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Pain

Originaltitel: Vile

Herstellungsland:USA (2011)
Genre:Horror, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,38 (16 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Als eine Gruppe von Freunden bei Einbruch der Nacht eine Frau mit dem Auto mitnimmt, um sie bei ihrem Wagen abzusetzen, attackiert sie sie mit Gas und sie wachen zusammen mit 4 Fremden in einem Keller auf. Ein Instruktionsvideo sagt ihnen, dass sie 22 Stunden Zeit haben, eine Aufgabe zu erfüllen oder ansonsten alle sterben. Ihre Aufgabe besteht darin, sich Schmerzen zuzufügen, damit ihr Gehirn bestimmte Botenstoffe produziert. Diese werden mittels implantierter Vorrichtungen an ihrem Kopf aufgefangen. Nur, wenn die Leiste bei 100% angelangt ist, haben sie eine Chance auf's Überleben. Können sich die Gefangenen überwinden, sich gegenseitig auf unterschiedlichste Arten zu foltern, um diesen Tag zu überstehen? ()

eine kritik von martyrs666:
Torture Porn...keine zwei Wörter wurden in den letzten Jahren in der Horrorfilmgemeinde kontroverser diskutiert, mehr geschmäht aber auch mehr gehyped. Dabei standen ein paar wenigen ordentlich produzierten und inszenierten sowie (je nach Geschmack) durchaus unterhaltenden Werken eine schier unüberblickbare Flut an preiswert heruntergekurbelten Billigstreifen gegenüber, die meist nur sehr schwer zu ertragen waren.

Pain gehört leider zu letzterer Kategorie, obwohl sich die Story wenigstens, in den zugegeben eng gesteckten Genregrenzen, bemüht, neue Wege zu gehen, dabei aber gnadenlos scheitert! Wahrscheinlich ist sie den Drehbuchautoren sogar wie ein grosser Wurf vorgekommen, doch mit dieser Meinung dürften sie ziemlich alleine dastehen.

Die Protagonisten werden hier zwar nicht von maskierten Hobbyfolterknechten oder durchgeknallten Möchtegernmedizinern in die Mangel genommen, sondern dürfen sich (Überraschung!!!) gegenseitig foltern, um durch das Sammeln einer ominösen, bei Schmerzen im Gehirn freigesetzten Wunderdroge aus Noradrenalin, Serotonin und Dopamin aus ihrem Gefängnis entkommen zu können, aber das ist so ziemlich das Einzige an diesem Film, dass man mit viel Humor noch als innovativ bezeichnen könnte.
Und so beginnt eine Geschichte, die dämlicher und konstruierter nicht sein könnte und zudem immer wieder über ihr merklich geringes Budget stolpert.
So sieht der Apparat im Nacken der Opfer eher nach Chemiebaukasten denn nach einer hypermodernen Technik aus, und es wird mit keinem Wort erwähnt, geschweigedenn gezeigt, wie der Füllstand der Behälter denn nun auf die zweite Nachkommastelle (!) genau gemessen werden kann, während die Träger sich permantent und teilweise heftig und schnell bewegen.
Ein weiterer, für einen Film dieses Genres eklatanter Minuspunkt ist der fehlende Blutgehalt, denn ja, PAIN ist brutal und bietet einige wirklich sadistische Szenen, wegen derer er in Deutschland auch nur gekürzt erhältlich ist, aber er beinhaltet erschreckend wenige wirklich explizite Inhalte, geschweige denn Splatter- oder Goresequenzen.Dies kann man getrost auch dem niedrigen Budget zuschreiben, hat den Film aber nach der irgendwie doofen Story und den bestenfalls durchschnittlichen schauspielerischen Leistungen für mich entgültig disqualifiziert.

Als Bonus für die deutschen Fans, die immer noch mutig genug sind, sich solche Filme überhaupt anzuschauen (aufgrund der fortlaufend schlechten Qualität und dem fast schon obligatorischen Schnittmassaker, versteht sich, nicht wegen der gar grausam-gruseligen Handlung...), gibt es dann noch eine schier unerträgliche Synchronisation (wenn man es denn so nennen will), die den Film endgültig der Lächerlichkeit preisgibt und es schafft, zu jedem Schauspieler die garantiert unpassendste Stimme auszuwählen.

Nur das Ende stimmt den geübten Folterfilmkonsumenten wieder etwas milder, aber nur, weil es genau das ist, was man erwartet hat. Manchmal ist das Gewohnte doch besser, als zwanghaft an den Haaren herbeigezogene Neuerungen, die dann irgendwie doch keine sind...
2/10
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