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Resident Evil: Retribution

Herstellungsland:Deutschland, Großbritannien, Frankreich (2012)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Horror, Science-Fiction
Alternativtitel:Biohazard: Retribution
Biohazard 5
Resident Evil 5
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,42 (45 Stimmen) Details
inhalt:
Die letzte und einzige Hoffnung der Menschheit heißt Alice (Milla Jovovich). Ohne einen sicheren Rückzugsort jagt die unerschrockene Heldin diejenigen, die für den Ausbruch der Seuche verantwortlich sind und sucht in der streng geheimen Umbrella-Schaltzentrale nach einer Lösung. Doch je tiefer Alice in das Gebäude und seine Geheimnisse eindringt, desto mehr offenbart sich ihr ihre eigene mysteriöse Vergangenheit. Ihre Jagd führt sie von Tokio über New York und Washington D.C. bis nach Moskau und gipfelt schließlich in einer erschreckenden Enthüllung, die sie zwingt, all das, was sie bisher als die Wahrheit angesehen hat, neu zu überdenken. Mit der Hilfe ihrer Freunde und neuen Verbündeten muss Alice ums nackte Überleben kämpfen. Die Welt steht am Abgrund und die Zeit läuft langsam ab.
eine kritik von nivram:
Story (enthält Spoiler für die vier vorherigen Filme):
Die Welt wurde seit längerem vom T-Virus infiltriert, der aus Menschen und Tieren Zombies macht. Freigesetzt wurde das Virus von der Umbrella Corporation, die unter der Leitung von Albert Wesker unfassbaren Einfluss erlangt hat. Auch nach dem Ende der Zivilisation führen sie ihre menschenverachtenden Experimente fort. Einzig die ehemalige Umbrella-Mitarbeiterin Alice (Milla Jovovich) und ihre Verbündeten stehen zwischen Umbrella und der Weltherrschaft.
Zu Beginn von "Retribution" hatte Alice sich mit ein paar Mitstreitern auf das garantiert zombiefreie Schiff Arcadia zurückgezogen, um aus diesem den Wiederaufbau der Zivilisation starten zu können. Dieser Plan wird aber von einer Staffel Kampffliegern von Umbrella zunichte gemacht, die Arcadia in die Luft jagen und Alice gefangen nehmen (womit der geile Cliffhanger von Teil 4 einfach in den ersten 5 Minuten abgeharkt wird). Als sie erwacht, befindet sie sich in einem unterirdischen Geheimlaboratorium von Umbrella, irgendwo in der ehemaligen Sowjetunion. Und da der Film ziemlich schnell vorbei wäre, wenn sie in Gefangenschaft bleiben würde, steht selbstverständlich bereits ein Rettungskommando vor der Tür...

