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BoondockSaint123
Level 12
XP 2.215
Eintrag: 28.10.2013

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Der blutige Pfad Gottes - Missionare des Todes

(Originaltitel: The Boondock Saints)
Herstellungsland:Kanada, USA (1999)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Thriller
Alternativtitel:Boondocks Saints - Giustizia finale, The
Elegidos, Los
Mission des dieux

Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,97 (172 Stimmen) Details
inhalt:
In einem von Iren geprägten Stadtviertel South Bostons setzen sich die zwei Brüder Connor und Murphy MacManus gegen einige Schläger der Russen-Mafia zur Wehr, die ausgerechnet am St. Patrick's Day den Lieblings-Pub der beiden ebenso trinkfesten wie tiefgläubigen Katholiken schließen wollen. Am Tag darauf suchen zwei verletzte Russen Connor und Murphy in deren Wohnung auf, um sich für die am Vortag erlittene Tracht Prügel zu rächen und die Brüder umzubringen. Dabei werden die Russen jedoch getötet, und die Gebrüder MacManus sind plötzlich für die Presse und die Öffentlichkeit die Heilige ihres Bezirks. Dadurch bestärkt, und zusätzlich noch durch eine nächtliche Vision animiert, fühlt sich das Duo dazu berufen, das gesamte organisierte Verbrechen der Stadt zu bekämpfen und liquidieren sämtliche Mafiabosse Bostons. Nach dem zweiten Mordanschlag auf den russischen Mafia-Boss Yuri Petrova schließt sich Rocco, der Laufbursche der italienischen Mafia, den beiden Brüdern an und fortan führen sie gemeinsam Mordaktionen auch gegen die italienische Mafia durch. Der homosexuelle FBI-Agent Paul Smecker durchschaut, aufgrund eines durch ein Projektil abgerissenen Fingers von Rocco, den Selbstjustiz-Kreuzzug der „Missionare des Todes“. Ihm kommt die Arbeit der Brüder allerdings nicht ungelegen, und so nehmen die polizeilichen Untersuchungen und die Morde ihren Lauf...
eine kritik von boondocksaint123:
Inhalt:

Die McManus Brüder sind ein Herz und eine Seele. Jahre lang haben sie immer Seite an Seite gestanden und einiges durchgemacht. Was sie verbindet ist der Glaube zu Gott und natürlich auch ihre Trinkfestigkeit. St. Patricks Day steht vor der Türe und die beiden Iren lassen es sich natürlich auch nicht nehmen an diesem Tag in ihre Stammkneipe zu gehen und ordentlich zu feiern. Gerade als die Stimmung ihren Höhepunkt erreicht schreiten drei riesige Russen in den Laden und ermahnen den Besitzer seine Bar zu schließen. Doch so ein Verhalten kann man sich am St. Patricksday natürlich nicht erlauben und die Russen haben ein großes Problem, denn die McManus Brüder lassen sich nicht so schnell ihre Feierlaune verderben. Es kommt zu einer Kneipenschlägerrei, welche einiges von den Russen abverlangt. Doch die Russen haben nicht in ihrem eigenen Interesse gehandelt sondern wurden von der russischen Mafia geschickt und das passt denen natürlich absolut nicht. Connor und Murphy sind angeschlagen und gehen in ihre Wohnung um dort ein wenig Ruhe zu finden. Diese haben sie nur leider nicht lange, denn die Russen haben sie aufgespürt und wollen sich nun dafür rächen was man ihnen angetan hat. Sie nehmen Murphy mit nach unten und Connor ketten sie in der Wohnung an. Doch seinen Bruder kann man nicht so einfach im Stich lassen, also befreit sich Connor und rettet seinen Bruder. Bei dem Rettungsversuch werden die drei Russen aber getötet. Das ruft Agent Smecker auf den Plan. Einen erfahrenen Agenten der Regierung, der es sich zur Aufgabe gemacht hat die Brüder zu finden. Als sich die Brüder aber freiwillig stellen schaut er nicht schlecht, doch irgendwas geht in den Brüdern vor. Sie erhalten eine Nachricht von Gott, die ihnen befielt sich allen Übel der Welt anzunehmen und die Menschen vor den Tyrannen der Gesellschaft zu befreien. Und somit beginnt ein Kreuzzug, der das Leben aller beteiligten verändern wird...

Kritik:

Über Nacht zum Star avangirte Drehbuchautor und Regisseur Troy Duffy, der seine Geschichte zu "The Boondock Saints" schrieb während er eines Abends als Barkeeper jobbte. Der Traum eines jeden Menschen erfüllte sich in dieser Nacht für Troy Duffy und wie sich zeigen sollte auch zu recht.

Niemand hätte gedacht, dass ein normaler Barkeeper zu einem der interessantesten Regisseure heransteigen könnte und mit nur einer einzigen Geschichte eine Schaar von Fans um sich ziehen. Doch was ist denn nur das Geheimrezept der Geschichte?

