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Insanity667
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Eintrag: 17.10.2013

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Der New York Ripper

(Originaltitel: Lo squartatore di New York)
Herstellungsland:Italien (1982)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Horror, Krimi, Splatter, Thriller,
Mystery
Alternativtitel:Lucio Fulci's New York Ripper
Der Schlitzer von New York
New York Ripper
The New York Ripper
Manhattan Ripper
Psycho Ripper
The Ripper

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,69 (86 Stimmen) Details
inhalt:
New York wird von einem äußerst brutalen Serienmörder terrorisiert, der es nur auf Frauen abgesehen hat. Sein markantestes Merkmal ist die absurde Stimme, die an eine Ente erinnert. Da er seine Opfer scheinbar wahllos auswählt, fehlt dem ermittelnden Kommissar Lt. Fred Williams (Jack Hedley) bisher jede Spur und so wendet er sich an den Psychologen Dr. Davis, der ein Profil des Killers erstellen soll. Zwischenzeitlich begeht der Mörder seinen ersten Fehler und hinterlässt eine schwer verletzte Zeugin, deren Beschreibung die Polizei nach einem Mann mit zwei fehlenden Fingern fahnden lässt. Doch auch hier wird man bald feststellen, dem Falschen nachgejagt zu haben, während der eigentliche Täter weiter sein perfides Spiel spielt...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von insanity667:
Mit "Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies" surfte Fulci auf der Welle, die kurz zuvor George A. Romeros "Dawn of the Dead" geschlagen hat und sein Ableger wurde sogar als Fortsetzung vermarktet! "Das Haus an der Friedhofsmauer" lieh sich viele Ideen von Kubricks "Shinig" und in "Die Geisterstadt der Zombies" steht ein Haus auf einem Tor zur Hölle, wie es unter anderem Dario Argento in seinem "Suspiria" und dessen Nachfolger "Inferno" bereits beschrieb... Wer jetzt noch denkt, dass im Fahrwasser großer Erfolge zu schwimmen oder Sachen wie Cover und Titelschummel ein Phänomen der 2000er Filmindustrie ist, der irrt. Lucio Fulci, seines Zeichens Trashpapst und Gorevater, hat sich bei vielen seiner Kultklassiker gerne bei Kollegen was abgeschaut! Und wusste geschickt seine Filme den jeweiligen Trends anzupassen. So auch bei "Der New York Ripper" der zusammen mit "Maniac" und Argentos genialen "Tenebrae" 1982 die Kinos unsicher gemacht hat.




Der Film kommt, zur willkommenen Abwechslung, als klassischer Giallo daher der viel Blut & Sex mit klassischen Krimielementen verbindet! Die Sory geht vollkommen in Ordnung, ist ohne große Lücken straigt und spannend durcherzählt. Manchmal hat man den Eindruck, man schaut eine Folge "Die Straßen von San Francisco" (nur eben in New York) Dann landet man aufeinmal wieder in der Softporno Ecke und plötzlich bricht die Hölle los und jemand wird ermordet... Abwechslung ohne großes Durcheinander. Der völlig gestörte Killer, dessen Beuteschema immer bevorzugt Frauen (ohne Unterwäsche O.o!!) sind, gibt dem Film ordentlich Schwung, auch wenn seine Begleitsymptome beim Morden (ununterbrochenes Gequacke wie eine Ente?!!?) schon nerven.

Das "Whodunit" ist für den Zuschauer bis zum Schluss nicht aufzulösen, wie es sich für einen ordentlichen Giallo auch gehört. Der Ermittlungsprozess der Polizei ist immer gut nachzuvollziehen und wechselt sich gekonnt mit den anderen Storyelementen ab!




Die Schauspieler spielen ordentlich und solide ohne in Klischees abzudriften und wirken jederzeit authentisch, bzw. so wie es sich in einem 80er Krimi/Giallo eben gehört. Jack Hedley, der Hauptermittler Fred Williams war vorher in "James Bond - In tödlicher Mission" zu sehen und macht hier eine gute Figur als kaltschnäuziger Ermittler. Almanta Suska, hier als Fay zu sehen, kenne ich zugegebenermaßen nicht wirklich, aber auch sie macht ihre Sache gut! Howard Ross dagegen ist schon etwas bekannter als markanter, italienischer Mime. Auch er spielt seine Rolle ordentlich. Der Rest des Casts ist in Ordnung und fügt sich schön in die Geschichte, ohne das wer unangenehm auffällt. Erwähnenswert wäre vielleicht noch Paolo Malco aus "Das Haus an der Friedhofsmauer" als Dr. Davis und Daniela Doria aus "Das Haus an der Friedhofsmauer" und "Ein Zombie hing am Glockenseil".




Die Atmosphäre und die Settings des Films sind besonders gut gelungen. Man bewegt sich gekonnt im Wechselspiel zwischen dem siffigen, dunklen New Yorker Nachtleben in der menschenleeren U-Bahn, den schmierigen Porno Kinos im Rotlichtmileu und der aalglatten und dekadenten, "reinen" Oberfläche. Zum Ende des Films kommt der "Schmutz" immer mehr an die Oberfläche und befleckt diese, was gekonnt in Szene gesetzt ein sehr anspruchsvolles Gesamtbild ergibt. Es wird auch mal bei der Beleuchtung ein bisschen Argento Feeling erzeugt, aber es gefällt insgesamt. Unterstrichen wird dies durch die hervorragend 80er Jahre typische und insgesamt tolle Kameraarbeit von Luigi Kuveiller ("Rosso, die Farbe des Todes" und einige Bud Spencer & Terence Hill Filme) der zum ersten und LEIDER einzigen mal für Fulci hinter der Linse zugange war. Die Durchsuchungsszene ist zum Beispiel grandios!




Goretechnisch ist "Der New York Ripper" auch nicht von schlechten Eltern.

Was den Blutgehalt angeht wurde hier definitiv nicht gespart und so sprudelt es inmitten der teils softpornoartigen, mit viel nackter Haut durchzogenen Szenerie aus allen Schlitzern und Ritzern, die der gestörte Killer seinen Opfern zufügt. Ob Nippel, Augen oder Genitalbereich... Die Kamera hält voll drauf und aufgrund des Realismus und des teilweise widerlichen Zusammenspiels zwischen Sex und Gewalt wird eine echt Magenverdrehende Kontroverse herbeigeführt.




All das wird untermalt durch die Musik von Francesco De Masi. Neben den klassischen, teils jazzigen Thriller & Krimi Sounds dieser Ära werden auch bedrohlich düstere Töne angeschlagen. Immer passend und nie aufdringlich, aber dennoch präsent und stark! So muss es sein bei Filmen dieses Kalibers!




Fazit:



Ein überraschend gut gelungener 80er Jahre Krimi mit Gialloelementen oder andersherum, der sich zwar ziemlich offensichtlich bei seinen Genrekollegen bedient aber den ich persönlich Herrn Fulci nicht zugetraut hätte. Ein wahrer Albtraum aus Blut, Sex und Gewalt der mal nicht nur Mittel zum Zweck ist, sondern in eine, vielleicht nicht fehlerfreie aber durchdachte Kriminalstory einfließt und eine hammerharte Kontroverse losgetreten hat! (welche wohl auch der Grund für die rigorose Beschlagnahme in Deutschland ist) Gekonnt inszeniert, weit weg vom urigen Zombietrash dem der Meister noch ein Jahr zuvor gefröhnt hat, also auf einer anderen Ebene, unterhält er dennoch gleichermaßen und wirft die Frage auf, warum Fulci sowas nicht öfter gemacht hat.



Solide 8/10 Punkten

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