Eindruck:
Eins vorweg, wer auch nur geringste Ansprüche bezüglich Handlung, Charakter oder Logik in Filmen hat, braucht dieses Review gar nicht weiter zu lesen, den wo der vierten Teil der Reisdent-Evil-Filme (basieren auf der ziemlich erfolgreichen Videospielreihe) schon endgültig zur bloßen Ballerorgie verkam, macht Teil 5 keinerlei Anstalten, diesen Pfad zu verlassen: Handlung? Dient nur dazu, die Figuren von einer Actioneinlage in die nächste zu manövrieren. Figuren? Sind (bis auf zwei, drei Ausnahmen) entweder muskelbepackte Kerle mit pseudocoolen One-Linern oder Kanonenfutter für die Zombies. Logik? Ging irgendwo im dritten Film bereits verloren. Und wenn interessiert schon Physik, solange bloß alle 5 Minuten irgendetwas in die Luft fliegt?
Von den "Zombies" möchte ich gar nicht anfangen. Wie in Teil 4 handelt es sich nicht mal mehr um Zombies, sondern um Las Plagas (Erklärung für Nichtspieler: Las Plagas ist ein Parasit, der von Umbrella entwickelt wurde und Leute ebenfalls in Zombies verwandelt, die dann aber Tentakel aus ihren Mund zum Angriff benutzen können). Diese können nun sogar Auto fahren und Schusswaffen bedienen. Auch die Videospielvorlage, wo die Gegner ab Teil 4 ähnliche Verhaltensweisen zeigten, sah sich deswegen der Kritik mancher Spieler ausgesetzt, die neueren Teile hätten überhaupt nichts mehr mit "Resident Evil" oder mit Zombies überhaupt zu tun. Dem kann ich teilweise zustimmen: Besonders in der Mitte des Films hätten die Las Plagas genauso gut normale Menschen sein können - abgesehen vom leicht verrotteten Aussehen hätte es keinen Unterschied gemacht. Glücklicherweise feieren in diesem Film die BOWs ihren Einstand in dem Film-Franchise von "Resident Evil". Dabei handelt es sich um von Umbrella entwickelt Monster (BOW steht für Bio Organische Waffe), die eher wie mutierte Tiere aussehen und tatsächlich ein wenig "Resident-Evil"-Feeling zurückbringen können.
Von den Darstellern kann dies leider nicht behauptet werden. Wie auch in den vorherigen Teilen tragen ein paar Figuren die Namen von Figuren aus den Videospielen und ähneln denen auch äußerlich. Meistens sind sie jedoch völlig andere Charaktere. Chris und Claire Redfield haben in diesem Teil Sendepause, es ist nicht einmal klar, ob sie überhaupt noch am Leben oder auf der Arcadia gestorben sind. Albert Wesker taucht faktisch nur in einer Szene wirklich auf. Neu dabei sind Barry Burton, Leon S. Kennedy und Ada Wong. Die ersten beiden werden gespielt von zwei Schauspielern, deren Namen ich noch nie im Leben gehört habe. Während Barry noch ziemlich gut rüberkommt (größtenteils wirkt er tatsächlich so, als wäre er der gleiche Barry wie in den Videospielen) haben die Macher Leon S. Kennedy gegen die Wand gefahren: In den Videospielen ist er ein interessanter, charasmatischer Ex-Cop, der sich eher auf Strategie als auf Stärke verlässt. Im Film ist er einfach nur ein müder Rambo-Abklatsch mit riesigen Bizeps und null Tiefgang. Ada Wong wird von der Chinesin Li Bingbing gespielt, die hier so ziemlich ihre erste Rolle in einer internationalen Produktion absolviert und es nicht schafft, Ada Wong so geheimnisvoll wie in den Videospielen wirken zu lassen. Die Romanze zwischen Ada und Leon wird auch nur am Rande angedeutet.
Es wäre leicht, "Resident Evil: Retribution" anhand der massigen Nachteilen in der Luft zu zerreißen, doch dies hätte der Film nicht verdient, da er auch positive Aspekte besitzt. Einer der wohl positivsten wären die 3D-Effekte, die wie auch in Teil 4 für ein paar WOW-Momente sorgen. Dazu kommt noch der rockige Soundtrack sowie die Tatsache, dass die Bullet-Time-Effekte diesmal nicht ganz so übermäßig viel eingesetzt wurden wie in Teil 4. Ferner fällt auch auf, dass Teil 5 teils von einem gewissen Sarkasmus durchzogen ist. Während die vorherigen Teile sich noch ein bisschen zu ernst nahmen, besitzen manche One-Liner nun einen leichten Galgenhumor, der dem Film zugute kommt.
Das Ende ist wie üblich ein großer Cliffhanger, der direkt auf einen sechsten Teil hinweist, den ich mir sicherlich nicht entgehen lassen werde.
Gesamturteil:
Nach dem schwächelnden "Resident Evil: Afterlife" bietet der fünfte Teil Mutantenaction in Reinform mit seichten "Resident-Evil"-Anleihen, der am Besten auf einem möglichst großem 3D-Bildschirm genossen werden sollte, um die meiste Wirkung zu erzielen.

P.S.: Wer meine Review zu Teil 4 kennt, wird bemerkt haben, dass ich manche Absätze kopiert habe, weil sie auf beide Filme zutreffen.
7/10
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