Mit "The Boondock Saints" erwartet den Zuschauer ein Film, der sich nicht einmal so leicht definieren lässt. Was den Anschein nach einem normalen Selbstjustiz-Thriller macht hat weit aus mehr zu bieten als man auf den ersten Blick ahnen würde. So wird man von Beginn an Zeuge einer ruhigen und kontrollieren Kameraführung die sofort die beiden Brüder ins Rampenlicht befördert und sich mit den musikalischen Kirchenklängen untermalen lässt.
Eine Kamerafahrt durch Boston wird vorgenommen, die wunderschöne Ecken dieser Stadt zeigt und schon ist man am Arbeitsort der beiden Brüder. Die Stimmung ist sehr locker, denn es wird gewitzelt und man erkennt sofort den beiden Protagonisten an, dass sie Spaß an der Arbeit haben (werden!).

Im weiteren Verlauf wird man Zeuge ruhiger Momente die sich poetisch gestalten. Die Dialoge sind alle sehr ausgefeilt und wirken realistisch und haben einen interessanten Reiz zu bieten. Immer wieder werden Soundwechsel vorgenommen. Mal ist es ein harmonischer Kirchenchor der sein bestes gibt, dann steigt man ab in die Rockebene und im anderen Moment wird es wieder ruhig. Was zuerst den Anschein auf ungewollten Musikeinsatz hat, der nicht durchdacht ist, stellt sich als komplexes Spiel mit den Sinnen heraus.

Die Shoot-Outs werden visuell beeindruckend dargestellt, in dem man einen stimmigen und peppigen Soundtrack abliefert und die Schießereien in Slow-Motion zeigt. Damit wirken die Szenen noch viel ausgereifter und um einiges klüger, denn man wollte sich trotzdem etwas eigenes erschaffen und nicht mit den üblichen Filmen Hand in Hand gehen in denen eine ordentliche Schießerei nicht viel bedeutet. So hat man einen Hang auch zum theatralischen erschaffen, dass sehr gut auf den Zuschauer wirkt.

Die ausgereiften Dialoge bieten einige Momente die zum schmunzeln sind. So behaart der Film nicht nur auf einer ernsten Schiene zu verweilen sondern lässt auch mal den Zuschauer lachen und genau das macht die Abwechslung in diesem Film aus. Nun kann man sagen, dass der Film viel besser geworden wäre, hätte man sich nur einem Schema angeeignet, doch mal ganz ehrlich...wo bleibt denn da der Spaß?!


Wenn die Figur des Agent Smecker in Erscheinung tritt, ist man ein wenig zwiespaltig. So verleiht der Schauspieler Willem Dafoe seiner Rolle eine abnormale Gelassenheit und doch einen recht verrückten Touch, der es dem Zuschauer ein wenig schwierig macht sich in die Figur hinein zu versetzen. Doch keine sorge, dass ist so gewollt. Er gilt zwar schon von Anfang an als Sympathieträger, doch hat man seine Bedenken was diese Person betrifft. Für mich aber eine der besten Leistungen Dafoe`s in seiner Laufbahn. Ich selbst sehe ihn wirklich sehr gerne und das macht es für mich auch noch interessanter, dass man ihn für solch ein Werk ergattern konnte. Für mich auch der beste Charakter im Film!

Doch natürlich macht nicht nur Dafoe seine Sache gut. Auch die beiden McManus haben den Zuschauer absolut in ihren Bann gezogen. Mit einer Leichtigkeit spielen Sean Patrick Fannery oder Norman Reedus ihre Rollen und verleihen diesen einen gewissen Charakterzug den es oft in manchen Filmen so mangelt. Sie spielen ihre Figuren so als wären es normale Bürger, wie jeder andere auch. Das macht die beiden Figuren auch zu einem sehr guten Gespann, was auf mich sehr sympathisch gewirkt hat. Man versuchte nicht unnötig sie als Helden darzustellen, denn das wäre auch das falsche Indiz gewesen und somit hätte sich der Film auch nicht von anderen unterschieden.

Jetzt kommt der schwierige Teil des Filmes. Die Handlung. Wie soll man diese Anlegen ohne die Selbstjustiz zu glorifizieren und trotzdem einen Sinn hinter all dem zu sehen? Genau diesem Problem muss sich der Film stellen und er hat es auch geschafft! Diese Thematiken sind schon immer etwas heikel gewesen, gerade in Deutschland was sich auch an der damaligen Zensur zeigt. Doch man hat hier einen Ausgleich geschaffen, der dem Zuschauer auch klar macht, dass die Beweggründe der beiden Figuren plausibel sind und trotzdem müssen sich auch für ihre Taten eine gewisse Verantwortung nach sich ziehen. Somit kann man sagen, dass der Film eine wirklich schwierige Aufgabe perfekt gemeistert hat.

Somit schafft "The Boondock Saints" den Sprung zwischen Action / Drama / Komödie / Thriller und packt auch noch einen kleinen Teil Sozialkritik mit in seine Handlung und wird damit zu einem der besten Filme den es jemals gab. So empfinde ich es zumindest ;-)
10/10
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