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S.K.
Level 11
XP 1.750
Eintrag: 30.10.2013

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Man Of Steel

Herstellungsland:USA, Kanada, Großbritannien (2013)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Comicverfilmung,
Fantasy, Science-Fiction
Alternativtitel:Autumn Frost
Superman: Man Of Steel

Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,48 (54 Stimmen) Details
inhalt:
Im Pantheon der Superhelden ist Superman der bekannteste und am meisten verehrte Charakter aller Zeiten. Clark Kent (Henry Cavill) ist ein junger Journalist in den Zwanzigern. Er fühlt sich von seinen eigenen Kräften verunsichert, denn sie gehen über seine Vorstellungskraft hinaus. Viele Jahre zuvor ist er von Krypton, einem hoch entwickelten, weit entfernten Planeten auf die Erde gekommen. Nun kämpft er mit der entscheidenden Frage: Warum bin ich hier? Geprägt von den Werten seiner Adoptiveltern Martha (Diane Lane) und Jonathan Kent (Kevin Costner) entdeckt Clark, dass außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen auch bedeutet, schwierige Entscheidungen treffen zu müssen. Als die Erde dringend Stabilität benötigt, zeichnet sich aber eine noch viel größere Bedrohung ab. Clark muss ein "Man of Steel" werden, um die Menschen, die er liebt zu schützen und gleichzeitig als Hoffnungsträger zu erstrahlen - als Superman.
eine kritik von s.k.:

Der Mann aus Stahl wird wiederbelebt. Zum zweiten Mal, falls das noch niemand bemerkt haben sollte. Bryan Singer, der dafür extra seine „X-Men“ verließ, versuchte sich an dessen Comeback, was ihm nur mäßig glückte. Die Besetzung-Querelen bei Regie und Hauptrolle, die langgezogene Vor-Produktion und diverse Verschiebungen hatten „Superman Returns“ mehr geschadet als geholfen. Nun soll der extrem SFX-verliebte Zack Snyder das bisherige Image des ältesten aller Superhelden auf die Kino-Neuzeit anpassen. Allein das Wissen darüber bereitete mir ein flaues Gefühl in der Magengegend, denn ich bekenne: Ich kann Snyders Art des Filmemachens wenig abgewinnen, denn seine Streifen sind vom „Style over Substance“-Prinzip derart geprägt wie nichts anderes. Einzig die Beteiligung Christopher Nolans am Script ließ mich hoffen, denn wirklich Schlechtes hat der Fädenspinner hinter der jüngsten „Batman“-Trilogie bisher noch nie abgeliefert. Potential für einen richtig guten Film war somit gegeben; Snyder kümmert sich um die Hochglanz-Optik, Nolan hält für die Story gerade. Und doch ist das gemeinsame Projekt nur bedingt sehenswert, denn „Man of Steel“ bietet zwar famose Zerstörungsorgien wie es die „Transformers“ nur im Dutzend hinbekämen, lässt aber unter der heftigen Actionsalve anderen wichtigen Faktoren wie dem Humor und echten Emotionen kaum ne Chance zum Atmen.

Kritik muss sich auf jeden Fall die Story-Ausarbeitung gefallen lassen. Nolan versteht es sicherlich, dem Inhalt seiner eigenen Filme eine feine Brise Anspruch beizufügen, aber was schon bei „The Dark Knight Rises“ arg auffiel: Er nimmt seine Geschichten viel zu wichtig und total ernst. Das hat schon den Genuss des besagten Batman-Finales teilweise geschmälert, von daher wunderte es auch nicht, dass das überlange Duell „Batman vs. Bane“ die tadellose Güte seiner Vorgänger vermissen ließ. Tja, und genau diesen Fehler begeht Nolan aufs Neue. Er lässt den Schuss erheiternder Ironie, den Superman schon immer umgab - sowohl im Comic als auch in der 1978er-Verfilmung -, einfach fallen. Schlimmer noch, er verklärt die Figur Superman/Clark Kent fast schon ins Göttliche, welchen es im großen Moment seiner Entscheidung ausgerechnet in die Kirche zieht, um geistlichen Rat zu suchen.

