalste Szene (auf jeden Fall für Männer!!!!), wurde ausgetreten bis zum geht nicht mehr^^...und genau diese Szene ist der Hammer! Schon lange habe ich nicht mehr gezuckt bei einem Film, doch gerade hier...AUA!

In meinen Augen hat man hier eine wirklich gute Fortsetzung geschaffen, die zwar trotz intensiveren Erzählstruktur ein wenig hinter dem Remake liegt. Doch was man gleich anmerken kann...dieser Film wird zu 99% auch nach §131 StGB beschlagnahmt! Dies kann man schon mal im voraus sagen und das hat schon etwas zu heißen. Denn hier werden die Gewaltszenen recht selbst zweckhaft eingesetzt und auch die Menschenwürde wird mit Füßen getreten.
8/10
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