Henry Cavill gefällt in der Titelrolle, und das nicht nur wegen seiner Muskelberge. Doch sein recht schlicht gehaltener Charakter kann bzw. darf entweder nur draufhauen, losbrüllen oder in chaotisch eingepflanzten Rückblenden den ewigen Trauerkloß und Zweifler spielen. Alles um ihn herum muss extrem laut und spektakulär zu Bruch gehen, Material wie Menschenleben. Darunter auch Papa Kent, den mal gleich ein gigantischer Tornado verschluckt. Sieht toll aus, weckt jedoch nicht das gleiche Gefühl tiefer Tragik wie Richard Donners Original, in welchem der Adoptivvater eines natürlichen Todes stirbt und der junge Clark seine eigene Machtlosigkeit dagegen erkennt („All die Dinge die ich tun kann… All meine Kräfte… Und trotzdem konnte ich ihm nicht helfen.“).

Sicherlich sollen solche Szenen die Ernsthaftigkeit der Figur Superman/Clark Kent unterstreichen, aber die gestreckten 2 ½ Stunden könnten aus wesentlich mehr als nur Kummer, Selbstzweifel, Frustschieberei und tödlichem Krypton-Wrestling bestehen. Eine gesunde Prise Humor hat der Christopher Reeve-Ära schließlich auch nicht geschadet, sondern den Helden im rot-blauen Cape gerade dann besonders menschlich gemacht. Man denke nur an die aberwitzige Geheimhaltung seiner wahren Identität vor Louis Lane. Nicht so in „Man of Steel“. Wozu das ganze Versteckspiel, wenn das essentielle Geheimnis, das Kal-El schon immer vor Louis bewahrte, am Ende nicht mehr existiert ? Das nimmt dem Streifen so gleich den letzten Rest an ohnehin spärlich vorhandenem Witz.
Dafür gibt es einen Punktabzug, gefolgt vom Nächsten, der auf Snyders Kappe geht.
Zunächst mal gut, dass er endlich Slo-Mo-geheilt scheint. Statt zum x-ten Male auf seine selbstverliebte Zeitlupen-Ästhetik zu setzen, gibt er seiner jüngsten Regiearbeit genau das, was es braucht: Speed ! Mitunter treibt er es mit dem Action-Tempo ein wenig auf die Spitze dessen, was man noch als „überschaubar“ bezeichnen kann. Es ist im heftigen Kameragewackel mitsamt Blitzschwenks gerade so eben möglich, dem rabiaten Treiben zu folgen. Unabhängig davon ist die visuelle Klotzerei von erhabener Güte und teilweise richtig atemberaubend, der Löwenanteil am üppigen Gesamtbudget ist ohne jeden Zweifel in die Tricktechnik geflossen.
So sehr auch Snyder seine cineastische Version des 11. Septembers abfeiert (siehe das teilzerstörte Metropolis), er neigt mächtig zu überziehen, hat kein Gefühl fürs richtige Timing. Im 3/4-stündigen Finale kracht und wummst es fast ohne Unterbrechung, dennoch wird die Action mit jeder weiteren Minute etwas eintöniger, verheddert sich gewissermaßen in Wiederholungen. Ein Höhepunkt mit gesunder Länge und effektiverem Paukenschlag hätte das Ende wesentlich besser abgerundet.


Man kann aber auch positive Seiten an „Man of Steel“ entdecken.
Der Cast ist mit Kevin Costner, Russel Crowe, Diane Lane, Amy Adams und eben Henry Cavill gut besetzt. Auch die Darsteller in den Antagonisten-Rollen passen ins Bild, würden aber noch positiver in Erinnerung bleiben, wenn sie mehr machen würden als nur oft und lautstark in die Kamera zu brüllen.
Hans Zimmer verpasst dem Superman-Re-Reboot einen grundsoliden Score, nicht mehr und nicht weniger. Ein markantes Titelfigur-betontes Hauptthema konnte ich zwar nicht entdecken, aber wenn es auf der Mattscheibe richtig abgeht, treibt er das Geschehen gut und kräftig an.
Und über die Ausstattung, Effekte und Kostüme braucht muss man im Grunde genommen keine weiteren Worte verlieren außer: Alles vom Feinsten.


Fazit:
Wegen oben genannter Gründe ist „Man of Steel“ zumindest als reines Action-Kino für reine Actionfans keine schlechte Wahl, Schmackes und CGI-Geklotze hat der Film mehr als genug, satter geht es gar nicht, aber zu einem Genre-Highlight reicht es nicht. Ein wenig mehr Charme der alten Filme, etwas mehr Heiterkeit, weniger Distanz zum Weltenretter und eine reduzierte Masse an Bombast, DANN vielleicht hätte es ganz anders ausgesehen.

7/10
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